CH154586A - Verfahren und Einrichtung zum Ausspritzen von Materialien in zerstäubtem Zustande unter Verwendung eines in dem zu zerstäubenden Material gelösten Gases. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Ausspritzen von Materialien in zerstäubtem Zustande unter Verwendung eines in dem zu zerstäubenden Material gelösten Gases.

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CH154586A
CH154586A CH154586DA CH154586A CH 154586 A CH154586 A CH 154586A CH 154586D A CH154586D A CH 154586DA CH 154586 A CH154586 A CH 154586A
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  Verfahren und     Einrielitung    zum Ausspritzen von     illaterialien    in     zerstäubtem        Zustande     unter     Terwendung    eines in dem zu zerstäubenden     Naterial    gelösten Gases.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  und eine Einrichtung zum Ausspritzen von  Materialien in zerstäubtem Zustande unter  Verwendung eines in dem zu zerstäubenden  Material gelösten Gases:  Das zerstäubte Material kann flüssig oder  fest sein.

   Als Gas kann zum Beispiel in Paraf  fin, Harz oder Kautschuk aufgelöster     Dime-          thyläther    verwendet sein, in welchem Fall  also zum Beispiel festes Harz in Staubform  ausgespritzt würde, trotzdem das auszu  spritzende Material als Flüssigkeit der Ein  richtung zugeführt wird.  



  Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus,       da.ss    die Lösung auf dem Wege vom Innern  eines Behälters zu einer     Ausspritzöffnung     einer derart weitgehenden Druckverminde  rung ausgesetzt     wird,    dass die Lösung, bevor  sie zu der     Ausspritzöffnung    gelangt, in     eine     Dispersion von flüssigen Teilchen in Gas  überführt wird.    Die Zeichnung zeigt vier beispielsweise  Ausführungsformen einer zur Durchführung  des Verfahrens dienlichen Einrichtung.  



  Die     Fig.    1 zeigt die erste Ausführungs  form im     Längsschnitt;    die       Fig.    2 zeigt dieselbe Einrichtung, wobei  das Mundstück durch eine Sperrschraube er  setzt wurde; die       Fig.        3,    zeigt gleichfalls im Längsschnitt  die zweite Ausführungsform; die       Fig.    4 zeigt gleichfalls im Längsschnitt.

    die dritte Ausführungsform; die       Fig.    5 zeigt den obern Teil eines gefüll  ten und geschlossenen Behälters, welches da  zu     bestimmt    ist, mit der Einrichtung gemäss       Fig.    4 versehen zu werden; die       Fig.    G zeigt auch im Längsschnitt die  vierte Ausführungsform.  



  In den dargestellten Ausführungsformen  bezeichnet 1 einen Stöpsel, der in dem Hals 2  des das auszuspritzende Material enthalten  den Behälters 3 eingesetzt ist und zur Auf-      rahme der darauf     aufschraubbaren    Einrich  tung dient. Die Einrichtung wird in die zen  trale     Ausbohrung    5 eingeschraubt, welche  durch eine dünne Wand 6 geschlossen ist,  welche Wand durch geeignete Mittel der Ein  richtung zum Zweck des     Ausspritzens    durch  bohrt werden kann.  



  Die     Einrichtung    gemäss     Fig.    1 besteht  aus -zwei ineinander verschiebbaren Teilen 8  und 9, wovon der untere, 8, ein Gewinde 10  zum Einschrauben der Vorrichtung im Stöp  sel 1 des Behälterhalses besitzt. Eine in der  durchgehenden     Ausbobrung    12 des Teils 8  eingelegte Nadel 11 dient zum Durchbohren  der Wand 6, das heisst zur Herstellung der  Verbindung     zwischen    dem Innern des Be  hälters 3 und der darauf aufgeschraubten  Vorrichtung.

   Die Nadel wird durch eine am  Kragen 14 aufliegende Feder 13 gegen eine  Stahlkugel 15 gedrückt, die, wenn die Nadel  in ihrer obersten     abgebildeten    Stellung ist,  gegen einen als Ventilsitz dienenden Dich  tungsring 1,6 angedrückt wird und den Ab  lauf in den das Mundstück bildenden Teil 9  sperrt.  



  Durch Herunterdrücken des Mundstückes  9 wird die Ventilkugel 15 von ihrem Sitz  entfernt, während zugleich die Nadel 11 die  Wand 6 durchbohrt.  



  Zwischen einem Kragen 17 des Mund  stückes 9 und der obern Fläche des Teils 8  ist ein Stück     Kautschuckschlauch    18 derart  angebracht,     dass    die Verbindung zwischen  Mundstück und Teil 8 trotz der zulässigen  gegenseitigen Bewegungsmöglichkeit dicht  abgeschlossen     bleibt.     



