CH103222A - Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Überzüge mittelst Faserstoffen und Kondensationsprodukten aus Phenol und Formaldehyd. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Überzüge mittelst Faserstoffen und Kondensationsprodukten aus Phenol und Formaldehyd.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Überzüge nilttelst FaserstOffen. und Kondensationsprodukten aus Phenol und Forinalde-b.vd. Es wurde vielfach versucht, Apparate aus Eisen oder dergleichen dadurch gegen Säure oder andere chemische Einflüsse widerstand-,- fähig zu machen, dass man ein flüssiges Kon densationsprodukt aus Pheriol und Forinal- dehyd mit Asbestfasern,
Zellstoffasern oder andern faserförmigen Stoffen vermischte und die Mischung hiernach durch Spachteln auf den Apparat auftrug. Dann wurde die Schicht durch Ei-wärmen gehärtet, wobei das Phenol- formaldehyd-Kondensationsprodukt in den un- schmelzbaren Zustand überging.
Dieses Verfahren hat sieh in der Praxis nicht bewährt. Selbst bei Anwendung ganz besonderer Vorsichtsmassregeln und bei sehr langsamem Härten treten Blasenbildungen ein, welche die Überzugsschicht undicht und dadurch unbrauchbar machen.
Das neue Verfahren beruht darauf, dass die auszukleidende Fläche mittelst eines flüssigen Phenolformaldehyd-Kondensations- produktes in dünner Schicht überzogen wird, wonach auf die so vorbehandelte Fläche eine Faserstoffschicht aufgebracht wird. Hierauf wird da-, Kondensationsprodukt durch Er hitzen in den unlöslichen und unscbmelzbaren Zustand übergeführt, wonach die Faserschicht mit flüssigem Plieiiolforiiialdeliyd-Koiideii,4a- tionsprodukt imprägniert und das Ganze durch nochmaliges Erhitzen in den unlös lichen Zustand übergeführt wird.
A.Ian kann das Kondensationsprodukt so wohl in geschmolzener Form, wie auch in geeigneten Lösungsmitteln gelöst benutzen.
Als Faserstoffe verwendet man solche Fasern, die sich gegen chemische Einwir kungen möglichst indifferent verhalten, so zum Beispiel namentlich Asbestfasern, ferner Jute, Leinen oder dergleichen. Man kann diese Fasern für sich allein oder im Gemisch miteinander benutzen, und zwar in losein Zustand oder in verarbeitetem Zustand als Gewebe, z. B. Asbestfilz, Asbestpapier oder Alullgewebe.
<I>Beispiel:</I> Die auszukleidende, vorteilhaft mit Hilfe eines Sandstrahlgeblases gereinigte und auf- gerauhte Fläche wird mit dein flüssigen Phe- nolformaldehyd-Kondensationsprodukt durch Streichen, Tauchen, Spritzen oder dergleichen überzogen. Hierauf wird ein zusammenhän gendes Gewebe aufgelegt, und zwar derart, dass die Faserschicht vollkommen glatt auf der Unterlage liegt. Jetzt wird der auszu kleidende Gegenstand bei allmählicher Stei gerung der Temperatur auf etwa<B>150</B> Grad Celsius so lange erhitzt, bis das Konden sationsprodukt in den unlöslichen und un- schmelzbaren Zustand übergegangen ist.
Die Faserschicht, die nun ganz fest auf der Unterlage klebt, wird hierauf in bekannter Weise mit dem flüssigen Phenolfortnaldehyd- Kondensationsprodukt imprägniert und der Gegenstand erneut so lange erhitzt, bis das ganze aufgebrachte Kondensationsprodukt in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand übergangen ist.
Lose Fasern bringt man auf die mit dem Phenolformaldehyd-Kondensationsprodukt überzogene, auszukleidende Unterlage duich Einstreuen, Aufblasen oder Aufwalzen auf und breitet die losen Fasern zu einer gleich mässigen Schicht aus. Bei komplizierten Pro filen, beispielsweise bei gekrümmten oder un ebenen Flächen, Ventilen, englumigen Röhren und dergleichen, empfiehlt es sieh, die Pa- sern nicht trocken, sondern mitWasser oder einer andern, den nachfolgenden Bedingungen entsprechenden Flüssigkeit angefeuchtet auf die mit dem flüssigen Kondensationsprodukt bestrichene Fläche aufzubringen.
Hierbei ist es gleichgültig, ob man fertige Schichten, wie Papier, Pappe usw., oder lose Fasert) an wendet. Hierdurch wird ein besseres Art- schmiegen der Schicht an die gekrümmte Unterlage erzielt.
Als Befeuchtungsmittel werden zweck mässig solche Flüssigkeiten verwendet, welche bei einer Temperatur verflüchtigt werden können, die unterhalb der Temperatur liegt, bei der das Kondensationsprodukt in den unschmelzbaren Zustand überzugehen be ginnt. Es werden deshalb zweckmässig solche Flüssigkeiten benutzt, welche bei etwa<B>50</B> bis<B>60</B> Grad Celsius leicht verdampfen. Als Befeuchtungsmittel wird in der Regel<B>ge-</B> wöhnliches Wasser benutzt.
An Stelle von Wasser kann man wässerige Lösungen ver wenden, in denen solche Stoffe gelöst sind, welche die leichte Zerreifl)barkeit, die<U>bei-</U> spielsweise manchen Asbestfabrikaten an haftet, verringern. Als solche eignen sich zum Beispiel stark verdünnte Wasserglas- IV)sungen. Auch verdünnte alkoholisehe Kunst- harzlösungen sind verwendbar.
