CH156296A - Automatische Eisenbahnwagenkupplung. - Google Patents

Automatische Eisenbahnwagenkupplung.

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CH156296A
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CH
Switzerland
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coupling
lever
levers
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bolt
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Inventor
Unternaehrer-Stieger Josef
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Unternaehrer Stieger Josef
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G1/00Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
    • B61G1/02Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having links or bars coupling or uncoupling by rotating around a transverse horizontal axis
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G9/00Draw-gear
    • B61G9/04Draw-gear combined with buffing appliances
    • B61G9/045Draw-gear combined with buffing appliances with only metal springs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description


  



     Antomatisclle    Eisenbahnwagenkupplung.



   Automatische Kupplungen für Eisenbahn wagen   sind-in vielfachen Ausfiihrungen    be    kannt    geworden ; ein Teil derselben sind so genannte Klauenkupplungen, wieder andere werden durch mittelst   Querbolzen mitein-    ander in Kupplungslage gebrachte Haken stücke gebildet. Solche werden   gewöhnlioh    mittelst seitlich der Wagen angebrachten    Gewichtshebeln    in Kupplungsstellung ge halten und durch Hebung derselben lässt sich eine Entkupplung herbeiführen. Wenn gewisse Kupplungen auch ordentlich befriedigten, so zeigten sich in der Praxis jedoch immer noch grössere Fehler.

   Beispielsweise werden während der Fahrt die Gewichtshebel in   Schwin-    gung gesetzt, damit liegen unbeabsichtigte   Entkupplungen    leicht im Bereiche der mög  lichkeit.    Bei Verwendung von   Yerriegeluugs-    bolzen als Kupplungsriegel musste man ge  wöhnlich    zuerst auf der einen, dann auf der andern Seite diese manipulieren, was sehr umständlich ist. Anderseits kommt es vor, dass   Entkupplungen    überhaupt nicht oder nur mit Mühe herbeigeführt werden können, wenn die Wagen ziehend aufeinander wirken, da der   Kupplungsreibungswiderstand    in sol chen Fällen sehr gross ist.

   Bei Kupplungen mit   Qnerriegelbolzen    in einem besondern
Bügel verwendet man   gewohnlich    mehrere
Haken, welche lose ineinander zu liegen kommen, was die Ursache von gewissen Un zukömmlichkeiten ist. Es werden nämlich nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die Bruchgefahr wird erhöht ; dazu ist eine genaue gegenseitige Anpassung not wendig. Die Kupplungszughebel sind ge    wohnlich    starr angebracht und erlauben auch in Längsrichtung derselben kein federndes
Spiel, da   sonst fiir ihre    genau   innezuhabende   
Stellung keine Gewähr mehr vorhanden ist.



   Beim Einkuppeln werden die Gewichtshebel gewöhnlich angehoben ; um dieses nicht zu    erschweren, mussten deren Gewichte allzu-    schwer sein, was fär die   Kupplungssicherbeit    dagegen ungünstig ist.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine automatische Eisenbahnwagenkupplung, vermittelst welcher die   vorgenann-    ten Nachteile beseitigt werden sollen. Gemäss der Erfindung weisen die   ESupplungshälften    je einen Kupplungszughebel und einen auf diesem angeordneten Kupplungsriegel auf.



  Jeder Kupplungszughebel ist nun horizontal auf eine Seite hin verschiebbar und mit einer   Fiibrungsstange    gelenkig verbunden, die durch eine   Stossfangfederung    abgestützt wird. Bei jeder Kupplungshälfte sind   Verriegelungs-    organe für Gewichtshebel vorgesehen, die beiderseits des Wagens nahe von an den Gewichtshebeln angebrachten Handhaben steuerbar sind. Die Welle der Gewichtshebel steht mit den   Kupplungszughebeln    derart in   Bewegungsverbindung,      daíS    beim Auskuppeln eine anfängliche Leerlaufbewegung ermöglicht wird.



   Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und es zeigt :
Fig.   1    eine Seitenansicht der einen Kupp  lungshälfte    an einem Wagenende angeordnet,
Fig.   2    eine Draufsicht und
Fig. 3 eine teilweise Vorderansicht.



     1    bezeichnet einen Kupplungszughebel, der durch das Loch 2 der Stirntraverse 3 des Wagengestelles 4 geführt und mittelst der Schraube 5 mit der Führungsstange 6 gelenkig verbunden ist, welche durch die auf dem   Gestänge 7 gieitbare Scheibe    8 sich an der   Pufferfeder    9 abstützt. Die Fiihrungsstange 6 ist in der Mitte des   Wagengestelles    4 gelenkig mit diesem verbunden. Das Loch 2 ist seitlich nach rechts hin erweitert, so daB sich der Kupplungshebel   I    in dieser   Rich-      tung    hin von seiner Längsrichtung in bezug zum   Wagengestell herausbringen lässt.

   Nahe    der Schraube   5    legen sich an   Kupplungszug-    hebel   1    zwei Schraubenfedern 10 an, welche diesen in der gezeichneten Stellung zu halten bestrebt sind. Der Kupplungszughebel 1 weist an seinem   vordereu,    freien Ende einen nach aufwärts gerichteten Haken 11 auf.



