CH153482A - Verfahren zur Darstellung von Oxalkylverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Oxalkylverbindungen.

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CH153482A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     DarsteHung    von     Oxalkylverbindungen.       Es wurde gefunden,     dass    sich     Oxalkylver-          bindungen    durch Einwirkung von     Alkylen-          oxycl    auf     Hydroxyl-    oder     Aminoverbindungen     hochmolekularer polymerer     aliphatischer    Kör  per herstellen lassen,

   wenn man das     Alkylen-          oxya    in wässeriger Lösung auf die     Hydroxyl-          oder        Aminoverbindung    unter Aufrechterhal  tung alkalischer Reaktion einwirken     lässt.     Als hochmolekulare polymere     aliphatische     Körper kommen zum Beispiel in Betracht<B>.</B>       PolyvinylalkoÜole,    Stärke, Zellulose,     Leini,     Kasein, Eiweisskörper.

   Die Zugabe von     Al-          kalien,    Aminen oder andern Basen während  der Einwirkung der wässerigen     Alkylenoxyde     auf die     Hydroxyl-    oder     Aminoverbindungen     kann die Umsetzung zu den     oxalkylierten     Verbindungen in günstigem Sinne beeinflus  sen. Die     sohergestellten        Oxalkylverbindungen,     deren Bildung vor allem bei der Umsetzung  hochpolymerer Substanzen leicht und voll  ständig verläuft, lassen sich in bekannter  Weise zu den     Alkylverbindungen    reduzieren,    vorzugsweise durch Behandlung mit Wasser  stoff in Gegenwart von Platinmohr oder fein  verteiltem Nickel.  



  Die Zugabe von Wasser bei der     Oxalky-          lierung    mit     Alkylenoxyd    hat den Vorteil,     dass     die heftige Reaktion stark abgebremst wird  und     dass    die Umsetzung in offenen Gefässen  vorgenommen werden kann. Es gelingt nach  diesem Verfahren Umlagerungen, Bildung von       Polymerisationsprodukten    und andere uner  wünschte Nebenreaktionen zu vermeiden.  



  Es     wär        überrasobend    und nicht vorauszu  sehen,     dass    die     Oxalkylierung    mit     Alkylen-          oxyden    in wässeriger alkalischer Lösung glatt  verlaufen würde,

   da bekanntlich     Äthylenoxyde     unter diesen Bedingungen leicht unter Bil  dung der entsprechenden Glykole reagieren  Die Herstellung von     Oxalkylverbindungen     durch Einwirkung von     Alkylenoxyden    auf       Hydroxyl-    und     Aminoverbindungen    hoch  molekularer polymerer     aliphatischer    Körper      ist in der Literatur bereits beschrieben,<B>je-</B>  doch wurden die Produkte bisher ohne An  wesenheit von Wasser hergestellt, was bei  der bekannten erheblichen Reaktionsfähigkeit  der     Alkylenoxyde    leicht zu ungleichmässigen  Produkten führt.

      <I>Beispiele:</I>    <B>1. 1</B> Teil     Polyvinylalkohol    wird mit 2  Teilen 50prozentiger Natronlauge verrührt  und etwa 12 Stunden stehen gelassen. Hierzu  gibt man 2 Teile 50prozentiges     Äthylen-          oxydwasser    und rührt dann 4 Stunden bei  200<B>0.</B> Dann wird neutralisiert, dialysiert  und zur Trockne eingedampft, oder man  kühlt das Produkt ab und wäscht das in der  Kälte unlösliche Produkt mit Wasser von       5-100        C    salzfrei.  



  2. In einer Knet- und     Mischmaschine        lässt     man 40 Teile Stärke in<B>60</B> Teilen Wasser  einige Stunden quellen unter Zufügung von  etwa     0,6    Teilen     38prozentiger    Natronlauge.  Hierzu werden<B>- 8</B> Teile     Propylenoxydwasser     gegeben, welches durch Vermischen von     Pro-          pylenoxyd    mit Wasser erhalten wurde. Das  Produkt eignet sich zum Verdicken von Farb  stoffen und als Zusatz für Schlichte- und       Appreturmassen.     



  <B>3. 1,5</B> Teile Zellstoff werden in der Kälte  in<B>10</B> Teilen 72prozentiger Schwefelsäure  aufgelöst und mit Wasser zu einem faserigen  Brei ausgefällt. Die Temperatur soll zweck  mässig nicht über<B>10 0 C</B> kommen. Das von  Säure durch Waschen befreite nasse Produkt  wird in einem eisernen     Rübrapparat    mit<B>1</B>  Teil     18prozentiger    Natronlauge verknetet  und hierzu<B>0,8</B> Teile etwa 50prozentiges       Äthylenoxydwasser    zugegeben. Das     Äthylen-          oxydwasser    wird durch Sättigen von Kon  denswasser mit     Ätbylenoxyd,    dem einige  Tropfen Natronlauge zugefügt sind, erhalten.

      Das Produkt eignet sich zum Verdicken  von Farbstoffen an Stelle der Gummiarten  und für andere Verwendungszwecke in der  Textilindustrie.  



  4.<B>1</B> Teil Kasein wird mit<B>6</B> Teilen Was  ser angerieben und in einer Bombe bei<B>80 0 C</B>       dispergiert    unter Zusatz von Netzmitteln.  Nachdem 2 Teile 8prozentige Natronlauge  zugesetzt sind, trägt man das Ganze in eine  Knet- und Mischmaschine ein und gibt noch  <B>3</B> Teile     Äthylenoxydwasser    hinzu. Bei<B>30 0</B>       lässt    man das     Äthylenoxyd    zur langsamen  Einwirkung auf das Kasein gelangen.  



  Das Reaktionsprodukt eignet sich zum       Emulgieren    von Fetten und Wachsen und ist  gärungsbeständig.  



  <B>6. 100</B> Teile Hornmehl werden in<B>800</B>  Teilen Wasser, dem<B>5</B> Teile Natronlauge von  40<B>0</B> B6 zugefügt sind, aufgeschlämmt. In die  Mischung wird bei<B>70-80 0</B> unter Rühren so  lange     Äthylenoxyd    eingeleitet, bis eine ho  mogene     Lö,Rung    entstanden ist. Die Lösung  -wird nach Neutralisation zum Trocknen ein  gedampft.  



  <B>6. 100</B> Teile Wolle werden mit einer Lö  sung von 200 Teilen     Propylenoxyd    und<B>10</B>  Teilen Natronlauge von 40<B>0</B> Bö in<B>800</B> Teilen  Wasser in einer Bombe unter Rühren auf  <B>60-700</B> erwärmt. Die entstehende Lösung  wird nach Beispiel<B>5</B> aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Oxalkyl- verbindungen durch Einwirkung von Alkylen- oxyden auf Hydroxyl- oder Aminoverbindun- gen hochmolekularer polymerer aliphatischer Körper, dadurch gekennzeichnet,
    dass man das Alkylenoxyd in wässeriger Lösung auf die Hydroxyl- oder Aminoverbindung unter Aufrechterhaltu-ng alkalischer Reaktion ein wirken lässt.
CH153482D 1930-03-18 1931-03-06 Verfahren zur Darstellung von Oxalkylverbindungen. CH153482A (de)

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