Waschgefäss mit Heizeinrichtung zur Herbeiführung einer Flüssigkeitszirkulation. Die Erfindung betrifft ein Waschgefäss mit Heizeinrichtung zur Herbeiführung einer Flüssigkeitszirkulation.
Bei den bis jetzt bekannten Silberspül- und Waschmaschinen wird das zum Spülen und Waschen verwendete Wasser auf me chanischem Wege in Umlauf gesetzt und da durch das Spülen und Waschen bewirkt.
Bei dem Waschgefäss mit Heizeinrichtung zur Herbeiführung einer Flüssigkeitszirku lation gemäss der Erfindung ist ein mecha nischer Antrieb nicht mehr erforderlich. Am Waschgefäss sind von den Seiten zum Boden führende Umlaufrohre angeordnet, um im Gefäss emporsteigendes, heisses Wässer zur Wiedererwärmung nach unten zu den im Bö den des Behälters angeordneten elektrischen Heizkörpern zu leiten und so einen Kreislauf des Wassers herbeizuführen.
Auf der Zeichnung ist ein Waschgefäss mit Heizeinrichtung zur Herbeiführung einer Flüssigkeitszirkulation in zwei Ausführungs formen beispielsweise dargestellt.
Abb. 1 ist eine Vorderansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht, Abb. 3 ein Querschnitt und Abb. 4 ein Längsschnitt der ersten Aus fiihrungsform; Abb. 5 ist ein senkrechter Schnitt iin(1 Abb. 6 ein Horizontalschnitt der zweiten Ausführungsform nach der Linie A-A dir F'ig. 5.
Beim ersten Ausführungsbeispiel ist. in :einem Behälter 1 ein Einsatzbehälter 2 an geordnet, der von einer Schiene 3 umgeben ist, die den Zwischenraum zwischen den bei den Behältern abschliesst, um das Empoi- steigen des heissen Wassers in diesem Zwi schenraum zu verhindern. Der Boden und der untere Teil des Behälters 2 bestehen aus einem Drahtgeflecht 4.
Der mittlere Teil 5 des Einsatzbehälters 2 besteht aus Eisen blech und reicht bis unter die seitlichen (>ff- nung.en der Wa,sserumlaufrohre 6, 61, 6ü, Ei;. 64 und 65, die von den Seiten zum Boden des Gefässes führen. Der obere Teil des Ein satzbehälters 2 besteht ebenfalls aus einem Drahtgeflecht 7. Im Einsatzbehälter 2 ist eine Platte 8 angeordnet, auf der die zu reinigenden Ge schirrteile 9, 9' und 92 liegen.
Der Boden des Behälters 1 wird mittelst in ihm ange ordneten, elektrischen Heizkörpern 10, 10' und<B>10'</B> beheizt. Die Zwischenräume zwi schen den Heizkörpern sind mit keramischer Isoliermaisse 11 und 'l1' ausgefüllt. jDer Behälter 1 ist zweckmässig auf einem Ge stell 12 befestigt. In der Platte 8 befinden sich Bohrungen 13, 13' und 13\.
Die Gebrauchs- bezw. Arbeitsweise ist folgende: Bei Inbetriebnahme wird zweckmässig Zu nächst heisses Wasser in den Behälter 1 ein gefüllt, und zwar so viel, dass der Wasser spiegel über die seitlichen Öffnungen der Umlaufrohre 6, 6', 62, 6', 6<B>'</B> und 6' liegt. Alsdann kann ein Reinigungspulver dem Wasser beigemischt, beziehungsweise in ihm aufgelöst werden. Jetzt wird der elektrische Strom eingeschaltet. Infolge der unmittel baren, starken Beheizung durch die Heiz körper 10, 10' und 10' fängt das Wasser schnell an zu sieden.
Der Einsatzbehälter 2 mit der Platte 8 wird nun eingesetzt und die zu waschenden Geschirrteile eingelegt, und zwar derart, dass sie mit ihrem Hohl raum auf der Platte 8 über den Bohrungen 1-3, 13' und<B>13'</B> liegen und der Boden der Geschirrteile nach oben zeigt. Das kochende Wasser fliesst nun durch die Bohrungen 13, 13' und<B>13'</B> in die Hohlräume zwischen dem Boden der Geschirrteile und der Platte 8, wo es sich am Boden immer wieder abkühlt und von dem fortwährend nachfolgenden kochenden Wasser nach der Seite verdrängt wird.
