CH151964A - Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen.

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CH151964A
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carbazole
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00—Sulfur dyes
    • C09B49/10—Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     schwefelhaltigen    Farbstoffen.    In der schweizerischen Patentschrift  Nr. 1052.37 und deren. Zusätzen sind Schwefel  farbstoffe     beschrieben,    die durch Behandeln  der     Leukoindophenole    aus     p-Nitrosophenolen     und     Carbazol    mit Schwefel bei höherer Tem  peratur in     Gegenwart    von     die    Schwefelurig       erleichternden        Zusätzen,    wie     aliphatischen     oder     aromatischen:

      Basen, erhalten werden  und reine, mehr oder weniger     rotstichige     Farbtöne     liefern.    Um     grünstichigere    Farb  töne zu erhalten, wurde das     Leukoiudophenol     aus.     Carbazol    teilweise oder vollständig durch  die     Leukoindophenole    aus     N-Alkylcarbazolen     ersetzt. In allen diesen     Schwefelungsverfah-          ren    wurde so gearbeitet, dass das Indophenol  durch Polysulfid reduziert und die zur       Schwefelurig    nötige Menge Schwefel durch  Zugabe von Handelsschwefel     vervollständigt     wurde.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass bei Anwen  dung von     Leukoindophenol    aus     Carbazol     selbst die     Farbstoffbildung    ausserordentlich  begünstigt     wird,    wenn man den zur Schwe-         felung    nötigen Schwefel wenigstens zur  Hauptmenge in feinverteilter Form dem       Leukokörper    zusetzt.

   Dies kann dadurch er  reicht werden, dass man die gesamte Menge  Schwefel, die zur Backurig verwendet wird,  in     gelöster    Form als     Natriumpolysulfid    dem       Leukoindophenol    und seinen Zusätzen ein  verleibt und dann durch eine entsprechende  Menge     Ammonchlorid    den Schwefel ausfällt.       Ebensogut    kann der Schwefel auch in Form  von     Ammonpolysulfid    zugesetzt werden. Die  feine     Verteilung    des Schwefels     kann    auch  unterstützt werden durch Zugabe eines Ver  teilungsmittels, das dann auch eine feine  Verteilung der Zusätze bewirkt.

   Das neue  Verfahren lässt sich natürlich nicht nur bei  den     Indophenolen    aus reinem     Carbazol,    son  dern auch bei den     Indophenolen    aus N-     Alky    1  carbazolen anwenden.  



       Beispiel   <I>1:</I>  27,2 Teile des Indophenols aus     Carbazol     und     Nitrosophenol    werden mit einer Poly-           sulfidlösung,    bestehend aus 58 Teilen kristal  lisiertem Schwefelnatrium und 28,2 Teilen  Schwefel, reduziert. Hierauf gibt man der  Paste 12 Teile Harnstoff, 12 Teile     symmc:-          trischen        Di-o-tolylharnstoff        und    22' Teile       Ammanchlorid    zu und trocknet im Vakuum.  Das     zerkleinerte    Produkt wird dann bei 200  bis 205   gebacken, bis die     Entwicklung    von  Schwefelwasserstoff aufgehört hat.

   Nach  dem Erkalten wird die Masse fein gemahlen  und mit verdünnter     Natriumsulfidlösung    ex  trahiert. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus  klarer     Küpe    in solch grünstickig blauen Tö  nen an, die bis anhin nur mit. Hilfe von       Leukoindophenolen    aus     N-Alkylea-rba.zolen     erhältlich waren.  



  <I>Beispiel 2:</I>  27,2 Teile     Indophenol    aus reinem     Carb-          aaol    und     Nitrosophenol    werden mit einer       Ammonpolysulfidlösung,    die 24 Teile     Sohwe-          fel    gelöst enthält, reduziert und mit 12 Teilen  Harnstoff und 12 Teilen symmetrischem     Di-          o-tolylharnstoff        versetzt,    im Vakuum ge  trocknet.

   Man     backt    bei 200 bis 205   und       extrahiert    den     erhaltenen    Farbstoff mit ver  dünnter     Schwefelnatriumlösung.    Er färbt  Baumwolle aus gelber     Küpe    in noch etwas       grünstickigeren    Tönen als der nach Beispiel 1  erhaltene Farbstoff.  



