CH155755A - Verfahren zur Konservierung von Milch. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Milch.

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CH155755A
CH155755A CH155755DA CH155755A CH 155755 A CH155755 A CH 155755A CH 155755D A CH155755D A CH 155755DA CH 155755 A CH155755 A CH 155755A
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  Verfahren zur Konservierung<B>-von</B>     3U1ch.       Bekanntlich kann man Flüssigkeiten ste  rilisieren und infolgedessen konservieren,  indem man sie mit     oligodynamisell    wirk  samen Substanzen, zum Beispiel mit     metal-          lisehem    Silber,     Kapfer    oder Legierungen  dieser     Meta.lle    in Berührung bringt.

   Bedin  gung für den Erfolg ist gewöhnlich eine  bis zur vollständigen     Entkeimung    dauernde  Berührung, wobei die Dauer von der Art der  behandelten Flüssigkeit und ihrem     Keim-          gehalt        g        abhängig        ist.     



  Ein sehr wichtiges Problem ist die Kon  servierung von Milch. Milch ist bekanntlich  ein idealer Nährboden für die     verschieden-          steil    Keimarten. Unmittelbar nach dem Mel  ken besitzt fast jede Milch schon eine grosse  Anzahl von Keimen, die zwischen einigen  Tausend und einigen Millionen pro cm'  schwankt. Wird die Milch keiner weiteren  Behandlung unterworfen, so steigt dieser       IZ.eimgehal#t    sehr bald auf sehr hohe Be  träge an.    Wenn man Milch auf     oligodynainischem     Wege entkeimen will,     muss    man sie viele  Stunden lang mit dem     oligodynamischen    Ma  terial in Berührung lassen.

   Versuche, die  mit Silber, dem wirksamsten     oligodynami-          sehen    Metall, angestellt worden sind, haben  gezeigt,     dass    die Milch bei so langen Berüh  rungszeiten einen widerlich bitteren Ge  schmack annimmt und sieh grau färbt.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    bei ganz  kurzen Berührungszeiten zwischen Milch  und     oligodynamisel-i    wirksamer Substanz,  zum Beispiel bei Berührungszeiten von<B>1</B>  bis<B>10</B> Minuten, die oben geschilderten, un  erwünschten Veränderungen der Milch nicht  auftreten,     dass    aber anderseits,     Wals    durchaus  nicht vorauszusehen war, die kurze     oligo-          dynamische    Einwirkung schon einen bedeu  tenden Konservierungseffekt hervorbringt.

    Die Milch wird hierbei     meist7    nicht     völlizoD-          entkeimt;    der ursprüngliche     Keimgehalt     wird aber sehr bedeutend heruntergedrückt,      sinkt dann beim Stehen gewöhnlich zunächst  noch weiter und bleibt schliesslich entweder  auf etwa der gleichen Höhe oder steigt all  mählich wieder an. Dieses Ansteigen     ge-          sehieht    aber derart,     dass    der Keimgehalt     der     behandelten Milch stets bedeutend     zurüek-          bleibt    hinter dem Keimgehalt der gleichen  Milch, wenn sie nicht     oligodynamisch    be  handelt wird.

   Es scheint auch,     dass    gerade  die     sKurebildenden    Bakterien der Milch durch  die kurze     oligodynamische    Behandlung be-    sonders     gesel-iwäeht    werden. Der praktische  Erfolg dieser Behandlung ist also der,     dass     die behandelte Milch um viele Stunden oder  Tage später sauer wird als unbehandelte Milch  unter den     gl-eichen    Bedingungen.  



  <I>Beispiel<B>1:</B></I>  Man     lässt    die Milch durch. -ein Bett     von     versilberten Tonkügelchen hindurchlaufen,  auf     den-en    die Versilberung zum Beispiel  durch Tränken mit Silbernitratlösung und  nachfolgendes Glühen erzeugt war.

    
EMI0002.0017     
  
    Keimgehalt <SEP> der <SEP> unhehandelten <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> 1,16</B> <SEP> Millionen <SEP> pro <SEP> cm#
<tb>  Dauer <SEP> der <SEP> Einwirkung <SEP> der <SEP> aligodynamiscl-i
<tb>  -wirksamen <SEP> Körper <SEP> auf <SEP> die <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> 1</B> <SEP> Minute
<tb>  Behandlungs- <SEP> und <SEP> Aufbewahrungstemperatur
<tb>  der <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .</B> <SEP> 20' <SEP> <B>C</B>       Der Keimgehalt der Milch betrug:

    
EMI0002.0018     
  
    unmittelbar <SEP> nach <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> mit <SEP> den
<tb>  aligodynamiseli <SEP> wirksamen <SEP> Körpern <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> 1,16</B> <SEP> Millionen <SEP> pro <SEP> <B>cm#</B>
<tb>  nach <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,98 <SEP> 11 <SEP> 11 <SEP> 1'</B>
<tb>  nach <SEP> <B>6</B> <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .</B> <SEP> 2,11 <SEP> <B>23 <SEP> ei</B>
<tb>  nach <SEP> 24 <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> , <SEP> . <SEP> 6,50 <SEP> 53 <SEP> 35</B>
<tb>  nach <SEP> 48 <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 30,00 <SEP> 23 <SEP> 33</B>       Selbst nach 48 Stunden schmeckte die  Milch noch frisch.

