Verfahren zum Beseitigen der Phasenfehler zwischen Bild- und Tonanfzeiehnunbe . Die Erfindung, deren Erfinder Dipl. Ing. Berthold Freund in Berlin-Schöneberg ist, betrifft ein Verfahren zum Beseitigen der Phasenfehler zwischen Bild- und Tonauf zeichnungen bei sogenwtnten nachsynchroni sierten Tonbildfilmen. Erfindungsgemäss wer den zuerst die Phasenfehlerwerte an den ein zelnen Stellen des Bildfilms in Farm von Längendifferenzen festgestellt, worauf dann an den betreffenden Stellen eine entspre chende Verlängerung oder Verkürzung des Bildfilms vorgenommen wird.
Die Erfindung- betrifft ebenfalls eine Einrichtung zur Aus übung des Verfahrens. Nach der Erfindung besitzt dieselbe eine Vorrichtung zum auto matischen Überspringen und zum Doppel kopieren einzelner Bilder.
Es sollen nun verschiedene Ausführungs beispiele des Verfahrens nach der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert werden.
Abb. 1 zeigt beispielsweise einen Bild film 1 und einen zugehörigen nachsynchroni-
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sierten <SEP> Begleit-Tonfilm <SEP> z. <SEP> Beide <SEP> Filme <SEP> sind
<tb> über <SEP> die <SEP> Transportrolle <SEP> 3, <SEP> die <SEP> beispielsweise
<tb> drei <SEP> Zahnreihen <SEP> besitzt, <SEP> so <SEP> gelegt, <SEP> dass <SEP> die
<tb> Tonaufzeichnungen <SEP> genau <SEP> neben <SEP> die <SEP> zu gehörigen <SEP> Bildaufzeichnungen <SEP> zu <SEP> liegen <SEP> kom men. <SEP> In <SEP> der <SEP> Lage <SEP> I-1 <SEP> ist <SEP> beispielsweise <SEP> am
<tb> Bildfilm <SEP> 5 <SEP> gerade <SEP> ein <SEP> offener <SEP> Mund <SEP> zu <SEP> sehen
<tb> und <SEP> im <SEP> zugehörigen <SEP> Tonfilm <SEP> ist <SEP> an <SEP> der <SEP> Stelle
<tb> 22 <SEP> eine <SEP> Tonaufzeichnung <SEP> registriert.
<SEP> Nun
<tb> beginnt <SEP> in <SEP> .den <SEP> darauffolgenden <SEP> Szenenbildern
<tb> 6, <SEP> 7 <SEP> usw. <SEP> der <SEP> Mund <SEP> sich <SEP> zu <SEP> schliessen, <SEP> wäh rend <SEP> zugleich <SEP> die <SEP> Betrachtung <SEP> der <SEP> Tonauf zeichnungen <SEP> ergibt, <SEP> dass <SEP> im <SEP> selben <SEP> Moment
<tb> auch <SEP> die <SEP> Tonaufzeichnungen <SEP> nachlassen. <SEP> Es
<tb> herrscht <SEP> somit <SEP> gerade <SEP> Synchronismus <SEP> zwi schen <SEP> Ton <SEP> und <SEP> Bild.
<SEP> Aus <SEP> der <SEP> Betrachtung
<tb> des <SEP> Bildes <SEP> ist <SEP> zu <SEP> ersehen, <SEP> da.ss <SEP> sich <SEP> der <SEP> Mund
<tb> beim <SEP> Einzelbild <SEP> 12 <SEP> gerade <SEP> wieder <SEP> geschlossen
<tb> hat, <SEP> während <SEP> das <SEP> zugehörige <SEP> Aussetzen <SEP> der
<tb> Tonaufzeichnungen <SEP> wesentlich <SEP> früher <SEP> erfolgt.
<tb> Zwischen <SEP> dem <SEP> Einzelbild <SEP> 12 <SEP> und <SEP> der <SEP> Ton aufzeichnungsstelle <SEP> 21 <SEP> besteht <SEP> somit <SEP> bereits eine Phasendifferenz, die durch den Gang unterschied der Stellen IV und 1I" fixiert ist.