  Ein Hebel 20, welcher an dem einen Ende  21     schwingbar    an einem Halter 22 des Teils  8 angebracht ist, dient zum Herabdrücken  von Mundstück 9, Kugel 15 und Nadel 11.  



  Im Mundstück 9 ist in 4 eine     Verdamp-          fungskammer    vorgesehen, so dass das aus  gespritzte Material beim Durchströmen des       Mundstückkanals    Stellen mit plötzlichen       Qiierschnittsveränderungen    passieren muss.  



  Man bedient sich der Einrichtung wie  folgt:    Nach Einschrauben derselben im Stöpsel  1 wird der Hebel 20 niedergedrückt, so. dass  die Nadel 11 die Wand 6 durchbohrt und  das im Behälter im flüssigen Zustand be  findliche Material durch die Einrichtung  fliesst und nach Durchsetzen der     Verdamp-          fungskammer        .1    vom Mundstück ausgespritzt  wird. Durch Loslassen des Hebels 20 wird  der     Ausspritzvorgang    unterbrochen, weil  dann die Kugel 15 als     Abschliessventil    tätig  wird.

   Bemerkenswert ist, dass das Zusam  mendrücken der     Kautschuekdichtung    18 im  Gebrauch deren abdichtende Wirkung ver  grössert  Soll nach Gebrauch das noch nicht voll  ständig entleerte Gefäss 3 mit der darauf be  findlichen Einrichtung längere Zeit stehen  bleiben, so kann man das Mundstück 9 durch  eine Schliessschraube 23 ersetzen.  



  Bei den in     Fig.    3 und 4 gezeigten Aus  führungsformen der Einrichtung ist die An  ordnung derart, dass die Nadel 11 selbst als  Sperrventil nach der Durchbohrung der  Wand 6 dienen kann, wobei ein hervor  stehender Kragen 25 des Stöpsels als Ventil  sitz dient. Diese Nadel 1.1 hat hier eine       achsiale    Durchbohrung 26, welche über zwei  Kanäle 2,7 mit dem Raum 5 des Stöpsels 1  verbunden ist. Sie besitzt ausserdem ein Ge  winde, wodurch sie in den Stöpsel geschraubt  werden kann,     um,    durch Drehung dazu ge  bracht zu werden, sich im Stöpsel 1 auf und  nieder zu bewegen, zwecks     Offnens    oder  Schliessens der Verbindung mit dem Innern  des Behälters.

   Die Dichtung zwischen dem  Stöpsel und der beweglichen Nadel wird  auch durch ein Stück     Kautschuckschlauch    18  hervorgebracht, welcher- am     obern    Ende  gegen einen lose sitzenden Ring 30 aufliegt.  



  Bei dem in     Fig.    3 gezeichneten Beispiel  ist eine Expansionskammer     3,5    im Mund  stück     3,6    angeordnet, das von dem hinten  liegenden Teil des Spritzrohres losgeschraubt  werden kann. Zwischen dem Mundstück 36  und der Nadel     .3.2    ist eine dünne Metall  scheibe 37 eingelegt, die in der Mitte eine  kleine Öffnung hat (es könnten auch mehrere  sein), deren Grösse so     abgepasst    ist,     dass    der      erwünschte Grad der Expansion in der Ex  pansionskammer erreicht wird.  



  Von da aus entweicht der Strom durch  die Öffnung 38 des Mundstückes 86.  



  Das Beispiel gemäss     Fig.    4 weicht vom       l(-tzteren    bloss dadurch ab, dass das Mund  ?     iich        ;16    und die Kammer 35 etwas verschie  den sind und ferner dadurch, dass der Nadel       Iwin    Ventilsitz zugeordnet ist.  



  Bei den bereits beschriebenen     Einrich-          lungen    wird vorausgesetzt, dass sie zum  Spritzen in der Richtung von oben nach     un-          icn    benutzt werden, zum Beispiel bei der       Laehierung    von Fussböden.  



  Soll der Apparat zum Spritzen von unten       nach    oben oder in der Seitenrichtung benutzt   erden, so wird man das Mundstück gemäss       Fig.    6 anordnen.  



  Hier bildet das Mundstück einen rechten  Winkel mit der Behälterachse, was durch  Zwischenschalten eines Zwischenstückes 40  erreicht wird. Dieses Stück ist mit einer       kleinen    Öffnung versehen, hinter der das Ma  lerial in die Kammer 35 expandiert.  



  Das     Zwischenstück    könnte auch als Rohr  ausgebildet werden und aus biegsamem     Ma-          lrrial    bestehen, um dem Strahl des     aus-          oespritzten    Materials eine beliebige Richtung       ini    Verhältnis zum Behälter zu geben.  