Weiterhin können in dein Befeuchtungsmittel solche Chemikalien aufgelöst und dadurch in den Poren der Gewebeschicht abgelagert werden, welche nach dem Verdunsten des Lösung-,- mittels und nach dem Imprägnieren eine be schleunigende Wirkung auf den Häi,teprozef,#',. des Phenolforittaldehyd-Kondensatiosproduktes ausüben. Als solche --Hittel kommen die be kannten organischen und anorganischen Ka talysatoren in Betracht.
Es ist zu beachten, dass bei Verwendung derartiger angefeuch teter Faserstoffschichten die Härtung der Klebschicht erst dann vorgenommen werden darf, wenn das Befeuchtungsmittel bereits vollkommen verdunstet ist. Die Fasern wer den daher nach dem Aufkleben stets bei niederer Temperatur getrocknet. Das An feuchten geschieht zum Beispiel dure- Ein tauchen oder Bespritzen der Fasern oder Faserschichten irit der betreffenden Flüssig keit.
<B>fit</B> der beschriebenen Weisa können nicht nur ununterbrochene Flächen von Metall oder andern Materialien überzogen werden, sondern auch durchlochte oder in anderer Weise (in- terbrochene Gegenstände, wie zum Beispiel SiebbÜden von Zentrifugen und dergleichen. Ebenso kann die Schutzschicht auf Draht- gewebeunterlagen aufgebracht werden.
Die Ursache der Blasenbildungen bei An wendung des alten Verfahrens und die Ver-- meidung derselben nach der neuen Arbeits weise lässt sich folgendermassen erklären. Bei der alten Arbeitsweise wird von vornherein ein Gemisch von Fasern init flüssigem Kon densationsprodukt auf die zu schützende Fläche aufgebracht, und da solche Gemische bekanntlich fast vollkommen gasundurchlässig sind, können die beim Härten entstehenden Dämpfe nicht schnell genug durch die erhär tende Auskieidungsschicht durchdringen, wo durch Aufblähung erfolgt.
Bei der neuen Arbeitsweise wird dagegen, wie bereits be schrieben, die Erzeugung der Auskleidungs- schicht in zwei Phasen durchgeführt. Die erste Phase besteht darin, "dass eine poröse, mit dem Phenolformaldebyd-Kondensations- produkt nicht imprägnierte Faserschicht auf die mit dem flüssigen Phenolformaldehyd- Kondensationsprodukt dünn bestrichene Un terlage aufgeklebt wird.
Die hierauf beim Härten entstehenden Dämpfe können durch die poröse Faserschicht ohne Einderung, also ohne Blasenbildung durchtreten, zumal eine so dünne Schicht des flüssigen Kondensations produktes, die, wie bisher, nur zum Aufkle- ben, nicht aber zum Durchimprägnieren des Faserbelages ausreicht, verhältnismässig nur wenig Dämpfe beim Härten entwickelt. Die zweite Phase, das Imprägnieren,<B>d.</B> h. das Ausfüllen der Poren der Faserschicht mittelst des Phenolformaldehyd-Kondensationsproduk- tes, erfolgt, nachdem<B>die</B> Faserschicht schon fest auf der Unterlage festgeklebt ist.
Beim hierauf folgenden zweiten Härten entwickeln sich infolge der grösseren Schicbtstärke er heblichere Mengen von Dämpfen. Diese sind aber nicht mehr imstande, die bereits fest haftende Schicht emporzuheben, sie entweichen vielmehr durch einen gleichmässigen lang samen Diffusionsvorgang, ohne Blasen bilden zu können.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung widerstands fähiger Uberzüge mittelst Faserstoffen und Kondensationsprodukten aus Phenol und For- nialdehyd, dadurch gekennzeichnet, dass die auszukleidende Fläche mittelst eines flüssigen Phenolformaldehyd-Kondensationsproduktes in dünner Schicht überzogen wird, wonach auf ZD die so vorbehandelte Fläche eine Faserstoff-- schiebt aufgebracht wird.Hierauf wird das Kondensationsprodukt durch Erhitzen in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand über geführt, wonach die Faserschicht mit flüssi- gemPhenolformaldehyd-Kondensationsprodukt imprägniert und das Ganze durch nochmali ges Erhitzen in den unlöslichen Zustand über geführt wird. UNTERANSTMCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aufzuklebende -Faserstoffschicht aus fertigen Geweben besteht. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dassJoseFasern nachdem Aufbringen auf die zu schützende Unter lage zu einer gleichmässigen Schicht aus gebreitet werden. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unter- arispruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern vor dem Aufbringen auf die mit flüssigem Phenolformaldehyd-Konden- sationsprodukt überzogene Unterlage mit Wasser benetzt und nach dem -Aufkleben bei niedriger Temperatur getrocknet wer den. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und<B>3,</B> dadurch gekennzeich net, dass das Befeuchten der Fasern vor dem Aufbringen auf die mit flüssigem Phenolfornialdehyd <B>-</B> Kondensationsprodukt überzogene Fläche mit -von Wasser ver schiedenen, aber leicht trocknenden Flüs sigkeiten erfolgt und dass die Schicht nach dem Aufkleben bei niedriger Temperatur getrocknet wird.
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