CH163568A - Verfahren zur regiemässigen Bearbeitung von Bildfilmen. - Google Patents

Verfahren zur regiemässigen Bearbeitung von Bildfilmen.

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CH163568A
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N V Kuechenmeister S Int Films
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Kuechenmeister S International
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  Verfahren zur regiemässigen Bearbeitung von Bildfilmen.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur regiemässigen Bearbeitung von  Bildfilmen.  



  Bekanntlich sind vorführungsfertige Filme  aus vielen einzelnen Stücken zusammen  gesetzt, die nicht unmittelbar den Original  aufnahmen entsprechen, sondern aus diesen  durch Aussonderung 'überflüssiger, Ersatz  schlechter und     Hinzufügung    neuer Einzel  bilder hergestellt werden. Mit Rücksicht auf  die hohen Anforderungen, die heute an Film  darbietungen gestellt werden, ist die oben  bezeichnete Regietätigkeit zu einem der  wichtigsten Teile des Herstellungsverfahrens  der Filme geworden, und es sind wiederholte  Probevorführungen, sowie     "Schnitte"    erfor  derlich, bis das Filmband den letzten Schliff  erhalten hat.  



  Die Erfindung ermöglicht, die regie  mässige Bearbeitung zu erleichtern und den  hierfür erforderlichen Zeitaufwand zu ver  ringern.    Die Zeichnung bezieht sich auf Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes,       und    zwar zeigt:       Fig.    1 bis     Fig.    4 je einen zur Durch  führung des Verfahrens     geeigneten    Film,       Fig.    5 eine Einrichtung zum Projizieren  des in     F'ig.    2 dargestellten Films,       Fig.    6 und 7 einen Betrachtungsapparat,

    durch den die Bilder und     Markierzeichen     bei einem Film nach     Fig.    1 wahrnehmbar ge  macht werden und       Fig.    8 und 9 Ausführungsbeispiele einer  zur Durchführung des Verfahrens geeigneten  Einrichtung.  



  Die     Fig.    1 zeigt ein Filmband, bei wel  chem eine Folge von     Markierzeichen    auf den  Filmbildern selbst, und zwar an der untern  Begrenzung derselben, angebracht ist. Hier  erhalten immer mehrere aufeinander folgende  Bilder das gleiche     Markierzeichen,    damit die  ses Zeichen trotz des schnellen Filmablaufes  deutlich ablesbar ist.      Die     Fig.    2 zeigt ein Filmband, bei wel  chem die     Markierzeichen    auf dem perforier  ten Band, und zwar     zwischen    den Perfora  tionslöchern, angebracht sind.  



  Bei dem Filmbande nach     Fig.    3 ist ein  Teil der     Filmbildhöhe    geopfert, um zwischen  je zwei     Einzelbildern    ein     Markierzeichen     unterzubringen. Hier sind die Einzelbilder  fortlaufend numeriert, im Gegensatz zu den       Numerierungen    auf den Filmbändern nach       Fig.    1     und    2, bei denen immer mehrere auf  einanderfolgende Bilder das gleiche Markier  zeichen erhalten.  



  Das Ablesen der     Markierungen    erfolgt  hier durch mechanisches     Abdrucken    oder  durch photographisches Kopieren. Es wird  dabei 'der Film um einen Betrag weiter  geschaltet, welcher der Höhe des Bildes plus  der Höhe des     Markierzeichens    entspricht.  



       Fig.    4 zeigt in schaubildlicher Darstel  lung einen für die regiemässige Vorführung  bestimmten Bildfilm, bei welchem die     Mar-          kierzeichen    als     Zwischentitel    auftreten,  das heisst, es ist hier in regelmässigen  Abständen die Bildreihe durch solche Bild  felder unterbrochen, die in mehrfacher Wie  derholung nur ein     Markierzeichen    tragen.  Bei diesen vier Filmen befinden sich also  die     Markierzeichen    auf den Filmen selbst,  so dass beim Ablaufen des Films die Folge  von     Markierzeichen        synchron    mit demselben  abläuft.

