CH155240A - Verfahren zur Verbindung der Einzelteile elektrischer Isolatoren. - Google Patents

Verfahren zur Verbindung der Einzelteile elektrischer Isolatoren.

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CH155240A
CH155240A CH155240DA CH155240A CH 155240 A CH155240 A CH 155240A CH 155240D A CH155240D A CH 155240DA CH 155240 A CH155240 A CH 155240A
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Hermsdorf-Schomburg-Isolator H
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Hermsdorf Schomburg Isolatoren
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  Verfahren     zur    Verbindung der Einzelteile elektrischer     Isolatoren.       Beim Zusammenbau von Isolatoren, also  z. B. der     Isolatorkörper    mit der Stütze oder  der Einzelteile mehrteiliger Isolatoren durch  einen     Faserstoffwickel,    z. B.     Harifwickel,    ist  es nachteilig, dass der     Hanfwickel    zwar ge  nügend elastisch ist, jedoch nicht die häufig  erforderliche Festigkeit hat und atmosphä  rischen Einflüssen unterliegt. Letztere hat  man schon dadurch zu beseitigen versucht,  dass der     Hanfwickel    bestrichen wurde mit  einer Lösung von Leinöl oder -Leinöl in Ver  bindung mit Mennige.

   Hierdurch wird der  Hanf vor den atmosphärischen Einflüssen  mehr oder weniger geschützt, und es wird  auch eine Verfestigung des Wickels in sich  erreicht. Diese Verfestigung genügt jedoch  nicht den in vielen Fällen auftretenden Be  anspruchungen.  



       Erfindungsgemäss    wird deshalb die Ver  bindung' der Einzelteile elektrischer Isola  toren mit Hilfe eines     Faserstoffwickels    in  der Weise vorgenommen, dass der Wickel    mit     härtbarem        Kunstharz    durchsetzt und  dieses dann durch Wärme unlöslich und     un-          schmelzbar    gemacht wird.

   Hierdurch ergibt  sich nach der     Überführung    des Kunstharzes  in seine höhere Form, d. h. also, nachdem  es unlöslich und     unschmelzbar    gemacht ist,  ein Zwischenkörper zwischen den zu verbin  denden Teilen     (Isolator    und Stütze, oder die  Einzelglocken des Isolators, oder ineinander  gesteckte Rohre für elektrische Durchfüh  rungen, der grosse Festigkeit hat, elastisch  ist und den atmosphärischen     Einflüssen    wider  steht. Das Verfahren kann in verschiedener  Weise durchgeführt werden. Beispielsweise  können zur     Durchsetzung    des Faserstoff  wickels, wie z. B. eines     Hanfwickels,    Kunst  harz in gelöster Form, z.

   B. gelöst in Aceton  oder Alkohol oder andern geeigneten Lö  sungsmitteln oder Lösungen, die unter dem  Handelsnamen     Margalit    oder     Midosit    bekannt  sind, Verwendung finden. Der     Hanfwickel     kann mit einer solchen Lösung getränkt      werden, entweder nachdem er fertig aufge  wickelt ist oder indem beim Aufwickeln  zwischen die einzelnen Lagen fortwährend  etwas von der Flüssigkeit gebracht wird.

    Nachdem die Teile     aufeinandergesetzt    sind,  wonach unter Umständen noch von den freien  Stirnflächen her eine weitere     Tränkung    er  folgen kann, gegebenenfalls unter Druck, um  etwa noch verbliebene Hohlräume mit dem       Tränkungsmittel    auszufüllen, kann der ganze  Isolator in einen     Wärmeofen    gebracht werden,  in dem durch Anwendung der entsprechenden  Temperatur das Kunstharz in seine höhere  Stufe übergeführt, d. h. unlöslich und     un-          schmelzbar    gemacht wird. Die zusätzliche       Tränkung    von den Stirnseiten her ergibt  nebenbei einen guten     Feuchtigkeitsabschluss.     



  <B>Nun</B> kann man aber auch das Kunstharz,  zum Beispiel das unter dem Namen Bakelit be  kannte, in Pulverform verwenden, dieses  beim Aufwickeln der     Hanfschicht        fortwährend     zwischen die einzelnen Lagen streuen, u. U.  nach     Bestreichung    der Lagen mit einem ge  eigneten Klebstoff, oder mit     Margalit,    und  alsdann den fertig zusammengebauten Kör  per wieder in einen     Wärmeofen    bringen, um  ihn den zur Überführung des Kunstharzes in  die höhere Stufe erforderlichen Temperatur  während der nötigen Zeitdauer auszusetzen.  



