CH153500A - Verfahren zur Herstellung eines Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Harzes.

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CH153500A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren        zur        Herstellung    eines     Harzes.       Es wurde     gefunden,    dass man die Eigen  schaften des Kolophoniums weitgehend ver  bessern kann, wenn man dieses mit     -Malein-          säureanhydrid    durch Erhitzen auf Tempera  turen oberhalb<B>110'</B> C kondensiert.  



  Für den Verlauf der     Kondensation    und    die Art des Endproduktes ist es ohne Bedeu  tung, ob als     Reaktionskomponente        Malein-          säureanhydrid    selbst verwandt wird, oder ob  an dessen Stelle solche organische Säuren an  gewandt werden, die, wie     Maleinsäure    oder  Apfelsäure  
EMI0001.0013     
    eventuell     unter    gleichzeitiger Umlagerung im  Falle der     Fumarsäure,        durch    Wasserabspal  tung unter den     Reaktionsbedingungen    in       Maleinsäureanhydrid    übergehen.  



  Die bei der Kondensation erzielte Mole  külvergrösserung wirkt sich in einer vorteil  haften     Erhöhung    des Schmelzpunktes, Ver  änderung der Löslichkeit und Erhöhung der  Beständigkeit des Produktes, zum     Beispiel     gegen Licht, aus.

   -Das Harz     selbst    ist nicht  etwa nur     ein    einheitliches     Gemisch    von    Kolophonium und     Maleinsäureanhydrid,    son  dern ist eine neue chemische Verbindung, die  als mehrbasische Harzsäure alle für diese  charakteristischen,     zum    Beispiel bei den     Ko-          palharzsäuren    bekannten     Umsetzungen    einzu  gehen vermag.

   So lässt sich das Produkt bei  spielsweise     mit    Basen, zum Beispiel Kalk,       Alkalilaugen,        Triäthanolamin,    neutralisieren,  lässt sich     mit    andern     natürliehen    oder künst  lichen Harzen verschmelzen und lässt sich,  wie die     natürlichen        Kopale,    verestern und      dann     durch    längeres     Erhitzen    mit     Leinöl        Um-          estern,

      wobei - genau     wie    bei den     Kopalen     - die Löslichkeit und Säurezahl des     Harz-          esters    weitgehend     dem        gewünschten        Verweh-          dungszweck        angepaBt        werden    können, sei es       daB    das Produkt zur     Herstellung    von Spiri  tus-, 01-     oder        Zellulosederivatlacken,    sei es,  dass es für die Industrie der Kunstmassen  Verwendung finden soll.  



  Die     Kondensation        kann    auch in organi  scher, an der     Reaktion    nicht     teilnehmenden          Lösungsmitteln    vorgenommen weiden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  In 100 Teile     geschmolzenes    Kolophonium  werden 27 Teile     Maleinsäureanhydrid    unter  Rühren eingetragen     und    dann     eine    halbe  Stunde lang auf etwa i50' C erhitzt, vor  teilhaft unter     Verminderung    des Druckes  gegen Ende der Reaktion. Man erhält ein       lIarz    von bedeutend höherem     Erweiehungs-          punkt    als das Ausgangsmaterial, dem die       Maleinsäure    durch Wasser nicht- entzogen  werden kann.

   Das Harz kann durch     Extra-          hieren    mit     Benzinkohlenwasserstoffen    oder  durch     Umlösen    aus Eisessig oder Alkohol,  eventuell in     Gegenwart    von     starken        Säuren,     zum Beispiel Chlorwasserstoff, gereinigt wer  den. Es ist löslich in wässeriger Borax- oder       Sodalösung    und wird aus dieser Lösung  durch Säuren wieder gefällt. Wird das Harz  bei 180   C     mit    etwa 6 % gelöschtem Kalk  versetzt, so     wird    seine Säurezahl verkleinert,  sein     Erweichungspunkt    erhöht.  



       Wird    das Harz     mit    30 Teilen Glyzerin  gemischt und dann etwa anderthalb bis drei       Stunden    lang auf 210' C     erhitzt,    vorzugs  weise unter Verminderung des Druckes gegen  Ende der Reaktion, so     wird    ein in Alkohol       lösliches        Esterharz        erhalten,        das    durch Er  hitzen auf 250   C oder wesentlich längeres  Erhitzen auf     niedrigere    Temperaturen, zum  Beispiel 200   C,

   in praktisch allen organi  schen     Lösungsmitteln    unlöslich und     ur-          schmelzbar    gemacht     wird.        Dieses        unlösliche     und     urschmelzbare    Produkt kann in     Olen,          Fetten    oder     Benzol    löslich gemacht werden    durch Erhitzen auf     Temperaturen    bis 350   C  oder durch     -Eintragen        in    geschmolzene, auf  280 bis 350   C erhitzte natürliche oder  künstliche     Harze.     



