CH156572A - Einrichtung zur Fernregelung mittelst Impulsen. - Google Patents

Einrichtung zur Fernregelung mittelst Impulsen.

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CH156572A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Einrichtung zur Fernregelung     mittelst    Impulsen.    Es sind Einrichtungen zur Regelung von  Maschinen bekannt, die in der Weise ar  beiten, dass bei einer Abweichung zwischen  Soll- und Ist-Grösse eine Verstellung der  Regelorgane in demjenigen Sinne vorgenom  men wird,     da-ss    eine die     bestehende    Ab  weichung rückgängig machende Beeinflus  sung der Maschine erfolgt. Dies ist bei allen  trägen Reglern und Schnellreglern der Fall.  Bei diesen bekannten Regeleinrichtungen er  folgt die Verstellung der Regelorgane un  mittelbar, wenn der Betrag der Ist-Grösse  den zugelassenen     Toleranz-Bereich    über- oder  unterschreitet.

      Diese für die bekannten     Nah-Regelein-          einrichtungen    selbstverständliche Eigenschaft  lässt sich namentlich bei     Fern-Regeleinrich-          tungen,    die für die automatische Betriebs  überwachung in weit     verzweigten    Kraft  netzen     gegenwärtig    grosse Bedeutung ge  winnen, nicht in allen Fällen ohne weiteres  erreichen.

   Wenn nämlich die Entfernungen         zwwschen    dem Orte, an dem die Messung  und Einhaltung     gewisser        Betriebszustände     zu erfolgen hat (im     folgenden        "Messort"    ge  nannt) und dem Orte der zu regelnden Ma  schine (im folgenden     "R.egelort"    genannt)  gross ist, muss die Regelung zur Ersparung  von Regelleitungen     mittelst    Impulsen er  folgen, zum Beispiel indem die Hochspan  nungsleitungen zur Übertragung der     Ist-          Grösse    herangezogen werden.

   Die Ist-Grösse  kann dabei durch die Dauer oder den gegen  seitigen zeitlichen Abstand von     Stromstössen     dargestellt sein. Es ist dabei jedoch unver  meidlich, die am Regelort befindliche     Regel-          einrichtung    zeitweise der Einwirkung der  am     Messort    befindlichen     Mess'einrichtung    zu  entziehen, so dass auch keine Rückführung  angebracht werden kann. Aus diesem Grunde  ist es erforderlich, eine Regeleinrichtung zu  schaffen, die derart auf die Regelorgane ein  wirkt, dass durch eine Verstellung die in der  vorausgegangenen Pause zwischen zwei Im  pulsen entstandene Differenz zwischen Soll-      und Ist-Wert     mindestens    teilweise aufgeho  ben wird.  



  Dies wird nach der Erfindung dadurch  erreicht, dass die Regelorgane absatzweise um  der Differenz     zwischen    Ist- und Soll-Wert  direkt proportionale Beträge in dem Vor  zeichen dieser Differenz entsprechender Rich  tung verstellt werden.  



  Die Abbildung zeigt in schematischer  Darstellung ein Ausführungsbeispiel der     Er-          findung.    Der     Messort    ist mit     M    bezeichnet;  darin ist 1     ein        Messinstrument,    beispiels  weise ein     Leistungsmesser,    das zur     Messung     der     Ist-Grösse    benutzt wird, 2 eine nach dem       Zeitimpulssystem        arbeitende        Fernübertra=          gungseinrichtung,    3 ein     Hochfrequenzsen-          der;

      4 die Kopplungskondensatoren.  



  Am     Regelort        R    sind 5 die Kopplungs  kondensatoren, 6 ein     Hochfrequenzempfän-          ger,    7 ein Empfangsinstrument für die     Ist-          Grösse,    8 eine Einstellvorrichtung für die       Soll-GröZe,    9, 10 zwei Walzen, die vom       Empfangsinstrument    7     und    von der Ein  stellvorrichtung 8 bewegt werden, 11 ein       Abtastarm,    12, 13 Kontaktbürsten auf dem       Abtastarm    11, 14, 15     Stromzuführungen          (Schleifringe)    für die Kontaktbürsten 12  und 13,

