CH154283A - Regelungs-Vorrichtung an Einspritzmotoren für Lokomotiven. - Google Patents
Regelungs-Vorrichtung an Einspritzmotoren für Lokomotiven.Info
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Description
Regelungs-Vorrichtung an Einspritzmotoren für Lokomotiven. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Regelungsvorrichtung an Einspritz motoren für Lokomotiven, ,die beim Anfahren und bei grossem Widerstand mit Druckluft und Brennstoff beschickt werden, so dass i ,tue li während der Fahrt das Drehmoment ge- steigert werden kann (besonders starke Zug last oder Fahrt auf Steigung)
indem die Ma schine mit Druckluft und Brennstoff be- -schickt wird. Die Regelung einer solchen Ma schine muss daher die Steuerung des D.ruck- luftfüllungsorganes beeinflussen.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass beim Fahren mit dem Druckluftbrennstoffbetridb nicht immer dieselbe Druckluft- und Brennstoffzufuhr er wünscht ist, sondern .dass man bei den ersten Anlasshüben eine grösstmögliche Druckluft und Brennstoffzufuhr benötigt, dass dann die Druckluft- und Brennstoffzufuhr vor dem Übergang zum reinen Brennstoffbetrieb stufenweise verringert werden muss.
Bei Na- schinen mit wenig Zylindern muss, um ein Anfahren in jeder Kurbelstellung zu ermög lichen beim Anfahren eine sehr grosse Fül lung (von etwas über<B>60'</B> bei einer 6-Zylin- dermaschine) gegeben werden können;
würde man diese Füllung aber auch nur während weniger Umdrehungen beibehalten, so ergäbe sich wegen der .geringen Expansion ein viel zu .grosser Druckluftverbrauch. Es wird da her sobald die Maschine die Reibung der Ruhe überwunden und einen gewissen Bruch teil einer Kurbelumdrehung zurückgelegt. hat, das Druckluftfüllungsorgan zweckmässig auf eine wesentlich geringere Füllung eingestellt (zum Beispiel etwa.
25 % des Kolbenhubes). Die Brennstoffzufuhr braucht dieser grossen Füllung für das Anfahren aus der Ruhe (nach obigem Beispiel<B>60')</B> nicht zu folgen, sondern- kann bei Überschreitung einer be- stimmten Druckluftfüllung, bei der noch eine gute Expansion möglich ist (also 25 % ). unverändert bleiben und erst bei Untersührei- tung dieser Füllung verringert werden. Die Erfindung bezweckt nun, die Steue rung der beiden Organe mit einem einzigen Handgriff zu ermöglichen.
Gemäss der Erfindung wird. das Steuer organ für die Druckluft mittelst eines Hand- hebels geregelt und das Regelorgan für .die Brennstoffzufuhr ist mit ihm kraftschlüssig verbunden, so @dass bei der Regelung des Druckluftsteuerorganes auch das Brennstoff steuerorgan eingestellt wird und jeder Druck luftfüllung eine bestimmte Brennstoffzufuhr entspricht.
Hierbei kann das Brennstoff regelorgan jederzeit unter Überwindung des Kraftschlusses auf eine geringere Brennstoff zufuhr eingestellt werden, als der Druckluft füllung entspricht.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbei spiel .des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Mehrzylindereinspritzmaschine mit einer Re- gelungsvo.rriehtung -gemäss der Erfindung; Fig. 2 zeigt die Verbindung der beiden Betätigungsorgane für Druckluftfüllung und Brennstoffüllung schematisch.
Der Arbeitszylinder B der Maschine mit dem Kolben B' wird im Zweitakt betrieben; C ist die Zufuhrleitung der Spülluft; in D ist punktiert einer der Auslassschlitze ange deutet. Der Verdichtungsraum enthält das Druckluftventil E, .die Brennstoffdüse I' und die Zündvorrichtung G.
Die Steuerung -der Maschine erfolgt von einer Steuerwelle IST aus, die von der Kurbelwelle beispielsweise durch eine Kette mit der gleichen Drehzahl angetrieben wird. Sie betätigt mittelst einer N ockenscheihe <I>L</I> mit einem Schrägnocken<I>L'</I> und einer Rolle<I>I'</I> die Brennstoffpumpe<I>I</I> und mittelst einer Nockenseheibe N' mit einem Schrägnocken N, einer Rolle K', eines Hebels K, einer Stange K<I>"</I> und eines Hebels das Druckluftventil E.
