CH152207A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidewickel auf der Spulenspinnmaschine. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidewickel auf der Spulenspinnmaschine.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidewickel auf der Spulenspiunmaschine. Bisher erfolgt .das Aufwickeln .des frisch gesponnenen Kunstseidefadens auf der Spu- lenspinnmasclüne auf gelochte Spinnhülsen, und zwar in der Weise, dass der Fadenführer einen die ganze Länge der Spinnhülse ein- nehmenden Hub erhält, welche um ein<B>ge-</B> wisses Mass auf der Spinnspule verlagert wird,
oder aber der Fadenführerhüh- erfährt innerhalb der Bewicklungs-dauer eine all mähliche Verkürzung. Durch .diese Bewick- lung entsteht ein Garnkörper mit abge schrägten Enden und parallelen Fadenlagen.
Hierbei besteht jedoch der Nachteid, -dass die Bewick'lungsstärke nur ganz .gering gewählt werden kann, da bei Grösserwerden derselben die einzelnen fest aufeinanderliegenden Fa denlagen eine einwandfreie und intensive Nachbehandlung wie Durchwaschen, Färben und dergleichen in kurzer -Zeit nicht zülas,- sen, da die Nachbehandlungsflüssigkeiten die Spule nicht genügend durchdringen kön nen.
Weiterhin können die Fäden den bei der Nachbehandlung auftretenden Schrump fungen nicht folgen, so dass vor allem die untern Fadenlagen für die spätere Verwen dung unbrauchbar sind. Durch diese Übel ständeerfordert die Herstellung der Kunst seide lange Behandlungszeiten bei geringer Produktion, so dass hierdurch eine wesent liche Verteuerung in der Herstellung der Kunstseide eintritt. Ein weiterer Nachteil besteht noch darin, dass zum Zwirnen oder Umspulen ein nachträgliches Abziehen des Fadens über Kopf kaum möglich ist.
Durch das vorliegende Verfahren werden diese Nachteile beseitigt. Dasselbe besteht darin, dass die frisch gesponnenen Fäden nach Art .der bekannten Kötzerwicklung auf diese Spulen aufgewickelt werden, wobei zur Ausgleichung der verschiedenen Aufwickel- Durchmesser die Spurenwelle mit wechseln der, von der jeweiligen Lage des hin- und herschwingenden Fadenführers abhängiger Drehzahl angetrieben wird.
Bei Verwendung konischer Spinnhülsen erfährt die 'Spuren- welle zur- Ausgleichung .des allmählich sich ändernden. Hülsendurchmessers ausser der wechselnden Drehzahl noch eine allmäh- liehe Änderung ihrer mittleren Drehzahl.
Die Kötzerwicklung entsteht dadurch, dass -- der Faden in schräg übereinanderlie- genden Lagen auf die Spinnhülse aufge bracht - wird. Diese Spulenbewicklung lässt infolge .der nur lose aufeinanderliegenden Fadenschichten bei beliebiger Bewicklungs- stärke eine schnelle und intensive Nachbe handlung der Kunstseide wie Waschen, Fär ben. und dergleichen -zu, so - dass eine we sentliche Vereinfachung und daher Verbil ligung in der Herstellung erzielt wird.
Au sserdem kann: .die Kunstseide den bei der Nachbehandlung auftretenden Sührumpfun- gen folgen, ohne den Faden in irgend einer Weise nachteilig - zu -beeinflussen; .;so.- dass auch die untern Fadenlagen als guter Seide gebraucht werden können.
Des weiteren ge stattet diese Bewicklung zur Weiterverarbei- tung der Kunstseide wie Zwirnen, Umspulen und dergleichen ein .einwändfreies@ Abziehen des Fadens über Kopf.
Die Erfindung bildet ferner eine Vor richtung zur Ausführung desi Verfahrens, bei welcher der Antrieb der Spinnhülsen durch vorgeschaltete urrunde Zahnräder er folgt, wobei .die Welle des treibenden Zahn rades über Kettenräder .die die Hin- und Herbewegung des Fadenführers bewirkende Rolle antreibt.
