CH155552A - Verfahren zur Herstellung von festhaftenden Überzügen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festhaftenden Überzügen.

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CH155552A
CH155552A CH155552DA CH155552A CH 155552 A CH155552 A CH 155552A CH 155552D A CH155552D A CH 155552DA CH 155552 A CH155552 A CH 155552A
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CH
Switzerland
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vacuum
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firmly adhering
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leather
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Application number
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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Description


  Verfahren zur     Herstellung        _    festhaftenden     Auerzügen.       Es ist allgemein bekannt, dass für einen  einwandfreien Überzug dessen Haftfestigkeit  auf der Unterlage ein Haupterfordernis ist.  Je     oberflächlicher    die Verbindung einer Deck  schicht mit der Unterlage ist, um so grösser  ist die Gefahr des     ssissigwerdens,    des     Ab-          blätterns    und     Abspringens    der Deckschicht,

    welche Mängel neben den Verschiedenheiten  der     Ausdehnungskoeffizienten    von Unterlage  und Deckschicht hauptsächlich auf die man  gelnde Haftfestigkeit des Überzuges auf der  Unterlage zurückzuführen sind. Ist     matt     heute auch im Stande, die     Differenz    der       Ausdehnungskoeffizienten    durch     Zusatz    von       Elastifizierungsmitteln    weitgehend zu ver  mindern, so bleibt doch dieser Vorteil, ohne  praktische     Bedeutung,    solange damit nicht  gleichzeitig eine gute Haftfestigkeit des Über  zuges auf der Unterlage vorhanden ist.  



  Es wurde nun die Beobachtung gemacht,  dass bei durchlässigen Unterlagen die Haft  festigkeit des Überzuges enorm gesteigert  werden kann, wenn man das Aufbringen der    Deckschicht unter Verwendung von Vakuum  vornimmt.  



  Dadurch wird     eitle    intensive Verankerung  des Überzuges mit der Unterlage erzielt,     '111-          dein    durch das Vakuum die Deckschicht in  die Poren der Unterlage eingesogen wird.  



  Durch Variation der     Zeitdauer,    der Höhe  des Vakuums, der Porengrösse der Unterlage  hat man es jederzeit in der Hand, die Deck  schicht beliebig weit in die Unterlage ein  dringen und sich mit letzterer     verankern    zu  lassen.  



  Auch für     Überzüge,    die Füllmittel, z. 13.  Pigmente enthalten, bietet das vorstehende  Verfahren wesentliche Vorteile. Bringt     matt     z. B.     einen    Pigmentlack auf eine poröse  Unterlage z. B. Leder, so kommt es sehr  oft vor, dass sich ein solcher Pigmentlack  (Deckfarbe) nach dem Aufbringen entmischt,  d. h. der Lackkörper (Pigmentträger, Binde  mittel) selbst dringt in die Poren des Leders  ein, während das Pigment auf dem Leder,  wie auf einem Filter sitzen bleibt. Dadurch      verbleibt dem Überzug zu wenig Lackkörper,  er reibt sich ab, blättert ab oder springt ab.

    Verwendet man jedoch beim Aufbringen des  Lackes Vakuum, so dringt der Pigmentlack  sofort homogen in die Poren des Leders ein,  verstopft diese und man hat auf und in dem  Leder den Pigmentlack in gleicher Zusam  mensetzung.  



  Ein weiterer Vorteil des Verfahrens liegt  darin, dass Blasen, die oft beim     Aufbringen     des Überzuges auftreten, bei Verwendung  von Vakuum nicht entstehen oder sofort zum  Verschwinden gebracht werden können.  



  Es kann     jedwelche    Unterlage verwendet  werden, sofern dieselbe nur     einigermassen     durchlässig ist, z. B. Holz, Leder,     Kunst-          und    Naturscherben     etc.     



       Man    kann die Deckschicht in beliebiger  Weise z. B. durch Pinseln, Spritzen, Giessen,  Tauchen, Streuen     etc.,    ferner sowohl kalt  wie auch in der Wärme     aufbringen.     



