CH153211A - Verfahren zum Gerben von Häuten und dergleichen und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Gerben von Häuten und dergleichen und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens.

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CH153211A
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Inventor
Hogvacuumpump A-B Fribergs
Viktor Wrange Georg
Original Assignee
Fribergs Hogvacuumpump Ab
Viktor Wrange Georg
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Description


  Verfahren zum Gerben von Häuten und dergleichen und Vorrichtung  zur     Ausführung    des     Verfahrens.       Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zum Gerben von Häuten und der  gleichen, wobei das zu gerbende Gut in an  sich bekannter Weise in einem geschlossenen  Behälter der Einwirkung von Vakuum aus  gesetzt wird, während die     Gerbflüssigkeit          mittelst    einer Pumpe oder dergleichen     ver-          aulasst    wird, durch den genannten, das     Gerb-          gut    enthaltenden Behälter zu zirkulieren, und  wobei die bei dieser Vakuumbehandlung weg  gesaugten Dämpfe und dergleichen konden  siert werden.  



  Es hat sich herausgestellt, dass mit den  während der     Vakuumbehandlnug    weggesaug  ten Dämpfen verschiedene mehr oder weniger       flüchtige    Säuren und andere wirksamen  Stoffe der     Gerbflüssigkeit    folgen, deren Ge  halt .an solchen Stoffen also während der Be  handlung allmählich herabgesetzt wird.

   Die       varliegende        Erfindung    bezweckt, diesen Übel  stand zu beseitigen, und ist dadurch gekenn-    zeichnet, dass das durch die Kondensation der  Dämpfe     gebildete    Kondensat während des       Fortganges    des     Gerbprozesses    direkt in den       Gerbbehälter    wieder eingeführt wird, so dass  der Gehalt der     Gerbflüssigkeit    an flüchtigen  Säuren während des ganzen     Gerbprozesses     möglichst     konstant        beibehalten    wird.  



  Für den Fall, dass das in den Behälter       eingeführte        Gerbgut    zuerst auf     geeignete     Temperatur     erwärmt    und darauf der Ein  wirkung     eines    hohen Vakuums ausgesetzt  wird, bevor die     Gerbflüssigkeit    in den Be  hälter     eingeführt    wird, wird das bei dieser  ersten Vakuumbehandlung aus den Dämpfen  ausgeschiedene Kondensat hauptsächlich Was  ser und andere vom     Gerbgut    abgegebene  Stoffe enthalten, welche natürlich während  des     Gerbprozeses    nicht nützlich sind.

   In die  sem Falle kann man daher so verfahren,     dass     dieses bei der     ersten    Vakuumbehandlung aus  geschiedene Kondensat. in einen Kondensat-           sammler    geleitet wird, während das Konden  sat, welches nach der Einführung der     Gerb-          flüssigkeit    in den Behälter ausgeschieden  wird, direkt in den     Gerbbehälter    wieder ein  geführt wird.  



  Auf der     beigefügten    Zeichnung ist eine  Ausführungsform einer Vorrichtung zur       Durchführung    des Verfahrens gemäss der Er  findung beispielsweise dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt einen     Gerbbehälter,    in     End-          ansicht,    und       Fig.    2 ist eine Seitenansicht desselben.  Gemäss der dargestellten Ausführungs  form besteht die Vorrichtung aus einem Gerb     -          behälter    1 mit Tür 2 zum Einführen des       Gerbg@ztes,    an dessen Boden eine Rohr  schlinge 3 vorgesehen ist, worin Dampf zum  Erwärmen des Inhaltes des     Behälters    ein  geführt werden kann.

   Eine Pumpe 4 dient  dazu, die     Gerbflüssigkeit    in Zirkulation  durch den Behälter zu versetzen, und steht  zu diesem Zwecke mit dem untern Teil des  Behälters durch ein mit Absperrventil     ver-          sehenes    Saugrohr 5 und mit dem     obern    Teil  desselben durch ein Druckrohr 6 in Verbin  dung. Die Saugseite der Pumpe steht ferner  durch -ein mit     Abperrventil    versehenes Rohr 7  mit einem unter dem Behälter 1 angebracht       ten    Behälter 8 in     Verbindung,    so dass in  diesem Behälter zubereitete     Gerbflüssigkeit     mittelst der Pumpe in den Behälter 1 ein  gepumpt werden kann.

   Der obere Teil des  Behälters     steht    durch ein Rohr 9 mit einem  Kondensator 10 in Verbindung, der durch ein  Rohr 11 mit einer nicht     dargestellten    Va  kuumpumpe verbunden ist. Vom     untern    Teil  des Kondensators erstreckt sich einesteils ein  mit Absperrventil 12     versehenes    Rohr 13  in den     Gerbbehälter    1, welches Rohr 13  an seinem in den Behälter mündenden Ende  zweckmässig mit einem     Rückschlagventil    ver  sehen sein kann, und andernteils ein mit Ab  sperrventil 14 versehenes Rohr 15 nach einem       Kondensatsammler    16.  