   In dem Kupplungszughebel 1 ist in unmittelbarer Nähe der Stirnseite des Wagengestelles ein Zapfen 12 angeordnet, auf dem zwei Schenkel 13 lose drehbar lagern, auf welchen der Rahmen 14 ruht. Auf dem Querbolzen 15 im obern Teil des Rahmens 14 lagern zwei Rollen 16. Unter diesen ist im Rahmen ein weiteres Rollenpaar 17 angeordnet.   Zwischeu    den Rollen 16, 17 lagern die Arme 18, welche ebenfalls auf dem Zapfen 12 lose angebracht sind. Die freien Enden der Arme 18 sind durch einen den Kupplungsriegel   bildenden Kuppluugsbolzen    19 miteinander verbunden, und es bilden diese Teile 18, 19 den sogenannten Kupplungsbügel.



   Der Rahmen 14 besitzt einen nach unten gerichteten, mit Eindrehung versehenen Zapfen 20, welcher in der Gabel 21   des-Lenker-    hebels 22 lagert. Die Gabel 21 hat in Axialrichtung des Zapfens 20 gewisses Spiel. Der Lenkerhebel 22 ist mit der Welle 23 starr verbunden, welcher in den Auslegern   24    drehbar angeordnet ist. Die Welle 23 steht seitlich in bezug zum Wagengestell 4, resp.



  Traverse 3 vor und trägt beiderends je einen Gewichtshebel 25. An den äussern Enden sind auf die Welle 23   Arretierscheiben    26 aufgekeilt, welche am Umfang mit Rasten 27, 28 versehen sind, in welche Arretierstollen 29 eingreifen, die auf den quer zum Wagen verlaufenden   Arretierstangen    30   fest-    sitzen. Die letzteren tragen an ihren äussern Enden Handgriffe 31, und es sind die innern Endteile gelenkig mit dem in der   Längs-    achse des Wagens angeordneten Doppelhebelstück 32 verbunden, das um Zapfen 33 drehbar ist. Die Gabel 21 ist mit einem Querstift 35 versehen, welcher zur Führung des Zapfens 20 in der ersteren dient.



   In Kupplungsstellung stehen die Ge  wichtshebel    25 in Horizontalrichtung nach vorn, in Fig.   1    zum Teil strichpunktiert dargestellt. Die Gewichte derselben bewirken, dass die Hebel 25 stets das Bestreben haben, sich im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers zu drehen. Dabei hat auch die Welle 23 und der Lenkerhebel 22 stets das Bestreben, sich in derselben Richtung zu bewegen, so   daL    der Rahmen 14, auf dessen Zapfen 20 der Hebel 22 mit der Gabel 21 aufliegt, nach unten gezogen und damit auch der Bolzen 19 stets abwärts gedrückt wird. 



  In Kupplungsstellung greift dieser Bolzen 19 in den Haken 11 des Kupplungszughebels 1 eines andern Wagens ein. Der   Kupplungs-      zughebel    1 liegt nicht in der   Längsmittel-    richtung des Wagens, sondern ist nach rechts hin aus demselben verlegt. Werden zwei Wagen gegeneinander   gestoBen,    so schieben sich die   I (upplungszughebel 1 seitlieh    in einem Abstand nebeneinander liegend gegeneinander bis zur Hohe der Kupplungsbolzen 19, heben diesen mitsamt den Teilen 18, 16, 14 und 20, 21 und 22, und es schnappen letztere nach Überwindung des Hakens 11 in ihre Ausgangsstellung zurück ; wobei sich der Bolzen 19 in diesen hineinlegt und damit die Kupplung herstellt. In bekannter Weise werden die WagenstoBe durch die Puffer 34 aufgefangen.

   In Kupplungsstellung stehen die Stollen   29    in den Rasten 27, so daR eine Verschiebung der Teile   25 ;    23, 22, 14 verhindert, damit die Kupplung gesichert wird. Drückt man die Stangen 30 mittelst den Handgriffen 31 einwärts, so gelangen die Stollen 29 aus den Rasten 27, und es kann alsdann die Welle 23 mit den Teilen 22, 20, 14, 18, 19 verstellt werden. Vor dem Einkuppeln sollen   selbstredend    die Stollen 29 ausser Eingriff der Scheiben 26 stehen.



  Soll keine Kupplung beim Zusammenstossen zweier Wagen stattfinden, so verdreht man einfach die Gewichtshebel 25 zum Beispiel bis zur Winkelstellung   A    gemäss Fig.   1    und legt die Stollen 29 in die Rasten 28 ein, so daB die Teile 22, 13,   18,    19 in angehobener Stellung gehalten werden. Normalerweise dreht man rechts herum, einen der Gewichtshebel, behufs   Auskupplung,    und zwar über 90 Grad in die Stellung, die durch gestrichelte Linien in Fig.   1    dargestellt wird. Sind die Gewichtshebel 25 um zirka   45    Grad verdreht, so wirken die   Schwergewichte    derselben zum Teil gleichsinnig so auf die Welle 23, daB die Handhabung derselben keine besondere Mühe verursacht.



