CH154961A - Einrichtung in solchen Fernsprechanlagen, die Selbstbelastungseinrichtungen an der Teilnehmerstelle aufweisen. - Google Patents

Einrichtung in solchen Fernsprechanlagen, die Selbstbelastungseinrichtungen an der Teilnehmerstelle aufweisen.

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CH154961A
CH154961A CH154961DA CH154961A CH 154961 A CH154961 A CH 154961A CH 154961D A CH154961D A CH 154961DA CH 154961 A CH154961 A CH 154961A
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Telefonaktiebolaget L Ericsson
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Ericsson Telefon Ab L M
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  Einrichtung in solchen     Fernsprechanlagen,    die     Selbstbelastungseinrichtungen    an der       Tellnehmerstelle    aufweisen.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine Einrichtung in Fernsprechanlagen,  in welchen eitle, mehrere oder sämtliche der  an einer     Gesprächsverbindung    beteiligten       Sprechvorrichtungen    während einer gewissen  Zeitperiode ausser Tätigkeit versetzt werden  sollen.

   Dies ist insbesondere der Fall in       bezug        auf    die     Spreollvorrichtungen    von Teil  nehmerstellen mit     Selbstbelastungseinrichtun-          gen.    Solche Teilnehmerstellen werden auch  zuweilen Fernsprechautomaten     bezw.    in be  schränkter     MeinungMünzfernsprecher    in<B>Ab-</B>  hängigkeit von der Art der Belastungsein  richtung genannt. Eine diesbezügliche Aus  führungsform. soll im folgenden beschrieben  werden.  



  Die bisher benutzten Fernsprechautomaten  sind im allgemeinen so angeordnet,     dass    der     Tele-          phonierende    beim Anruf zum Amte mit einer       Telephonistin    in Verbindung kommt, die den  gewünschten Teilnehmer anruft, Antwort ab  wartet, kontrolliert,     dass    der richtige Teilnehmer    erreicht worden ist,     und    den     Telephonierenden     zum Entrichten der Gebühr auffordert, wobei  sie kontrolliert,     dass    dies geschieht. Darauf wird  der     Telephonierende    mit dem angerufenen  Teilnehmer verbunden.

   Der Nachteil bei einer  solchen Anordnung ist,     dass    die Zeit der       Telephonistin    zu viel in Anspruch genommen  wird, was wiederum auf die Höhe der Ge  bühr für Gespräche voll einem Fernsprech  automat zurückwirkt. Um die Arbeit der       Telephonistin    zu reduzieren, hat man vorge  schlagen, den Fernsprechautomaten mit me  chanischen Anordnungen zu versehen, derart,       dass    der     Telephonierende    nur durch Einlegen  eines Geldstückes die Möglichkeit erhält, das  Amt anzurufen, und     dass    gleichzeitig das  Geldstück durch Betätigung eines Kontaktes  das Mikrophon überbrückt.

   Wenn die     Tele-          phonistin    auf den Anruf antwortet, wird ein  Elektromagnet am Fernsprechautomaten er  regt, und dieser Elektromagnet unterbricht  die Überbrückungsverbindung des Mikrophons,      solange sie an der Leitung angeschaltet ist.  Nach dem Anrufen des gewünschten Teil  nehmers ist das Mikrophon des     Telepho-          nierenden    wieder überbrückt, bis er durch  Drücken eines Knopfes das Geldstück in den  Geldbehälter     herablässt,    wobei die Über  brückungsverbindung des Mikrophons unter  brochen wird.

   Diese Anordnung hat jedoch  den Nachteil,     dass    am Fernsprechautomaten  empfindliche mechanische Anordnung und  Relais angebracht sein müssen, von deren  richtigen Funktion der ganze Verbindungs  verlauf abhängt.  



  Nach vorliegender Erfindung wird durch  Einschaltung von Gleichrichtern in den  Sprechstromkreis in geeigneter Weise erzielt,       dass    das Sprechmikrophon nur bei einer  bestimmten Richtung des     Mikrophonspeise.-          stromes    wirksam ist, dagegen bei Umkehrung  der Richtung des Speisestromes unwirksam  gemacht wird.