Die Verstellung der beiden Nockenschei- ben L -und M geschieht durch einen, Hand- he#bel 0, der unmittelbar an der Nocken- scheibe <I>N'</I> mit dem Nocken<I>N</I> angreift.
Ein Hebel 0' mit einem Handgriff iR zur Verstel- hung der N ockenscheibe <I>L</I> mit dem Nocken<I>L'</I> ist mit. dem Hebel 0 durch eine Stange P verbunden, indem eine Feder Q einen Zapfen Q' am Hebel 0' gegen eine Rast der Stange P drückt. Die Feder Q ist so bemessen, dass sie die bei der Verstellung der Nockenschei- ben i11 und L auftretenden Reibungswider stände überwinden kann. Der Drehbereich der Hebel 0' und 0 ist durch Anschläge X begrenzt.
Der Schrägnocken L' kann die Füllung der Brennstoffpumpe von 200% der maxi malen Füllung bei reinem Brennstoffbetrieb bis auf 20% (Leerlauf) verringern. Die ge zeichnete Stellung der Rolle entspricht einer 100%-Füllung, also dem Volla.stbetrieb ohne Druckluft.
Die Wirkung ist folgende: Wird der Hebel 0 nach links bewegt, so wird die Brennstoffpumpenfüllung von 100 bei Vollast allmählich bis auf 200% erhöht; entsprechend steigert sich auch-die Druck luftfüllung von 0 bis auf<B>2;5%</B> des Kolben hubes. Wird der Hebel 0 hierüber hinaus bewegt, so stösst der Hebel 0' an den An schlag X, die Pumpe bleibt also auf 200 Füllung stehen. Der Hebel 0 kann bis in die Stellung A verstellt werden, die der grössten Druckluftfüllung beim Andrehen aus der Ruhestellung entspricht (zirka. 657o des Kolbenhubes bei einem 6-Zylindermotor).
Wird der Hebel 0 aber nach rechts ver legt, so bleibt die Druckluft ausgeschaltet, da. die Rolle nur über den leeren Teil .der Nockenscheiben läuft. Dagegen wird die Brennstoffpumpenfüllung allmählich von 100% (Vollast) bis auf 20% (Leerlauf) ver mindert. Dies entspricht also dem gewöhn lichen Betrieb ohne Druckluftzufuhr. In jeder Stellung des Hebels 0 ist es indessen möglich, auch den Hebel 0' mit Hilfe des Handgriffs B nach rechts zu verstellen und ,dadurch unter Spannung der Feder Q kleinere Brennstoffüllungen zu geben, als der Stellung des Hebels 0 entspricht.
Claims (1)
- - PATENTANSPRUCH: Regelungsvorrichtung an Einspritzmoto ren für Lokomotiven., die beim Anfahren und bei grossem. Widerstand mit Druckluft und Brennstoff bes,ohickt werden, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan für die Druckluft. mittelst eines Handhebels geregelt wird, und dass das Regelorgan für die Brennstoffzufuhr mit ihm kraftschlüssig verbunden ist,so dass bei der Regelung des 1 ruekluftsteuerorganes auch das Brennstoff regelorgan eingestellt wird und jeder Druek- Inftfüllung eine bestimmte Brennstoffzufuhr entspricht. UNTERANSPRüCHE 1. P.egelungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhebel über eine Stellung hinaus bewegbar ist, in welcher die Druckluft- füllung auf Null vermindert ist, und in diesem Bereich nur noch die Brennstoff zufuhr regelt.2. Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Handhebel über .die Stellung hinaus ver- legbar ist, in welcher das Brennstoff regelorgan die höchste zulässige Brenn stoffzufuhr einstellt und in diesem Be reich unter Sperrung des Brennstoff regelorganes., nur noch die DruckInft- füllung ändert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE154283X | 1930-02-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH154283A true CH154283A (de) | 1932-04-30 |
Family
ID=5676252
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH154283D CH154283A (de) | 1930-02-06 | 1931-02-03 | Regelungs-Vorrichtung an Einspritzmotoren für Lokomotiven. |
Country Status (4)
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1931
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB364886A (en) | 1932-01-14 |
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