   Beim Anheben der G-ewichtshebel 25 aus ihrer Normale, bezw.   Kupplungsstellung wer-    den Welle 23 und   Lenkerhebel    22 sofort mitbewegt, jedoch vorerst nicht aber auch der Rahmen 14. Die Gabel 21 wird sich von der   untern    Lage, in welcher der Stift 35 auf dem Zapfenkopf liegt,. zirka auf die Länge der Eindrehung des Zapfens 20 leer heben, bevor sie diesen mitnimmt und damit den Rahmen 14 und die Teile 17, 18, 19 hebt ; es ist also ein gewisser Leergang   vorharldell.   



  Beim Auskuppeln ist dieser   Leergang    von sehr grosser Bedeutung. Die bisherigen Kupp  lungen    ermöglichen nämlich meistens nur mühsam eine   Auskupplung,    wenn die Wagen ziehend aufeinander wirken ; durch den erzeugten Reibungsdruck wird der Bolzen 19 in den Haken 11 eines benachbarten Kupp  lungshebels    arretiert.

   Nach der Erfindung ist diese anfängliche Bewegung des   Gewichts-    hebels 25 leicht ; durch rasche Bewegung desselben wird auf den Rahmen 14 eine Schlagwirkung hervorgerufen, welche nun mittelst den Teilen 17, 18 den Bolzen 19 sicher aus dem Haken des zugehörigen Kupp  lungszughebels      herausschlägt.    Beim   Einkup-    peln wird der Bolzen 19 durch den Haken 11 gehoben, damit vermittelst der Rollen 16 auch der Rahmen 14 mit Zapfen 20 und Gabel 21.



   Die Arretierhebel 30 sind so angeordnet, dass gleichzeitig bei der Verstellung auf der einen Seite anderseits gleichzeitig ebenfalls eine Sperrung oder Freigabe der Scheiben 26, bezw. Gewichtshebel 25 durch die Stollen 29 erfolgt.



   Der Erfindungsgegenstand eignet sich für auf Schienen geführte Fahrzeuge aller Art ; bei sämtlichen Wagen sind zweckmässig die   Kupplungsorgane    genau gleich. Witterungseinflüsse haben auf die zuverlässige Funktion    dervorbesohriebenen automatischen Kupplung    keinen   Einiuss    ; das Ein-und Entkuppeln ist auch in Kurven ohne weiteres möglich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Automatische Eisenbahnkupplung, deren Kupplungshälften je einen Kupplungszughebel und einen auf diesem angeordneten Kupp- lungsriegel aufweisen, dadurch gekennzeich- net, daB jeder Kupplungszughebel horizontal auf eine Seite hin verschiebbar und mit einer Führungsstange gelenkig verbunden ist, die durch eine StoBfangfederung abgestützt wird, und dass bei jeder Kupplungshälfte Ver riegelungsorgane für Gewichtshebel vorgesehen sind, die beiderseits des Wagens nahe von an den Gewichtshebeln angebrachten Handhaben steuerbar sind, wobei die Welle der Gewichtshebel mit den Kupplungszug- hebeln derart in Bewegungsverbindung steht,
    dass beim Auskuppeln eine anfängliche Leer laufbewegung ermöglicht wird.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Automatische Eisenbahnwagenkupplung nach Patentanspruch, wobei bei jeder Kupplungshälfte der Kupplungszughebel und Schenkel, welche den als Kupplungs- bolzen ausgebildeten Kupplungsriegel tra gen, in einem Rahmen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rahmen den in einen Haken des gegenüberliegen- den Kupplungszughebels einzugreifen be stimmten Kupplungsbolzen führt und einen nach unten gerichteten Zapfen aufweist, auf welchem innert gewissen Grenzen spielbar ein mit der Welle der Gewiehts hebel verbundener Lenkerhebel geführt ist.
    2. Automatische Eisenbahnwagenkupplung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Kupplungshälfte an den Aussenenden der Welle, auf welcher die Gewichtshebel sitzen, mit je zwei Rasten versehene Scheiben ruhen, in welche Verriegelungs- stollen eingreifen, die auf quer zum Wagen beweglichen Stangen angeordnet sind, deren innere Enden durch einen ortsfesten Dop pelhebel miteinander in Gelenkverbindung stehen, derart, dass durch von der einen Seite bewirkten Verschiebung der Stangen gemeinsam beiderseits die Stollen in die oder aus den Rasten der Scheiben ein oder ausgeriiclst, resp. diese verriegelt oder freigelegt werden können.
    3. Automatische Eisenbahnwagenkupplung nach Patentanspruch und Unteransprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenkerhebel jeder Kupplungshälfte eine Gabel aufweist, welche in eine Eindrehung des am Rahmen angeordneten Zapfens eingreift, wobei die Gabelenden durch einen Querstift miteinander verbunden sind.
CH156296D 1933-09-02 1929-12-07 Automatische Eisenbahnwagenkupplung. CH156296A (de)

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