CH155238A - Maschinensatz für Spitzenkraftwerke. - Google Patents
Maschinensatz für Spitzenkraftwerke.Info
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Description
Nasehinensatz für Spitzenja-aftwer-ke. Zur Deckung der Spitzenleistung von Kraftwerken werden Hilfskraftwerke benutzt, die bei starker Netzbelastung Energie in das vom Hauptkraftwerk gespeiste Netz liefern, anderseits aber überschüssige Energie aus dein Netz in Arbeit umwandeln. Handelt es sich dabei um Wasserkraftwerke, so ordnet man dem Spitzenkraftwerk eine Pumpen anlage zu, durch die, Wasser aus einem untern Wasserbecken, z. B. dem Saaimel- hecken, für das in der Turbine verbrauchte Wasser in ein oberes Staubecken gefördert wird.
Besitzt nun zum Beispiel das untere Wasserbecken mit Rücksicht auf die ört- liehen Platzverhältnisse eine grosse Tiefe bei geringer Breite und Länge, so ergeben sich <B>je</B> nach den Wasserverhältnissen in weiten Grenzen veränderliche Förderhöhen für die Pumpe und damit die Notwendigkeit, die Drehzahl der Pumpe verändern zu müssen.
Werden die Pumpen durch eigene Motoren angetrieben, so ist dies durch Wahl der Motoren, z. B. -als Kollektormotoren, Asyn- ehronmotoren mit Seherbiusmaschinen etc- leicht zu erfüllen. Anordnungen dieser Art sind jedoch teuer, und es ist einfacher, die Pumpen durch die Generatoren des Spitzen kraftwerkes als Motoren anzutreiben. Bei Verwendung von asynchronen Generatoren im Kraftwerk ist eine Tourenregulierung bei Benutzung der Generatoren als Motoren durch Hintermaschine oder durch Polumschaltung möglich.
Dadurch entsteht aber eine sehr unerwünschte Komplikation und eine wesent liche Verteuerung der Anlage infolge der erforderlichen Hilfsmaschinen und Steuer apparate.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Maschinensatz für Spitzenkraftwerke, be stehend aus einer Turbine, einer von dieser angetriebenen Synchronmasebine und einer Pumpe, wobei die Synchronmaschine wahl weise sowohl von der Turbine getrieben als Generator auf das Netz arbeiten, als auch ans dem Netz gespeist als Motor die Pumpe antreiben kann und wobei erfindungsgernäss eine zweite Synchronmaschine mit der Welle des Maschinensatzes gekuppelt ist oder werden kann, die ebenfalls zum Antrieb der Pumpe bestimmt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel derErfindung scheixiatisch dargestellt. T ist die Turbine des Spitzenkraftwerkes und<B>0</B> der Synchrongenerator, der das vom Hauptkraftwerk gespeiste # Netz zusätzlich speist. P ist die Pumpe und #H die zusätz liche Synchronmaschine. Zwischen Generator G und Pumpe, P, sowie Hilfsmotor 31 sind während des Betriebes ausrückbare, z. B.
magnetische, Kupplungen a und<B>b</B> vorgesehen. Der Motor M besitzt eine grössere Polzahl als der Grenerator <B>G,</B> so dass seine Drehzahl kleiner wird als die des Generators<B>G</B> und er infolgedessen für eine kleinere Leistung zu bemessen ist. Je nachdem, ob nun die Pumpe durch den Motor M oder den Gene rator<B>G</B> als Motor angetrieben wird, erhält sie verschiedene Geschwindigkeit.
Bei Ver wendung des Maschinensiatzes für den Gerie- ratorbetrieb, <B>d.</B> h. zur Deckung von Spitzen leistung kann der Motor M bei Verwendung lösbarer Kupplungen als Phasenschieber leer mitlaufen, so dass der Gerierator kleiner be messen werden kann. Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Für den Betrieb der Synchronmaschine<B>G</B> als Generator,<B>d.</B> h. zur Deckung der Spitzen leistung des Netzes wird die Turbine T an gelassen, der Syrichronmotor M mit dem Netz parallel geschaltet, und die magnetischen Kupplungen a und<B>b</B> werden gelöst.
Beim Hoehfahren der Turbine und nach dem Paral- lelschalten des Generators<B>G</B> an das Netz läuft der vom Netz gespeiste Motor M als Phasenschieber leer mit. Soll der Synchron motor _H zum Antrieb der Pumpe P für kleine Förderhöhen benutzt werden, so wird die Turbine nach dem Parallelschalten des Synehronmotors IV an das Netz stillgesetzt, wobei die Kupplung<B>b</B> zwischen Generator und Pumpe gebst wird.
Es besteht au(-h die Möglichkeit, bei laufender Turbine den Generator parallel an das Netz zu schalten und als Phasenschieber zu benutzen. Um fin letzteren Falle die Pumpe<B>für</B> eine grössere Förderhöhe mit grösserer Drehzahl und Lei stung zu betreiben, braucht dann nur die Kupplung a gelöst und die Kupplung b ge schlossen zu werden. Der (x'erierator <B>G</B> treibt dann als Motor die Pumpe P an. Der Motor .M läuft nun wieder als Phasenschieber leer mit.
Es kann unter gewissen Umständen zweck mässig sein, die beiden Synchronmaschinen dauernd durch starre oder elastische Kupp lungen untereinander und mit der Pumpe zu verbinden, wobei jeweils nur eine Synchron maschine elektrisch in Betrieb ist, während die zweite zur Erhöhung der Schwungmasse des Maschinensatzes ausgenutzt #vird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII: Maschinensatz für Spitzenkraftwerke, be stehend aus mindestens einer Turbine, min destens einer von dieser angetriebenen Syn chronmaschine und mindestens einer Pumpe, wobei die Synchronmaschine wahlweise so wohl von der Turbine getrieben als Genera tor auf das Netz arbeite-n, als auch aus dem Netz gespeist als Motor die Pumpe antreiben kann, gekennzeichnet durch eine zusätzliche, mit der Welle des Mascliiiiensatzes gekup- pelte oder kuppelbare, ebenfalls zum Antrieb der Pumpe bestimmte Synchronmaschine,deren Polzabl verschieden ist von derjenigen der übrigen Synchronmaschinen, so dass für den Motorbetrieb bei einer gegebenen Netz frequenz mit zwei, entsprechend den Pol zahlen der Maschinen voneinander verschie denen Drehzahlen der Betrieb geführt und so eine bessere Ausnutzung der Turbinen oder Pumpen bei wechselndem Wassergefälle ei-reicht werden kann.UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Maschinensatz nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit der Welle des Maschinensatzes kuppelbare zusätzliche Synchronmaschine eine grössere Polzahl besitzt als die von der Turbine angetriebene Synchronmaschine und in- folgedessen nur für kleinere Leistung be messen ist. 2. Maschinensatz nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe des Maschinensatzes mit der als Generator dienenden Synchron maschine und der zusätzlichen Synchron maschine durch während des Betriebes lösbare Kupplungen verbunden ist.<B>3.</B> Maschinensatz nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Syn chronmaschinen dauernd durch starre oder elastische Kupplungen untereinander und mit der Pumpe verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE155238X | 1930-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH155238A true CH155238A (de) | 1932-06-15 |
Family
ID=5676896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH155238D CH155238A (de) | 1930-02-21 | 1931-02-06 | Maschinensatz für Spitzenkraftwerke. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH155238A (de) |
-
1931
- 1931-02-06 CH CH155238D patent/CH155238A/de unknown
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