Dieser Gangunterschied entspricht einer Differenz von drei Einzelbildern, um welche der Bildfilm an dieser Stelle verkürzt wer den müsste, um mit der zugehörigen Ton aufzeichnung zur Deckung gebracht zu wer den. Betrachtet man weiter den Verlauf der Mundbewegung an der Stelle III-III, so sieht man, dass beim Einzelbild 15 Synchro nismus zwischen Bild und der zugehörigen Tonaufzeichnungsstelle 20 besteht.
Es ent spricht somit dem Bildabschnitt von II' bis HI der Tonaufzeichnungsabschnitt von II" bis IH. Zur Erzielung der Phasenüberein- stimmung muss somit der Abschnitt. von IV bis III um drei Bilder vergrössert werden, das heisst also um dasselbe Mass, um welches der vorhergehende Abschnitt I bis TV ver kleinert wurde.
An der Stelle IV'-IV" folgt dagegen die Tonaufzeichnung hinter der zugehörigen Bildaufzeichnung nach, und zwar beträgt die Differenz die Strecke zweier Einzelbilder. Es müssen somit, um die Bildstrecke HI bis IV' auf die Länge der zugehörigen Tonaufzeichnungen III bis IV" zu bringen, zwei Einzelbilder eingefügt werden, worauf die gleiche Zahl im nächsten Abschnitt wiederum in Fortfall kommt usw.
Dadurch werden die Pendelungen der Ton aufzeichnungen gegenüber den Bildaufzeich nungen vollkommen korrigiert und auf gshoben.
Statt die Tonaufzeichnung unmittelbar optisch zu betrachten und darnach die Pha sendifferenz zwischen Bild und Ton festzu stellen, kann die Kontrolle der Tonaufzeich nungen auch akustisch erfolgen, wie dies in Abb. 2 veranschaulicht ist.
In dieser Abbil dung stellt 25 wieder einen Bildstreifen dar, 26 die zugehörige Tonaufzeichnung, die durch die Transportrolle 27 mit dem Bild film synchron gekuppelt zur Wiedergabe gelangt. 28 ist eine Lichtquelle, 29 eine Optik, 30 eine Photozelle, die zum Abtasten des Tonfilmes 26 dient; 31 ist eine Ver- stärkereinrichtung und 32 eine Tonw ieder- gabevorrichtung. Synchron mit dem ab laufenden Bildfilm 25 ist ferner ein Hilfs band 33 gekuppelt, auf dem beispielsweise am Fenster 34 im Moment des Auftretens der charakteristischen Stellen der Tonwieder gabe ein Zeichen markiert wird.
Auch auf diese Weise kann dann die Wegdifferenz beispielsweise zwischen dem Einzelbild 35 und der zugehörigen Markierung 36 ermit telt werden.
Statt unmittelbar die optische Aufzeich nung oder unmittelbar dieakustischeAufzeich- nung mit dem Bilde zu vergleichen, kann auch eine Umwandlung der Tonaufzeichnun gen zunächst in zugehörige Schriftzeichen erfolgen und dann erst diese Schriftzeichen folge mit dem Bildstreifen verglichen wer den.
Abb. 3 zeigt ein solches Umsetzen von Tonaufzeichnungen in Schriftzeichen. 40 ist ein Tonaufzeichnungsträger, der mittelst der Abtasteinrichtung 41 abgetastet und durch die Tonwiedergabeeinrichtung 42 wieder gegeben wird. Durch die Transportrollen 43 und 44 ist das Hilfsband 45 mit dem Ton träger synchron gekuppelt. Es wird nun durch Abhören des Tonaufzeichnungsträgers der zugehörige Text oder zugehörige Zeichen auf dem Hilfsband 45 registriert, und zwar in der Weise, dass stets im Moment des Auf tretens der Tonwirkung da-, zugehörige Zei chen an der Stelle X-X markiert wird, beziehungsweise zur Registrierung gelangt.
Dadurch erhält man ein Textband, das deut licher als die nur schwer lesbare Tonauf- zeichnungsschrift mit den Bildvorgängen verglichen und zum Feststellen von Phasen differenzen benutzt werden kann..
