CH154501A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Schwermetallaziden. - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Schwermetallaziden.Info
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Description
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Sehwermetallaziden. Die Fabrikation von Schwermetallaziden ist bisher in der Weise erfolgt, dass zunächst eine Lösung von Natriumazid hergestellt und mit dieser aus einer Lösung jenes Schwer metallsalzes, dessen Azid man wünschte, das betreffende Schwermetallazid gefällt wurde.
Diese Fabrikation ist in mehreren Arbeits gängen diskontinuierlich betrieben worden, wobei die hauptsächlichsten Arbeitsgänge die Lösung der Ausgangsprodukte, die Fällung und die Waschung waren. Der Fällprozess ist diejenige Arbeitsstufe, die sehr lange dauert und gefährlich ist.
So wurde zum Beispiel die Fällung- von Bleiazid so durchgeführt, dass die Bleiazetat- oder Bleinitratlösung in den Fällapparat ge füllt und dann unter Rührung oder Um- w itlzutig die Natriumazidlösung in einer ge wissen Zeit eingetropft wurde.
Eine besonders bei der Grossfabrikation sehr lästige Begleiterscheinung des Fällpro- zesses ist es, dass er, in mehrere Apparat einheiten zerlegt werden muss, die sämtliche getrennt in besonderen Gebäuden unterge bracht werden. Durch diese Anordnung war der Transport des Azides in den Anlagen erforderlich, wodurch oft Anlass zu Unglücks fällen gegeben war. Auch die Behandlung einer grossen Anzahl von Apparaturen, vor allen Dingen aber ihre Reinigung ist mit Gefahr verknüpft. Ursache hierfür war haupt sächlich der lange Fällprozess und die schwie rige Behandlung der Apparatur; was bisher einer allgemeinen Einführung der Grossfabri kation hemmend im Wege stand.
Die Nachteile des bisherigen diskonti nuierlichen Verfahrens der Bleiazidherstel- lung sind demnach: 1. Lange Dauer des Fällprozesses und geringe Leistung pro Apparateeinheit, 2. Hohe Apparaturaufwendungen, 3. Hohe Gebäudekosten, 4. Gefährlichkeit des Fällprozesses im Kleinbetrieb.
Zur Vermeidung all dieser Übelstände wurde ein Verfahren gefunden, welches ge- stattet, den Fällprozess kontinuierlich durch zuführen, wobei einem besonders konstruier ten Apparat die Lösungen der Ausgangs produkte in erforderlicher Menge zugeführt werden und fertiges Schwermetallazid ohne Vornahme von Zwischenmanipulationen den Apparat in entsprechender Kristallgrösse ver lässt- Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstel lung von fein- oder grobkristallinischen Schwermetallaziden durch Zusammenfliessen lassen äquivalenter Mengen der Lösungen von Natriumazid und eines
Schwermetallsalzes, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung zunächst unter Rühren in einem Behälter eingeleitet und sodann in einer unter dem Rührbehälter angeordneten Kolonne mit Schikaneneinbauten zu Ende geführt wird, worauf die Mutterlauge teilweise mit den Kristallen und der Rest der Mutterlauge getrennt von den Kristallen kontinuierlich abgeleitet wird.
Das Verfahren kann folgendermassen durchgeführt werden Die Lösungen, die dem Apparat getrennt zufliessen, werden im obern Teil des Apparates durch intensives Rühren gemischt und leiten den Fällprozess ein. Der obere Apparateteil, der von dem untern Teil des Apparates ge trennt ist, erhält nach diesem zu einen Ab fluss, der so dimensioniert wird, dass die in ihm enthaltene Flüssigkeit eine gewisse Zeit darin verbleiben muss. Das Wachsen der Kristalle auf endgültige Grösse wird dadurch erzielt, dass diese den untern Apparat pas sieren, wobei durch entsprechende Schikanen einbauten die Passagezeit geregelt wird.
Zur Anstauung der Mutterlauge im Apparat ist ein Siphonrohr, das auch zur Regelung der Flüssigkeitshöhe dient, vorgesehen. Der eigentliche Abfluss ist so ausgebildet, dass durch ihn nicht die ganze, sondern nur ein Teil der Mutterlauge mit den Kristallen ab fliesst, während der restliche Teil der Mutter lauge durch das Siphonrohr austritt.
Die Vorteile der kontinuierlichen Durch führung des Fallprozesses sind 1. Grösste Leistung bei kleiner Apparatur, 2. Kleinster Raumbedarf und geringe Gebäudekosten, 3. Geringere Produktionskosten, 4. Erhöhte Fabrikationssicherheit.
Zur kontinuierlichen Durchführung des Fallprozesses bei dem Verfahren gemäss der Erfindung kann beispielsweise die nachfolgend beschriebene Apparatur benutzt werden: Rohr 1 und 2 sind Zuflussrohre, durch die dem Apparat die entsprechenden Mengen der Lösungen getrennt zugeführt werden. Die Regulierung des Zuflusses der im ge nauen Verhältnis zuzuführenden Flüssigkeiten kann beliebig erfolgen. Im obern Teil des Apparates 3 ist das Rührwerk 4 angeordnet, das das Mischen der Lösungen und die Kri stallbildung durchführt. Die Lagerung des Rührwerkes erfolgt im Rührwerksbock 5. Der obere Apparateteil 3 erhält einen Ab fluss 6. Im Apparat 9 sind Schikanenein- sätze 7 mit Zwischenböden 8 angeordnet.
Der Zylinder 9 weist einen untern Abschluss 10 auf. Stutzen 11 ist der Abfluss für die Kristalle mit einem Teil der Mutterlauge. Siphonrohr 12 dient zur Anstauung der Mutterlauge und zur Einregulierung der Flüs sigkeitshöhen im Apparat, sowie zum Abfluss eines Teils der Mutterlauge.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur kontinuierlichen Herstel lung von fein- oder grobkristallinischen Schwermetallaziden durch Zusammenfliessen lassen äquivalenter Mengen der Lösungen von Natriumazid und eines Schwermetall salzes, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung zunächst unter Rühren in einem Behälter eingeleitet und sodann in einer unter dein Rührbehälter angeordneten Kolonne mit Schikaneneinbauten zu Ende geführt wird, worauf die Mutterlauge teilweise mit den Kristallen und der Rest der Mutterlauge ge trennt von den Kristallen kontinuierlich ab geleitet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE154501X | 1929-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH154501A true CH154501A (de) | 1932-05-15 |
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ID=5676353
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH154501D CH154501A (de) | 1929-09-25 | 1930-09-25 | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Schwermetallaziden. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH154501A (de) |
-
1930
- 1930-09-25 CH CH154501D patent/CH154501A/de unknown
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