CH155923A - Photoelektrische Zelle. - Google Patents
Photoelektrische Zelle.Info
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Description
Photoelekü-ische Zelle. Die Erfindung bezieht sich auf eine photoelektriselle Zelle, und zwar auf eine photoelektrische Zelle von der Gattung, die einen Stoff enthält, der bei Bestrahlung Elek tronen aussendet, die sich durch das Vakuum zu einer in der Zelle angeordneten Anode bewegen. Die Stärke des durch diese Elek tronen erregten Stromes hängt von der Be strahlungsintensität der photoelektrischen Elektrode ab. Die in einer solchen plioto- elektrischen Zelle erregten Ströme sind in der Regel sehr klein, so dass sie bei den meisten Anwendungen dieser Zellen erhebliel-1 ver stärkt werden müssen.
Die Erfindung bezweckt den Strom in einer photoelektrischen Zelle der vorgenann ten Gattung zu vergrössern.
Eine photoelektrische Zelle nach der Er findung enthält eine pliotoelektrische Elek trode und mindestens eine andere Elektrode, die wenigstens teilweise aus einem Stoff be steht, der fluoresziert, wenn er durch Elek- tronen getroffen wird, die durch die photo elektrische Elektrode ausgesandt werden. Der fluoreszierende Stoff und die photoelek trische Elektrode sind dabei derart gewählt, dass das Fluoreszenzlicht Elektronen aus der photoelektrischen Elektrode auslösen kann.
Die durch die Fluoreszenzstrahlen ausgelösten Elektronen tragen zur Verstär kung des durch die Zelle fliessenden Stroms bei, so dass dieser Strom in vielen Anwen dungen weniger als der Strom der bisher ver wendeten photoelektrischen Zellen verstärkt zu werden braucht.
In der Zeichnung ist eine Ausführungs form einer photoelektrischen Zelle gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Die dargestellte pliotoelektrische Zelle weist einen aus Glas oder ähnlichem Stoff bestehenden Kolben<B>1</B> auf, an den ein Füss chen 2 angeschmolzen ist. Die innere Seite der Kolbenwand trägt die photoelektrisehe Elektrode. Diese Wand ist zu diesem Zwecke mit einer dünnen Metallschiel-it <B>3</B> überzogen, die zum Beispiel aus Silber besteht. Diese Silberscliielit kann auf bekannte Weise, zum Beispiel durch Verdampfen eines Silberdrali- tes oder durch Niederschlagen aus einer Lö sung hergestellt werden.
Die Metallschicht <B>3</B> ist mit einer Cäsiumoxydschicht 4 über zogen, die dadurch gebildet sein kann, dass nach der Entlüftung der Zelle ein wenig Cäsiumdampf aus einem mit dem Röhrchen <B>5</B> verbundenen Behälter in die Zelle einge führt wird. Das Cäsium setzt sich dabei auf der Metallschicht<B>3</B> ab und kann nach Ein führung von Sauerstoff in Cäsiumoxyd über- ,creführt werden.
Nach Entfernung des über- n schüssigen Sauerstoffes wird darauf eir.e neue Menge Cäsium in die Zelle eingebracht, das sieh als eine Schicht<B>6</B> auf der Cäsium- oxydschicht absetzt. Bei der Bildung dieser photoelektrischen Kathode wird ein Teil der Zellenwand freigelassen, so dass ein Fenster <B>7</B> entsteht. Die Zelle kann ganz entlüftet werden, oder aber mit einer Gas- oder Dampf füllung versehen werden.
Das Füsschen 2 der Zelle trägt die Anode, die aus einem Metallring<B>8</B> besteht und mit dem durch das Füsschen geführten Strom- zuführungsdraht <B>9</B> verbunden ist. Der Strom- zuführungsdralit <B>10</B> der photoelektrisehen Elektrode ist durch die Kolbenwand hin durchgeführt. Es ist ersichtlich, dass auch die beiden Stromzuführungsdrähte durch das Füsschen der Zelle geführt sein können. Die Anode<B>8</B> ist mit einem Stoff bedeckt, der bei Elektronenaufprall fluoresziert.
Bei der Wahl des photoelektrischen Stoffes, der die photoelektrische Kathode bildet und des auf die Anode aufgebracliten fluoreszieren den Stoffes, ist darauf geachtet worden, dass die Fluoreszenzstrahlen in bezug auf den photoelektrischen Stoff aktiv sind, das heisst Elektronen aus der Kathode auslösen kön nen. In der dargestellten Zelle besteht der photoelektrische Stoff aus Cäsium, während die Anode mit einer dünnen Schicht Zink sulfid oder Zinksilikat überzogen ist. Diese Stoffe sind in einer dünnen Schicht auf die Anode aufgebracht, was vorteilhaft durch Verdampfen dieser Stoffe im Vakuum erfol gen kann.
Der fluoreszierende Stoff kann auch mit einem hochkochenden Mineralöl, zum Beispiel Vaselin, vermischt auf der Anode angebracht werden.
Wenn der photoelektrisehe Stoff nicht aus Cäsium, sondern aus einer andern licht empfindlichen Substanz besteht, so soll bei der Wahl des fluoreszierenden Stoffes dafür Sorge getragen werden, dass das Fluoreszenz- licht des Stoffes aus der verwendeten photo elektrischen Substanz Elektronen auslösen kann. Wenn die Kathode zum Beispiel aus Kalium besteht, so kann als fluoreszierender Stoff Willemit (Zinksilikat), Scheelit (Cal- eiumwolframat) oder Bariumplatineyanur verwendet werden.
Bei Bestrahlung der Kathode<B>6</B> durch ein Lielltbündel, das dureli das Fenster<B>7</B> eintritt, werden durch die Kathode Elektro nen ausgesandt, die sich zu der Anode<B>8,</B> der dabei ein positives Potential in bezug auf die Kathode aufgedrückt wird, bewegt. Die auf die Anode aufprallenden Elektronen bringen den auf ihr angebrachten Stoff zum Fluoreszieren. Die erregten Fluoreszenz- strahlen treffen auf die Kathode<B>6</B> auf und machen aus ihr Elektronen frei. Diese Elek tronen bewegen sich wieder zu der Anode und verstärken den die Zelle durchfliessenden Strom.
In den Fällen, in denen der auf die Anode aufgebrachte fluoreszierende Stoff einen zu grossen elektrischen Widerstand hat, empfiehlt es sich, den fluoreszierenden Stoff mit Teilchen mit guter Leitfähigkeit zu ver mischen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Photoelektrische Zelle mit einer photo elektrischen Elektrode, dadurch gekennzeich net, dass die Zelle mindestens eine andere Elektrode enthält, die wenigstens teilweise aus einem beim Aufprall von durch die photoelektrische Elektrode ausgesandten Elektronen fluoreszierenden Stoff besteht-, dessen Fluoreszenzlicht Elektronen aus die- ser photoelektrischen Elektrode auslösen kann.
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