CH155768A - Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat.

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CH155768A
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  Verfahren     zur    Herstellung -von     Kallumnitrat.       Ein bekannter Weg zur Herstellung von       Kaliumnitrat    ist die Umsetzung von     Kalium-          sulfat    mit     Caleiumnitrat.     



       K#SU,   <B>+</B> Ca     (N0,)-.        #    2,     KNO#,   <B>+</B>     CaSO,.     Der gebildete Gips wird von der     Kalium-          nitratlösung    durch Dekantieren oder Filtrie  ren abgetrennt und die erhaltene     Kalium-          nitratlösung    wird     üingedampft.     



  Diese Methode der     Kaliumnitratherstel-          lano-    erscheint sehr einfach und aussichtsvoll,  <B>C</B>  ihr stehen aber schwerwiegende Hindernisse       i    in Wege.  



  Erstens -verläuft die Reaktion nicht so  einfach, wie nach     obeii:stehender        Gleiehunu          anzunelimen.ist,    da sich nicht nur Gips, son  dern auch Doppelverbindungen von Kalium  und     Caleium    mit Schwefelsäure bilden, wie       Syn--enit        (K2S01   <B>-</B>     CaSQI   <B>-</B>     HIO)    Und     KaliUM-          pentacaleiumsulfat        (K#SO,   <B>+ 5</B>     CaSO"   <B>-</B> H,0).

    Hierdurch entstehen Kaliverluste, die den         Prozess    verteuern und weniger rentabel oder  unrentabel machen.  



  Ein weiteres Hindernis ist,     dass        Kalium-          sulfat    an sieh ein zu wertvolles Rohmaterial  für die Fabrikation von     Kallumnitrat    ist,  insbesondere wenn das     Kaliumnitrat    als  Düngemittel verwendet werden soll.  



  Die Erfindung stellt ein Verfahren dar,  durch das die Benutzung     obenstehender    Re  aktion für die     Kalisalpeterherstellun   <B>g</B> ermög  licht wird, ohne     dass    die erwähnten Nachteile  zur Geltung kommen.  



  Nach vorliegender Erfindung wird nicht       Kaliumsulfat,    sondern Chlorkalium als Roh  material benutzt. Sie stellt einen     -eschlos-          senen        Kreisprozess    dar, in dem     Chlorkalium.     Salpetersäure, Kohlensäure und Ammoniak  als Rohmaterialien eingeführt und     Kalium-          nitrat    und Chlorammonium als Fertig  produkte ausgeführt werden.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet,     dass    man eine in      dem     Prozess'    anfallende,     Ammonkarbonat,          Ammonsulfat    und Chlorammonium enthal  tende Lauge mit Chlorkalium und Ammoniak  behandelt und das hierbei anfallende     Kalium-          sulfat    in Gegenwart von     Caleiumkarbonat     mit Salpetersäure behandelt, wobei     kalium-          sulfathaltiger    Gips     undeine    Lösung von     Ka-          liumnitrat    erhalten werden,

   aus welch letz  terer das     Kaliumnitrat    isoliert wird, wor  auf man die von dem     Kaliumsuliat    abge  trennte     ammoniakalische        Chlorammoiiium-          lauge    zwecks Entfernung eines Teils ihres  Chlorammoniums kühlt und mit Kohlensäure  zur     Bilduno,    von     Ammonkarbonat    behandelt  und in diese     Ammoniumkarbonat-Chlor-          ammoniumlösung    den bei der     Kaliumnitrat-          herstellung    erhaltenen     kaliumsulfathaltigen     Gips einrührt und die anfallende,

       Ammon-          sulfat,        Ammonkarbonat    und     Ammonchlorid     enthaltende Lösung wieder als Ausgangs  lauge für den     Prozess    verwendet.  



  Anstatt die     Kaliumnitratlösung    einzu  dampfen, kann sie zum Ausscheiden des  grössten Teils des     Kaliumnitrates    abgekühlt  und die     Hutterlauge    zum Auflösen von wei  teren     neugewonneneil    Mengen     Kaliumsulfat     benutzt werden.  



  Es ist nicht notwendig, das bei der Um  setzung des Gipses mit der     Ammonkarbonat-          lauge    anfallende     Calciumkarbonat    aus, der       ammonsulfathaltio-en        Chlorainmoniumlöstiiio,     zu entfernen, sondern es wird zweckmässig  mitgeführt, denn das     Kaliumsulfat    soll doch  mit dem     Caleiumkarbonat    vor dem     Auf-          schluss    mit Salpetersäure gemischt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahreil zur Herstellung von Kalium- nitrat, dadurch gekennzeichnet, dass man eiii-- in dem Prozess erhaltene, Ammoniumkarbo- nat,
    Ammonsulfat und Chlorammonium eiit- haltende Lauge mit Chlork-alium uiid Am- moniak behandelt und das hierbei anfallende Kaliums-ulfat in Gegenwart von Caleium- karbonat mit Salpetersäure umsetzt, wobei kaliumsulfathaltio-er Gips und eine Lösung von Kaliuninitrat erhalten werden, aus welch letzterer das KNO., isoliert wird, wor auf man die von dem Kaliumsuliat abo,
    e- trennte ammoniakalische Chlorammonium- lauge zwecks Entfernung eines Teils ihres Chlorammoniums kühlt und mit Kohlensäure zur Bildung von Ammoniumkarbonat behan delt, wonach man in diese Ammoniui)i- karbonat-Chlorammoniumlösung- den bei der Kaliuninitratherstellung erhaltenen halium- sulfathaltigen Gips einrührt und die anfal lende, Ammonsulfat,
    Aminoniumkarbonat und NHICI enthaltende Lösung wieder als Ausgangslauge für den Prozess verwendet. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,
    dass aus der Kalium- nitratlauge der grösste Teil des Kalium- nitrats durch Kühluno- in fester Form ausgeschieden wird und die Mutterlauge zum Auflösen weiterer Mengen Kalium- sulfat für die Umsetzung mit Salpeter säure und Caleiumkarbonat benutzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Umset zung mit.
    Salpetersäure das Caleiumkarbo- nat verwendet, das bei der Beliandlun- des erhaltenen Gipses mit der Ammon- karbonat-Chlorammoni-timlösung gebildet wird, indem man es in der Ammonsulfat und Ammolichlorid enthaltenden Lauge mitführt.
CH155768D 1929-08-14 1930-07-03 Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat. CH155768A (de)

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