DE744376C - Verfahren zur UEbermittlung von telegrafischen Zeichen in Traegerstrom-Telegrafenanlagen - Google Patents
Verfahren zur UEbermittlung von telegrafischen Zeichen in Traegerstrom-TelegrafenanlagenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L27/00—Modulated-carrier systems
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- H04L27/08—Amplitude regulation arrangements
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Description
- Verfahren zur Übermittlung von telegrafischen Zeichen in Trägerstrom-Telegrafenanlagen Zur Übermittlung von telegrafischen Zeichen über Elektronenröhren in Trägerstrorn-Telegrafenanlagen wird der Arbeitspunkt der Elektronenröhren zum Zwecke der Regelung von Pegel und Zeichenlänge verlagert. Dies kann durch die Gitterspannung in Abhängigkeit vom Zeichenträgerstrom geschehen.
- Bekannte Schaltungen dieser Art bewirken zwar eine verhältnismäßig genaue Ausregelung der Amplituden, haben aber. den Nachteil, daß die Hüllkurve und damit die Länge der Zeichen im Sinne einer Verzerrung heeinflußtwerden.
- Ein älterer Vorschlag arbeitet mit Ruhestrombetrieb und Verlagerung des Arbeitspunktes durch den an Widerständen gewonnenen Spannungsabfall des Gitterstromes. Eine Weiterbildung dieses Vorschlages benutzt eine zusätzliche Gittervorspannungsbatterie. Bei diesen beiden Vorschlägen wird daher ein fester Minimalpegel in der Schaltung vorausgesetzt. Die vorliegende Erfindung gibt eine allgemeine Lösung für die erwähnte Aufgabe an und geht davon aus, daß ein fester Minimalpegel in der Schaltung nicht vorhanden ist. Gemäß der Erfindung wird die dem Gitterkreis zugeführte Amplitude des Trägerstromes um die Hälfte oder nahezu um die Hälfte ihrer gesamten Amplitude verlagert. Diese Bemessungsregel ist allgemeiner als die des obenerwähnten älteren Vorschlages. Wird nämlich ein fester Minimalpegel vorausgesetzt, so geht die Regel der vorliegenden Erfindung innerhalb praktisch vorkommender Grenzen in die Regel des älteren Vorschlages über, gernäß dem eine Verlagerung um die Hälfte der überstettertmgsspannung erfolgen soll.
- An Hand der anliegenden Fig. i und2 wird die Regel der Erfindung erläutert und ein Schaltungsbeispiel angegeben. In Fig. i ist senkrecht nach oben. :die Größe des Anodenstroms einer Verstärkerröhre in Abhängigkeit von der Gitterspannung aufgetraen. Senk-Z> recht nach unten wird die Zeitachse angenommen und im linken unteren Ouadranten der zeitliche Verlauf der ankommenden telegrafischen Zeichen dargestellt. Es sei angenonimen, daß die negative Gitterspannung Ego der Röhre so eingestellt ist, daß im Anodenkreis ein Strom Iao fließt, der so groß ist, daß er dem honipensationsstrorn des Empfangsrelais gerade die Waage hält. Sobald dieser Strom fließt, befindet sich das Empfangsrelais ER (Fig.2) im indifferenten Gleichgewicht. Durch die Linie a sind also die Ansprechpunkte des Relais ER im Gitterkreis (Fig. 2) definiert.
- Es sei zunächst Ruhestrombetrieb angenommen. Nach Gleichrichtung der trägerfrequenten Schwingungen durch einen vor dem Röhreneingang liegenden Gleichrichter entsteht im Gitterkreis der EMitronenrölire im Ruhezustand eine Gleichspannung E'_;1, deren Größe vom Empfangspegel der Trägerfrequenz und deren zeitlicher Verlauf von der Müllkurve des telegrafischen Zeichens abhängt. Diese Spannung ist so gerichtet, daß sie eine Verkleinerung der festen Gitterai orspannung Ego und damit eine Vergrößerung des Anodenstromes bewirkt.
- Erfindungsgemäß wird eine Hilfsspannung Evl eingeführt, deren Größe proportional der Amplitude EAr der ankommenden Zeichenspannung, aber entgegengesetzt gerichtet ist. Diese Hilfsspannung addiert sich zu der festen Gitterspannung und verlagert den Arbeitspunkt auf der Anodenstromkennlinie in Richtung kleineren Anodenstromes. Durch eine Kondensatorwiderstandskombinationwird die Hilfsspannung für die Dauer eines oder mehrerer Telegratierzeichen konstant gehalten.
- Bei dem angenommenen Pegel EAl ändert sich die resultierende Gitterspannung zwischen den Grenzlinien b, b' und c, c'. Der zeitliche Verlauf des telegrafischen Zeichens sei durch den Linienzug 1,:2, 3,.4: 5, 6, 7 gegeben. Die Ansprechpunkte des vom Anodenstrom durchflossenen Empfangsrelais sind 3 und 6. Die Zeichenlänge ist durch den Abstand der Ansprechpunkte definiert.
- Das Verhältnis der Verlagerungsspannung Evl zur Zeichenspannung EAl wird etwa i :2 gewählt.
- Es sei nun angenommen, daß bei erhöhtem Empfangspegel ein Ruhestrom von dreifacher Amplitude fließe.