   Die Umkehrung des Stromes  kann hierbei in bekannter Weise von der  Betätigung der Kassiervorrichtung vom Teil  nehmer derart abhängig sein,     dass    der     Tele-          phonierende,    ehe er die Kassiervorrichtung  betätigt hat, nur den angerufenen Teilnehmer  hören aber nicht mit ihm mittelst des     Lin-          wirksamen        Mikrophones    sprechen kann.  



  Die Einrichtung nach der Erfindung kann  sowohl bei Fernsprechanlagen mit Fernsprech  automaten mit Geldbehälter, als solchen mit       Ferasprechautomaten    mit     Gesprächzähler    be  nutzt werden, indem der     Telephonierende    im  ersteren Falle mit der Kassiervorrichtung die  festgestellte Gebühr in den Geldbehälter ein  führen und im letztern Falle den     Gespräch-          zähler    betätigen     muss,    ehe die Sprechverbin  dung erzielt wird.  



  Beispiele von Einrichtungen nach der  Erfindung sind auf der beigefügten Zeichnung  in den     Fig.   <B>1</B> und 2 schematisch     verarischau-          licht.     



  Im Beispiel nach     Fig.   <B>1</B> ist der Fern  sprechapparat im wesentlichen in bekannter  Weise geschaltet, enthält aber zwei Gleich  richter     Li    und     L2.    R ist ein hoher Wider  stand im einen     Leitungyszweig,    welcher  Widerstand in der Ruhestellung durch die         Kassiervorrichtung        g        D        kurzgeschlossen        ist.        Am          Fernsprechamt        sind        A,

          B   <B>7</B>     die        Stromspeise-          relais    des Apparates,     BR    ist das Trennrelais  für Anruf, und     SVR    das     Stromumkehrrelais     desselben.  



  Die Einrichtung wirkt in folgender Weise:  Beim Abheben des     Mikrotelephons    wird  die folgende Strombahn gebildet:<B>+ Pol,</B>  Relais<B>A,</B> Kontakt<B>1,</B> Leitungszweig a, Kon  takt<B>D,</B>     Gleichrichter        Li    in seiner     Durch-          lassrichtung,    Mikrophon M,     InduktionsspuleJ,     Leitungszweig     b,    Kontakt 4, Relais B,<B>-</B> Pol.  



  Parallel zum Gleichrichter     Li        und    dein  Mikrophon     M    ist der     Gleichrichter        L2    so ein  geschaltet,     dass    derselbe Strom in der jetzt  angegebenen     Stroinrichtung    sperrt. Die Relais  <B>A</B> und B ziehen ihre Anker an. Die     Anrufs-          lampe        AL    wird über die Kontakte<B>5</B> und<B>6</B>  gezündet.

   Wenn die     Telephonistin    durch Ein  setzung des Stöpsels     SS    in die Antwortklinke       SJ    den Anruf beantwortet, entsteht folgende  Strombahn:<B>-</B> Pol, Relais     SB    am dritten  Leiter c des Antwortstöpsels, dritter Leiter c  der Antwortklinke, Wicklung L des Relais       SVR,    Relais BR, + Pol.

   Das Relais     SVR     ist so reguliert,     dass    es seinen Anker nicht  anzieht für diesen Strom, aber das Relais     BB     zieht seinen Anker an und unterbricht seiner)  Kontakt<B>6,</B> wobei die Lampe<B>AL</B> gelöscht  wird, schliesst den Kontakt<B>3</B> und erhält  dadurch Haltestrom über den Kontakt<B>5.</B> Der       Telephonierende    kann nun von der     Telepho-          nistin    den gewünschten Teilnehmer verlangen.  Wenn die     Telephouistin    diesen anruft, wird  der Schalter     EOR    niedergedrückt.

   Hierbei wird  die folgende Strombahn gebildet:<B>+</B> Pol,  Widerstand     SRR,    dritter Leiter<B>e,</B> Wicklung  L des Relais     SVR,    Kontakt<B>3,</B> Kontakt<B>5,</B>  <B>-</B> Pol. Die Wicklung L des Relais     SVR   <I>ist</I>  so bemessen,     dass    es den zugehörigen Anker  für diesen Strom anzieht und Haltestrom  erhält über den folgenden Weg.<B>+</B> Pol,  Widerstand P, Kontakt<B>8,</B> Wicklung H des  Relais     SVR,    Kontakt<B>9, -</B> Pol.

