CH157033A - Verfahren zur Darstellung von Antimon-V-glukosaminat. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Antimon-V-glukosaminat.

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CH157033A
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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  Verfahren zur Darstellung von     Intimon-V-glukosaminat.       Die Eigenschaften, die als Grunderforder  nisse an therapeutisch zu verwendende Me  tallverbindungen gestellt werden, sind vor  allem geringe Giftigkeit, ]Reizlosigkeit bei der  Injektion und genügende Löslichkeit. Die  beiden ersten Eigenschaften sind chemisch  durch die komplexe Bindung des     Metalles    und  den neutralen Charakter der Verbindung be  dingt, während die Wasserlöslichkeit meistens  durch das Vorhandensein von mit     Alkalimetall          abgesättigten    sauren Gruppen oder durch An  häufung von     Hydroxylgruppen    erreicht wird.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    die     Glukos-          aminsäure    Metallverbindungen zu liefern ver  mag, die diesen Anforderungen in weitgehen  dem Masse entsprechen. Die komplexe Bin  dung des     Metalles    ist einerseits auf die     a-          Stellung    der     Aminogruppe    zur     Carboxyl-          gruppe    zurückzuführen; das     hauptvalenzartig     mit letzterer verbundene Metall ist     neben-          valenzartig    mit der     Aminogruppe    verknüpft.

    Dadurch entstehen ausserordentlich stabile  Komplexe, denen, wie aus den Formelbildern    ersichtlich ist, ein Fünferring zu Grunde liegt  wie in den     Schwermetallkomplexsalzen    an  derer     Aminosäuren,    zum Beispiel     ina        Glyko-          koll-Kupfer    (P.     Pfeiffer,    Organische Molekül  verbindungen<B>1922,</B> Seite<B>176):</B>  
EMI0001.0025     
    Die neuen Verbindungen sind demnach als  innere     Metallkomplexsalze    aufzufassen.  



  Die Fähigkeit zur Komplexbildung wird  anderseits durch die alkoholischen     Hydroxyl-          gruppen    des     Glukosaminsäuremoleküls    er  höht, denn bekanntlich vermögen schon     Oxy-          earbonsäuren    an sich Metallkomplexe zu  bilden.  



  Die Metallverbindungen der     Glukosamin-          säure,    die sowohl eine     Aminogruppe,    als auch       Hydroxylgruppen    in ihrem Molekül enthält      übertreffen, was die chemische Stabilität der       Metallkomplexe,    die geringe Reizung bei der  Injektion und die gute Verträglichkeit anbe  trifft, die Metallverbindungen der stickstoff  freien     Oxy-    und     Polyoxycarbonsäuren    bei  weitem.  



  Gegenüber den schon seit längerer Zeit       unterguchten        Schwermetallkomplexsalzen    der  gewöhnlichen nur eine oder keine     Hydroxyl-          gruppe    enthaltenden     Aminosäuren,    welche  infolge ihrer Schwerlöslichkeit therapeutisch  nicht von Interesse sind, bewirkt     dieAnhäu-          fung    der vier     Hydroxyle    in der     Glukosamin-          säure    bei den meisten ihrer Metallverbindun  gen eine für therapeutische Zwecke ausrei  chende Löslichkeit.  



  In der Literatur sind bereits normale Me  tallsalze der     Glukosaminsäuren    zum Zwecke  ihrer Charakterisierung beschrieben, und zwar  das Kupfer-, Zink- und Silbersalz<B>(E.</B> Fischer  und F.     Thiemann,    B.<B>27,</B> 144 [1894]). Aus  dieser Veröffentlichung könnte aber keines  wegs geschlossen werden,     dass    die     Glukos-          aminsäure    mit andern Metallen therapeutisch  wertvolle, komplexe Verbindungen zu bilden  vermag, und zwar besonders deshalb, weil das  beschriebene Kupfersalz unlöslich und das  Silbersalz unbeständig ist und unter Reduk  tion zu Metall zerfällt.  



  Die Darstellung der neuen Verbindungen  kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.  Man kann das Metalloxyd     bezw.        -hydro-          xyd    mit     Glukosaminsäure    umsetzen.  



  Man kann auch einer Lösung von     Orlukos-          aminsäure    und     Schwermetallsalz    die äquiva  lente Menge einer Base zusetzen, wobei das       Metallhydroxyd    in statu     naseendi    mit der       Glukosaminsäure    reagiert.  



  Im Falle der Anwendung des     Schwer-          metallsulfates    wird am besten     Bariumhydro-          xyd    zugesetzt, weil dann     Bariumsulfat    aus  fällt und kein unerwünschtes anorganisches  Salz in Lösung bleibt.  



