CH156762A - Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus polymerisierbaren, eine Kohlenstoffdoppelbindung enthaltenden organischen Verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus polymerisierbaren, eine Kohlenstoffdoppelbindung enthaltenden organischen Verbindungen.

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CH156762A
CH156762A CH156762DA CH156762A CH 156762 A CH156762 A CH 156762A CH 156762D A CH156762D A CH 156762DA CH 156762 A CH156762 A CH 156762A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Gewinnung -von     Polymerisationsprodukten    aus     polynierisierbaren,     eine     ]Kohlenstoffdoppelbindung    enthaltenden organischen Verbindungen.    Die     Polymerisation    von     polymerisier-          baren,    eine     Kohlenstoffdoppelbindung    ent  haltenden organischen Verbindungen, wie       Styrol,        Inden,        Vinylaoetat    und dergleichen,       lässt    sich in     einfach-er    Weise, zum Beispiel  durch Erhitzen in Kesseln mit oder ohne An  wendung von Katalysatoren,

       dureb-führen.     Das     Polymerisat,    wird dabei<B>je</B> nach der  Form der Kessel als Block oder in anderer       kompakterForm    erhalten. Es     lässt    sich auch  in der Wärme nur schwierig aus den Re  aktionsgefässen ausbringen und     muss,    damit  es verwendet werden kann, noch zerkleinert  werden.     -Die    Zerkleinerung geschieht meist  durch mechanische Bearbeitung, wie Drehen,  Hobeln oder Mahlen; sie ist kostspielig und  bereitet häufig Schwierigkeiten, weil beim  Zerkleinern das Material warm und damit  plastisch wird und die Zerkleinerungsappa  rate verklebt.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man in ein  facher Weise die     Polymerisationsprodukte       von     polymersierbaren,    eine     Kohlenstoff-          doppelbindung    enthaltenden organischen Ver  bindungen in solcher Form erhalten kann.

         dass    sie sich leicht verarbeiten lassen, wenn  man das zu polymerisierende     Monomere    in  flüssiger Phase und in Abwesenheit von     Lö-          sun-s-    und     Verdünnuno-smitteln        kontinuier-          lieli    in --in Gefäss einführt und das in dem  Gefäss polymerisierte<B>'</B> Produkt an einer an  dern Stelle des Gefässes etwa in dem gleichen  Masse, wie das     Monomere    eingeführt wird,  abführt.

   Beispielsweise kann man hierbei  durch Ausbildung der     AbführuDgsöffnunv     des     Reaktionsgefässes    als Düsen unmittelbar  das     Polymerisationsprodukt    in Form von  Fäden, Bändern oder Stäben erhalten, die  nach dem Austritt noch gewisse Zeit plastisch  sind und sich daher leicht kontinuierlich.  zum Beispiel durch Spulen     ete.,    abnehmen  lassen.  



  Das verwendete Reaktionsgefäss kann  zum Beispiel ein Rohr, das mit einer För-           dersehneche    versehen sein kann, oder ein be  liebig anders geformtes Gefäss' sein, welches  so eingerichtet, ist,     dass    das ununterbrochen  zugefügte, zum Beispiel     zugepumpte,    nicht       polymerisiertre        monomere    Produkt sieh nicht  oder     nur    in geringem Masse mit     dem    bereits  polymerisierten Produkt mischt.

   Bei     Anwen-          Üung    von Rohren     -ete.    als     Polymerisations-          gefässe    gelingt es leicht, die bei der     Pol#-          merisation    freiwerdende Wärme abzuführen  und<B>je</B> nach der gewählten Temperatur und       Durchsetzgesehwindigkeit    durchaus     versehie-          denartige,    aber     jedesmal    gleichmässige End  produkte zu erhalten.  



  Man kann so<B>je</B> nach der angewandten       Polymerisationstemperafur    Polystyrol von  verschiedenen, bisher nicht erreichten Festig  keitswerten erhalten, wie aus der     naelifol-          genden    Tabelle zu ersehen ist. Die Festig  keitswerte -wurden nach den vom Verband  Deutscher     Elektrotechnik..er    angegebenen     Piü-          fungsmethoden    (vergleiche     Vorschriftenbuch     des Verbandes Deutscher     Elektroteehniker,     <B>18.</B> Auflage,<B>1931,</B> Seite<B>196 ff.)</B> bestimmt.