   Ferner wer  den die Kontakte<B>1</B> und 4 unterbrochen und  die Kontakte<B>10</B> und<B>11</B> geschlossen, wodurch  die Stromrichtung durch den Fernsprechauto  maten umgekehrt wird, so     dass    folgende      Strombahn entsteht:     +    Pol, Relais<B>A,</B> Kon  takt<B>11,</B> Leitungszweig<B>b,</B> Induktionsspule<B>1,</B>  Gleichrichter L2 in seiner     Durchlassrichtung,     Kontakt<B>D,</B> Leitungszweig a, Kontakt<B>10,</B>  Relais B,<B>-</B> Pol. Das Mikrophon     M    wird  hierdurch stromlos, weil dasselbe mit dein  Gleichrichter     Li    in dessen Sperrichtung reihen  geschaltet und durch den Gleichrichter L2  in dessen     Durchlassrichtung    überbrückt ist.

    Wenn der angerufene Teilnehmer antwortet,  kann also der     Telephonierende    ihn hören aber  nicht mit ihm sprechen, ehe er die Kassier  vorrichtung<B>D</B> betätigt., wodurch der Kon  takt<B>D</B> unterbrochen und der Widerstand<B>B</B>       in    Reihe mit der Leitung eingeschaltet wird.  Der Strom wird dann für einen Moment  reduziert, so     dass    das Relais<B>A</B> seinen Anker       losLässt,    aber das Relais B hält seinen Anker  noch fest. Die folgende Strombahn entsteht  dann:<B>-</B> Pol, Kontakte 12,<B>13</B> und<B>8,</B> Wider  stand P,<B>+</B> Pol.

   Die Wicklung H des Relais       SVR    wird dann kurzgeschlossen, was zur  Folge hat,     dass    das Relais     SYR    seinen Anker       loslässt.    Die Kontakte<B>10</B> und<B>11</B> werden unter  brochen und die Kontakte<B>1</B> und 4 geschlossen,  so     dass    die Stromrichtung durch den     Fern-          sprochautomaten    umgekehrt wird. Das Mikro  phon wird wieder durch Strom     durchflossen,     und der     Telephonierende    kann mit dem ange  rufenen Teilnehmer sprechen.  



       Fig.    2 zeigt schematisch die Schaltungs  weise einer andern Einrichtung nach der  Erfindung. Eine von einer     Telephonistin    oder  durch automatische Wähler hergestellte Ver  bindung ist dargestellt im Moment, ehe der  angerufene Teilnehmer<B>A,</B> A sein     Mikro-          telephon    abhebt. Die Strombahnen zeigen  dann keine Abweichung von einer gewöhn  lichen Gesprächsverbindung.

   Wenn der ange  rufene Teilnehmer sein     Mikrotelephon    abhebt,  wird folgende Strombahn gebildet-.     +   <B>Pol,</B>  eine Wicklung des Relais     BSS,    Leitungszweig  a, angerufener Fernsprechapparat, Leitungs  zweig<B>b,</B> andere Wicklung des Relais     BSS,     <B>-</B> Pol. Das Relais     BSS    wird erregt, wobei  folgende     Strombahn    gebildet wird:<B>+</B> Pol,  Kontakt<B>5,</B> Relais     SVB,    Kontakt<B>6, -</B> Pol.

    Das Relais     SVR    zieht seinen Anker an, die    Kontakte<B>1</B> und 2 werden unterbrochen und  die Kontakte<B>3</B> und 4 geschlossen, was zur  Folge hat,     dass    die Richtung des Stromes  durch den Fernsprechautomaten<B>AS</B> umge  kehrt wird, so     dass    folgende Strombahn     erit-          steht:   <B>+</B> Pol, Relais<B>A,</B> Kontakt<B>3,</B> Leitungs  zweig<B>b,</B> Induktionsspule<B>1,</B> Gleichrichter L2  in seiner     Durchlassrichtung,    Kontakt<B>D,</B> Lei  tungszweig a, Kontakt 4, Relais B,<B>-</B> Pol.  Das Mikrophon M wird also stromlos aus  demselben Grunde, der vorher bei der Ein  richtung nach     Fig.   <B>1</B> erwähnt wurde.