Wenn man dem Wasser noch ein Pul ver, welches eine polierende Wirkung aus üben kann, beimischt, so wird durch den fortwährenden Umlauf des Wassers eine po lierende Wirkung auf die Geschirrteile aus geübt. Durch das fortwährende Emporsteigen des heissen Wassers werden die Geschirr teile 9, 9' und 92 ebenfalls stark erhitzt und übertragen die Wärme nach oben, so dass das darüber befindliche Wasser ebenfalls dem Siedepunkt nahe kommt und in die Höhe steig..
Durch das Drahtgeflecht 4 steigt ,ebenfalls erhitztes Wasser in die Höhe und folgt gleichfalls der nun eintretenden Strö mung nach der Mitte zu, über den Boden der Geschirrteile hinweg und nach der Ober fläche des Wasserspiegels, wo es sich wieder etwas abkühlt und dann durch die Umlauf rohre 6, 6', 62, 63, 64 und 6,' wieder nach unten zu den Heizkörpern abfliesst.
Der Wasserumlauf ist auf der Zeichnung durch Pfeile angedeutet.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel sind an dem Behälter 14 die Umlaufrohre 15, 15', 15Z, 15', 15<B>'</B> und 15', die von den Seiten zum Boden führen, befestigt. Der Behälter 14 ist von einem Isoliermantel 16 umgeben. Zum obern Abschluss' dient der isolierte Deckel 17. Im Behälter 14 befinden sich der mit vielen Durchbohrungen versehene Wäscheniederhalter 18 und die Bodenplatte 19. Die Bodenplatte 19 ist mit Bohrungen 2'0, 20' und 202 versehen. Damit zwischen dem Boden des Behälters 14 und der Boden platte 19 ein Zwischenraum 24 entsteht, ist letztere mit einem Rand 21 versehen. Der Boden des Behälters 14 wird mittelst der Heizelemente 22, 22' und 222 elektrisch be heizt.
Zum Festhalten des Wäschenieder halters 18 sind die Nocken 2,3 und 23' an gebracht.
Die Gebrauchs- bezw. Arbeitsweise ist. folgende: Nachdem die Bodenplatte 19 in den Behälter 14 eingelegt ist, wird zuerst eine kleinere Menge Wasser eingefüllt. Alsdann werden die zum Waschen erforderlichen Zu sätze beigemischt.
Nunmehr wird die Wäsche eingelegt, und zwar zweckmässig so viel, dass sich der Wäscheniederhalter 1,8 gerade noch unter die Nocken 23 und 2.3' schieben lässt, ohne dass die Wäsche .stark gepresst wird. Als dann wird so viel Wasser nachgefüllt. bis die obern Öffnungen der Umlaufrohre 15, 15', 15Z, 15--, 15' und 15" unter Wasser stehen. Jetzt wird der elektrische Strom ein geschaltet. Da der Zwischenraum 24 zwi schen der Bodenplatte 19 und dem Boden des Behälters 14 sehr klein ist, so befindet sich in demselben nur eine kleine Wasser menge. Diese Wassermenge erhitzt sich sehr schnell und steigt nach oben, wobei die eingelegte Wäsche fortwährend durchflutet wird.
Das obere Wasser fliesst durch die Um laufrohre 15, 151, 152, 153, 154 und<B>15'</B> fort ivährend in den Zwischenraum 24. Da nun die Bodenplatte 19 über den Einmündungen der Umlaufrohre keine Durchbohrungen hat, so ist das Wasser gezwungen, seinen Weg über die Heizelemente 22, 22' und 222 zu nehmen, wo es sofort weiter erhitzt wird und durch die Bohrungen 20, 201 und 202 wieder in die Höhe steigt und die Wäsche durchflutet. Sobald der obere Wasserspiegel ebenfalls auf dem Siedepunkt angelangt ist, ist der Waschprozess beendet.
Dieser ganze Vorgang dauert etwa eine halbe Stunde.