CH153477A - Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat.

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CH153477A
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  Verfahren zur Herstellung von     Naliunmitrat.       Ein bekannter Weg zur Herstellung von       Kaliumnitrat    ist die Umsetzung von     Kalium-          sulfat    mit     Caleiumnitrat:          K2S0 &    <B>+</B> Ca     (NO.4)2   <B>=</B> 2     KNOs        +        CaS04.     Der gebildete Gips wird von der     Kalium-          nitratlösung    durch Dekantieren oder Filtrieren  abgetrennt und die so erhaltene     Kalium-          nitratlösung    wird eingedampft.  



  Diese Methode der     Naliumnitratherstel-          lung    scheint sehr einfach und aussichtsvoll;  ihr stehen aber schwerwiegende Hindernisse  im Wege.  



  Erstens verläuft die Reaktion nicht so  einfach, wie nach     obenstehender    Gleichung  anzunehmen ist, da sich nicht nur Gips,  sondern auch Doppelverbindungen von Kalium  und     Caleium    mit Schwefelsäure bilden, wie       Syngenit        (K2S04   <B>-</B>     CaS04        +        H20)    Und     KaliUM-          peiitacaleiums(iliat        (K2S04   <B>- 5</B>     CaS04   <B>+</B>     H20)-          Hierdurch    entstehen Kaliverluste,

   die den       Prozess    verteuern und weniger rentabel oder  unrentabel machen.    <B>-</B> Ein weiteres Hindernis ist,     dass        Nalium-          sullat    an sich ein zu wertvolles Rohmaterial  für die Fabrikation von     Kaliumnitrat    ist,  insbesondere, wenn das     Kaliumnitrat    als  Düngemittel verwandt werden soll.  



  Die Erfindung stellt ein Verfahren dar,  durch das die Benutzung     obenstehender    Re  aktion für die     Kalisalpeterherstellung    ermög  licht wird, ohne     dass    die erwähnten Nach  teile zur Geltung kommen.  



  Im schweizerischen Patent     Nr.    149<B>991</B>  ist ein Verfahren beschrieben, durch das  man aus     sylvinitischem        Robsalz        Kaliumsulfat     bei der     Sodafabrikation    nach     Solvay    her  stellt, indem man das     Robsalz    unter gleich  zeitiger Einleitung von Ammoniak und Küh  lung mit einer solchen Mutterlauge behandelt,  die aus der beim     Solvayprozess    anfallenden  Mutterlauge hergestellt wurde, indem letztere  mit soviel Sulfat eines     Erdalkalimetalles,     dessen Karbonat im Wasser schwerer löslich  als das Sulfat ist,

       dass    die Menge des in der      Lauge gebildeten     Ammonsulfats    der Menge       Kül    im     Robsalz    äquivalent ist, umgesetzt  und vom gebildeten     Erdalkalikarbonat    be  freit wurde, alsdann den erhaltenen, aus       Glaserit    und Chlorkalium bestehenden Boden  körper durch Behandeln mit Wasser in festes       Kaliumsulfat    umwandelt und die anfallende  Mutterlauge nach Entfernung des     Ammon-          chlorids    in den     Sodaprozess    zurückführt.  



  Die vorliegende     Erfinatmg    betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von     Kaliumnitrat     unter gleichzeitiger Bildung von Chlorammo  nium aus     sylvinitischem        Kalirohsalz    bei der       Sodafabrikation    nach     Solvay,    das dadurch  gekennzeichnet ist,     dass    man die beim     Solvay-          prozess    anfallende,

       Ammonchlorid.    und     Am-          moniumbikarbonat    enthaltende Mutterlauge  nach Überführung des     Ammoniumbikarbonats     mit Ammoniak in     Ammonkarbonat    mit soviel  Sulfat eines     Erdalkalimetalles,    dessen Kar  bonat in Wasser schwerer löslich     ist    als das  Sulfat,

       dass    die Menge des in der Lauge  gebildeten     Ammonsulfats    der Menge     KCI    im  Rohsalz äquivalent ist und     Kalirohsalz    unter  Kühlung und gleichzeitiger     Ammoniakein-          leitung    behandelt und den entstehenden, vor  wiegend     Glaserit,

      Chlorkalium und     Erdalkali-          karbonat    enthaltenden Bodenkörper durch  Behandeln mit Wasser in ein Gemisch von  festem     Kaliumsulfat    und     Erdalkalikarbonat     umwandelt und die anfallenden Mutterlaugen  nach Entfernung des freien Ammoniaks und  eines Teils des     Ammonchlorids    in den     Soda-          prozess    zurückführt, wobei das anfallende       Kaliumsulfat-Erdalkalikarbonatgemisch    durch  Behandlung mit Salpetersäure in     Kaliumnitrat     und     Erdalkalisulfat    übergeführt wird,

   welch  letzteres wieder in den     Prozess    zurückgeht.  