   16 ein Elektromagnet, 17 eine vom  Elektromagneten 16     einrückbare    Kupplung,  18 ein Motor, vorzugsweise Synchronmotor,  19 eine Schaltuhr, 20 ein     Verstellmotor,    21  ein     Schneckenradgetriebe    auf der Achse des       Verstellmotors    20, 22' ein Ventilkolben eines       Dampfabs.perrventils,    23 ein Relais mit Ar  beitskontakten Hai und 23a2 und Ruhekon  takten     23-i    und     23r2,    24 -ein Relais mit       Arbeitskontakt        24a    und Ruhekontakt     24y,

       25 ein     Relais    mit Arbeitskontakt     25a    und  Ruhekontakt 25r, 26 eine Hilfsbatterie.  



  Die Einrichtung arbeitet folgendermassen;  Das     Messinstrument    1 .stellt sich entsprechend  dem am     Messort        herrschenden        Energiefluss     ein. Durch die     Fernühertragungseinrichtung     2 wird die Grösse des Energieflusses, das  heisst die     Grösse    der     Leistung,    dadurch fern  übertragen,     dassder        Abtastzeiger    durch der    Motor-dauernd oder auf ein etwa durch eine  Schaltuhr gegebenes Kommando hin mit     1,

  on-          stanter    Geschwindigkeit in der Pfeilrichtung  umläuft und auf seinem Wege längs der  Skala des Instrumentes 1 zuerst den Kon  takt am Zeiger des Instrumentes 1 und dann  den auf der Skala     befestigten    Nullkontakt  trifft. In der dazwischenliegenden     Zeit    wer  den durch den     Hochfrequenzsender    3 Hoch  frequenzs.tröme auf die Fernleitung übertra  gen. Die Dauer dieser Stromzeichen ist also  jeweils proportional der     Zeigerstellung.    Am  Regelort     R    wird durch das Empfangsinstru  ment 7 die jedem Impuls entsprechende Zei  gerstellung wieder hergestellt und die Walze  9 in eine entsprechende     Winkelstellung    ge  bracht.

   Auf dieser Walze befinden sich zwei  Metallbelegungen, deren rechte, wenn der       Ist-Wert    grösser ist als der Soll-Wert, was  den. in der Zeichnung dargestellten Verhält  nissen entspricht, den Störungskreis für ein  Relais 23 schliesst. Nach jeder Übertragung  eines     Messwertes    von der Station 2     wird    durch  die Schaltuhr 19 der     Kuppelmagnet    16 er  regt, die Kupplung 17 eingerückt und in  folgedessen .durch den Servomotor 18 eine  Umdrehung des     Abtastzeigers    11 bewirkt.  Bei den in der Zeichnung dargestellten Ver  hältnissen trifft bei der     Abtastung    zuerst  die Bürste 12 auf das zugehörige Kontakt  segment auf der Kontaktwalze 9.

   Dadurch  wird ein Stromkreis geschlossen, der vom  Pluspol über die     Kontaktwalze    9, die Bür  ste 12, den     Abtastarm    11, die Stromzufüh  rung 14, das Relais 24 zum Minuspol ver  läuft, so dass Relais 24 anspricht. Durch den  Arbeitskontakt 24a wird ein Stromkreis für  den Motor 20 geschlossen, der vom Pluspol  über den     Arbeitskontakt    23a2,     den.    Anker  des Motors 20, den     Arbeitskontakt        23ai,    den  Arbeitskontakt     24a,    den Ruhekontakt     25r     nach dem     Mittelpunkt    der     Batterie    26<B>(</B>0)  verläuft, also den Motor 20 in Betrieb setzt,

    so     dass.    über das     Schneckenradgetriebe    21 der  Ventilkolben 22 bewegt wird. Durch die be  schriebene Erregung des Relais 24 wird auch  der Ruhekontakt     24r    geöffnet, was jedoch      für den vorliegenden Fall, in dem das Re  lais 23     erregt    und damit Arbeitskontakt     23a1     geschlossen ist, ohne Bedeutung bleibt. Auf  dem weiteren Wege des     Abtastarmes    11 wird  durch die Bürste 13 ein neuer Stromkreis  geschlossen, der vom Pluspol über die Kon  taktwalze 10, die Bürste 13, die Stromzu  führung 15, das Relais 25 zum Minuspol  verläuft, so dass eine Schliessung des Arbeits  kontaktes 25a und eine Öffnung des Ruhe  kontaktes 25r bewirkt wird.