Durch die Vorschaltung der urrunden Zahnräder wird ein gleichmässiger Abzug des von .der -Düse kommenden Fadens gewährleistet, indem .die Drehzahl der Spinn- spulen dem sich jeweils ändernden Aufwik- kel-Durchmesser angepasst wird. Bei der Be- wicklung konischer Spinnhülsen wird ausser dem noch ein stufenloses Getriebe, zum Bei spiel ein Konoidengetriebe vor die urrunden Zahnräder vorgeschaltet,
um so den- allmäh- lieh - abnehmenden Bewicklungsdurohmesser zur Beibehaltung eines gleichmässigen Fa denabzuges auszugleichen. Die Kötzerwick- lun,g auf den Spinnhülsen wird dadurch er zielt, dass der Fadenführer kleine Schwing- bewegungen erhält, wobei derselbe gleich zeitig durch eine fortschreitende Schaltbewe gung in Länge der Spinnhülsen weiterge schaltet wird oder aber der Fadenführer erhält lediglich seine Schwingbewegungen und die Spinnhülse selbst wird gegenüber dem Fadenführer in ihrer Länge verscho ben,
wodurch die 1=Tbereinanderlagerung der einzelnen Wickelschichten herbeigeführt wird. Die Bewicklungsstärke selbst richtet sich -jeweils darnach, mit welcher Gschwin- digkeit die Fortschaltung .des Fadenführers in Länge der Spinnhülse bezw. die Verschie bung -der Spinnhülse selbst dem Fadenführer gegenüber erfolgt.
Die Zeichnung stellt die erstere von die sen beiden- Ausführungsmöglichkeiten sche matisch dar, und zwar zeigen: Fig: 1<B>-</B>eine . derartige- Anordnung an .d.ei Spinnmaschine in Ansicht, mit zylindrischer Spinnhülse, Fig. 2 die bei dieser Anordnung bewik- kelte Spinnhülse geschnitten, in grösserem Massstabe, Fig. 3 die gleiche Anordnung wie Fig:
1, jedoch mit konischer Spinnhülse, - Fig. 4 die nach Fig. 3 bewickelte Spinn hülse, geschnitten, in grösserem Massstabe. Die Spurenwelle 1 trägt auf einem Spu- lenschalter die gelochte Spinnhülse 2 und erhält ihren Antrieb -durch Schraubenräder 3, 4. Der von der in der Zeichnung nicht dargestellten Spinndüse kommende Faden 5 wird durch einen an einem Arm Vbefind- lichen Fadenführer 6 auf die Spinnhülse ver legt.
Der Arm 7 ist auf einer Schwingwelle 8 gelagert. Die Schwingbewegungen der Welle 8 und somit des Armes 7 erfolgen durch eine auf einem Exzenterbolzen 9 ge lagerte Rolle 10, die durch-einen Hebelarm <B>26</B> mit der Schwingwelle 8 in- Verbindung steht. Hierbei erhält die Rolle 10 ihren An- trieb von einem lose auf der Welle 8 lau fenden Kettenrad 11 mittelst einer Kette 12. Die Rolle 10 bewegt sich während dieser' Schwingbewegungen des.
Fadenführers über ein sich langsam drehendes Exzenter 13, welches über Zahnräder 14, 15, 16, 17 seinen Antrieb erhält. Bei einmaliger Umdrehung des Exzenters 13 wird der Fadenführer der Länge der Spinnhülse entlang bewegt; das heisst fortgeschaltet, wobei derselbe während dieser Zeit durch die auf dem Exzenter- bolzen 9 gelagerte Rolle 10,
seine Schwing bewegungen ausführt. Durch diese Faden führerbewegung legen sich die Fäden wie in Fig. 2 und 4 dargestellt in schrägen lagen lose übereinander und bilden so die Kötzer- wicklung. Die Bewicklungsstärke der Spinn hülse richtet .sich jeweils nach der Geschwin digkeit der Fortsehaltung des Fadenführers gegenüber der Länge der Hülse b ezw. dem Geschwindigkeitsverhältnis zwischen der Schaltbewegung und den Sehwingb.ewegun- gen des Fadenführers.
