Sebrotwalzenstuhl. Die schräge Anordnung der Längsriffeln <B>an</B> den in der Getreidemüllerei -ebräuell- liehen Schrotwalzen, die bei gleichgericUteter Steigung an beiden Walzen eines Paares an der Arbeitsstelle eine sel-lerenarti-e Kreuzuno- zur Folge hat, ist aus dreierlei Gründen not- -wendig:
<B>1.</B> Damit, im Gegensatz zur axialen An ordnung beider Riffeln, das Ineinander, <B>a.</B> e "r ifen von Erhöhung und Vertiefung boi t' enger WaIzenstellung auf alle Fälle mit Si cherheit vermieden wird, was bei den ver schiedenen UmfangsgeseUwindigkeiten der el kl -N#'ra,Izen eines Paa.res eine Beschädigung oder Zerstörung der Riffeln zur Folge hätte, 2.
weil die scherenartige Schnittwirkung ir, den meisten Fällen derjenigen vorgezogen wird, die durch parallele Riffeln erzeugt 2D wird, <B>3.</B> weil beim scherenartigeu Schnitt einp axiale Schubkompo ne nte auftritt, deren Grösse durch den<B>-</B> innerhalb gewisser Gren- zen <B>-</B> -awählteü Kreuzungswinkel, beein- fluss't werden kann,
wodurch man in der La..ge, ist, die normale Laufrichtung des Malilgutes seitlich etwas abzulenken und dadurch die zerreibende Wirkung der Walzen, wenn dies -erwünscht ist, zu erhöhen.
Auf der Zeichnung ist in Fig. <B>1</B> ein Walzenpaar dargestellt, dessen Walzen a, II) entgegengesetzte Drehrielituno- haben (siehe <B>C</B> leingezeichneten Pfeil), und welche Walzen beide mit Längsriffeiln mit Rechtssteigulig 2D (Reelitsdrall) versehen sind.
Bei diesen bekannten -Walzen tritt durch die scherenartire Kreuzung der LängsrIffeln an der Arbeitsstelle eine axiale Ablenkuno- der Laufriclituli", des 3Xahlgutes durch die Walzen ein, wie dieses durch den eingezeich neten Pfeil c veranschaulicht ist.
Bei Walzen mit Linkssteigung (Linkg- drall) erfolgt selbstverständlich die axiale Ablenkung der Laufrichtung nach der ent gegengesetzten Seite. Werden nun die Walzen nach<B>D.</B> R. P. Nr. 465494 und Schweizer Patent Nr. 140395, um eine doppelte SehnitLwirkung zu erzielen, ausser mit den erwähnten IAngsriffeln auch noch mit schraubenlinienförmigen Querriffeln versehen, so hatten diese Querriffeln bisher auf beiden Walzen eines Paares stets gleich gerichtete Steigung, das heisst auf beiden Walzen entweder Rechtsgewinde oder Links gewinde, um ähnlich.
wie bei Längsriffeln an der Arbeitsstelle eine scherenartige Kreu zung zu erzielen.
Auf der beiliegenden Zeichnung, Fig. '22, ist diese letzterwähnte Einrichtiuno' Schema tisch dargestellt, und zwar zeigt, die in voller Linie gezeichnete Walze die rasch laufende Walze mit den ebenfalls in voller Linie ein gezeichneten Querriffeln. Die punktierte Linie zeigt die Steigung der Querriffeln auf der langsam laufenden Walze. Die horizon tal eingezeichneten Pfeile zeigen die RieUtun- gen an, in denen die Querriffeln die axiale Soliubwirkung auf das Mahlgut-. ausüben.
Wie aus Fig. <B>2</B> ersichtlich, steigt die rasch laufende Querriffel <B>-</B> bezogen auf die Solinittebene A-B <B>-</B> an der Arbeitsstelle nach links an, während die langsam laufende unter dem gleichen Winkel a nach rechts an steigt; dadurch entsteht. der Kreuzungs- el winkel 2 a.
