CH155136A - Elektrischer Antrieb an Rollapparaten mit Gleichstrom-Nebenschlussmotoren. - Google Patents

Elektrischer Antrieb an Rollapparaten mit Gleichstrom-Nebenschlussmotoren.

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CH155136A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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      Elekti4scher        Anti-leb    an Rollapparaten mit     Welebstrom-Nebenschlussmotoren.       Das die Papiermaschine mit konstanter  Geschwindigkeit verlassende Papier     muss     fortlaufend in Rollen aufgewickelt werden.  Hierzu dienen vorwiegend Rollstangen oder       sogenannte    Tamboure, die am Ende der Pa  piermaschine in dem     sogenannten        Rollständer     übereinander gelagert sind. Wenn die jeweils  aufwickelnde Rolle einen bestimmten Durch  messer erreicht hat, wird die Papierbahn ab  gerissen und auf eine andere, leere     Rollstange     übergeführt.  



  Bisher wurde der Antrieb der Roll  stangen fast allgemein von der vorhandenen       Papiermaschinentransmission    abgeleitet. Ver  einzelt ist jedoch auch elektrischer Einzel  antrieb ausgeführt worden. Allgemeine Ein  führung hat der elektrische Einzelantrieb  bisher noch nicht erlangt, weil seiner  Durchführung verschiedene Schwierigkeiten,  die in der Betriebsweise der Rollapparate be  gründet sind, entgegenstehen.  



  Um festgewickelte Rollen zu erhalten,       muss    nämlich das Papier mit einer bestimm-         ten    Zugspannung, die sich jeweils nach Art  und Beschaffenheit des     Papieres    zu richten  hat, aufgewickelt werden. Die Zugspannung  darf aber bestimmte     Höclistwerte    nicht über  schreiten, damit die Papierbahn nicht ab  reisst.

   Erschwert wird diese Bedingung da  durch,     dass    während des     Aufrollvorganges     der Rollendurchmesser beständig anwächst  und die Drehzahl der Rollen dementspre  chend vermindert werden     muss.    Da bei kon  stanter Papierspannung das erforderliche An  triebsdrehmoment proportional dem     Rollen-          durclimesser    geradlinig ansteigt,     muss    der  Drehzahlverlauf einer gleichseitigen Hyper  bel folgen, das heisst mit zunehmendem Rol  lendurchmesser     muss    die Drehzahl entspre  chend vermindert werden.

   Werden diese Be  dingungen eingehalten, so ist die erforder  liche Antriebsleistung während des ganzen  <B>7</B>       AufrollvoreTanzes    konstant. Hieraus ergibt  sich,     dass    sich der     Gleichstrom-Nebenschluss-          motor    mit     Feldregeluno,    zum Einzelantrieb  <B>C</B>  solcher Rollapparate im besonderen Masse  eignet.      Rollapparate mit Einzelantrieb der     Wik--          kelachsen    durch<B>je</B> einen besonderen     Gleich-          strom-Nebenschlussmotor    sind bereits bekannt  geworden. Die Drehzahlregelung wurde da  bei in verschiedener Weise durchgeführt.

   So  zum Beispiel ist es bekannt, einen     drellbar     gelagerten     Fühlhebel    anzuordnen, dessen  eines freie Ende eine Laufrolle trägt, die an  der aufwickelnden Rolle anliegt und mit zu  nehmendem Rollendurchmesser die Winkel-.       lage    des     Fühlhebels        zwangläufig    ändert.

    Diese     Dreilbewegung    des     Fühlhebels    wird  auf einen Feldregler übertragen, der die  Drehzahl des Antriebsmotors dem     veränder-          liehen        Rollendurchmesser        anpasst.    Diese  Regelung hat jedoch den Nachteil,     dass    die  erforderliche Übereinstimmung zwischen     Rol-          lendurellmesser    und Motordrehzahl, bedingt  durch     Reglerausschlag    und Regelbereich, nur  schwer zu erzielen ist.