   Es kann die     Wahrnehmbarmachung     der     Markierzeichen    der in     Fig.    1 bis 4 dar  gestellten Filme, welche bei der Herstellung  der     Bildfilmkopie        miteinkopiert    werden,  durch Projektion erfolgen. Zweckmässig kann  für die     Markierzeichen    eine besondere Pro  jektionseinrichtung vorgesehen werden, wo  bei man die     Markierzeichen    in anderer Ver  grösserung zur Projektion bringen kann als  die Filmbilder selbst.

   Es empfiehlt sich, die       Markierzeichen    mittelst einer besonderen  Auftragsmasse auf den Film zu drucken, die  so beschaffen ist, dass sie normales Licht  ungehindert passieren lässt, durch anderes  Licht aber, zum Beispiel     ultraviolettes    oder  infrarotes Licht, wahrnehmbar wird. Statt  Stoffe für ultraviolettes oder infrarotes Licht         können        luminiszente    Stoffe benutzt werden.  Benutzt man solche     Sonderauftragsmassen,     so kann man die Zeichen unbeschadet der       Filmbildwirkung    auf der Rückseite des Film  bandes unter Ausnutzung der ganzen Fläche  drucken und auf diese Weise sehr grosse       Markierzeichen    erhalten.

      Die     Fig.    5 zeigt eine zur Durchführung  des     Verfahrens    geeignete Einrichtung zum  Projizieren des in     Fig.    2 dargestellten Films.  Hierbei ist ein Kinoprojektor vorgesehen,  der die Einzelbilder auf eine Projektions  wand wirft. Diese Projektionswand besitzt  hier auf der rechten Seite eine Erweiterung,  auf welcher beim Projizieren die zwischen  den Perforationslöchern angebrachten     Mar-          kierzeichen    erscheinen. Zu diesem Zwecke  besitzt der     Ausschnitt    des Bildfensters des  Projektors eine seitliche Erweiterung, so dass  es möglich ist, ausser den Bildern auch die       Markierzeichen    zu durchleuchten und zu  projizieren.

   Das Projizieren der Markierun  gen kann auch in anderer Vergrösserung er  folgen als das Projizieren der Bilder selbst.  Man könnte die     Markierzeichen    statt auf dem  Film selbst auf einem mit dem Bildfilm  ablaufenden Begleitstreifen anbringen,     -wobei     man diesen Begleitstreifen beispielsweise an  einer Lichtquelle stetig     vorbeibewegen        würde,     so dass auf der     Projektionsflähe    die Mar  kierungen an einer dort fest     angebrachten     Marke in 'stetiger Geschwindigkeit     wander-          schriftartig    vorbeiziehen würden.

      Die     Fig.    6 zeigt ein     Kinoskop    2, durch  welches der Bildfilm gemäss     Fig.    1 hindurch  läuft, wobei sowohl die Bilder, als auch die       Markierzeichen    durch die Betrachtungs  optik 3     wahrnehmbar    gemacht werden. Das  in dieser     Optik    erscheinende Bild ist in     Fig.    7  zur Darstellung gebracht. Beim Projizieren  der Filme gemäss     F'ig.    1 bis 4     mit    den Ap  paraten gemäss     Fig.    5 bis 7 werden die       Markierzeichen    ständig optisch wahrnehm  bar gemacht.  



  Die     Fig.    8 zeigt einen Regietisch, der  mit einem Doppelprojektor 5 versehen ist.  In diesem Doppelprojektor werden sowohl      der Bildfilm, als auch ein die Markier  zeichen tragender Begleitstreifen 7 derart  durchleuchtet, dass die Einzelbilder     bezw.          Markierzeichen    auf der Projektionsfläche 8  wahrnehmbar sind. Ferner ist eine Einrich  tung 9 vorgesehen, die mit einem     Sammel-          behälter    für     Abänderungs-Anweisungen    auf  weisende Schrifttafeln versehen ist, und aus  dem einzelne Tafeln durch Drücken auf eine  der Tasten 10 herausgehoben und sichtbar  gemacht werden können.