       Während    das     Gerbgut    mit der von der  Pumpe 4 in Zirkulation durch den Behälter    versetzten     Gerbflüssigkeit    behandelt wird,  wird der Behälter die ganze Zeit unter Va  kuum gehalten, und die durch das Rohr 9  weggesaugten Dämpfe werden im Kondensa  tor 10 kondensiert. Gemäss der Erfindung  wird das hierbei gebildete Kondensat durch  das Rohr 13     direkt    in den     Kerbbehälter    1  wieder eingeführt, so dass mit den Dämpfen  folgende wirksame saure Bestandteile sofort  in die     Gerbflüssigkeit    wieder eingeführt wer  den und diese also ihre volle     Gerbfähigkeit     beibehält.

   Das Ventil 14 wird dabei natür  lich geschlossen .gehalten, so dass kein Kon  densat nach dem     Kondensateammler    16 ent  weicht.  



  Für den Fall, dass das in den Behälter 1  -eingeführte     Gerbgut        zuerst    auf geeignete  Temperatur erwärmt und darauf der Einwir  kung eines hohen Vakuums ausgesetzt wird,  bevor die     Gerbflüssigkeit    in den Behälter ein  geführt wird, werden auch die bei dieser  ersten Vakuumbehandlung des     Gerbgutes    ab  gegebenen Dämpfe im Kondensator 10 kon  densiert. Das hierbei gebildete Kondensat     eni-          hält    aber hauptsächlich Wasser und andere  vom     Gerbgut    abgegebene Stoffe, und da diese  während des folgenden     Gerbprozess-es    nicht.

    von Nutzen sind, so wird dieses bei dieser  ersten Vakuumbehandlung     gebildete    Konden  sat durch das Rohr 15 nach dem     Kondensat-          sammler    16 geleitet. Das Ventil 12 wird hier  bei natürlich geschlossen gehalten. Wenn  diese vorbereitende Behandlung beendet und  die     Kerbflüssigkeit    in den     Behältereingeführt     worden ist, so wird das Rohr 15 vermittelst  des Ventils 14 abgesperrt und das Ventil 12  geöffnet, so dass das während des folgenden       Gerbprozesses    gebildete     Kondensat    in den       Gerbbehälter    wieder     eingeführt    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Gerben von Häuten und dergleichen, wobei das in einen Behälter eingeführte Gerbgut der Einwirkung von Vakuum ausgesetzt wird, während die Gerbflüssigkeit veranlasst wird, durch den Behälter zu zirkulieren, und wobei beider Vakuumbehandlung weggesaugte Dämpfe und dergleichen kondensiert wer den, dadurch gekennzeichnet, dass das ge bildete Kondensat während des Fort- ganbes des Gerbprozesses direkt wieder in den Gerbbehälter eingeführt wird, zum Zweck,
    den Gehalt der Gerbflüssig- keit an flüchtigen Säuren während des ganzen Gerbprozesses möglichst konstant zu halten. II. Vorrichtung zur Durchführung des. Ver fahrens nach Patentanspruch I, mit einem Behälter, an welchem eine mit Kon densator versehene Vakuumleitung an geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet; dass der Kondensator mittelst einer Leitung mit dem Gerbbehälter so ver bunden ist, dass das im Kondensator aus geschiedene Kondensat aus ihm direkt in den Gerbbehälter wieder eingeführt werden kann. QNTERANSPR-CCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, bei welchem das in den Behälter eingeführte Gerbgut zuerst *auf geeignete Temperatur erwärmt und darauf der Einwirkung eines hohen Vakuums ausgesetzt wird. bevor die Gerbflüssigkeit in den Be hälter eingeführt wird. dadurch gekenn zeichnet, dass das während dieser .erstge nannten Vakuumbehandlung aus den Dämpfen ausgeschiedene Kondensat in einen Kondensatsammler abgeleitet wird. während das Kondensat, welches nach der Einführung der Gerbflüssigkeit in den Behälter .ausgeschieden wird, direkt in den Gerbbehälter wieder eingeführt wird.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung vom Kondensator zum Behälter absperr bar ist, und dass der Kondensator ausser dem durch eine absperrbare Leitung mit einem Kondensa.tsammler in Verbindung steht.
CH153211D 1930-03-11 1931-03-05 Verfahren zum Gerben von Häuten und dergleichen und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. CH153211A (de)

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