   Die Schliessung  des Arbeitskontaktes 25a ist wieder ohne       Bedeutung,    die Öffnung des     Ruhekontaktes          25r    unterbricht den     Stromkreis    für den Mo  tor 20, so dass die Bewegung des Ventil  kolbens 22 beendet wird. Dieser hat seine  Lage also jetzt um einen Betrag verändert,  der der Differenz zwischen dem Soll- und  dem     Ist-Wert    proportional ist.

   Sollte der auf  der Kontaktwalze 9 dargestellte     Ist-Wert     kleiner sein als der auf der     Kontaktwalze    10       dargestellte        Soll-Wert,    so ändert sich der       Verstellvorgang    in folgender Weise: Das  Relais 23 ist nicht erregt und die Kontakte       237d    und     23r2    sind infolgedessen     geschlossen.     Beim Ansprechen der Relais 24 und 25 er  hält dann der Motor 20 einen Strom um  gekehrter Richtung, dessen     Dauer    wiederum  der Differenz von Soll- und     Ist-Wert    ent  spricht.

   Der Ventilkolben 22 wird also     um     einen der Differenz von Soll- und Ist-Wert  sowohl nach Grösse, wie nach Vorzeichen  direkt proportionalen     Betrag    verstellt. Hier  durch wird offenbar eine den entstandenen  Abweichungen vom Soll-Wert gut     entspre-          ehende    Regelung erzielt.

   Der     Proportionali-          tätsfaktor    der     beschriebenen        Einstellung    der  Regelorgane     bezw.    deren     Übertragungs-    und  Zwischenglieder     wird    zweckmässig kleiner  als 1, jedenfalls kleiner     als    2 zu nehmen sein,  wobei unter dem     Proportionalitätsfaktor    die  jenige     Bemessung    des Übersetzungsverhält  nisses von Schneckengetriebe 21 verstanden       ist,    bei der eine     bestehende    Abweichung  durch die nächste Verstellung der Regel  organe vollständig korrigiert wird.

   Hierdurch  wird     erreicht,    dass die Korrektur einer ein-         malig    entstandenen Abweichung durch meh  rere Regelimpulse ,erfolgt, deren jede durch  einen Vergleich des jeweiligen     Ist-Wertes     mit dem     Soll-Wert    zustande kommt.  



  Die Erfindung ist nicht. auf die in  dem     Ausführungsbeispiel    gewählte örtliche  Vereinigung der die Differenz bildenden  Einrichtungen mit den Regelorganen be  schränkt, sondern kann auch     angemendet     werden, wenn der Ort der     Diffctenzbildung     und der Ort der Kraftmaschine beliebig       voneinander    entfernt sind.     Ferner    ist. die  Erfindung auch in Verbindung mit andern       Fernmesssystemen        mittelst    Impulsen als dem  im Ausführungsbeispiel     gcnannten        anwend-          bar.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Fernregelung mittelst. Impulsen, bei welcher die zu regelnde Grösse an einer von dem Erzeuger entfernten Stelle gemessen wird, dadurch gekennzeichnet. dass die Regelorgane absatzweise um der Diffe renz zwischen Ist- und Soll-Zxlert direkt pro portionale Beträge in dem Vorzeichen dieser Differenz entsprechender Richtuug verstellt werden. UNTERANSPR-C CFIE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verstel lung der Regelorgane in regelmässiger zeitlicher Wiederholung vorgenommen wird. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Antrieb der Regelorgane über Zwischenglieder erfolgt, die derart ausgebildet sind, dass die Korrektur einer einmal entstandenen Abweichung durch mehrere Regelimpulse erfolgt, deren .je der durch einen Vergleich des jewei ligen Ist-Wertes mit dem Soll-uTert zu stande kommt. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwei Kontaktvorrich tungen (9, 10), die entsprechend dem Ist und dem Sollwerte eingestellt werden und eine mit den Kontaktvorrichtungen zu- sammenarbeitende Abtastvorrichtung (11 bis 1$) vorgesehen sind.
CH156572D 1930-03-18 1931-03-12 Einrichtung zur Fernregelung mittelst Impulsen. CH156572A (de)

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