  Eine derartige, von Kunstharz durchsetzte       Hanfschicht    als Verbindungselement zwischen  den Einzelteilen von Isolatoren beliebiger Art  weist sehr grosse Festigkeit auf, viel grösser,  als sie durch den     Hanfwickel    allein oder  durch einen mit Leinöl oder mit Leinöl und  Mennige behandelten     Hanfwickel    zu erzielen  ist.

   Wenn beispielsweise bei einem bestimm  ten     Stützenisolator    bei normaler     Aufhanfung     mit Leinöl und Mennige die erreichte Zug  festigkeit 1000 kg beträgt, so beträgt sie  unter den gleichen Verhältnissen bei dem  selben Isolator bei Verwendung von     Margalit     <B>1500</B> kg, und bei der Verwendung von Bakelit  sogar 3600 kg, wie eingehende Versuche ge  zeigt haben. Bakelit ergibt also eine noch  viel grössere Festigkeit als     Margalit,    ist aber  entsprechend teurer, so dass es in erster    Linie für Sonderausführungen praktisch in  Frage kommen dürfte.  



  Es sei bemerkt, dass     Kunstharz    zur Be  festigung des Klöppels in Hängeisolatoren  schon vorgeschlagen wurde. Nach diesem  Vorschlag sollte aber das Kunstharz allein,  nicht, wie nach der Erfindung, in einen     Fa-          serstoffwickel    eingeführt, Verwendung finden.  Auch ist schon vorgeschlagen worden, den       Hanfwickel    zur Befestigung von Isolatoren  auf der Stütze neben der     Bestreichung    mit  Leinöl und Mennige mit Kolophonium zu  bestreuen. Aber hierdurch lässt sich die  Festigkeit längst nicht so erhöhen wie nach  der Erfindung.  



  Die Erfindung ist anwendbar auf Isola  toren aller Art, z. B.     Stützenisolatoren,    Mehr  rohrdurchführungen oder sonstige Isolator  kombinationen.  



  Anstatt des Hanfs kann selbstverständlich  auch ein anderes ähnliches Fasermaterial  Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbindung der Einzelteile elektrischer Isolatoren mit Hilfe eines Faser stoffwickels, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoffwickel mit härtbarem Kunstharz durchsetzt und dieses durch Wärme unlöslich und unschmelzbar gemacht wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstharz dem Faserstoffwickel nach dem Aufwickeln dieses auf einen der miteinander zu ver. bindenden Isolatorteile in Form einer Lö sung zugeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoffwiekel während des Aufwickelns Lage für Lage mit Kunstharzlösung getränkt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während des Ruf- wickelns des Faserstoffwickels Kunstharz in Pulverform in die einzelnen Lagen ein gestreut wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchsetzung des Faserstoffwickels mit Kunstharz und Aufeinandersetzen der Einzelteile der Iso latoren der Faserstoffwickel von der frei liegenden Stirnkante her noch zusätzlich mit Kunstharzlösung getränkt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchsetzung des Faserstoffwickels mit Kunstharz und Aufeinandersetzen der Einzelteile der Isola toren der Faserstoffwickel von der frei liegenden Stirnkante her noch zusätzlich mit Kunstharzlösung unter Druck ge tränkt wird.
CH155240D 1930-02-07 1931-02-04 Verfahren zur Verbindung der Einzelteile elektrischer Isolatoren. CH155240A (de)

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CH155240D CH155240A (de) 1930-02-07 1931-02-04 Verfahren zur Verbindung der Einzelteile elektrischer Isolatoren.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939701C (de) * 1938-03-27 1956-03-01 Siemens Ag Stuetzisolator fuer Hochspannungsleitungen oder Hochspannungsgeraete
DE1088122B (de) * 1953-02-12 1960-09-01 Hans Ritz Dr Ing Insbesondere aus keramischem Material oder aus Glas bestehender Isolierkoerper, der an seinem aeusseren Umfang mit einer ihn umgreifenden, metallenen Armatur durch ein urspruenglich fliessfaehiges, isolierendes und erhaertendes Verbindungsmittel, vorzugsweise Giessharz, verbunden ist

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DE939701C (de) * 1938-03-27 1956-03-01 Siemens Ag Stuetzisolator fuer Hochspannungsleitungen oder Hochspannungsgeraete
DE1088122B (de) * 1953-02-12 1960-09-01 Hans Ritz Dr Ing Insbesondere aus keramischem Material oder aus Glas bestehender Isolierkoerper, der an seinem aeusseren Umfang mit einer ihn umgreifenden, metallenen Armatur durch ein urspruenglich fliessfaehiges, isolierendes und erhaertendes Verbindungsmittel, vorzugsweise Giessharz, verbunden ist

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