Bei einer Kötzerwick- lung entstehen aber auf der Spinnhülse ver schiedene Durchmesser, und zwar einmal .der Durchmesser der Hülse selbst und einmal der Gesamtdurchmesser der Bewieklung. Der Fadenführer befindet sich also bei @seinen Schwingbewegungen einmal an dem kleinen und einmal an .dem grossen Durchmesser, .so dass hierdurch verschiedene Umfangsge schwindigkeiten entstehen.
Zur Ausgleichung dieser verschiedenen Umfangsgeschwindig keiten und zur Erzielung eines beim Spinnen unbedingt erforderlichen gleichmässigen; Fa denabzuges wird die Spinnhülse 2 bezw. deren. Welle 1 durch vorgeschaltete unrunde Zahnräder 18, 19 mit wechselnder Drehzahl angetrieben, welch letztere mit den ScIwing- bewegungen bezw. den jeweiligen Faden führerstellungen-übereinstimmt:
Diese Über- einstimmung wird dadurch erreicht, dass, von der treibenden Welle 20 des Zahnrades 19 aus der Antrieb .der die Fadenführerschwin- gungen bewirkende Rolle 10 über Ketten räder 21, 22, 23, 24 erfolgt.
Bei der Bewieklung einer komischen Spinnb.ülse nach Fig. 4 ist noch dem un- runden Zahnräderpaar 18, 19 ein stufenloses Getriebe vorgeschaltet, welches im Ausfüh rungsbeispiel als Konoidengetriebe 25 ausge führt ist und mit der Welle 20 des unrunden Zahnrades 19 durch Ketten- oder Riemen- übertragung in Verbindung steht (Fig. 3<B>)</B>.
Durch diese Anordnung wird die mittlere Drehzahl der Spinnhülse bei fortschreitender Bewicklung allmählich dahingehend geän dert, -dass während des ganzen Bewicklungs- vorganges eine gleichmässige Umfangsge schwindigkeit der Hülsen und demnach ein gleichmässiger Fadenabzug gewährleistet ist.
Wie schon in der Einleitung der Be schreibung erwähnt, kann die Vorrichtung zur Erzielung einer Kötzerwicklung auch anders gestaltet sein und soll das vorliegende Beispiel lediglich klarstellen, in welcher Weise eine derartige Kötzerwicklung erzielt werden-kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRü CHE I. Verfahren zur Herstellung von Kunst seidewickel auf der Spulenspinnmaschine unter Verwendung von gelochten Spinn hülsen, dadurch gekennzeichnet, dass die frisch gesponnenen Fäden nach Art der bekannten Kötzerwicklung auf diese Hül sen aufgewickelt werden, wobei zur Aus gleichung der verschiedenen Aufwickel- durchmesser die Spulenwelle mit. wech selnder von der jeweiligen Lage des hin- und herschwingenden Fadenführers ab hängiger Drehzahl angetrieben wird.II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Spinnhülsen durch vorgeschaltete un- runde Zahnräder (18, 19) erfolgt, wobei die Welle des treibenden Zahnrades (19) über Kettenräder (21, 22, 23, 24) die die Schwingbewegungen des Fadenfüh rers herbeiführende Rolle (10) antreibt. UNTERANSPRüCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch II, für Verwendung konischer Spinnhülsen, da- durch gekennzeichnet, dass noch ein - stu= fenloses Getriebe vor die unrunden Zahn- räcler (18, 19) vorgeschaltet ist. 2. -Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet,-.dass das stufenlose Getriebe ein Konoidengetriebe (25) ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|---|---|
| CH152207D CH152207A (de) | 1930-02-20 | 1931-01-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidewickel auf der Spulenspinnmaschine. |
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| GB (1) | GB372395A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1214824B (de) * | 1956-11-29 | 1966-04-21 | Barmag Barmer Maschf | Aufwickelverfahren fuer vollsynthetische Faeden |
-
1931
- 1931-01-29 CH CH152207D patent/CH152207A/de unknown
- 1931-02-05 GB GB3711/31A patent/GB372395A/en not_active Expired
- 1931-02-07 FR FR710926D patent/FR710926A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1214824B (de) * | 1956-11-29 | 1966-04-21 | Barmag Barmer Maschf | Aufwickelverfahren fuer vollsynthetische Faeden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR710926A (fr) | 1931-08-31 |
| GB372395A (en) | 1932-05-05 |
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