CH160826A - Vorrichtung zum Ausspritzen von Materialien. - Google Patents
Vorrichtung zum Ausspritzen von Materialien.Info
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Description
Vorrichtung zum Ausspritzen von Materialien. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausspritzen von Materialien.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist da durch gekennzeichnet, dass das Ausspritz- organ von einem als hohle Nadel ausgebil deten Ventilkörper getragen wird.
In beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel und eine Detailvariante des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt in achsialem Längsschnitt ein auf dem Materialbehälter angebrachtes Mundstück; Fig. 2 zeigt eine Einzelheit mit der hohlen Ausspritznadel in einer solchen Stel lung, in der die Verbindung zwischen Be hälter und Ausspritzungskanal offen ist; in Fix. 3 ist die Nadel in Schliessstellung dargestellt; Fig. 4 zeigt in achsialem Längsschnitt das obere Ende einer andern Ausführungs form des Spritzmundstückes in Arbeitsstel lung.
In den in der Zeichnung gezeigten Bei- spielen bezeichnet 1 den aus Stahlblech be stehenden Materialbehälter. 2 ist ein Pfrop fen (zum Beispiel aus Messing) der dicht. in den Hals 3 des Materialbehälters eingepresst ist. Zwecks Erzielung einer vollständigen Dichtung zwischen -den Teilen 2 und 3 ist in eine Rinne im Pfropfen 2 ein elastischer Ring 4, beispielsweise aus Kautschuk, ein gelegt. Der Pfropfen 2 ist von oben bis\ nahe zum untern Ende derart ausgebohrt, da.ss hier eine ganz dünne Wand 5 übrig bleibt, die sich leicht durchbrechen lässt.
Die Membran 5 ist von einem ringförmigen Vor sprung 11 umgeben, der als Ventilsitz dient, nachdem die Membrane durchbrochen ist.
Zum Durchbrechen der Membrane dient eine hohle Nadel 6, die das eigentliche Aus- spritzmundstück 7 trägt, in welchem, eine Expansionskammer 8 vorgesehen ist, welche ein homogenes Zerstäuben des auszuspritzen den Materials bewirkt.
Die Expansionskammer liegt in einer Kappe, die von der Nadel 6 abgeschraubt werden kann. In der Ausbohrung dieser Kappe ist ein Filter 9 sowie eine mit einem (oder mehreren) Löchern versehene Scheibe 20 eingesetzt. Das Filter hält solche even tuell im Ausspritzmaterial auftretende Klum- pen zurück, die zum Verstopfen der Ab lauföffnung 10 im Mundstücke führen könn ten.
Die Öffnung bezw. Öffnungen in der Scheibe 20 sind derart im Verhältnis zu der Öffnung 10 dimensioniert, dass beim Aus strömen des Materials in die Expansions kammer eine weitgehende Druckerniedri gung, zum Beispiel von einem Überdruclz- von zirka 3 Atmosphären auf einen Über druck von zirka 1 Atmosphäre in dem Raume 8 stattfindet.
Die Nadel 6 ist in die Ausbohrung des Pfropfens 2 eingeschraubt und kann durch Drehen von dem Ventilsitz 11 fort oder zu demselben hin bewegt werden. Zur Errei chung einer dichten Verbindung zwischen der Nadel 6 und dem Pfropfen 2 ist ein ela stischer Ring 12 vorgesehen, der von einer Überwurfmutter 15 an den Pfropfen gepresst wird. Die axiale Bewegung der Nadel nach aussen wird von einer eingelegten Scheibe 13 begrenzt, die ein exzentrisches Loch aufweist, welches gross genug ist, um das Einstecken der Nadel von deren unterem Ende aus zu ermöglichen.
Zufolge des exzentrischen Loches der Scheibe wird verhindert, dass die Nadel weiter ausgeschraubt werden kann, als bis deren erweiterter Teil gegen die Unter seite der Scheibe anstösst. Die Scheibe er leichtert auch die Bewegung der Kappe 15 gegenüber dem Ringe 12. Die Funktion der beweglichen Scheibe als Sperrorgan kann übrigens von einer festen Scheibe, zum Bei spiel von der Kappe 15 übernommen werden; falls sich in derselben eine genügend grosse, exzentrisch angeordnete Öffnung befindet, durch welche die Nadel nicht passieren kann, wenn die Kappe nicht auf ihren Platz ge schraubt ist.
Das Spritzmundstück 7 kann eine belie bige Stellung im Verhältnis zu der Längs richtung der Nadel 6 haben und es können zwecks Erreichung der gewünschten Stellun gen Zwischenstücke verschiedener Form zwi schen der Nadel 6 und der Kappe 7 einge schaltet sein.
In dem in Fig. 4 gezeigten Beispiel be steht ein derartiges Zwischenstück aus einem biegsamen Rohrstück 16, beispielsweise aus Kupfer oder Blei.