   Bei dieser starren  mechanischen Abhängigkeit zwischen Rol  lendurchmesser und Motordrehzahl besteht  die Gefahr,     dass    die Papierbahn leicht über  beansprucht wird. Daher ist es erforderlich,       dass    die Bedienung während des     Aufrollens     die Belastung des Antriebsmotors ständig be  obachtet und öfter ausgleichend eingreift.  Einen Anhalt hierzu bietet der an den An  triebsmotor angeschlossene Strommesser.  



  Vorteilhafter als die starre mechanische  Abhängigkeit zwischen Rollendurchmesser  und<U>Regelung</U> des Antriebsmotors ist die be  lastungsabhängige elektrische     _Regelung    der  Motoren zum Antrieb der Wickelachsen.  Eine derartige Regelung     lässt    sich bei Ver  wendung von     Gleichstrom-Nebensehlussmoto-          ren    leicht durchführen, weil, wie im vorher  gehenden dargelegt wurde, die Leitung wäh  rend des     Aufrollvorganges    bei konstantem  Papierzug ebenfalls konstant ist.

   Es sind  auch bereits Einrichtungen bekannt     gewerden,     welche die Feldregler der     Antriebsmotcren    in  Abhängigkeit von der Ankerstromstärke der  Motoren selbsttätig derart steuern,     dass    die  Ankerstromstärke konstant bleibt. Eine nen  nenswerte Aufnahme in die Praxis haben  diese     Reglereinrichtungen    bisher jedoch nicht  finden können, weil verschiedene, im Wesen    dieser Regelung begründete Nachteile die Be  dienung erschweren, und zwar liegt die  Schwierigkeit bei der belastungsabhängigen  Regelung darin,     dass    beim Reissen der Papier  bahn der betreffende Antriebsmotor plötzlich  entlastet wird.

   Der selbsttätige Regler sucht  dabei durch Beschleunigung des Antriebs  motors dessen Belastung wieder zu erhöhen.  Da aber die Zugspannung der Papierbahn  nicht mehr vorhanden ist, wird der Motor bis  zu seiner höchsten Drehzahl beschleunigt.  Das     Wiederaufführen    der Papierbahn auf die  aufwickelnde Rolle ist dabei äusserst er  schwert oder unmöglich. Um das     Wiederauf-          führen    der Papierbahn zu ermöglichen,     -muss     in solchem Falle der selbsttätige Regler ab  geschaltet und die Drehzahl des Antriebs  motors wieder auf diejenige zurückgeführt  werden, die vor dem Abreissen des     Papieres     bestand.

   Weil jedoch die Bedienung die vor  herige     Reglerstellung    nicht kennt, ist das  Einstellen der zur Wiederaufführung erfor  derlichen Drehzahl sehr erschwert.  



  Diese Schwierigkeit wird erfindungs  gemäss dadurch behoben,     dass.    die Regelvor  richtung von einem Stromwächter überwacht  ist, welcher bei     Unterschreitung    einer be  stimmten Stromstärke im Antriebsmotor die       Regelvorrichtung    unwirksam macht. Für  sämtliche     Einzelantriebsmotoren    der Wickel  achsen eines Rollapparates kann ein gemein  samer selbsttätiger     Feldregier    verwendet  sein.  



  Ein     Ausführun-usbeis-Piel    der Erfindung  ist in der Zeichnung dargestellt. Die Anker  I und I' der     Einzelantriebsmotoren    der  Wickelachsen werden von dem Kraftnetz     Pl          Ni    mit Gleichstrom veränderlicher Spannung  gespeist und die     Feldwichlungen        II    und<B>11'</B>  von dem Gleichstromnetz P2<B>N2</B> mit konstan  ter Spannung erregt.

   An das Kraftnetz     Pi          Ni    sind der     Papiermaschinenmotor    (bei     Ein-          motorenantrieb    der Papiermaschine) oder die       Teilantriebsmotoren    der einzelnen Gruppen  der Papiermaschine (bei     Mehrmotorenantrieb)     angeschlossen.