  Das Verfahren kann wie folgt ausgeführt  werden:  Eine     Chlorammoniurn.    und     Ammonkarbonat          enthaltenae    Lauge wird mit Gips und     Sylvinit     unter Kühlung und gleichzeitigem     Ammoniak-          einleiten        ausgerührt.    Dabei entsteht     Glaserit,     Chlorkalium und     Caleiumkarbonat    als Boden  körper und     dieserwira    -nach Abtrennung  von der Lauge<B>-</B> -mit Wasser behandelt,

    wobei ein Gemisch von     Kaliumsulfat    und         Caleiumkarbonat    anfällt und eine Lösung  von     Cblornatrium    entsteht. Letztere geht in  den     Prozess    zurück. Aus der von dem     Gla-          serit    abgetrennten Lauge, die hauptsächlich  Chlornatrium und Chlorammonium enthält,  wird das freie Ammoniak entfernt, die Lauge  gekühlt, um etwas Chlorammonium auszu  scheiden und ist alsdann für das     Ammoniak-          Sodaverfahren    geeignet.

   Nachdem das durch  das     Ammoniak-Sodaverfahren    gebildete Na  triumkarbonat abgetrennt ist, wird die Mutter  lauge wieder mit Gips     au,3gerührt    und so fort.  



  Das bei der     Ausrührung    der Mutterlauge  des     Ammoniak-Sodaprozesses    mit Gips und       Sylvinit    erhaltene     Caleiumkarbona:t-Kalitim-          sulfatgemisch    wird mit Salpetersäure um  gesetzt, wobei sich     Kaliumnitrat    und Gips  bilden.         K2S04   <B>+</B> 2     HN09   <B>+</B>     CaC03   <B>=</B>     CaS04     2     KNO'   <B>+ Co,</B>     +    u20         Kaliumnitrat    geht in Lösung und wird, nach  Abtrennung des Gipses, durch Eindampfen  oder Kühlen gewonnen.

   Der abgetrennte  <B>Gips</B> wird in die Mutterlauge des oben er  wähnten     Ammoniak-Sodaverfahrens    einge  rührt.     Illierbei    hat es keine Bedeutung,     dass     der Gips     Kalium-Caleitimdoppelsalze    enthält,  da- diese bei der     Ausrührung    in     Kaliumsulfat     und     Caleiumkarbonat    umgewandelt werden.  



  Hierdurch ist die eingangs erwähnte, für  die     Kaliumnitratherstellung        vorteilbafte    Re  aktion<B>-</B> Umsetzung von     Kaliumsulfat    und       Caleiumnitrat   <B>-</B> praktisch verwertbar ge  macht, indem die Hindernisse dafür-, Kali  verluste in dem ausscheidenden Gips und  Verbrauch des teuren     Kaliumsulfats    als Roh  material, wegfallen.  



  Als<B>'</B> Rohmaterial dient     Sylvinit,    Salpeter  säure, Kohlensäure und Ammoniak, und als  Produkte werden     Naliumnitrat,    Soda und  Chlorammonium gewonnen. Das Ammoniak  als Rohmaterial kann auch wegfallen, falls  dies wünschenswert ist, indem es durch Aus  treiben aus dem Chlorammonium     wiederge-          wonnen        wird,   <B>,</B>     genau        wie        in        den        Sodafabriken     allgemein üblich, wobei also nur     Kaliumnitrat     und Soda gewonnen werden.

      
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Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Kalium- nitrat unter gleichzeitiger Bildung von Chlor ammonium aus sylvinitischem Kalirobsalz bei der Sodafabrikation nach Solvay, dadurch gekennzeichnet, dass man die beim Solvay- prozess anfallende,
    Ammonehlorid und Am- moniumbikarbonat enthaltende Mutterlauge nach Überführung des Ammoniumbikarbonats mit Ammoniak in das Karbonat mit soviel Sulfat eines Erdalkalimetalles, dessen Kar bonat in Wasser schwerer löslich als das Sulfat ist, dass die Menge des in der Lauge gebildeten Ammonsulfats der Menge KC1 im Rühsalz äquivalent ist und Kalirohsalz unter Kühlung und gleichzeitiger Ammoniakein- leitung behandelt und den entstehenden, vor wiegend Glaserit,
    Chlorkalium und Erdalkali- karbonat enthaltenden Bodenkörper durch Behandeln mit Wasser in festes Kaliumstilfat und Erdalkalikarbonat umwandelt und die anfallenden Mutterlaugen nach Entfernung des freien Ammoniaks und eines Teils des Ammonehlorids in den Sodaprozess zurück führt, wobei das anfallende Kaliumsulfat- Erdalkalikarbonatgemisch mit Salpetersäure in Kaliumnitrat und Erdalkalisulfat überge führt wird, welch letzteres wieder in den Prozess zurückgeht.
CH153477D 1929-07-13 1930-06-02 Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat. CH153477A (de)

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