   Nach<B>72</B> Stunden war  sie     ansauer    und erst nach<B>96</B> Stunden war  sie geronnen.    Zur Kontrolle wurde ein anderes Quan  tum der gleichen Milch, aber ohne     Vor-          behandlung    bei der gleichen Temperatur  aufbewahrt.

   Diese     Kontrollmilch    zeigte fol  gende     Keimzahlen:     
EMI0002.0024     
  
    anfangs <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .</B> <SEP> 1,14 <SEP> Millionen <SEP> pro <SEP> cm'
<tb>  nach <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3,65 <SEP> 39 <SEP> 59 <SEP> 39</B>
<tb>  nach <SEP> <B>6</B> <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 8,67 <SEP> je <SEP> j></B>
<tb>  nach <SEP> 24 <SEP> Stunden <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> 300,'00 <SEP> ei <SEP> j></B>            Bereitµ    nach 24 Stunden war die     Kon-          trollmilch        ansauer;    nach 48 Stunden war sie  geronnen und von sehr unreinem Geschmack  <B>und</B> Geruch.  



  Bewahrt man die behandelte und. die un  behandelte Milch bei<B>30-',</B> anstatt bei 20,  auf, so tritt natürlich der saure Geschmack  und die Gerinnung früher ein, als oben an  gegeben; jedoch bleibt auch bei<B>30'</B> dar be  deutende Unterschied zwischen der belian-         delten    und der unbehandelten Milch be  stehen.  



  Die rohe Milch wird, wie Versuche er  gaben, in ihren günstigen Eigenschaften,  Geschmack und Geruch, gar nicht verändert;  es bildet sich keine Haut von Kasein;       Caleium-    und die Vitamine bleiben erhalten.  



  Es kann auch bei dem Verfahren gemäss  der Erfindung mit Vorteil eine der üblichen  Wärmebehandlungen     zurPasteurisierung        voig         Milch ausgeführt werden. Die reine Wärme  behandlung, also zum Beispiel die Erhitzung  von Milch auf<B>63'</B>     bez.   <B>83' C</B> während  mindestens<B>30</B> Minuten, hat bekanntlich ganz  bestimmte Nachteile: Sie verändert die Milch  im Geschmack und Geruch, in der Zusammen  setzung und im Vitamingehalt.

   Es hat sieh  nun herausgestellt,     dass    ein sehr guter     K6-n-          servierungseffekt    erzielt wird, wenn man die  Milch nur viel kürzere Zeit, als bisher üblich,  erhitzt und ausserdem kurz     oligodynamisch     behandelt. Die Nachteile der reinen Wärme  behandlung werden hierbei grösstenteils ver-    mieden oder stark vermindert und der Kon  servierungseffekt übertrifft den Effekt der  üblichen     Pasteurisierung.    Man kann hierbei  die Erwärmung vor, während oder nach der       oligodynamisellen    Behandlung vornehmen.

    Wie beim reinen Wärmeverfahren, wirkt  auch hier eine energische Abkühlung nach  der Erwärmung und ein     Stehenlassen    bei  niedriger     Temperaitur    günstig.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Die Milch wird     oligodynamisch    behandelt  und     #darnach    kurz erhitzt.  
EMI0003.0012     
  
    Keimgehalt <SEP> der <SEP> unbehandelten <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> .</B> <SEP> 640000 <SEP> pro <SEP> cm'
<tb>  Dauer <SEP> der <SEP> Einwirkung <SEP> der <SEP> oligodynamisch
<tb>  wirksamen <SEP> Körper <SEP> auf <SEP> die <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> 1,</B> <SEP> 2, <SEP> <B>3</B> <SEP> und <SEP> 4 <SEP> Minuten
<tb>  Erhitzung <SEP> nach <SEP> der <SEP> oligodynamiselien <SEP> Be  handlung <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 10</B> <SEP> Minuten <SEP> auf <SEP> <B>63 <SEP> ' <SEP> C</B>
<tb>  Auf <SEP> bewahrungstemperatur <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> .</B> <SEP> 20 <SEP> <B>0 <SEP> C.</B>       Die folgende Tabelle gibt     Aufschluss    über  den     Keimgehalt    der verschiedenen Milch  proben nach verschieden langer Stehzeit. Die         Kontrollmilch    wurde nur ebenso wie die an  dern Proben erhitzt, aber nicht     oligo-          dynamisch    behandelt:

