Verfahren zur Herstellung leichter und poröser Baukörper. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung leichter und poröser Baukörper, zum Beispiel Mauersteine, Plat ten, Deckensteine, Dachsteine, Bodenbeläge ete. Als Grundmasse für die Steine wird eine Mischung von Ton mit Leichtbaustoffen benutzt, und zwar derart, dass eine Mischung von einem Gewichtsteil Ton und 1 bis 2 Gewichtsteilen Leichtbaustoff verformt, ge trocknet und bei einer Temperatur gebrannt wird, die nicht über dem Schmelzpunkt des verwendeten Leichtbaustoffes liegt.
Zur Er zielung eines festen Steines ist es ferner vor teilhaft, für den Leichtbaustoff eine be stimmte Korngrössenzusammensetzung zu wählen, und zwar sollte eine Körnung über 5 mm überhaupt nicht verwendet werden; anderseits sollen zweckmässigerweise die An teile unter 1 mm Korngrösse nicht mehr als 40% der gesamten Menge an verwendetem Leichtbaustoff betragen, da sonst eine zu starke Schwindung des Steines beim Brennen auftritt. Die aus einer Mischung von Bimsstein und Ton hergestellten Steine haben ein ge ringes Gewicht und trotzdem eine Druck festigkeit bis über :100 kg/cm'.
Soll die Po rosität der Steine gesteigert und das Ge wicht - allerdings auf Kosten der Druck festigkeit - weiter vermindert werden, so empfiehlt es sich, der Mischung vor der Ver formung einen festen Füllstoff zuzusetzen, der möglichst vollständig verbrennbar ist, zum Beispiel Sägemehl, Torf, Kohle oder Koks. Als besonders brauchbarer und preis werter Füllstoff hat sich der Abrieb von Braunkohlenbriketts erwiesen, in einer Korn grösse unter 3 mm, mit dessen Hilfe Porosi- täten der fertig gebrannten Steine bis an nähernd<B>70%</B> und Raumgewichte bis unter 1,0 erreicht wurden.
Die Aufbereitung der Bestandteile kann nass oder trocken erfolgen. Die Herstellung der Formmenge erfolgt in der bei Kunst steinen üblichen Weise vorzüglich durch maschinell betriebene Pressen. Das Brennen erfolgt in Setzöfen, noch besser in Tunnel öfen, wie sie in der Industrie feuerfester Steine seit langem verwendet werden. Die Brenntemperatur richtet sich nach dem Schmelzpunkt der Leichtbaustoffe, den sie nicht überschreiten sollte. Die Wärmeleit fähigkeit der so hergestellten Steine ist ge ringer als die der verwendeten Leichtbau stoffe. Auch die Schalldurchlässigkeit ist gering, so dass die Steine besonders geeignet sind für die Herstellung freitragender Wände und die Herstellung nichttragender Wände in Skelettbauten.
Die fertigen Er zeugnisse sind auch säure- und wetterbestän dig, und die hygroskopischen Eigenschaften der Leichtbaustoffe, insbesondere des Bims steines, sind durch das Brennen verloren ge gangen. Als Leichtbaustoffe können ver wendet werden, in erster Linie Bimsstein, aber auch Schlacke, Hochofenschaum- schlacke, Lava, Gasbeton, Kieselgur.
<I>Beispiel 1:</I> Es wurde eine Mischung verwendet, die folgende Bestandteile enthielt: 40% Ton (Abraum-Ton), <B>60%</B> Bimsstein (Körnung bis zu 5 mm). Der Ton wurde in getrocknetem, gemah lenem Zustande in den Mörtelmischer ge geben, der Bimsstein vor der Zugabe etwas angenässt, damit an jedem Bimssteinteilchen eine genügende Menge Ton haften blieb. Die aus dem Mörtelmischer entnommene Mi schung wurde in üblicher Weise mit Wasser angemacht und mit der Strangpresse ver formt. Die Formlinge wurden bei<B>1.10'</B> C getrocknet und bei<B>1000'</B> C in einem Kammerofen gebrannt (der Schmelzpunkt des Bimssteines lag bei 1100 C).
