CH155945A - Empfangseinrichtung für Trägerstromtelegraphie mit Impulsverstärkung. - Google Patents

Empfangseinrichtung für Trägerstromtelegraphie mit Impulsverstärkung.

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CH155945A
CH155945A CH155945DA CH155945A CH 155945 A CH155945 A CH 155945A CH 155945D A CH155945D A CH 155945DA CH 155945 A CH155945 A CH 155945A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Empfangseinrichtung für     Trägerstromtelegraphie    mit Impulsverstärkung.    In     Trägerstromtelegraphiesystemen    sind  bereits Empfangseinrichtungen vorgeschla  gen worden, die mit Impulsverstärkung ar  beiten. Bei diesen Systemen werden die aus       zerhackten    Trägerströmen bestehenden     Tele-          graphierströme,    insbesondere durch Trocken  gleichrichter, gleichgerichtet und darauf  einem Impulsverstärker zugeführt, in dessen  Ausgang direkt oder durch einen Übertrager  gekoppelt, sich das Empfangsrelais befindet.

    Von     den:    beiden durch ein Telegraphenzei  chen hinter dem Impulsverstärker auftreten  den Impulsen     bewirkt    der     erste    der einen  Richtung das Umlegen des Ankers des Emp  fangsrelais vom Trennkontakt an den Ar  beitskontakt, der     zweite    Impuls entgegen  gesetzter Richtung das Umlegen vom Ar  beitskontakt an den Trennkontakt. Das Re  lais wird dabei neutral     .eingestellt,    so dass  nach dem ersten Impuls der Anker des Re  lais am Arbeitskontakt liegen bleibt     und    erst  durch den zweiten entgegengesetzt gerichte-         ten    Impuls desselben Telegraphenzeichens an  den Trennkontakt umgelegt wird.

   Beim       äe    eichen wiederholt sich  n     'hsten        Telegraphen7     dieses Spiel.  



  Bei irgendwelchen     ,Störungen    kann es vor  kommen, dass ein Störimpuls während einer  Zeichenpause den Anker an den Arbeitskon  takt legt, so     dass    der Teilnehmer nicht mehr  mit seinem Gegenamt verkehren kann.  



  Um diese Störungsmöglichkeit zu beseiti  gen, werden gemäss' der Erfindung in Emp  fangseinrichtungen für     Trägerstromtelegra-          phie    mit Impulsverstärkung die Zeichen  ströme in der Empfangseinrichtung gleich  gerichtet, die     gleichgerichteten    Ströme zur  Erzeugung von Impulsen benutzt und diese  verstärkt dem Empfangsrelais zugeführt, wo  bei den Impulsströmen im Empfangsrelais  durch     Gitterpotentialverlagerung    des Im  pulsverstärkers gleichzeitig ein von dem Zei  chenstrom gesteuerter     Haltestrom    überlagert  wird.

        Für die Gleichrichtung der Wechselstrom  zeichen vor dem Impulsverstärker wird vor  teilhaft ein Trockengleichrichter oder eine  Kombination von solchen insbesondere in       Grätzschaltung    verwendet. Die zur Erzeu  gung des Haltestromes erforderliche Gitter  potentialverlagerung des Impulsverstärkers  kann durch eine dem gleichen Trockengleich  richter     bezw.        Trockengleichrichterkombina-          tion    entnommene Spannung bewirkt werden.  Für die den Haltestrom auslösende Gitter  potentialverlagerung kann die Spannung  aber auch einem besonderen Trockengleich  richter     bezw.        Trockengleichrichtersatz    ent  nommen werden.  



  Das Empfangsrelais kann entweder der  massen. in einer Brückenschaltung angeordnet  werden, dass der     Anodenruhestrom    nicht  durch seine Wicklung hindurchgeht, oder es  kann aber eine besondere     Hilfswicklung    vor  gesehen werden, durch die ein Gegenstrom       ,geschickt    wird, welcher die magnetisierende  Wirkung des     Anodenruhestromes    aufhebt.  Dadurch ist man in der Lage, das     Relais     günstig einzustellen, und zwar so, dass es  etwa bei dem halben Haltestrom neutral  steht.  