    
EMI0003.0018     
  
    <I>Keimzahlen <SEP> pro</I> <SEP> cm'
<tb>  Berührungszeiten <SEP> sofort <SEP> nach <SEP> <U>1/2</U> <SEP> Stunde <SEP> <U>11/2</U> <SEP> Stunde <SEP> <U>14 <SEP> Stunden</U> <SEP> <B>6</B> <SEP> Tage <SEP> später
<tb>  der <SEP> Milchproben <SEP> Erhitzung <SEP> später <SEP> später <SEP> <U>später</U>
<tb>  <B>1</B> <SEP> Minute <SEP> <B>6000 <SEP> 1030 <SEP> 1300 <SEP> 5100 <SEP> 2700</B>
<tb>  2 <SEP> Minuten <SEP> 4800 <SEP> 2600 <SEP> <B>2600</B> <SEP> 2000 <SEP> 2100
<tb>  <B>3</B> <SEP> Minuten <SEP> 2200 <SEP> <B>3000</B> <SEP> 2000 <SEP> 2000 <SEP> 1540
<tb>  4 <SEP> Minuten <SEP> 2100 <SEP> 2500 <SEP> 2000 <SEP> <B>1600</B> <SEP> 1240
<tb>  Kontrolle <SEP> <B>7600 <SEP> 9200 <SEP> 11500 <SEP> 700000 <SEP> 3000000</B>
<tb>  geronnen            Die    Tabelle zeigt folgendes:

   Durch das  blosse Erhitzen ging der Keimgehalt der  Milch bereits von 640000 auf     760:0    herunter;  in den     cligodynamisc'h    behandelten     Prüben     ging er noch weiter, auf<B>6000</B> bis 2100 her  unter. Während aber der Keimgehalt in der  nur erhitzten Milch     rasc'h    ansteigt, nach  11/2 Stunden schon<B>11500</B> und nach 14 Stun  den sogar<B>700,000</B> beträgt, bleibt der Keim-         gehalt    bei den     oligodynamisch    behandelten  und erhitzten Proben mit geringen Schwan  kungen in der ursprünglichen Höhe oder  sinkt sogar noch darunter.

   Die     Kontrollmilch     war nach sechs Tagen bei einem Keimgehalt  von<B>3</B> Millionen geronnen; die andern Proben  gerannen erst drei, zum Teil vier Tage  später.<B>-</B>      <I>Beispiel<B>3:</B></I>  Die Milch wird kurz erhitzt und darnach     oligodynamisch    behandelt.

    
EMI0004.0002     
  
    Keimgehalt <SEP> der <SEP> unbehandelten <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> 185500</B> <SEP> pro <SEP> cm3
<tb>  Erhitzung <SEP> vor <SEP> der <SEP> oligodynamischen <SEP> Be  handlung <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 5</B> <SEP> Minuten
<tb>  Dauer <SEP> der <SEP> Einwirkung <SEP> der <SEP> oligodynamisch
<tb>  wirksamen <SEP> Körper <SEP> auf <SEP> die <SEP> Milch <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> 18</B> <SEP> Sekunden:

  
<tb>  Aufbewahrungstemperatur <SEP> <B>. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .</B> <SEP> 20' <SEP> <B>C.</B>       Die folgende Tabelle gibt     Aufschluss    über       el     das Ansteigen der Keimgehalte, die Ge  schmacksveränderung und das Ansteigen der       Azidität    der so behandelten Milch im Ver-    gleich zu einer     Kontrollmich,    die der     glQi-          eben    Wärmebehandlung, aber keiner     olio-o-          22     dynamischen Behandlung unterzogen worden  war.

    
EMI0004.0011     
  
    <I>Keimzahl <SEP> Geschn?ack <SEP> Azidität</I>
<tb>  Zeit <SEP> <I>F. <SEP> P. <SEP> Agar</I> <SEP> Kontrolle <SEP> und <SEP> Geruch <SEP> Kontrolle <SEP> der <SEP> oligod. <SEP> Kontrolle
<tb>  der <SEP> oligod. <SEP> der <SEP> oligod. <SEP> beh. <SEP> Milch
<tb>  b <SEP> eh. <SEP> Milch <SEP> <B>beh.</B> <SEP> Milch
<tb>  nach
<tb>  <B>1</B> <SEP> Tag <SEP> <B>3500 <SEP> 10000 <SEP> #üss <SEP> süss <SEP> 0,15 <SEP> 01/0 <SEP> 0,150/,</B>
<tb>  2 <SEP> Tagen <SEP> <B>10000 <SEP> 2,5</B> <SEP> Million.