Diese Einrichtung hat aber den Nach teil, dass, wenn auch die rasch laufende Walze, jo nachdem, ob man die Querriffeln mit Rechts- oder Linkssteigung anlegte, die axiale Soliubwirkung der Längsriff eln ver mehrte (bei Roggen) oder verminderte (bei Weizen), die langsam laufende Walze stets dieser gewünschten Mehrung oder Minde rung, zum Nachteil der Vermahlungr, ent gegenwirkte, weil ihre axiale Schubwirkung derjenigen der rasch laufenden Walze stets entgegengesetzt war.
In Fig. <B>3</B> ist ein Walzenpaar schematisch dargestellt, dessen WaIzen mit entgegen- ,gesetzter Richtun- in Umdrehunu versetzt <B>D C</B> ZD werden und deren IAngsriffeln Reehtsdrall haben, während die Querriffeln auf beiden Walzen Linkssteigung haben.
<B>t'</B> Wird ein derartiges Walzenpaar zum Vermahlen von Weizen benutzt, so ist die durch Pfeile c eingezeichnete Ablenkung der Laufriehtung unerwünscht, weil sie mehl bildend und nicht griessbildend wirkt-. Durch entsprechend kleinen Kreuzungswinkel der Längsriffel kann die Ablenkung der Lauf richtung zwar etwas vermindert, aber nie ganz aufgehoben werden. In Fig. 4 ist ein Walzenpaar für Roggen- mahlung dargestellt.
Die beiden Walzen ha ben Längsriffeln mit Rechtsdrall, während die Querriffeln auf beiden Walzen Rechts- st-eigung haben.
W#e der eing.ezeichnete Pfeil c zeigt-, <I>ist,</I> die Ablenkung der Laufriehtung zwar <B>C</B> ,Glegenüber der Fig. <B>3</B> etwas vergrössert, jedoch noch nicht genügend, um die me'hlbildende Wirkung für die Roggenvermahlung auf das t' höchste Nass zu steigern.
Um diese oben angegebenen Nachteile der bekannten Schrotwalzenstühle zu beheben und einerseits die griessbildende Wirkung für Weizen<B>-</B> also eine weitere Verringerung der Ablenkung der LaufrieUtung <B>-</B> und ander seits eine vergrösserte Mehlbildung für Rog- --en <B>-</B> also eine vergrösserte Ablenkung der Laufrichtung<B>-</B> herbeizuführen, besitzen nach der vorliegenden Erfindung die Quer- riffeln der in verschiedener Drehrichtung und mit verschiedener Umfangsgeschwindig keit umlaufenden Walzen eines Paares ein ander entgegengesetzte Steigungsrichtung,
um an der Arbeitsstelle gleichgerichtete axiale Sehuhwirkung zu haben, Damit, aber trotzdem auch die notwendi-e scherenarti-e #n <B>en</B> Kreuzung zustande kommt, werden die Qu-2r- riffeln an der langsam laufenden, untern Walze mit einer geringeren Steigung als die jenige !der rasch laufenden Walze angeord net, so dass beide axiale Schubwirkungen der beiden zusammenarbeitenden Querriffeln an der Arbeitsstelle nur in einer<B>-</B> der ge wünschten<B>-</B> Riehtung zur Geltung kommen.
In, Fig. <B>5</B> ist die Erfindung schematisch dargestellt, und zwar analog der bekannten Einrichtung nach Fig. 2.
Wie aus Fig. <B>5</B> ersichtlich, besitzen die Querriffeln (in voller Linie gezeichnet) der rasch umlaufenden Walze einen grösseren Stei--ungswinkel al als die Querriffeln (in strichlierten Linien gezeichnet) der langsam, umlaufenden Walze, der mit a2 bezeichnet ist; als Kreuzungswinkel ergibt sich somit al <B>+</B> a2 # a3. Die horizontal eingezeich neten Pfeile zeigen, dass die Schubwirkungen für beide Walzen gleichgerichtet sind.