   Das Filmbild und  das     Markierzeichen    auf der Projektionsfläche  8 und die hervorgehobenen Schrifttafeln sind  hierbei gleich oder fast gleich weit ent  fernt von einem photographischen Aufnahme  apparat 11, der automatisch mittelst einer  der Tasten 10 betätigt werden kann. Beim  Drücken einer solchen Taste 10, von denen  jede einer besonderen Schrifttafel entspricht,  wird die betreffende Schrifttafel heraus  gehoben, worauf automatisch eine photogra  phische Aufnahme des     Markierzeichens    und  des Bildes auf der Fläche 8, sowie der  Schrifttafel 9 mittelst der Kamera 11 er  folgt.

   Nach dem Loslassen des Knopfes tritt  die Schrifttafel automatisch in ihre Ruhe  stellung zurück, wobei gleichzeitig ein  selbsttätiges     Weiterschalten    des Aufnahme  films in der Kamera 11 um ein entspre  chendes Stück erfolgt. Alle hierzu erforder  lichen Organe sind innerhalb des Regietisches  angebracht.  



  Die     Fig.    9 zeigt einen Regietisch, der  etwas anders ausgebildet ist. Hier sind ne  ben dem Projektor 12, der zur     Wahrnehm-          barmachung    der Filmbilder dient, ein mit  dem Filmband ablaufendes Nummernzähl  werk<B>1.3</B> und ein     Schrifttafel-Sammelbehäl-          ter    1.4 vorgesehen, die miteinander konstruk  tiv vereinigt sind. Zweckmässig wird dieses  Zählwerk so angeordnet, dass sich dessen       Ablesestelle    in dem Sehbereich des die Pro  jektion des Bildfilms Betrachtenden befindet.  Ausserdem ist eine Anzahl von     Auslösegrif-          fen    15 vorhanden.

   Hier kommt der mit fort  laufenden Nummern versehene Film nach       Fig.    3 zur     Anwendung.    Die Nummern des       Zählwerkes    bilden die     Markierzeichen.    Das    Zählwerk 13 ist mit einer Vorrichtung ver  sehen, die ein Abdrucken des jeweils dem  Bildablauf entsprechenden     Markierzeichens     und der Angabe der in     Arbeitsstellring    be  findlichen Schrifttafel auf einen beispiels  weise aus Papier bestehenden Hilfsträger ge  stattet.

   Die Vorrichtung weist zum Beispiel  entsprechende Gummistempel auf, die auf den  Hilfsträger gepresst werden     können,    wobei  sie ihre Angaben auf diesen nach jedem Ab  drucken schrittweise weiter bewegten Hilfs  träger abdrucken. Der Regieführer sieht  hierbei weder die Anzeige des Zählwerke,  noch die     Schrifttafeln,    sondern er     benutzt     die Einrichtungen 13 und 14 derart, dass er  durch Drücken auf einen der     Auslösegriffe     15 den jeweiligen Stand des Zählwerkes,  dessen Angaben mit den Nummern des Film  bandes übereinstimmen, auf den Hilfsträger  abdruckt und gleichzeitig das Abdrucken  eines durch die betreffende Taste ausgewähl  ten     Schrifttextes    auf den Hilfsträger ver  anlasst.

   Dieser Hilfsträger, beispielsweise ein  Papierstreifen, schaltet sich nach jedem Ab  druck selbsttätig weiter, so dass.' der benutzte  Teil nach beendeter Prüfung abgeschnitten  und als Regieanweisung     weitergegeb(,n    wer  den kann. Dieser bedruckte Streifen ent  hält dann Angaben etwa folgender Art:  "Bilder 375 heller kopieren", "Bilder 412  zwei Meter wegschneiden", usw.  