   <SEP> <B>11 <SEP> 17 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> #5 <SEP> o/' <SEP> 0,15 <SEP> 0/0</B>
<tb>  <B>3 <SEP> 11 <SEP> 10000 <SEP> 62,5 <SEP> <I>3)</I> <SEP> 12 <SEP> il <SEP> 0,15 <SEP> o/' <SEP> 0,1650/0</B>
<tb>  4 <SEP> <B>37 <SEP> 10000 <SEP> 290</B> <SEP> 27 <SEP> <B>31 <SEP> <I>käsig3</I></B> <SEP> ranziger <SEP> 0,185%
<tb>  Geruch, <SEP> stark <SEP> bitter
<tb>  <B>5 <SEP> 10000</B> <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> griesig, <SEP> klumpig <SEP> <B>0,15 <SEP> 0/0 <SEP> 0,7</B> <SEP> L <SEP> <B>"/0</B>
<tb>  zählbar <SEP> geronnen
<tb>  <B>6</B> <SEP> 27 <SEP> <B>10000 <SEP> -</B> <SEP> bitter, <SEP> stinkend <SEP> <B>0,15</B> <SEP> %
<tb>  äusserst <SEP> unrein
<tb>  <B>7 <SEP> 10000 <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,15250/,</B>
<tb>  <B>8 <SEP> 10000 <SEP> - <SEP> - <SEP> 0 <SEP> 150/'</B>
<tb>  <B>9 <SEP> 10000 <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,

  15 <SEP> o/'</B>
<tb>  <B>11 <SEP> 10000 <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,16 <SEP> 01/0</B>
<tb>  14 <SEP> <B>10000 <SEP> - <SEP> -</B> <SEP> 0,16'/o       Aus der Tabelle ersieht man,     dass    sich  die Keimzahlen der     oligodynamisch,    behan  delten Milch bis zu 14 Tagen unter<B>10000</B>  halten, während die     Kontrollmilch    bereits  am vierten Tage<B>290</B> Millionen Keime auf  weist. Gleichzeitig zeigte die Kontrolle einen       käsig-ranzigen    Geruch und schmeckte stark  bitter, war also ungeniessbar; am fünften  Tage war sie     griesig-klumpig    geronnen, stank  und war äusserst unrein.

   Ihre     Azidität    betrug  in diesem Zeitpunkt<B>0,71%.</B>    Die     oligodynamiseh        behand-elte    Milch  schmeckte noch nach 14 Tagen süsslich, und  zeigte noch keinerlei     N#eigung    zum Gerinnen,  wie ihr Säuregrad von<B>0,16%</B> beweist.  



  Wie die Beispiele zeigen, kann man be  reits durch ganz kurze     oliaodynamisohe    Be  handlung der Milch allein einen bedeutenden       Konservierungseffekt    erzielen, ohne     dass    sich  die Milch im Geschmack, Geruch und Aus  sehen verschlechtert. Der günstige Effekt  wird aber bedeutend verstärkt, wenn man      die Milch ausserdem erwärmt; wobei diese  Erwärmung so kurz gehalten werden kann,       dass'    die bei der üblichen     Pasteurisierung    auf  tretenden Verschlechterungen der Milch nicht  eintreten. Besonders vorteilhaft scheint die  kurze Erhitzung der Milch vor der     oligo-          dynamischen    Behandlung zu sein.  



  Selbstverständlich kann man das ge  schilderte Verfahren noch mit jeder andern  Massnahme kombinieren, die geeignet ist, die  Milch frisch zu halten. So kann man zum  Beispiel mit Vorteil die nach dem Ver  fahren behandelte Milch sofort stark abküh  len und gegebenenfalls in der Kälte auf  bewahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII. Verfahren zur Konservierunu von Milch durch Behandlung mit oligodynamisch wirk samen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Milch mit den oligodyna.misch wirk samen Stoffen nur so kurze Zeit in Berüh rung hält, dass sie sich im Geschmack, Ge ruch oder in der Farbe nicht verändert. UNTERANSPPtüCIIV,: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn#zeichnet, dass man die Milch ausser dem erwärmt. 2.
    Verfahren nach Unterailspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man die -Milch vor der oligodynamischen Behandlung er wärmt. <B>3.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man die Milcl-i nach der oligodynamischen Behandlung er wärmt. 4. Verfahren nach Unter & nsprueli <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man die Milch wäh rend der oligodynamischen Behandlung ,erwärmt.
    <B>5.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekenDzeich- net, dass man die Milch nur kurze Zeit erwärmt und die Erwärmung unterbricht., bevor ungünstige Veränderungen eln- treten. <B>6.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteransprach <B>1,</B> dadurch gekennzeieh- net, dass man die Milch rasch abkühlt.
CH155755D 1930-02-24 1931-02-16 Verfahren zur Konservierung von Milch. CH155755A (de)

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