  <I>Beispiel 2:</I>  100     Teile        Kolophonium    und 30 Teile Ma  leinsäureanhydrid     werden    in 200 Teilen o  Dichlorbenzol gelöst und     viereinhalb    Stunden  lang     unter        Rückfluss    zum Sieden erhitzt.  Nach dem Abtreiben des     o-Dichlorbenzols     mittelst Wasserdampfes     hinterbleibt    ein hell  gelbliches Harz, das     in    seinen Eigenschaften  mit dem nach     Beispiel    1 erhaltenen Harz       übereinstimmt.    Der     Erweichungspunkt    liegt.

    bei zirka<B>100'</B> C, die     Jodzahl    ist von zirka  180 auf 63 gesunken.  



  Werden 33 Teile     Trioxystearinsäure    und  40 Teile des nach Beispiel 1 oder 2 gewon  nenen Harzes, eventuell in Gegenwart von  etwas Glyzerin oder     Sorbit,    kurze Zeit im  Vakuum auf 200' C erhitzt, so entsteht ein  Harz von     schellaekähnlichen        Eigenschaften.     



  Werden -die     nach    den Beispielen 1     oder    2  gewonnenen, noch nicht     veresterten    Produkte  unter Rühren     allmählich    auf 25.0 bis 350   C,       eventuell    in Gegenwart von Kondensations  mitteln, wie     Chlorzink,    erhitzt und so lange  bei dieser Temperatur belassen, als noch eine       Gasentwicklung    zu     beobachten    ist, so ent  stehen Harze,     die    eine geringere     Säurezabl     zeigen.     Sofern    man die.

   so erhaltenen oder  die     unmittelbar    nach Beispiel 1 oder 2 ge  wonnenen Produkte in einer     ihrer        .Säurezahl     entsprechenden Menge     wässeriger    Natron  lauge löst und     mit    der Lösung eines Schwer  metallsalzes, zum Beispiel mit     Bleinitrat,     versetzt, entstehen     entsprechende    Schwer  metallsalze.  



  <I>Beispiel 3:</I>  100 Teile     Kolophonium    werden     mit    etwa  28 - Teilen     Fumarsäure    bei<B>150'</B> C verrührt  und dann auf 200 bis 250   C so lange erhitzt,  bis das     Produkt    die     Storch-Morawski'sche     Reaktion     nicht    mehr gibt.

   Während der     Re-          aktion        entweicht    Wasser und man erhält in  folge     Umlagerung    der     Fumarsäure    in Ma-           leinsäureanhydrid    das gleiche Kondensations  produkt wie nach     Beispiel    1,     das    den dort  beschriebenen weiteren Umsetzungen unter  worfen werden kann.  



  Werden 80 Teile des nach einem der Bei  spiele 1, 2 oder 3 erhaltenen Kondensations  produktes mit 60 Teilen Rizinusöl oder Lein  öl und 12 Teilen Glyzerin 10 bis 16 Stun  den lang auf 170 bis 250   C erhitzt, so  erhält man ein Weichharz, das in Benzol,       Terpentinöl,        Butanol    und     Butylacetat    gut  löslich ist.  



  Versetzt man eine Lösung des Kondensa  tionsproduktes in Benzol mit     Äthylenoxy    d  und erhitzt sodann im     Autoklaven,    so ent  steht der     Oxyäthylester    der     durch    die Kon  densation gebildeten Harzsäure, der zu wei  teren Umsetzungen fähig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: . Verfahren zur Herstellung eines Harzes, dadurch gekennzeichnet, dass man Kolopho nium mit Maleinsäureanhydrid durch Erhit zen auf Temperaturen oberhalb 110 C kon densiert. Das neue Harz ist eine mehrbasische Harzsäure, die zu den bei natürlichen Harz säuren, wie denen des Kopals, bekannten Umsetzungen befähigt ist, zum Beispiel mit Basen neutralisiert, mit Alkoholen verestert und mit Leinöl verkocht, mit andern Harzen erschmolzen werden kann. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass man Kolopho nium mit einem Malein.säureanhydrid kon densiert, das aus einer solches liefernden organischen Säure erhalten wurde. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Kolophonium mit Maleinsäure- anhydrid kondensiert, das aus Malein- säu.re erhalten wurde. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Kolophonium mit Maleinsäure- anhydrid kondensiert, das aus Apfelsäure erhalten wurde. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Kolophonium mit Maleinsäure- anhydrid kondensiert, das aus Fumar- säure erhalten wurde.
CH153500D 1930-03-14 1931-02-17 Verfahren zur Herstellung eines Harzes. CH153500A (de)

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