Die Steine hatten eine Druckfestigkeit von über 100 kg/cm' und ein Raumgewicht von 1,3. <I>Beispiel 2:</I> Es wurde folgende Mischung verwendet: 30 % Ton, 45 % Bimsstein (Körnung bis zu 5 mm), 215 % Braunkohlenbrikettabrieb. Es wurde zunächst ein Tonbrei hergestellt und diesem der Brikettabrieb zugegeben. Nach gründlicher Vermengung wurde diese Vormischung zusammen mit dem trockenen Bimsstein in den Einrich-Mischer gegeben. Nach etwa fünf Minuten war die Masse so weit durchgearbeitet, dass sie von Hand aus verformt werden konnte.
Das Brennen der Steine geschah im Tunnelofen; der Braun kohlenbrikettzusatz hatte einerseits den Zweck, durch sein Herausbrennen aus dem Stein in diesem geschlossene Poren zu bil den, anderseits sollte durch die Verbren nungswärme der Braunkohle ein Teil der zum Brennen der Steine notwendigen Wärme gedeckt werden. Die auf diese Weise her gestellten Steine zeigten Porositäten von etwa<B>60%,</B> Druckfestigkeiten von etwa 10 kg/cm' und ein Raumgewicht von 1,0.
Process for the production of light and porous structures. The invention relates to a process for the production of lightweight and porous structures, for example bricks, plat th, ceiling tiles, roof tiles, floor coverings ete. A mixture of clay and lightweight building materials is used as the base material for the stones, in such a way that a mixture of one part by weight of clay and 1 to 2 parts by weight of lightweight building material is deformed, dried and fired at a temperature that is not above the melting point of the lightweight building material used lies.
In order to achieve a solid stone, it is also advantageous to choose a certain grain size composition for the lightweight construction material, and a grain size over 5 mm should not be used at all; on the other hand, the parts below 1 mm grain size should not be more than 40% of the total amount of lightweight building material used, otherwise the stone will shrink too much during burning. The stones made from a mixture of pumice stone and clay have a low weight and still have a compressive strength of over: 100 kg / cm '.
If the porosity of the stones is to be increased and the weight to be further reduced - albeit at the expense of compressive strength - it is advisable to add a solid filler to the mixture before deformation that is as completely combustible as possible, e.g. sawdust, peat , Coal or coke. Abrasion from lignite briquettes with a grain size of less than 3 mm has proven to be a particularly useful and inexpensive filler, with the help of which the porosity of the finished bricks is almost 70% and density is less than 1 , 0 were reached.
The components can be prepared wet or dry. The production of the mold quantity takes place in the usual way with art stones, especially by machine-operated presses. The firing takes place in setting ovens, even better in tunnel ovens, as they have long been used in the refractory brick industry. The firing temperature depends on the melting point of the lightweight building materials, which it should not exceed. The thermal conductivity of the stones produced in this way is lower than that of the lightweight construction materials used. The sound permeability is also low, so that the stones are particularly suitable for the production of self-supporting walls and the production of non-supporting walls in skeleton structures.
The finished products are also acid- and weather-resistant, and the hygroscopic properties of the lightweight building materials, especially the pumice stone, are lost through the burning process. The lightweight construction materials that can be used are primarily pumice stone, but also slag, blast furnace foam slag, lava, aerated concrete, kieselguhr.
<I> Example 1: </I> A mixture was used which contained the following components: 40% clay (overburden clay), <B> 60% </B> pumice stone (grain size up to 5 mm). The clay was put into the mortar mixer in a dry, ground state, the pumice stone was slightly wetted before addition so that a sufficient amount of clay would adhere to each pumice stone particle. The mixture removed from the mortar mixer was mixed with water in the usual way and shaped with an extruder. The bricks were dried at <B> 1.10 '</B> C and fired at <B> 1000' </B> C in a chamber furnace (the melting point of the pumice stone was 1100 C).
The stones had a compressive strength of over 100 kg / cm 'and a density of 1.3. <I> Example 2: </I> The following mixture was used: 30% clay, 45% pumice stone (grain size up to 5 mm), 215% lignite briquette abrasion. First a clay paste was produced and the briquette rubbed off was added to it. After thorough mixing, this premix was added to the uni mixer along with the dry pumice stone. After about five minutes, the mass was worked through enough that it could be deformed by hand.
The stones were burned in the tunnel kiln; The purpose of the addition of brown coal briquette was, on the one hand, to create closed pores in the stone by burning it out; on the other hand, part of the heat required to burn the stones was to be covered by the combustion heat of the brown coal. The stones produced in this way showed porosities of about 60%, compressive strengths of about 10 kg / cm 'and a density of 1.0.