CH153821A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlormethylanthrachinonen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlormethylanthrachinonen.

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CH153821A
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dichloromethylanthraquinones
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von     Dichlormetliylanthrachinonen        e       Es wurde gefunden, dass man durch Chlo  rieren von     2-Methylanthrachinon    in     sehwefel-          saurer    Lösung zwei Chloratome in den     An-          thrachinonkern    einführen kann. Dieses Er  gebnis ist durchaus überraschend, da bisher  nur die Einführung eines Chloratoms in den       Anthraehinonkern    gemäss D. R. P.

   Nr. 434731  durch Einwirkung von freiem Chlor auf     Me-          thylanthrachinon    in konzentrierter Schwefel  säure     bezw.    in     Oleum    bekannt war und auf  Grund der leichten     Substituierbarkeit    der  Wasserstoffatome der     Methylgruppe    durch  Halogen zu erwarten stand, dass eine stärkere  Chlorzufuhr zu     co-Chlormethylderivaten    füh  ren würde.  



  Die     Chlorierung    wird zweckmässig bei  Temperaturen oberhalb 40' bis<B>150',</B> und  zwar besonders vorteilhaft bei Temperaturen  von etwa 70 bis über 100   durchgeführt,  wobei die schwefelsaure Lösung des     Methyl-          anthrachinons        anhydridhaltig    oder anderseits    zum Beispiel durch Wasser, Essigsäure usw.  verdünnt sein kann.  



  Man erhält auf diese Weise ein Gemisch  von     isomeren        Diehlormethylanthrachinonen,     in dem anscheinend das 1 . 5- und das 1 . 8  Dichlor-2-methylanthrachinon die überwie  genden Bestandteile bilden. Das Gemisch       kann;    durch Behandlung mit geeigneten     orba-          nischen        Lösungsmitteln    oder auch durch frak  tionierte Fällung der schwefelsauren Lösung  in seine Bestandteile zerlegt werden.

   Durch  Zusatz von     Chlorüberträgern    wie Jod,     An-          timonpentachlorid,    sowie auch durch Än  derung der     Schwefelsäurekonzentration    hat  man es in der Hand, das Mischungsverhältnis  zu Gunsten der einen oder andern Kompo  nente zu verschieben. Für technische Zwecke  ist eine Trennung -des Gemisches in seine Be  standteile nicht erforderlich, das Rohprodukt  kann vielmehr zu den     meisten    Umsatzreak  tionen unmittelbar verwandt werden.      Man kann ferner zur Darstellung dieses  Gemisches von im     Kern    zweifach chlorier  ten Derivaten des     Methylanthrachinons    die       Chlorierung    in zwei Stufen durchführen.

   In  diesem Falle wird     2-Methylanthrachinon    (zum  Beispiel gemäss D. R.. P. Nr. 269249 und  seinem Zusatzpatent Nr. 293156 durch Ein  wirkung von     Sulfurylchlorid,        bezw.    von  Chlor in Gegenwart von indifferenten Ver  dünnungsmitteln) in     1-Chlor-2-methylanthra-          chinon    übergeführt und dieses in reinem Zu  stand oder auch als Rohprodukt in schwefel  saurer Lösung weiter chloriert.  



  Das so     erhaltene    Gemisch von     Dichlor-2-          methyl-anthrachinonen    stellt ein wichtiges  Zwischenprodukt zur Herstellung von Farb  stoffen dar.    <I>Beispiel 1:</I>  50 kg     2-Methylanthrachinon    und 0,8 kg  Jod werden in 500 kg Monohydrat unter Zu  satz von 30 kg 65 %     igem        Oleum    gelöst und  bei etwa 100   unter kräftigem Rühren so  lange Chlor eingeleitet, bis die     _    Gewichtszu  nahme 16,0 bis 16,5 kg beträgt     bezw.    bis  der Chlorgehalt einer Probe 24,3 bis     24,8, ö     Cl beträgt.  



  Das in theoretischer Ausbeute erhaltene  Reaktionsprodukt wird     durch    Eindrücken in  Wasser ausgefällt; es wird     abfiltriert    und  säurefrei gewaschen. Nach dem Trocknen  sintert es bei 130   und schmilzt bei 135 bis  140  . Durch allmählichen Zusatz von Was  ser kann es fraktioniert aus der schwefel  sauren Lösung ausgefällt werden. Die schwe  felsaure Lösung kann auch unmittelbar zu  weiteren Umsatzreaktionen Verwendung fin  den.  



  <I>Beispiel 2:</I>       2-Methyl-anthrachinon    wird nach dem  Verfahren des D. R. P. Nr. 269249 mit     Sul-          fürylclilorid    chloriert. 50 kg des so     erhal-          ienen        1-Chlor-2-methylanthrachinons    und    0,2 kg Jod werden in 800 kg 3 %     igem        Oleum     gelöst und bei<B>70</B>   so lange Chlor eingeleitet,  bis ein Atom Chlor aufgenommen ist.  



  <I>Beispiel 3:</I>  50 kg     2-Methylanthrachinon    werden in  400 kg     85%iger    Schwefelsäure gelöst und  bei etwa 100   unter grosser Oberflächenver  grösserung solange chloriert, bis zwei Atome  Chlor aufgenommen sind. Im Gegensatz zur       Chlorierung    in     anhydridhaltiger    Schwefel  säure wird in diesem Fall auch bei weiterem  Einleiten von Chlor praktisch kein     Chlor     mehr aufgenommen. Das in theoretischer  Ausbeute erhaltene Reaktionsprodukt wird  durch Eindrücken in Wasser ausgefällt; es  wird     abfiltriert    und säurefrei gewaschen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Gemi sches von Dichlor-methyl-anthrachinonen, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Methyl- anthrachinon mit den zum Eintritt von 2- Atomen Chlor theoretisch erforderlichen Mengen von Chlorierungsmitteln behandelt. Das so erhaltene Gemisch von Dichlor- methylanthrachinonen sintert bei<B>130'</B> und schmilzt bei 1,35 bis 140 C. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Methylanthra: cbinon mit Hilfe eines Chlorierungsmittels in 1-Chlor-2-methylanthrachinon über führt und dieses mit einem zweiten Chlo- rierungsmittel behandelt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens die zweite Chlorierungsstufe mit gasförmigem Chlor in schwefelsaurer Lösung durch führt.
CH153821D 1930-02-22 1931-02-16 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlormethylanthrachinonen. CH153821A (de)

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