- Die Hilfsspannung wird dadurch auf den Betrag EI.2 vergrößert, da sie proportional der Amplitude des ankommenden Ruhestromes oder bei Arbeitsstrümbetrieb der Amplitude des ankommenden Arbeitsstromes bzw. der mittels Gleichrichtung daraus gewonnenen Arbeitsspannung EA= ist. Die Hilfsspannung verlagert den Arbeitspunkt auf der Anodenstromkennlinie nach d. Die Gitterspannung ändert sich jetzt zwischen den Grenzwerten d, d' und e, e' um den Betrag EAQ. Der zeitliche Verlauf eines telegrafischen Zeichens ist durch den Linienzug 8, 3, 9, 1o, 6, i i gegeben. Die Umschlagspunkte und 6 des Empfangsrelais bleiben also unverändert. Eine Veränderung der Zeichenlänge in Abhängigkeit von einer Pegeländerung wird vermieden.
- In Fig. 2 ist eine Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens dargestellt. Die telegrafischen Zeichen kommen, gegebenenfalls von einer Verstärkerröhre, bei den Klemmen 16, 17 an und gelangen auf den L bertrager Ü, der sekundärseitig zwei Wicklungen (-I', und Üll besitzt. Die Wicklung üII hat erfindungsgemäß die halbe Windungszahl der Wicklung 1i`1. Nach Gleichrichtung der an Üll auftretenden Spannung durch den Gleichrichter GLi, wird diese dem Gitterkreis zugeführt. Dies geschieht an den Klemmen der Widerstandskondensatorkornbination R., C., deren Zeitkonstante groß gegenüber der Dauer eines Stromschrittes ist. Die Verlagerungsspannung wird also durch das R-C-Glied im Gitterkreis aufrechterhalten, auch wenn Telegrafierzeichen auftreten und deshalb die Arbeitsspannung E,4 zeitweise verschwindet. Die negative Gitterspannung wird -an den Klemmen 18, i9 zugeführt, während der Anodenkreis über 20, 21 gespeist wird. Die Arbeitsspannung wird nach ihrer Gleichrichtung im Gleichrichter GZI an den Klemmen des Widerstandes Ri dem Gitterkreis zugeführt und addiert bzw. subtrahiert sich nach der in Fig. i dargestellten Weise zu der stetigen negativen Vorspannung Ego und der Verlagerungsspannung Ev. Der weiterhin eingefügte Kondensator Cl wirkt nur als Glättungskondensator.
- Bei Arbeitsstrombetrieb ist es noch erforderlich, daß die Verlagerungsspannung Ev im Gitterkreis früher auftritt als die Zeichenspannung. Zu diesem Zwecke wird ein `'erzögerungsglied zwischen der Sekundärwicklung des Übertragers Ü, und dem Gitterwiderstand R1 eingefügt. Dazu kann ein Netzwerk benutzt werden. Das Auftreten der Zeichenspannung im Gitterkreis wird dadurch so lange verzögert, bis die Verlagerungsspannung wirksam ist. Die Laufzeit soll mindestens gleich der Einschwingzeit des Empfangssiebes sein.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Übermittlung von telegrafischen Zeichen in Trägerstrem-Telegrafenanlagen über Elektronenröhren mit Verlegung des Arbeitspunktes durch die Gitterspannung in Abhängigkeit vom Z_eichenträgerstrom zum Zwecke der Regelung von Pegel und Zeichenlänge, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fehlen eines Minimalpegels, der durch einen Dauerton bei Ruhestrombetrieb oder durch eine zusätzliche GittervoTspannungsbatterie erzeugt sein könnte, die dem Gitterkreis zugeführte Amplitude des Trägerstromes (Arbeitsspannung EA) um die Hälfte oder .nahezu die Hälfte ihrer gesamten Amplitude verlagert wird.
- 2. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die ankommende Spannung des Trägerstromes einem übertrager (Ü) mit zwei Wicklungen (Ü1, ÜII) zugeführt wird, von dessen erster Wicklung (UI) die telegrafischen Zeichen den Gitterkreis zugeführt werden, während über dessen zweite Wicklung (UII), die etwa die halbe Wicklungszahl der ersten (UI) besitzt, die Verlagerungsspannung in umgekehrter Richtung dem Gitterkreis zugeführt wird.
- 3. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlagerungsspannung auch während des Telegrafierens durch eine Widerstandskondensatorkombination (R2 C.) aufrechterhalten wird, deren Zeitkonstante groß ist gegenüber der Dauer eines telegrafischen Zeichens.
- 4. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ausgang der Wicklung des Übertragers (i71), durch die dem Gitterkreis die Arbeitsspannung zugeführt wird, und dem Gitterkreis ein Verzögerungsglied eingeschaltet ist, dessen Laufzeit das Auftreten der Arbeitsspannung im Gitterkreis verzögert.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufzeit des Verzögerungsgliedes mindestens gleich der Einschwingzeit des Empfangssiebes (ES) für die Trägerwechselspannung ist. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: französische Patentschrift Nr. 716218; USA.-Patentschriften ... . - i 809 950, 1943478.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES124536D DE744376C (de) | 1936-10-13 | 1936-10-14 | Verfahren zur UEbermittlung von telegrafischen Zeichen in Traegerstrom-Telegrafenanlagen |
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE744376C true DE744376C (de) | 1944-01-14 |
Family
ID=34839294
Family Applications (1)
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| DES124536D Expired DE744376C (de) | 1936-10-13 | 1936-10-14 | Verfahren zur UEbermittlung von telegrafischen Zeichen in Traegerstrom-Telegrafenanlagen |
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Families Citing this family (2)
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Citations (3)
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| US1809950A (en) * | 1929-08-05 | 1931-06-16 | American Telephone & Telegraph | Carrier telegraph system |
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1936
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1937
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-
1943
- 1943-12-08 FR FR53234D patent/FR53234E/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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