Abb. 4 zeigt die Anwendung .eines sol chen Textbandes für die Auffindung der Phasenfehler. 50 ist wieder ein Bildband, 45 ein Textband, das mit dem Bildband syn chron fortbewegt wird. V -V zeigt eine Stelle, wo Bild- und Textzeichen in der Phase übereinstimmen. An der Stelle VI', VV, ist jedoch der Bildabschnitt länger als der Text bandabschnitt usw., .so dass die Betrachtung der Abb. 1 hier ohne weiteres angewandt werden kann.
Abb. 5 zeigt ein Beispiel für die Mar kierung der gemäss Abb. 1 bezw. 4 gefun denen Pha.sendüfferenzen am Bildfilm. Es ist beispielsweise die Markierung von weg zulassenden Bildern durch Punkte, Lochun gen oder Einkerbungen am linken Rand der Einzelbilder vorgenommen, während das er forderliche Doppelkopieren von Einzelbildern durch entsprechende Zeichen am rechten Rand desBildbandes gekennzeichnet ist.
In der Abbildung ist der Bildabschnitt VII, VIII' um zwei Einzelbilder zu lang in bezug auf die zugehörige Tonstrecke VII, VIII". Es müssen somit zwei Einzelbilder fortgelassen werden, damit durch das Fortlassen mehrerer Einzelbilder keine störende Unstetigkeit in den Bildablauf hineinkommt; es ist Zweck mässig, nach Möglichkeit jedes zweite oder jedes dritte Bild fortzulassen.
In diesem Sinne ist in der Abbildung das Einzelbild 60 mit dem Zeichen 61 und das Einzelbild 62 mit dem Zeichen 6i3 versehen. Im darauf folgenden Abschnitt ist dagegen die Bild- streckeVIII'-IX'insgesamt um fünf Einzel bilder kürzer als die zugehörige Tonauf7eich- nung. Es sind somit insgesamt fünf Einzel bilder doppelt zu kopieren. Beim doppelten Kopieren ist es ohne Störung des Bildver- laufes auch möglich, jedes folgende Bild doppelt zu kopieren.
So ist das Einzelbild 67 mit dem Zeichen 68 und die Einzelbilder 69, 70 und 71 mit dem Zeichen 72, 73 und 74 versehen.
Abb. 6 zeigt eine Einrichtung zum auto matischen Kopieren der mit entsprechenden Zeichen, beispielsweise nach Abb. 5, ver- sehenen Bildfilme. 80 .ist der mit den am linken bezw. rechten Filmband angeordneten Lochungen versehene Bildstreifen, 81 der Kopierfilm, auf dem der korrigierte Bild- filmerhalten werden .soll. Beide Filme wer den vom Motor 82 über die Antriebsrollen 83, 84 und 85 angetrieben. 86 ist eine Optik, die an der Stelle 88 das.
Kopieren der Einzel bilder vornimmt. 89 ist ein Hebel, der bei- spielsweise in die rechte Lochreihe ein schnappt und 90 ein anderer Hebel, der in die linke Lochreihe einschnappt. So bald nun beispielsweise der Hebel 89 in ein Loch einfällt, schliesst er den Kontakt 91, betätigt somit den Elektro magneten 92, wodurch die Scheibe 93 frei gegeben wird und der Magnet 92 allein eine Umdrehung um die Scheibe 93 vollführt. Dadurch bleibt der Film 80 für die Dauer einer Bildbewegung stehen, während der Film 81 um ein Bildfeld weiterbewegt wird. Dadurch erfolgt ein doppeltes Kopieren des gerade im Bildfenster befindlichen Bildes.
Schnappt umgekehrt der Hebel 90 in ein Loch des Filmes 80 ein, so betätigt er durch den Kontakt 95 den Elektromagneten 96, so dass' die Scheibe 97 während einer Umdre hung des Elektromagnetes um die Achse 83 stillsteht und somit der Film 80 allein um .ein Bildfeld vorwärts bewegt wird. Zugleich wird während des Stillstandes des Filmes 81 durch den zweiten Hilfsmagneten 100 die Blende 101 in den Lichtweg der Kopier lampe gebracht, so dass ein Aussetzen einer Bildkopie erfolgt. Dadurch wird je ein Ein zelbild beim Kopieren fortgelassen.