  Das Ansetzen des     Vakuums    kann sowohl  während des     Aufbringens    des Überzuges als  auch nachher geschehen.  



  Die Arbeitsweise kann auch durch ge  eignete     Einrichtungen    kontinuierlich gestaltet  werden, indem man z. B. durch geeignete  Fortbewegungseinrichtungen unter gewisse  Partien der Bahn Saugkasten anbringt und  die Deckschicht entweder vor oder auf diesen  Saugpartien aufbringt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Leder wird über einen Saugkasten ge  spannt. Unter schwachem Vakuum wird ein       Lederdecklack    aufgespritzt. Man erhält so  einen festhaftenden Überzug, der die Narben  des Leders unverändert ausgeprägt zeigt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Ein auf     Naturharzbasis    hergestellter     Öl-          lack    wird auf Holz, z. B. ein Brettchen, auf  getragen. Von der Unterseite wird kurze  Zeit Vakuum angesetzt und das so behan  delte Holz nachher zur Trocknung beiseite  gestellt. Der Lack ist in die Poren des  Holzes eingedrungen und haftet sehr fest.  <I>Beispiel 3:</I>  Ein poröser     Kunstscherben    wird von der  Unterseite her unter Vakuum gesetzt, wäh-         rend    auf die Oberseite ein Lack auf Harn  stoff-     bezw.        Thioharnstoff-Formaldehyd-Basis     aufgegossen wird. Nach beendetem Aufgiessen  wird die Platte getrocknet und in der  Wärme gehärtet.

   Man erhält so eine Wand  platte, deren Glasur mit dem Scherben fest  verankert ist.  



  <I>Beispiel 4 .-</I>  Eine unglasierte, gebrannte     Isölatorglocke     wird vom innern Hohlraum her unter Va  kuum gesetzt, in Glasur getaucht, getrock  net und nachgebrannt.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Auf einen porösen Kunstscherben wird  ein Pulver eines schmelzbaren     Phenolformal-          dehydkondensationsproduktes    aufgestreut, von  der Unterseite her unter Vakuum gesetzt,  während über die Streuschicht warme Luft  streicht, die das Pulver zum Schmelzen  bringt. Durch das Vakuum wird die Schmelze  in die Poren eingesogen und damit der Über  zug mit der Unterlage fest verankert. Nach  her wird das Ganze wie üblich gehärtet.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Eine poröse Papierbahn wird mit einem  schmelzbaren     ]?henol-Formaldehydkondensa-          tionsprodukt    bestreut und über eine Vakuum  walze geführt, während das aufgestreute  Pulver mittelst geheizter Druckwalzen zum  Schmelzen gebracht wird. Durch die Wir  kung des Vakuums dringt das geschmolzene  Harz in die Fasern ein, während der von  oben einwirkende Druck gleichzeitig eine  homogene Oberflächenschicht auf dem Papier  erzeugt. Solche Papierbahnen können nach  her geschnitten, geschichtet und für sich auf  bekannte Art gepresst werden. Die daraus  hergestellten     Pressstücke    sind viel homogener  wie aus lackiertem Papier hergestellte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von festhaften den Überzügen auf durchlässigen Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Aufbringung der Überzüge Vakuum anwendet.
CH155552D 1931-09-26 1931-09-26 Verfahren zur Herstellung von festhaftenden Überzügen. CH155552A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH155552T 1931-09-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH155552A true CH155552A (de) 1932-06-30

Family

ID=4410068

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH155552D CH155552A (de) 1931-09-26 1931-09-26 Verfahren zur Herstellung von festhaftenden Überzügen.

Country Status (1)

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CH (1) CH155552A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015359B (de) * 1952-06-04 1957-09-05 Bosch Gmbh Robert Verfahren zum Verhueten oberflaechlicher Spannungsrisse bei Gegenstaenden aus thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere Polystyrolgehaeusen von Fahrzeugbatterien

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015359B (de) * 1952-06-04 1957-09-05 Bosch Gmbh Robert Verfahren zum Verhueten oberflaechlicher Spannungsrisse bei Gegenstaenden aus thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere Polystyrolgehaeusen von Fahrzeugbatterien

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