  In jedem Falle sind also Vorkehrungen  getroffen, um ein zu einer beanstandenden  Filmstelle gehörendes     Markierzeichen    sicht  bar zu machen. Bei den ersten Beispielen  geschieht dies durch Projektion, in dem  letzten Beispiel durch Aufdrucken auf einen  Hilfsträger.  



  Es     wird    demnach das regiemässige Be  arbeiten erheblich vereinfacht und abge  kürzt, wobei gleichzeitig an Hilfspersonal ge  spart und ein Vermeiden von Irrtümern er  reicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur regiemässigen Bearbeitung von Bildfilmen, dadurch 'gekennzeichnet, dass während der optischen Vorführung des zu bearbeitenden Bildfilms eine Folge von Markierzeichen, die ein nachträgliches ra sches Auffinden der abzuändernden Bild filmstellen ermöglicht, synchron mit dem Bildfilm abläuft, und dass Vorkehrungen ge troffen werden, welche es ermöglichen, zu zu beanstandenden Filmstellen gehörende Markierzeichen wahrnehmbar zu machen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehreren aufeinander folgenden Filmeinzelbildern das gleiche Zeichen zugeordnet wird. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zeichenfolge auf einen besonderen Begleitstreifen aufgezeichnet wird. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Wahr- nehmbarmachung der Markierzeichen durch Projektion erfolgt. 4.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mar- kierzeichen als Zwischentitel des Bilde films zur Projektion gebracht werden. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Filmbildern ein Markierzeichen angeordnet wird, und dass das Fort schalten des Films im Bildfenster um die um 'die Höhe des Markierzeichens vermehrte Bildhöhe erfolgt. 6.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mar- kierzeichen auf dem Film innerhalb der Filmbilder angeordnet werden und dass sie gleichzeitig mit den Filmbildern optisch wahrnehmbar gemacht werden. ?. Verfahren nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass die Markier zeichen durch eine besondere Einrich tung projiziert werden. B.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mar- kierzeichen in. anderer Vergrösserung zur Projektion gebracht werden als die Film bilder. 9. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mar- kierzeichen bei der Herstellung der Bild filmkopie miteinkopiert werden. 10.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 9, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Markierzeichen mittelst einer Auftragmasse auf den Film gedruckt werden, die normales Licht ungehindert passieren lässt. 11. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bild fenster verwendet wird, dessen Aus schnitt eine Erweiterung zur Mitaus- leuchtung der ausserhalb der Bildfen ster angeordneten Markierzeichen auf weist. 12.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zeichen folge die Nummern eines mit dem Bild film ablaufenden Zählwerkes verwendet werden. 13. Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablesestelle des Zählwerkes in den Sehbereich des die Projektion des Bildfilms Betrachtenden verlegt wird. 14. Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zählwerk mit einer Vorrichtung versehen wird, die ein Abdrucken des jeweils dem Bildfilm ablauf entsprechenden Markierzeichens mittelst eines Auslösegriffes auf einen Hilfsträger gestattet. 15.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass' die Wahr- nehmbarmachung der auf dem stetig bewegten Begleitstreifen angeordneten Zeichen durch Projektion erfolgt, wobei sich die Zeichen an einer auf der Pro jektionsfläche angebrachten Marke vor bei bewegen. Verfahren nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Mitverwendung einer Einrichtung, die es gestattet, aus einer Anzahl Abänderungs-Anweisun- gen aufweisender Schrifttafeln eine aus zuwählen und in Arbeitsstellung zu bringen.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 16., dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils sieht- bar gemachte Schrifttafel photographiert wird. 18. Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abänderungs- Anweisungen gedruckt werden. 19. Verfahren nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 12 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Zählwerknummern, als auch die Abände- rungs-Anweisungen auf einen gemein samen Träger gedruckt werden.
CH163568D 1930-06-07 1931-06-06 Verfahren zur regiemässigen Bearbeitung von Bildfilmen. CH163568A (de)

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