Statt den bei der Phasenkorrektur be zeichneten Film zum Kopieren zu benutzen, kann er auch lediglich als Leitfilm für das Kopieren eines andern Originalfilmes be nutzt werden.
Abb. 7 zeigt diesen Fall, wobei 105 zum Beispiel ein Orignalnegativ ist. 106 ist ein Kopierfilm, auf den der Originalfilm kopiert werden soll. 107 ist die zum Beispiel der Abb. 5 entsprechende, mit der Lochung ver sehene positive Hilfskopie. Der Antrieb für alle drei Filme erfolgt synchron durch den Motor 108. Am Hilfsbildstreifen 107 greifen wieder die Fühlerhebel 110 und 111 an, die mit den Auslösemagneten 112 und<B>113</B> der Kopiereinrichtung zusammenarbeiten.
Genau wie in der Abb. 6 wird auch hier erreicht, dass einzelne Bilder des Negativ-Original- filmes fortgelassen oder doppelt kopiert werden. Der Film 106 kann beispielsweise auch ein Umkehrfilm sein, so dass vom korri gierten Film sogleich -ein vervielfältigbares zweites Originalmutter-Negativ gewonnen wird.
Es könnte aber auch statt eines Ne- gativfilmes 105 ein Positivfilm benutzt wer den (Umkehr oder Kopie des Original- negativs), so dass 106 ein Doublenegativ er gibt.
Abb. 8 zeigt eine Vorrichtung, die das Feststellen der Verschiebungen zwischen Bild und Ton erleichtert. Der Bildfilm 120 und der Tonfilm 121 sind in einem Gehäuse 122 synchron fortbewegbar. 123 ist eine beispiels weise von Hand angetriebene, gemeinsame Transportrolle. 124 ist ein verschiebbarer Zeiger, der sich auf das. jeweils'zu beachtende Einzelbild einstellen lässt. 125 ist ein ähn licher Zeiger, der auf die zugehörige Ton aufzeichnungsstelle geschoben wird.
Es kann nun leicht eine Markierung der fehler haften Tonfilmstrecke ,erfolgen, indem bei spielsweise .der Linienzug Z-Z gezogen wird.
Abb. 9 zeigt eine der Abb. 8 ähnliche Einrichtung, wobei jedoch die Markierung der fehlerhaften Tonfilmstellen durch auto matische Locheinrichtungen -erfolgt. 126 ist ein Gehäuse, 127 eine den Bildfilm 128 und das Textband oder Tonaufzeichnungsband 129 bewegende Transportrolle.
130 ist ein Zeiger, .der mit dem zu beachtenden Einzel bild zur Deckung gebracht wird. 131 ist ein zweiter Zeiger, der entlang einer Skala 132 an die zugehörige Tonaufzeichnungsstelle geschoben wird. In der Vorrichtung ist ferner eine grössere Anzahl von Lochstempeln 133', 133", 133"' usw., 134', 134", 134"' usw., 135', 135", 135"' usw. und schliesslich 136', 136", 136<B>'</B> usw. vorgesehen.
Durch in der Abbildung nicht gezeichnete, an sich bekannte Relais sollen nun diese Lochstempel in Funktion von der Einstellung des Zeigers 131 gesteuert werden. Und zwar sollen bei spielsweise bei Einstellungen des Zeigers 131 unterhalb der Mittellinie 0 der Skala. die Lochstempel 134 und 135 und bei Ein stellungen des Zeigers oberhalb der 0-Linie die Lochstempel 133 und 136 betätigt wer den. Ferner ist die Anordnung so getroffen, dass die Zahl der in jeder Gruppe betätigten Lochstempel der jeweiligen Stellung des Zeigers 131 auf der Skala 132 entspricht.