  Es ist ein     Trägerfrequenz-Telegraphier-          system    bekannt, bei dem die ankommenden       Wechselstromzeichen    nach Gleichrichtung im  Endrohr dem Relais als Gleichstrom von der  Dauer der Zeichen zugeführt werden. Das  Endrohr arbeitet dabei am untern Knick der  Kennlinie, so dass ein Anodenstrom nur bei  Eintreffen der Zeichen durch das Relais hin  durchgeht. Das Relais ist dabei neutral ein  gestellt. Bei diesem nicht mit Impulsver  stärkung arbeitenden System ist aber die  Länge der im Empfangsrelais aufgenomme  nen Zeichen von der Höhe des Trägerstrom  pegels derart abhängig, dass mit der Höhe des  Zeichenpegels die Zeichenlänge zunimmt.

    Demgegenüber besitzt die     Trägerstromtele-          graphie    mit Impulsverstärkung den Vorteil,  dass die Länge der im Empfangsrelais auf  genommenen Zeichen im weiten Masse vom       Trägerstrompegel    unabhängig ist.    In einer Einrichtung nach der Erfindung  hat man die Möglichkeit einer besseren Aus  nutzung des Endverstärkers, da dieser nicht  im untern Teil der Kennlinie also im Gebiet  grosser Steilheit und nicht als Gleichrichte  rohr arbeitet, so dass dem Relais eine grössere  Leistung zugeführt wird.

   Verwendet man       Trockengleichrichter,    so ergibt sich noch der  Vorteil der     Doppelwellengleichrichtung    und  somit eine Erhöhung der zulässigen     Telegra-          phiergeschwindigkeit    besonders bei tiefen  Trägerfrequenzen. Diese kann noch ferner  durch die im Empfangsrelais erzielte gute       Zeichenform,    sowie das grosse     Überstromver-          hältnis    erhöht werden.

   Durch folgende Ab  bildungen soll die Erfindung an Beispielen  näher erläutert werden:       Abb.    1 zeigt eine Ausführungsform der       Empfangseinrichtung    für     Trägerstromtele-          graphie    nach der Erfindung;       A.bb.    2 gibt einen Teil dieser Einrich  tung wieder;       Abb.    3 zeigt den zeitlichen Spannungsver  lauf an einzelnen Stellen der Einrichtung  nach     Abb.    1;  die     Abb.    4, 5 und 6 geben einen Teil der  Einrichtung nach     Abb.    1 in abgeänderter  Form wieder;

    die     Abb.    7 zeigt eine andere Ausfüh  rungsform der Impulsverstärker- und Relais  schaltung von     Abb.    1. In     Abb.    1 ist eine  Empfangsanordnung mit     Vorverstärkung,     Gleichrichtung und Impulsverstärkung dar  gestellt.

   Die von der Leitung kommenden  Ströme gehen durch     Filter    s, durch eine       DämpfungSschaltung    d zur     Korrektion    von  Pegelschwankungen und über einen Übertra  ger     U1    zum Gitter des Vorverstärkers     v,.    Die  hier     mittelton-    oder hochfrequent verstärkten,  zerhackten Trägerströme gelangen über Über  trager     U2    zur     Gleichrichteranordnung    g, die,  wie hier gezeigt, aus einer     Grätzschaltung     von Trockengleichrichtern besteht.  



  Die Wechselspannung wird den Punkten  2 und 4 zugeführt und die gleichgerichtete  Spannung den Punkten 1 und 3 entnommen.      Zwischen 1 und 3 befindet sich noch ein  Kondensator zur     Glättung    und Überbrückung  der Trägerfrequenz. Die den Punkten 1, 3  entnommene gleichgerichtete Spannung wird  dem     Gitter    des Impulsverstärkers     v2    auf zwei  Wegen zugeführt:

    Durch den in dem     greis    1,     r"        w1    und 3  fliessenden, einem Zeichen entsprechenden  Gleichstrom wird in der     Sekundärwicklung          w2    des Übertragers     U3    die Impulsspannung  dem Gitter des Impulsverstärkers     v2    zuge  führt. Auf dem Wege der Gitterbatterie     GB.     1, 3,     zoz    und r2, wird die Gleichspannung  direkt     an.    das Gitter des Verstärkers gelegt.

    Im Ausgang des Verstärkers     V2    befindet  sich in einer Brückenschaltung das Relais     11,     von dem der     Anodenruhestrom    durch die  Brückenelemente<I>D,</I>     r4,        r,    ferngehalten wird.  