  Wendet man     Metallehloride    an, so ist es  vorteilhaft, das     Metallhydroxyl    mit     Diäthyl-          amin    oder ähnlichen Basen, deren Chlorhy  drate in Alkohol löslich sind, freizusetzen,  weil dann eine saubere     Abscheidung    des         Metall-Glukosaminates    durch Fällen mit<B>Al-</B>  kohol möglich ist.  



  Man kann auch die wässerige Lösung der       Glukosaminsäure    mit     Schwermetallkarbonat     erwärmen, wobei, obwohl die     Glukosamin-          säure    infolge     intramülekularer    Salzbildung  vollkommen neutral reagiert, das Karbonat  unter     Kohlensäureentwicklung    in Lösung geht.  



  Die Darstellung der neuen Verbindungen  kann ferner durch doppelte Umsetzung von  Salzen der     Glukosaminsäure    mit     Schwer-          metallsalzen    erfolgen, zum Beispiel des     Ba-          riumsalze8    mit     Schwermetallsulfat.     



  Neben dein normalen, der Wertigkeit des       Metalles    entsprechenden Salzen, die meist  schön kristallisieren, lassen sich auch Ver  bindungen der     Glukosaminsäure    darstellen,  die einen zwei-, drei und mehrmal so hohen  Metallgehalt aufweisen, als es den normalen       stöchiometrischen    Verhältnissen entsprechen  würde und die ausserordentlich leicht löslich  sind.

   Behandelt man die nach dem vorliegen  den Verfahren erhaltenen     Schwermetallglukos-          aminate    mit anorganischen oder organischen  Basen, so bilden sich dann die sehr leicht  löslichen     Schwermetall-Alkali-        bezw.        Ämin-          usw.        -glukosaminate.     



  Als anorganische Basen können basisch  reagierende Verbindungen der Alkali- und       Erdalkalimetalle,    wie zum Beispiel Verbin  dungen des Natriums, Kaliums,     Lithiums,     Magnesiums,     Caleiums        usw.    verwendet wer  den.

   Als organische Basen kann man zum  Beispiel     Methylamin,        Dimethylamin,        Diäthyl-          amin,        Äthylendiamin,        Cholin,        quaternäre        Am-          moniumbasen,    Anilin,     Dimethylanilin,        Benzyl-          amin,        Tyramin,        Pyridin,        Chinolin,        Hexahydro-          anilin,        Piperazin,

          Piperidin,        Putresein        usw.     und Alkaloide, wie Chinin,     Emetin,    Morphin,  Strychnin     usw.    verwenden.  



  Starke organische Basen geben mit den       Schwermetallglukosaminaten    sehr beständige,  leicht wasserlösliche Verbindungen, welche  für die Therapie von grosser Wichtigkeit sind.  



  Das vorliegende Verfahren betrifft nun die  Darstellung von     Aritimon-V-glukosaminat    und  ist dadurch gekennzeichnet,     dass    man     Glukos-          aminsäure    mit     Tetraantimonsäure    behandelt.           Beispiel.-          In    eine Lösung von<B>1</B> Teil     Glukosamin-          säure    in<B>30</B> Teilen Wasser trägt man unter  Rühren bei<B>50 0</B> in kleinen Portionen inner  halb 4 Stunden insgesamt<B>1</B> Teil     Tetraanti-          monsäure    ein.

   Unter     Erkaltenlassen    wird<B>1</B>  Stunde weiter gerührt, von der überschüssi  gen     Aritimonsäure    durch ein     Talkfilter        abfil-          triert    und das Filtrat im Vakuum auf unge  fähr<B>3</B> Teile eingeengt. Durch Einrühren in  <B>30</B> Teile absoluten Alkohol erhält man das       Aritimon-Glukosaminatinweissen,voluminösen     Flocken, die sich nach einigem Stehen als  schweres Pulver absetzen. Dasselbe ist in  Wasser mit saurer Reaktion sehr leicht lös  lich; die Lösung ist kochbeständig.  



  Zusammensetzung:     (C611i206N)2Sb(OH)s          Antimon        berechnet.        21,5        %          Antimon        gefunden:        20,5        %.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Antimon- V-glukosaminat, dadurch gekennzeichnet, dass man Glukosaminsäure mit Tetraantimonsäure behandelt. Die neue Verbindung stellt in trockenem Zustande ein weisses Pulver von der Zusam mensetzung (06Hi20rN)28b(OH)8 dar, welches in Wasser mit saurer Reaktion leicht löslich ist und kochbeständige Lösungen liefert. Dasselbe soll als Ausgangsprodukt zur Dar stellung von therapeutisch wirksamen Ver bindungen verwendet werden.
CH157033D 1930-11-10 1931-11-10 Verfahren zur Darstellung von Antimon-V-glukosaminat. CH157033A (de)

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