Steht beispielsweise der Zeiger 131 auf dem Skalenstrich 4, was einem Gangunterschied zwischen Bild und Ton von vier Bildein heiten entspricht, so werden vier Lochstempel der Reihe 135 und vier Lochstempel der Reihe 134 betätigt, so dass im Sinne der Abb. 5 usw. die entsprechende Korrektur der Bildzahl beim Kopierprozess automatisch möglich wird. Es sind in der Abbildung noch die Druckknöpfe 137 und 138 vorge sehen, die dazu dienen, nach Einstellen des Zeigers 131 auf die richtige Stelle durch Druck die zugehörigen Relaisgruppen aus zulösen.
Und zwar steht der Druckknopf<B>137</B> mit den Lochstempelgruppen 134 und 135 und der Druckknopf 138 mit den Relais gruppen 133 und 136 in Verbindung. Be findet sich also der Zeiger 131 unterhalb der Skalenmitte, so wird der Druckknopf 137 betätigt, und befindet er .sich oberhalb der Mitte, so wird der Druckknopf 138 be tätigt.
Abb. 10 zeigt ein Hilfsmittel, um bei auf gemeinsamem Träger aufgezeichneten Bild- und Tonaufzeichnungen eine eventuell vorhandene, notwendige, konstante Verschie bung zwischen Bild- und Tonaufzeichnung bei der Betrachtung des Bildfilmes gemäss Abb. 1, 4 bezw. Abb. 8 zu erleichtern.
150 ist der gemeinsame Träger, 151 die Bildauf zeichnung, 152 die verschobene Tonaufzeich nung, 153 ist .ein entlang,dem Filmband ver schiebbarer Schieber mit dem Querlineal 154 und dem Absatz 155, welcher der Verschie bung der Tonaufzeichnung entspricht. Der Schieber 153 kann in beliebiger Weise auch aus durchsichtigem Material hergestellt sein. Er besitzt den linealförmigen Fortsatz 156. der zum Markieren .der relativen Tonauf - zeichnungss'telle dient.
Abb. 11 zeigt eine Ton-Dehneinrichtung. 160 ist ein die Tonaufzeichnung 161 tra- gen der Aufzeichnungsträger. Die Tonauf zeichnung wird hinter einer Blende<B>162</B> vorbeibewegt, welche mit dem parallelo- grammförmigen Fenster 163 versehen ist. Der innerhalb .dieses Parallelogrammes sicht bar werdende Teil der Tonaufzeichnung, die in der Abbildung als Intensitätsschrift dar gestellt ist, wird von einer Einrichtung 164, die mit radial gestellten Schlitzen 165', 165", 165"' usw.
versehen ist, abgetastet. Der Ab atcand dieser Schlitze ist beispielsweise so gewählt, dass sich Anfang und Ende der im Fenster :erscheinenden Tonaufzeichnungs- drei:ecke überlappen.
Steht nun der Tonauf- zeichnungsträg:er still und läuft die Abtast einrichtung um, so wird entsprechend der im Fenster erscheinenden Tonaufzeichnungen vermittelst einer lichtelektrischen Abtastein- richtung und einer Tonwi-edergäbeeinrich- tung ein Ton erzeugt. Die Einzelheiten der Anordnung der an sich bekannten Optik sind in der Zeichnung .einfachheitshalber fort gelassen.
Wird nun :der Tonfilm langsam vorwärtsbewegt, so :erhöht sich die Tonhöhe um einen bestimmten Betrag, der von der Geschwindigkeit der Filmbewegung abhängt. Söll dieser bei :der Filmbewegung erhaltene Ton der mittleren Tonlage entsprechen und soll der Film bei der Beobachtung beispiels weise mit '/5 der Normalgeschwindigkeit be wegt werden, so muss die durch die um laufende Tasteinrichtung allein erzeugte Tonhöhe<B>%</B> der normalen Tonhöhe entspre chen.
Dementsprechend ist die Umlaufzahl der vorgesehenen Schlitzblenden zu wählen, das heisst bei einer normalen Sollgeschwin digkeit des Tonfilms von 45 cm pro Sekunde würde die Fortbewegungsgeschwindigkeit der Schlitze 36 cm pro Sekunde betragen.