In Fig. <B>6</B> der beiliegenden Zeichnung ist ein Walzenpaar eines Schrotwalzenstuhles nach der vorliegenden Erfindung schematisch dargestellt.
a ist clie untere, in der eingezeichneten Pfeilricht-ung und mit, langsa-mer Geschwin digkeit umlaufende Walze,<B>d</B> sind die Längs- riffeln und e die Querriffeln. <B>b</B> ist die obere, in der eingezeichneten, Pfeilrichtung mit grö sserer Geschwindigkeit umlaufende Walze, deren Längsriffel <B>f</B> dieselbe Rechtssteigung wie die untere Walze haben, während die Querriffel der untern Walze entgegengesetzte Steigung haben, und zwar ist die Steigung der Querriffeln auf der langsam,
umlaufenden Walze kleiner als der Steigungswinkel der Querriffeln auf der obern, rasch umlaufenden Walze.
Die in Fig. <B>6</B> dargestellte Walzenancrd- nuno- dient für die Weizenverma-Illuno- und <B>en</B> ZD durch den eingezeiclineten Pfeil c ist die Laufrichtung des Mahlgoutes dargestellt. Gegenüber der Fig. <B>3</B> wird die <B>Ab-</B> lenkung der Laufrichtung nahezu aufgehoben, was, wie vorstehend ausgeführt, für die Wei- zenverinahlung wegen Erzielung der Griessbil dung das Günstigste ist.
In F ig. <B>7</B> ist ein Walzenpaar für Ro.-.gen- verinahlung dargestellt. Die beiden Walzen <I>a,</I><B>b</B> haben Längsriffel mit Rechtsdrall; da gegen sind auf -der untern Walze a die Quer- riffel mit Linkssteigung und auf der obern zn Walze<B>b</B> die Querriffel <B>g</B> mit Reclitsstä- a <B>-</B> -erte Ab- "ung angeordnet,
um eine vergröss lenkunc der Laufrichtung des Mahl"ut-s e n n zw-ecks Vergrösserung der Melilbildung her beizuführen.
Geg,enüber der bekannten Anordnung nach Fig. 4 wird durch die eingezeichnete Pfeil richtung c die vergröss'erte, höchst mögliche Ablenkung der Laufrichtung veranschaii- lielit. Wie aus der obigen Darstellung der Er findung, und zwar gegenüber den bekannten Einrichtungen ersielitlich, wird bei den in Fig. <B>5</B> bis<B>7</B> dargestellten Walzen die Schul)- wirkung der Querriffeln beider Walzen zum Vorteil der Mahlwirkung ausgenutzt,
indem für die Weizenverinahlun- die Ablenkun", der Laufrielitung des Mahlgutes vermindert wird, zwecks Griessbildunu, und bei der Roggenvermahlung erhöht wird, zwecks Mehlbildung, während bei den bekannten Ein richtungen die Querriffeln der lan-Sam urn- laufenden Walzen sowohl für die Weizen- vermahlung,
als auch für die Roggenvermah- lung einen ungünstigen Einfluss auf die<B>Ab-</B> lenkung der Laufrichtung ausüben. Diese ungünstige Beeinflussung der Laufrichtung durch die untere, langsam umlaufende Walze <B>fällt</B> umsomehr ins Gewicht, als fast bei allen Walzenstuhlkonstruktionen die langsam um laufende unten liegt. Diese nimmt da-her das einsströmende Mahlgut zuerst in Empfang.
Die axia.le Schubwirkung ihrer Querriffelii tritt also nicht, -wie bei der rasch umlaufen den Walze, erst an der Arbeitsstelle, sondern schon früher, und zwar gleich beim Emp fang des Malilgutes, in Wirksamkeit.
Man hat es daher nach der vorliegenden Erfindung in der Hand, die unvermeidliche axiale Schubwirkung der Längsriffeln beim Weizenschroten, wo sie der gewünschten Griessbildung hinderlich ist, durch die nach Fig. <B>6</B> zustande kommende, nunmehr bei derseitige Gegenwirkung der Querriffeln beider Walzen nahezu aufzuheben, oder beim Roggenschroten, wo sie der gewünseli- ten Mehlbildung dienlich ist, durch die nach Fig. <B>7</B> zustande<U>kommende</U> beiderseitig meh- rende Schubwirkung zu erhöhen,
ohne dabei t5 die schädiche Gegenwirkung- der langsam um- C laufenden Walze, wie bisher, in den Kauf nehmen zu müssen.