    
EMI0002.0027     
  
    iege- <SEP> -,hlga,# <SEP> wärme  <I>Se</I>
<tb>  Polymerisations- <SEP> <U>festigkeit</U> <SEP> <B>b</B> <SEP> bestän  Temperatur <SEP> jestiAeit <SEP> digkeit
<tb>  <B>70- <SEP> 80 <SEP> 0 <SEP> C <SEP> 800</B> <SEP> 25 <SEP> <B>800 <SEP> C</B>
<tb>  <B>so- <SEP> 90 <SEP> 0 <SEP> C <SEP> 750</B> <SEP> 20 <SEP> <B>760 <SEP> C</B>
<tb>  <B>90-100 <SEP> 0 <SEP> C <SEP> 700</B> <SEP> 14-16 <SEP> <B>700 <SEP> C</B>
<tb>  120-130 <SEP> <B>0 <SEP> C <SEP> 600 <SEP> 8-10 <SEP> 680 <SEP> 0</B>
<tb>  140-160 <SEP> <B>0 <SEP> C</B> <SEP> 540 <SEP> <B>6-7 <SEP> 600 <SEP> C</B>       Bei der     Polymerisation    können     Katajy-          satoren,    Weichmacher,     Füllstoffe    und der  gleichen zugesetzt werden.  



  <B>C</B>  Bestimmt nach     Ausführungsform    a       bei    Zimmertemperatur.  



       (")    Nach     Maxtens.       <I>Beispiel<B>1:</B></I>    Durch eine spiralförmig     aufgeWickelte     Rohrschlange von<B>1</B> Liter Inhalt wird mit  telst einer Pumpe     monomeres        Styrol,    das    noch 4%     Äthylbenzol    enthält und dem man  <B>ä%</B>     Trikre-sylphosphat    als     Weic'hmacher    zu  <B>g</B>     gesetzt        hat,        bei        einem        Druck        von        0,

          30        at.     durchgeführt. Die Schlange befindet sich in  einem Heizbad, das eine Temperatur von  <B>150</B> bis<B>160' C</B> hat. Die     Austritisstelle    ist       zu    einer Düse ausgebildet, unter der sich  eine Spule befindet, um das     Polymerisat     dauernd abzunehmen.

   In dieser Apparatur  kann man unter den an-     gebenen    Arbeits  bedingungen im Verlaufe von 24 Stunden  4 bis<B>6 kg</B> festes     Polymerisat    von folgenden  physikalischen Eigenschaften erhalten: Biege  festigkeit; 545, Schlagbiegefestigkeit<B>7,5</B> und  Wärmebeständigkeit<B>62" C.</B> Arbeitet man  statt bei<B>150</B> bis<B>160, ' C</B> bei     12'0    bis<B>130 '</B>     CJ     so erhält man ein zäheres     Polys-tyrol    von der  Biegefestigkeit<B>607,</B>     Sc'hlao-biegefestigk,-ii          10,1    und der Wärmebeständigkeit<B>68</B> bis  <B>69 ' C.</B> Die Ausbeute     beträggt.    dann 2 bis<B>3</B>     ko,

       in 24 Stunden.    <I>Beispiel 2:</I>    In. einem senkrecht stehenden zylindrischen  Kessel aus Aluminium von 200 Liter Inhalt  mit Zu- und Ablauf, in welchem sich zur       Beheizung        Dampfselilangen    befinden, werden  <B>30 kg</B>     Styrol    so lange auf 140 bis.<B>150' C</B>  .erhitzt, bis ein dicker Brei entstanden ist.

    Man     lässt        da-nn    so. lange stündlich etwa, zirka  <B><I>10</I></B>     lig        Styrol        naclifliessen,    bis der Kessel etwa  bis zur Hälfte gefüllt ist, und kann dann       kontinuierlieh    arbeiten, indem man oben  stündlich etwa<B>10 kg</B>     Styrol    zufliessen     lässt          und    unten die entsprechende Menge     Poly-          #styrol    abnimmt.