In dem gezeigten Beispiel ist vorausge setzt, dass der Behälter 1 einen Durchmesser von zirka 8 cm, der Pfropfen 2 einen Durch messer von zirka 1 cm hat, und dass der äussere Durchmesser der Kappe 7 zirka 8 mm ist. Die Ausspritzöffnung kann hier beispielsweise einen Durchmesser von 0,8 mm und die Öffnung in der Scheibe 20 einen Durchmesser von zirka 1 mm haben. Der Behälter 1 kann beispielsweise aus Eisen- oder Stahlblech durch Zusammenlöten nach einer ziekzackförmigen oder in anderer Weise (zum Beispiel durch Norrugierung) verlän gerten Lötlinie ausgeführt sein.
Im übrigen können die Einzelheiten der gezeigten Einrichtungen innerhalb weiter Grenzen variiert werden.
So kann zum Beispiel anstatt der Mem brane 5 eine Öffnung vorhanden sein, in welcher ein Zapfen festgelötet ist-, der durch Einschrauben der Spindel 6 aus der @Öff- nung heTäüs und in den Behälter 1 hinein gedrückt wird um dadurch eine Verbindung zwischen dem Innern des Behälters und dem Spritzmundstück zu bewirken.
Die in der Zeichnung gezeigte Ausspritz- vorrichtung setzt voraus, dass in dem aus- zuspritzenden Material, welches sich in dem Behälter 3 befindet, ein konzentriertes Gas in genügend grosser Menge befindet, um das Ausspritzen des ganzen Behälterinhaltes unter einem konstanten Druck, das heisst einem Druck bewirken zu können, der unter dem Kondensationsdruck des Gases liegt.
Die Flüssigkeit, welche in die Expansions kammer eingetrieben wird, wird deshalb jederzeit eine beträchtliche Menge konden siertes Gas enthalten, das in der Expansions kammer mindestens teilweise zur Verdamp fung gebracht wird.
Wenn eine sehr weitgehende 75erstäubung (zum Beispiel bei Lacken , oder Bohnerwachs oder bei insekttötenden Mitteln mit Petro leumdestillaten als Hauptbestandteil) ge wünscht wird, müsste die im Material gelöste Menge von Druckmittel (kondensiertem Gas) im allgemeinen relativ gross sein. Bei Ver wendung von Dimethyläther als Druckmittel -- für Lacke und Bohnerwachs und für Desinfektionsmittel der obengenannten Art- ,v.erden die besten Resultate zumeist bei Druckmittelmengen von zwischen 10 und 50 Prozent erreicht werden.
Ist die Vollständigkeit der Zerstäubung nicht besonders wichtig, können auch Mengen von unter 10 Prozent benutzt werden. Nur in seltenen Fällen sind indessen bisher gün stige Resultate mit -weniger als 2 Prozent Dimethyläther erreicht worden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Ausspritzen von Ma terialien mittelst eines Gases, dadurch ge kennzeichnet, da.ss das Ausspritzorgan von einem als hohe Nadel ausgebildeten Ventil körper getragen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ventil körper in einem Pfropfen eingeschraubt ist, der den Behälter verschliesst, in wel chem das zum Ausspritzen bestimmte Material enthalten ist, und dass der Ven tilkörper mit einer Wulst versehen ist, welche durch Anstossen gegen einen vor stehenden Teil, der von dem Pfropfen getragen wird, die Bewegung des Ventil körpers nach aussen begrenzt.\3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass um die Spin del des Ventilkörpers herum ein ela stischer Dichtungsring gelegt ist, der durch Aufschrauben einer Überwurf mutter auf den obern Teil des Behälter pfropfens dicht gegen die Ventilspindel und gegen den Behälterpfropfen ange drückt wird. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dichtungsring und der genannten über- wurfmutter eine Scheibe eingelegt ist, die die Bewegung der Überwurfmutter gegenüber dem Dichtungsring erleichtert. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Scheibe eine exzentrische Bohrung aufweist, deren Durchmesser von genügender Grösse ist, um über die Wulst (14) des Ventil körpers eingeführt werden zu können. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spitze der Ausspritzdüse auswechselbar ist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass in der aus wechselbaren Spritzdüsenspitze eine als Expansionskammer für die ausströmende Materiallösung dienende Hammer vorge sehen ist. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass in die aus wechselbare Spritzdüsenspitze eine durch bohrte Scheibe eingelegt ist, die die Aus strömungsgeschwindigkeit des Ausspritz- materials verringert. ä. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in dem Aus- spritzkanal ein aus -#Lletalldrahtgewebe bestehendes Filter eingelegt ist.9. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass :das Filter in die auswechsel bare Spritzdüsenspitze eingelegt ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das äussere Ende des Ausspritzmundstückes mit dem Ventilkörper durch ein Rohr aus bieg samem Material verbunden ist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Material behälter durch einen in den Hals des Materialbehälters eingepressten Pfropfen geschlossen ist, welcher an einer Stelle, welche vom Behälterhals umschlossen wird, eine ringförmige Vertiefung hat, in welche ein Dichtungsring eingelegt ist. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch mit druckfestem Blechbehälter mit gelöteten Nähten, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Lötkante durch Einkerbungen verlängert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO160826X | 1930-12-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH160826A true CH160826A (de) | 1933-03-31 |
Family
ID=19904566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH160826D CH160826A (de) | 1930-12-16 | 1931-10-15 | Vorrichtung zum Ausspritzen von Materialien. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH160826A (de) |
-
1931
- 1931-10-15 CH CH160826D patent/CH160826A/de unknown
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