  In     Abb.    3 sind die Spannungen an ver  schiedenen Punkten der Empfangseinrichtun  gen wiedergegeben. Bei a sind die Spannun  gen in Abhängigkeit von der Zeit eingezeich  net, die infolge eines Telegraphenzeichens,  zum Beispiel eines Striches, am Ausgang des       Übertragers        UZ    der Abbildung     bezw.    an den  Punkten 2. und 4 des Trockengleichrichter  satzes auftreten. Bei b ist die Spannung in  Abhängigkeit von der Zeit gezeigt, die vom  gleichen Zeichen herrührend, an den Punkten  1 und 3 des     Gleichrichters    herrscht.

   Der  Strom in dem Zweige 1, r,; der Wicklung     w,     des     Übertragers        U,    wird annähernd dieselbe  Gestalt besitzen, wie die Spannung in     Abb.          3b.    Durch den Übertrager     U3    wird diese  Spannung etwa in der in     Abb.        3c    gezeigten  Gestalt als Impuls über den Widerstand     r,     an das Gitter der Röhre     VZ    gelegt. Gleich  zeitig wird die     Spannung    in der bei b ge  zeigten Form zur Erzeugung des.

   Haltestro  mes direkt auf dem Wege: Gitterbatterie GB,  1, 3,     w2,        r2,    an das Gitter gelegt, so dass nun  mehr am Gitter eine Spannung von der in       Abb.        3d    gezeigten Form herrscht. Der Strom  im Relais     R    erhält dann auch annähernd die  selbe Form. Im polarisierten Empfangs  relais wird durch die Stromspitze der Anker  an den Arbeitskontakt gelegt und durch den    der Spitze folgenden konstanten Haltestrom  festgehalten. Erst nach Aufhören des Halte  stromes und bei     Einsetzen    des Gegenimpulses  kehrt der Anker zum Trennkontakt zurück.

    Da der     Anodenruhestrom    vom Relais fern  gehalten ist, kann die Relaiseinstellung mit  grosser Empfindlichkeit erfolgen.  



  Aus     Abb.    2 ist die Brückenschaltung des  Relais     P    zu erkennen. Die Anodenspannung  wird den Punkten 2 und 4 der Brücke zu  geführt und die Brücke ist so abgeglichen,  dass kein     Anodenruhestrom    durch das Relais  fliesst. Das wird beispielsweise dadurch er  reicht, dass     r5    dem innern Widerstand der  Röhre     VZ    und der Widerstand r4 dem     Ohm-          sehen    Widerstand der Drossel D gleich  gemacht wird.

   Die Kapazität C soll für die  von der Röhre     VZ    doch noch in     gerin-,en     Mengen gelieferte Trägerfrequenz über die  Anodenbatterie einen     gurzschluss    darstellen,  so dass auch von den Trägerströmen praktisch  nichts in das Relais gelangt. Der Impuls  und der Haltestrom jedoch gehen durch das       Relais.     



       Abb.    7 zeigt     eine,    Anordnung, bei der     ,lcr          Anodenruhestrom    durch eine Hilfswicklung  kompensiert wird. Die     Abb.    7 ist dabei in  der Anordnung nach     Abb.    1     hinter    der  Trennlinie     II    eingesetzt zu denken. Die     Re-          laiswicklungen    .sind in     Abb.    7     aufgeteilt    ge  zeichnet.

   Durch die links dargestellte Wick  lung geht der Impuls und Haltestrom zusam  men mit dem     Anodenruhestrom,    durch die  rechts - dargestellte Wicklung nur ein der       Anodenstromquelle    entstammender Gleich  strom. Diese Wicklung ist so gewickelt oder  angeschlossen, dass die     Magnetisierung    des       Anodenruhestromes    im Relais aufgehoben  wird.     r6    und     r7    sind beide dem innern Wider  stand der Röhre entsprechend gewählt. Der  Kondensator C dient zum Kurzschliessen der  restlichen Trägerströme.

   Die Widerstände     rs     und     ro    dienen zur Prüfung des     Abgleiehes     des     Kompensations-    und     Anodenruhestromes.     Bei richtigem     Abgl.eich    ist die Spannung  zwischen     a    und b Null,      Der Vorteil der Schaltung nach     Abb.    7  liegt darin, dass der gesamte Impuls- und  Haltestrom durch das Relais fliesst, während  bei der     Kompensation    durch Brückenschal  tung     (Abb.    2) nur ein     bestimmter    Bruchteil  des gesamten, von der Röhre gelieferten Im  puls- und Haltestromes durch das Relais geht.  