   Arbeitet man in der gleichen  Apparatur bei tieferen Temperaturen, so       muss    man die im Kessel, angebrachten Heiz  schlangen<B>je</B> nach Bedarf in     Meeigneter    Weise  <B>n</B>  kühlen.  Die     Polymerisation    dauert dann entspre  chend länger, und man erhält beim Arbeiten  zum Beispiel bei<B>100,' C</B> pro Tag nur das       0,8fache    des Kesselvolumens an Polystyrol.  Durch Zusatz von Beschleunigern, zum Bei  spiel     Benzoylsuperoxyd,    kann man in diesem  Falle einen grösseren     Durehsatz,    ohne Beein-           fräclitigung    der Eigenschaften der Produkte,  ,erzielen.

   Es, ist günstig, in diesem Falle  mehrere, Heizschlangen getrennt übereinander  im Kessel anzuordnen. Als     zweckmässiu    hat  sich dabei -weiter herausgestellt, zur glatten  Durchführung eines kontinuierlichen Ar  beitens im obern Teil des Kessels.     die        ge,-          wünschte    niedrige     Polymerisationste        mpera-          tur,    zum Beispiel<B>70</B> bis<B>80 '</B>     C,    -einzuhalten.

         Die    untern Heizschlangen des Kessels da  gegen werden heisser gehalten, so     dass        au     der     Au-strittsöffnung    das vollständig poly  merisierte     Polys-tyrol    genügend plastisch ist,  um das Ausbringen zu ermöglichen.  



  Auf diese     Weiseerreicht    man ein absolut       betriebs,sicheres    und kontinuierliches,     sfö-          rungsfreies    Arbeiten.  



  Eine     voirteilhafte    Vorrichtung zur Aus  führung     der    kontinuierlichen Arbeitsweise ist  in der anliegenden Zeichnung angegeben.  



  Der zylindrische, unten     konische    Kessel a,  in dem sich,     Heizsehlangen   <B>b</B> befinden, ist  unten mit einem heizbaren Rohr c, in dem  sich eine Transportschnecke     d    befindet, ver  bunden. Das Rohr     c    besitzt an der Austritts  seite einen Spalt, durch den das heisse" pla  stische Polystyrol     lierausgedrückt    wird-, es  wird dann zum Beispiel mittelst eines lau  fenden Bandes e kontinuierlich abgenommen.  



  An Stelle von     Styrel    kann man auf  gleiche Weise seine     Romologen,    ferner     Vinyl-          aoetat    und ähnliche     polymerisierbare    Körper,       wie        Acrylsäure    und ihre Derivate, in tech  nisch einfacher Weise in ihre     Polymerisa-          tionsprodukte    überführen.    <I>Beispiel<B>3:</B></I>  In einem Druckkessel wird     Styrol    ein  geführt und durch Erwärmen auf<B>100<I>' C</I></B>  polymerisiert.

   Die Austrittsstelle ist     züi     einem Spalt ausgebildet, der, wie auch der  untere Teil des Kessels, durch Heizung auf  <B>180</B> bis 200<B>' C</B> gebracht werden kann,     uin     das Material plastisch zu machen. Um die       Polymerisation    kontinuierlich zu     '-estalten,     erzeugt man in dem Kessel einen Druck von  ,etwa 20     at.    und führt     monoineres        Styrol    in  dem Masse zu, wie das polymerisierte     Styrol          ausgepresst    wird.

   Man kann die Austritts  stelle für das polymerisierte     Styrol    mit einem  heizbaren Hahn zur Regulierung der     au#s-          tretenden    Mengen versehen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Gewinnung von Polymeri- sationsprodukten aus polymerisierbaren, eine Kohlenstoffdoppelbindung enthaltenden or ganischen Verbindungen in der flüssigen Phase in Abwesenheit von Lösungs,- und Verdünnungs-mitteln durch Erhitzen, da durch gekennzeichnet, dass man das zu po lymerisierende monomere Ausgangsprodukt kontinuierlich inein Gefäss einführt und das in dem Gefäss polymerisierte Produkt etwa in dem gleichen Masse,
    wie das Monomere ein- gefülirt wird, abführt.
CH156762D 1930-10-02 1931-09-24 Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus polymerisierbaren, eine Kohlenstoffdoppelbindung enthaltenden organischen Verbindungen. CH156762A (de)

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CH156762D CH156762A (de) 1930-10-02 1931-09-24 Verfahren zur Gewinnung von Polymerisationsprodukten aus polymerisierbaren, eine Kohlenstoffdoppelbindung enthaltenden organischen Verbindungen.

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