   Wenn durch Änderung der  Spannung des Kraftnetzes     Pl        N:i    die     Ge-          t3              scb.windigkeit    der Papiermaschine anders ein  gestellt wird, so folgt auch die Geschwindig  keit der Rollenmotoren I     und    I' dieser Ge  schwindigkeitsänderung in gleichem Masse.

    Die Anpassung     der    Drehzahl der     Rolien-          motoren    I und I' an die Veränderlichkeit des  Rollendurchmessers erfolgt durch Feldrege  lung mittelst des Reglers     VIII.    Dieser wird  in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit  von der Ankerstromstärke der Motoren I oder       I'    selbsttätig gesteuert, zum Beispiel wie dar  gestellt, durch einen kleinen     Verstellmotor     IX, der durch einen selbsttätigen Schaltappa  rat     XII,    nach Erfordernis für Rechts- oder       Linkslauf,    geschaltet wird.

   Der     Sc'haltappa-          rat        XII    hat die Aufgabe, die Stromstärke der  Rollenmotoren I und     I'    zu überwachen. Die  Magnetspule dieses Apparates ist unter     Vor-          schaltung    eines kleinen Einstellwiderstandes  an den     Messwiderstand    X oder X! angeschlos  sen und erregt den Steuermagneten so,     dass    er  bei der jeweils vorgeschriebenen Belastung  des Rollenmotors in Gleichgewichtslage ist.

    Weicht die Belastung des Rollenmotors vom  Sollwert ab, so schliesst der Schalter     XII    den  Kontakt<B>11</B> oder 12, bis durch entsprechende  Verstellung des Feldreglers     VIII    die vor  geschriebene Belastung wieder erreicht ist.  



  An die     Messwiderstände    X und X' ist zu  gleich die Spule<B>7, 8</B> des Stromwächters XI  angeschlossen. Bei normalem Betrieb ist der  Kontakt P2-10, geschlossen. Wenn die Pa  pierbahn reisst, so tritt an dem Motor I     bezw.          I'    eine plötzliche Entlastung auf. Dabei fällt  der Stromwächter XI ab und durch das<B>Öff-</B>  nen seiner Kontakte     P2-10    wird der Steuer  strom des selbsttätigen Feldreglers     VIII     plötzlich unterbrochen. Dadurch wird er  reicht,     dass    dieser Regler seine jeweilige Stel  lung und dadurch auch der Motor I oder F  seine Drehzahl unverändert beibehält.

   Das       Wiederaufführen    der Papierbahn bereitet da  her keine Schwierigkeiten. Gewöhnlich wird  beim     Wiederaufführen    die Papierbahn mehr  oder weniger     durchhängen.    Der     Durchhang          lässt    sich einfach beheben, indem die Bedie  nung nach dem Aufführen der     Papierbaltn     auf die aufwickelnde Rolle den Feldregler         VIII    von Hand etwas nachstellt und dadurch  den Motor I oder<B>I'</B> so weit beschleunigt, bis  die Papierbahn wieder gestrafft ist.

   Sobald  sieh die Belastung des Motors I oder I' wie  der dem normalen Wert nähert, schliesst sieh  selbsttätig der Stromwächter XI und dieser  schaltet somit die selbsttätige Regelung     wie-          ZD     der ein.  



  Für sämtliche Antriebsmotoren der     Wik-          kelachsen    eines Rollapparates ist eine einzige  gemeinsame Regeleinrichtung verwendet.     Von     diesen Motoren ist meist jeweils nur derjenige  in Betrieb, der die aufwickelnde Wickelachse  antreibt. Wenn der Durchmesser der jeweils  aufwickelnden Rolle, zum Beispiel Rolle I,  den vorgeschriebenen Endwert erreicht, wird,  bevor die Papierbahn abgerissen und auf eine  der andern leeren Rollen, zum Beispiel Rolle       I',    aufgeführt wird, zunächst der Motor<B>I'</B>  mit vollem Feld angelassen.