   Der       Telephonierende    kann also den angerufenen  Teilnehmer hören aber nicht mit ihm sprechen,  ehe er seine Kassiervorrichtung betätigt, wo  bei der Kontakt<B>D</B> unterbrochen und der  Widerstand R in Reihe mit der Leitung  eingeschaltet wird. Der Strom wird für einen  Moment herabgesetzt, so     dass    das Relais<B>A</B>  seinen Anker     loslässt,    aber das Relais B bleibt  erregt. Es entsteht dann die folgende Strom  bahn:<B>+</B> Pol, Kontakt<B>7,</B> Kontakt<B>8,</B> Relais       TR,   <B>-</B> Pol. Das Relais     TR    zieht seinen  Anker an und erhält Haltestrom über die  Kontakte<B>10, 11</B> und<B>9,</B> bis beide Teilnehmer  ihre     Mikrotelephone    aufgelegt haben.

   Ferner  unterbricht das Relais     TR    seinen Kontakt<B>6,</B>  was zur Folge hat,     dass    das Relais     SVR          aberregt    wird. Die Kontakte<B>3</B>     und    4 werden  unterbrochen und die Kontakte<B>1</B> und 2 wer  den geschlossen, so     dass    die Stromrichtung  durch den Fernsprechautomaten umgekehrt  wird. Hierbei wird das Mikrophon 111 wieder  stromführend, wie vorbei- beschrieben, und voll  ständige Gesprächsverbindung wird erreicht.  



  In der Beschreibung ist die Art der Gleich  richter nicht näher angegeben. Es dürfte aber  einleuchten,     dass    sowohl Kupfergleichrichter  als auch andere     Metallgleichrichter    verwendet  werden können. Wenn Metallgleichrichter  verwendet werden, sollte man wegen ihrer  unvollkommenen Sperrwirkung einen Gleich  richter in Reihe' mit dem Mikrophon und  einen andern parallel zu dem Mikrophon und  dem damit reihengeschalteten Gleichrichter  schalten.

   Wenn dagegen mehr vollkommene       Gleichriebter    verwendet werden, so genügt  ein einziger Gleichrichter, der dann entweder      in Reihe mit dem Mikrophon oder parallel  zu demselben geschaltet werden kann, wobei  natürlich die     Durchlassrichtung    richtig gewählt  werden     muss.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung in Fernsprechanlagen mit Selbstbelastungseinrichtungen an der Teil nehmerstelle, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere Gleichrichter (Li, L2), derart in den Sprechstromkreis eingeschaltet sind, dass das Sprechmikrophon (M) nur bei einer bestimmten Richtung des Mikrophon- speisestromes wirksam ist, dagegen bei Urn- kehrung der Richtung des Speisestroixies unwirksam gemacht wird.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> EinrichtungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon der Sprechvorrichtung init einem Gleichrichter reihengeschaltet ist, der vor der Umkebrung des Mikrophonspeisestromes den Strom durchlässt aber nach der Umkehrung den Strom absperrt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon der Sprechvorrichtung mit einem Gleichrichter parallelgeschaltet ist, der vor der Um kehrung des Mikrophonspeisestromes den Strom absperrt aber nach der Umkehrung den Strom durchlässt. <B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon der Sprechvorrichtung und ein in Reihe damit geschalteter Gleichrichter zusammen mit einem andern Gleichrichter parallelgeschal tet sind, derart,
    dass der Mikrophonspeise- stroin vor der Umkehrung vom erstgenann ten Gleichrichter durchgelassen und vom letztgenannten Gleichrichter abgesperrt wird, nach der Umkehrung aber abgesperrt, bezw. durchgelassen wird.
CH154961D 1930-03-21 1931-03-20 Einrichtung in solchen Fernsprechanlagen, die Selbstbelastungseinrichtungen an der Teilnehmerstelle aufweisen. CH154961A (de)

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