Da durch ist es möglich, für die genannten Kon trollzwecke mit der Verlangsamung der Bild wiedergabe auch eine Verlangsamung der Tonwiedergabe zu erzielen, ohne dass die Tonhöhe bis zur Unverständlichkeit der Ton wiedergabe sinken muss. Zweckmässigerweise kann der Antrieb der umlaufenden Tastblend:e mit dem Antrieb :des Bildfilms, insbesondere bei vergrösserter Projektionsdauer des Einzel bildes und kleinen Dunkelpausen vorgenom men werden. Die in der .Abbildung darge stellte Anordnung kann statt für die Zwecke der Tonzeitlupe auch für die Zwecke der Ton zeitraffung benutzt werden.
Im letzteren Falle muss' der Tonstreifen 161 bloss rascher als normal bewegt werden, während die um laufende Tastblende 164 in der Richtung des sich fortbewegenden Films umläuft. Dadurch wird die Relativgeschwindigkeit zwischen Tastblende und Film verkleinert und hier durch die durch die Filmgeschwindigkeits- erhöhung bedingte Tonerhöhung wieder zum Beispiel auf normale Tonhöhenlage herab gesetzt.
Naturgemäss werden hierbei in jedem Blendenintervall kurze Tonaufzeichnungs- abschnitte übersprungen, wodurch sich ja der Vorgang :der Tonzeitraffung ergibt.
Abb. 12 zeigt verschiedene Formen von Tonfensterausschnitten gemäss Abb. 11. 2:fl5 zeigt eine rechteckige Form, 206 eine pa- rallelogrammartige, 20'7 eine trapezförmige, 208 eine rhombusförmige, 209 eine drei eckige und 210 eine kreisabschnittartige Form.
Abb. 13 zeigt eine besondere Ausbildung einer Markierungszange zum Lochen oder Einkerben der Bildfilme, wobei ein Zeiger 215 vorgesehen ist, der auf die Grenzlinie zwischen zwei Einzelbildern eingestellt wird, -so dass der Locher 216 in der richtigen Lage zu liegen kommt.
Abb. 14 zeigt eine andere Ausführung einer Markierungzange, die :einen der Bild höhe h entsprechenden Teil 220 besitzt, der genau auf den von einemEinzelbild eingenom menen Raum einzustellen ist. Die Zangen können statt mit Löchern auch mit gerb- oder Harkierungseinrichtungen versehen sein.
Zur Erleichterung der Betrachtung der Bilder kann auch die gleichzeitige Projek tion mehrerer Einzelbilder, das heisst also eines ganzen Abschnittes des Filmbandes vor genommen und das Bildband langsam vor wärts bewegt werden, so dass gleichzeitig mehrere Einzelbilder im Blickfeld vorbei ziehen.
Die Beobachtung von Bild und Ton bezw. Tonzeichen kann sowohl mittelst Gross projektion, wie auch mittelst Kleinprojektion oder subjektiver Betrachtung an Kontroll pulten erfolg. Im letzteren Falle kann die Beobachtung zweckmässigerweise mit den ent sprechenden optischen Vergrösserungsgläsern arbeiten. Auch kann zwecks Erleichterung der Kontrolle eine besondere kinematogra phische Wiedergabe vorgesehen werden, bei viele-her eine Vergrösserung der Projektions dauer .des Einzelbildes bei äusserst klein ge haltener Dunkelpause vorgenommen wird.
Dadurch erfolgt wohl eine ruckweise Bewe gung, wenn beispielsweise fünf Bilder oder dergleichen pro Sekunde wiedergegeben wer den sollen. Infolge der kurzen Dunkelpausen aber ist das lästige Flimmern weitgehend unterdrückt, und es kann eine leichte Beob achtung der Bildphasen erfolgen. Um bei dieser wesentlich verlangsamten mittleren Geschwindigkeit des Bildfilms auch ein akustisches Abhören der Tonaufzeichnungen zu ermöglichen, kann von der besonderen Art der Tondehnung Gebrauch gemacht werden.