   Die     Übersellal-          tung    der Regeleinrichtung von Motor<B>1</B> auf  den Motor<B>I'</B> erfolgt durch den von Hand zu  bedienenden     Umselialter        Vl.    Ist die Papier  bahn von Rolle<B>1</B> auf Rolle<B>I'</B> übergeführt  worden, so legt die Bedienung den Umschal  ter     VI    nach rechts, so     dass    dessen Kontakte  <B>P2-5'</B> geschlossen werden.

   Dadurch schliesst  sich das     Sehütz        VII',    das den Regler     VIII    an  das Feld     H'    des Motors<B>I'</B> und die Magnet  spule des Schaltapparates     XII    und des Strom  wächters XI an den     Messwiderstand    X' legt.  Da die Rolle<B>I'</B> noch ihren kleinsten Durch  messer hat,     muss    der Motor<B>I'</B> mit höchster  Drehzahl laufen. Die selbsttätige Regelung  ist zunächst ausser Wirkung, denn, weil die  Papierbahn noch nicht gestrafft und daher  der Motor I' noch nicht normal belastet ist,  ist der Kontakt     P2-10    des Stromwächters  XI geöffnet.

   Um den Motor I' auf     erforder-          liell    hohe Drehzahl zu beschleunigen, verstellt  die Bedienung den Feldregler     VIII    im     er-          forderliehen    Masse von Hand. Durch die Be  schleunigung des Motors<B>1</B> wird das durch  hängende Papier aufgewickelt. In dem Masse,  wie dann die Zugspannung der Papierbahn  ansteigt, erhöht sich auch die Stromauf  nahme des bisher nahezu leerlaufenden Mo  tors<B>1.</B> Sobald eine gewisse Mindeststrom-      stärke erreicht ist, schliesst der     Stromwäcliter     XI den Kontakt     P2-10    und schaltet somit  die selbsttätige Regelung ein.

   Ist es wäh  rend des Betriebes aus irgend einem Grunde  erforderlich, den Motor zum Beispiel mittelst  Druckknopfes     V'    plötzlich     stillzusetzen,    so  wird durch den     Hilfskontakt   <B>W,</B> 4' des  Schützes IV' der     Stenerstrom    des     Sellützes          VII'    unterbrochen und damit auch die selbst  tätige Regelung abgeschaltet.  



  Die vorstehend beschriebene Einrichtung  ist, wie leicht zu ersehen ist, bedeutend ein  facher, als wenn für jeden der Antriebs  motoren ein besonderer Regler verwendet  wird. Die dargestellte selbsttätige Schaltung  vereinfacht die Bedienung und erhöht die  Betriebssicherheit. Diese ist ohne weiteres  auch für andere Rollapparate verwendbar, die  unter ähnlichen Bedingungen arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Elektrischer Antrieb an Rollapparaten mit Gleichstrom-Nebenschlussmotoren, bei welchem die Drehzahl der Motoren in<B>Ab-</B> hängigkeit von ihrer Ankerstromstärke selbsttätig geregelt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die Regelvorrichtung von einem Stromwächter überwacht ist, welcher bei Unterschreitung einer bestimmten Strom stärke im Antriebsmotor die Re-elvorriell- tz tung unwirksam macht.
    <B>UNTERANSPRUCH:</B> Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für sämtliche zu dem Rollapparat gehörigen Antriebsmotoren ein gemeinsamer Regelapparat vorhanden ist, der beim Rollenwechsel von dem Motor der voll gewickelten Rolle auf den der neu aufzu wickelnden Rolle übergeschaltet werden kann.
CH155136D 1930-06-17 1931-06-02 Elektrischer Antrieb an Rollapparaten mit Gleichstrom-Nebenschlussmotoren. CH155136A (de)

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