       Beispiel   <I>3:</I>  27,2 Teile Indophenol aus     Carbazol    und       Nitrosophenol    werden wie im Beispiel 2 re  duziert und dann nach     ,Zusatz    von 16 Teilen  Harnstoff, 16 Teilen symmetrischem     Di-o-          tolylharnstoff    und einer     wässerigen    Lösung  von 4 Teilen     Ätznatron    im Vakuum getrock  net. Man     backt    bei 200 bis 20,5  , bis die Ent  wicklung von Schwefelwasserstoff     aufgehört     hat.

   Der Farbstoff, mit verdünnter Natrium  sulfidlösung     extrahiert,    färbt aus gelber     Küpe          Baumwolle    in ähnlichen Tönen wie das in  Beispiel 2 erhaltene     Produkt.     



  In ähnlicher Weise verfährt man mit den  andern     Zusätzen,    welche     in    den in der Ein  leitung angeführten Patentschriften empfoh-         len        -worden    sind, oder mit andern     Leukoindo-          phenolen.    Verteilend wirkende Mittel,     wif-          zum    Beispiel     Sulforicinate,    Derivate von aro  matischen     Sulfosäuren,        Thiophenole        etc.,    kön  nen mit     Vorteil    bei der Reduktion oder bei  der Einverleibung der Zusätze zugesetzt  werden.  



  <I>Beispiel</I>  27,2 Teile des Indophenols aus     Carbazol     und     Nitrosophenol        -,werden    wie im Beispiel 1       reduziert    und der Paste hierauf 16 Teile  Harnstoff, 16 Teile symmetrisches     Di-o-tolyl-          guanidin,    15 bis 20 Teile Kochsalz und eine  wässerige Lösung von 22 Teilen Amman  chlorid zugesetzt. Man trocknet im Vakuum  und backt das zerkleinerte Trockengut bei  200 bis 205  , bis die     Entwicklung    von  Schwefelwasserstoff aufgehört hat. Nach dein  Erkalten     wrd    der fein gemahlene Farbstoff  mit verdünnter     Schwefelnatriumlösung    be  handelt.

   Er färbt Baumwolle in bedeutend       grünstickigeren    Tönen an als die in den Bei  spielen 1 bis 8 erwähnten Farbstoffe.  



  Wird das symmetrische     Di-o-tolylr;uaiii-          din    durch das     Diphenylderivat    ersetzt, so er  hält man etwas     rotstiehigere    Farbtöne.  



  <I>Beispiel 5:</I>  27,2 Teile des Indophenols aus     Nitroso-          phenol    und     Carbazol    werden nach Beispiel 1  reduziert. Wenn alles Indophenol reduziert  ist, werden die Zusätze in Form einer Paste,  hergestellt durch Mahlen von 16 Teilen Harn  stoff, 16 Teilen symmetrischem     Di-o-tolyl-          harnstoff,    10 Teilen     Natriumchlorid    und 20  Teilen einer 0,5     %igen    Lösung eines     hoch-          sulfierten    Rizinusöls, zugegeben.

   Das Ganze  wird mit einer     -wässerigen    Lösung von     ??     Teilen Ammanchlorid versetzt und im Va  kuum bei 80 bis 85   getrocknet. Das zer  kleinerte Trockengut backt man bei 200 bis  205  , bis kein Schwefelwasserstoff mehr  nachweisbar ist. Der Farbstoff, mit verdünn  ter     Natriumsulfidlösung    extrahiert, färbt aus  klarer     Hydrosulfitküpe    Baumwolle in ähn-           lichen    Tönen wie     das    im Beispiel 1 erhaltene  Produkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung schwefelhalti ger Farbstoffe durch Backen von Leukover- bindungen der Indophenole aus Carbazolen und Nitrosophenolen in Gegenwart von Schwefel und von die Schwefelung erleich ternden Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Hauptmenge des zur Schwefelung nötigen Schwefels in feiner Form verwendet wird.
CH151964D 1930-10-24 1930-10-24 Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen. CH151964A (de)

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