  Statt ein und derselben Trockengleich  richteranordnung die Spannung für die     Git-          terpotentialverlagerung    der Impuls- und  Halteströme abzunehmen, können, wie in den  folgenden     Abb.    4, 5 und 6 in verschiedenen  Ausführungsformen gezeigt, zwei Sätze von  Trockengleichrichtern verwendet werden. Die       Abb.    4, 5 und 6 sind an den Trennlinien I  und     II    in     Abb.    1 eingesetzt zu denken, wo  bei hinter der Trennlinie     II    sowohl die in       Abb.    1, wie die in     Abb.    7 gezeigte Verstär  ker- und Relaisanordnung benutzt werden  kann.  



  Nach     Abb.    4 liegen an dem Ausgangs  übertrager des     Vorverstärkers        Tj,    auf der Se  kundärseite des Übertragers     U2    zwei     Trok-          kengleichrichtersätze    a und b. In beider.       Gleichrichtersätzen    sind im     Diagonalzweig     Kondensatoren als     Glättungsmittel    und zum       Kurzschliessen    der restlichen Trägerströme  geschaltet.

   An dem     Trockengleichrichtersatz     a wird die Gitterspannung für den Halte  strom, an dem     Trockengleichrichtersatz    b die  Spannung für die Impulsverstärkung abge  nommen. Die Spannung für die Impulsver  stärkung wird dem Gitter des, Impulsverstär  kers über den     Übertrager    U3 aufgedrückt, die  Spannung für den     Haltestrom    direkt über  die     Sekundärwicklung    des Übertragers     U3     dem Gitter zugeführt.  



       Abb.    5     zeigt    eine ähnliche Schaltung, bei  der jedoch die Sekundärwicklung des Über  tragers     U@    einen     Mittelabgriff    besitzt. Zwi  schen der     Mittelanzapfung    und dem einen  Ende     bezw.    den beiden Enden der Sekundär  wicklung ist je einer der     Gleichrichtersätze     angeschlossen.

   Nach     Abb.    6 enthält der Über  trager     U,    zwei Sekundärwicklungen, an  denen je ein     Gleichrichtersatz    liegt. Über    den im Heizstromkreis liegenden     Widerstand          rlo    kann der     Gleichrichtersatz    b noch eine       Vorspannung    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Empfangseinrichtung für Trägerstrom telegraphie mit Impulsverstärkung, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichenströme in der Empfangseinrichtung gleichgerichtet, die gleichgerichteten Ströme zur Erzeugung von Impulsen benutzt und diese verstärkt dem Empfangsrelais zugeführt werden, wobei den Impulsströmen im Empfangsrelais durch Git- terpotentialverlagerung des Impulsverstär kers gleichzeitig ein von den Zeichenströmen gesteuerter Haltestrom überlagert wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Empfangseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da-ss als Gleichrichter vor dem Impulsverstärker Trockengleichrichter verwendet sind.
    2. Empfangseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, da,ss sowohl zur Erzeugung der Impulse, als auch der Halteströme die zur Verlage rung des Gitterpotentials erforderlichen Spannungen zwei getrennten Trocken gleichrichtern bezw. Trockengleichrich- tersätzen entnommen sind. 3.
    Empfangseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl zur Erzeugung der Impulse, als auch der Halteströme die zur Verlage rung des Gitterpotentials erforderlichen Spannungen dem gleichen Trockengleich richter bezw. Trockengleichrichtersätzen entnommen sind. 4. Empfangseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anodenruhestrom des Impulsverstärker:; vom Empfangsrelais dadurch ferngehal ten wird, dass das Empfangsrelais. in einer Brückenschaltung liegt. 5.
    Empfangseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Anodenruhestrom bewirkte Dauermagnetisierung des Empfangsrelais durch einen Hilfsstrom in einer zweiten Wicklung des Relais kompensiert wird. 6. Empfangseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da13' die neutrale Einstellung des Impulsrelais einem Stromwerte des Haltestromes ent spricht, der ungefähr gleich dem halben normalen Haltestromwert ist.
CH155945D 1929-12-12 1930-12-05 Empfangseinrichtung für Trägerstromtelegraphie mit Impulsverstärkung. CH155945A (de)

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