  Die     Ausspritzungseinrichtung    setzt     vor-          ,ins,    dass in dem Material, welches aus  gespritzt werden soll, ein kondensiertes Gas  in hinreichend grosser Menge gelöst ist, um  das Ausspritzen des ganzen Inhaltes des Be  hälters unter einem konstanten Druck bewir  hen zu können, das heisst bei     einem    Druck,  der nicht unter dem Kondensationsdruck des  Gases liegt. Die den Behälter verlassende  Flüssigkeit wird deshalb immer eine     be-          t.rächtliehe    Menge kondensierten Gases ent  halten, die auf ihrem Weg ins Freie zu gan  zer oder teilweisen Verdampfung gelangt.

    Wenn eine sehr weitgehende     Zerstäubung    er  wünscht wird (zum Beispiel bei Lacken oder       liei        insektentötenden    Mitteln mit Petroleum  destillaten als Hauptbestandteil) wird die im       Haterial    gelöste Menge des Druckmittels  (kondensiertes Gas) relativ gross sein müssen.    Bei einer Anwendung von     Dimethyläther    als  Druckmittel - für Lacke und Desinfektions  mittel der obengenannten Art - werden die  besten     Resultate    bei     Druckmittelmengen    von  zwischen 10 und     50,%    erreicht werden.  



  Ist die Vollständigkeit des     Zerstäubens     nicht besonders wichtig, können auch     Men-en     von unter     1o%    benutzt werden.  



  Nur in seltenen Fällen sind jedoch bis  jetzt vorteilhafte Resultate erreicht worden  bei weniger als 2 %     Diiuethy        lä.ther.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Ausspritzen von Mate rialien in zerstäubtem Zustand unter Verwendung eines in dem zu zerstäuben den Material gelösten Gases, dadurch ge- ' kennzeichnet, dass die Lösung auf dein Wege vom Innern eines Behälters zii einer Ausspritzöffnung einer derart weit gehenden Druckverminderung ausgesetzt wird, dass .die Lösung, bevor sie zu der Ausspritzöffnung gelangt, in eine Dis persion von flüssigen Teilchen in Gas überführt wird.
    II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal, durch welchen das auszuspritzende Material pas siert, nahe der Ausspritzungsöffnung eine als Expansionskammer wirkende Erweiterung hat, in die die zu zerstäu bende Flüssigkeit durch eine verhältnis mässig enge Zuströmungsöffnung ein tritt. ÜNTERANSPRü CHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an der Über gangsstelle zwischen Zufuhrleitung und Expansionskammer eine durchbohrte Scheibe eingesetzt ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie ein spitzi- ges Organ besitzt, um nach Aufbringen der Einrichtung auf einen, das flüssige, unter Druck befindliche Material enthal tenden Behälter das Durchbohren eines Verschldiorganes dieses Behälters zu er möglichen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass sie ausser dem spitzigen Organ Mittel aufweist, welche das Schliessen der durch das spitzige Organ erzeugten Üffnung gestatten. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass ein Mundstück, in welchem sich die Expansionskammer befindet. einen von den übrigen Teilen der Einrichtung lösbaren Teil bildet, der sich entfernen lässt, ohne dass die ganze Einrichtung von dem Materialbehälter, worauf sie be festigt wurde, entfernt zu werden braucht. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die durchbohrte Scheibe von dem abnehmbaren Mund stück der Einrichtung an Platz gehalten wird. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das spitzige Organ selbst als Abschliessventil ausgebildet ist, um mit einem entsprechenden Sitz des die Einrichtung aufnehmenden Behälters zusammenzuwirken. 7. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass eine Abdichtung zwischen dem spitzigen Organ, welches das Mundstück trägt, und dem übrigen Teil der Einrich tung mittelst eines Stückes Kautschuck- schlauch hergestellt ist, welches auf be sagten übrigen Teil gepresst wird, wenn das genannte Organ in eine solche Lage gebracht wird, in der das Ausspritzen stattfindet. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 7, gekennzeich net durch eine zwischen Kautschuck- schlauch und Organ liegende Unterlags- scheibe.
CH154586D 1929-11-19 1930-07-15 Verfahren und Einrichtung zum Ausspritzen von Materialien in zerstäubtem Zustande unter Verwendung eines in dem zu zerstäubenden Material gelösten Gases. CH154586A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2688428A (en) * 1950-01-19 1954-09-07 Worcester Pressed Steel Compan Stored pressure medium container

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2688428A (en) * 1950-01-19 1954-09-07 Worcester Pressed Steel Compan Stored pressure medium container

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