DE934664C - Verfahren zur Herstellung von Proteohormonverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Proteohormonverbindungen

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DE934664C
DE934664C DEG11967A DEG0011967A DE934664C DE 934664 C DE934664 C DE 934664C DE G11967 A DEG11967 A DE G11967A DE G0011967 A DEG0011967 A DE G0011967A DE 934664 C DE934664 C DE 934664C
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proteohormone
cytochrome
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insulin
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Karl Dr Med Gaede
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07K—PEPTIDES
    • C07K14/00—Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435—Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/575—Hormones
    • C07K14/62—Insulins

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  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Proteohormonverbindungen Verfahren zur Herstellung von verzögernd wirkenden Hormonkomplexen sind bekannt. Als verzögernd wirkende Zusätze zu Hormonen werden beispielsweise für Insulin höhermolekulare Eiweißkörper, wie z. B. Globine, Histone, ferner niedermolekulare, wie Protamine, sowie Nucleinsäuren, Aminosäuren und außerdem neben anderen Verbindungen Chinolin- und Acridinabkömmlinge oft in Kombination mit Schwermetallen verwendet. Roberts erhielt ein Verzögerungsinsulin durch Kombination mit Hämin und Cholin. Diese Hormonkombinationen besitzen den Nachteil, daß körperfremde Komponenten dem Hormon zugesetzt werden oder daß sie nicht der natürlichen Bindung des Hormons im Organismus entsprechen. Hinzu kommt, daß bisher beschriebene Eiweißhormonverbindungen bei Lagerung im sauren Milieu ihre Zusammensetzung ändern. Daher sind haltbare Insulin-Eiweißverbindungen nur bei einer Reaktion in der Nähe des Neutralpunktes beständig; sie liegen dann aber nicht mehr in echter Lösung, sondern als Suspensionen vor, die eine gleichmäßige Dosierung bei der Anwendung als Arzneimittel erschweren: Ferner können diese Verbindungen nicht einer Hitzesterilisierung unterworfen werden.
  • Es wurde-nun gefunden, daß die Umsetzung von Proteohormonen mit Proteiden, die neben einem eiweißartigen Bestandteil eine oder mehrere niedermolekulare Gruppen enthalten, definierte Verbindungen liefert. Die für diesen Zweck anzuwendenden Proteide sind physikalisch-chemisch dadurch gekennzeichnet, daß ihr isoelektrischer Punkt über pH = 8 liegt. Unter diesen Proteiden erwiesen sich als besonders geeignet Metall-Porphyrin-Proteide, wie z. B. das Cytochrom c, dessen Verträglichkeit bei parenteraler Verabreichung erwiesen ist (Klar, Ammon, Drabkin u. a.), und zwar in Dosen, die mehr als das iofache der Menge betragen, die zur Herstellung der genannten Proteohormonverbindungen erforderlich ist. Das Cytochrom c läßt sich im p$-Bereich von i bis 13 durch Hitze sterilisieren (Tauber, The chemistry and Technology of Enzymes, New York 1949 S. 198).
  • Das erfindungsgemäß beschriebene Verfahren liefert neue Verbindungen. Das geht daraus hervor, daß bei einem p$ von 4 bis 8 j e nach der gewähl=-ten Ausgangskonzentration der Einzelkomponenten schwerlösuche Verbindungen resultieren, während das Insulin selbst z. B. bei p$ 7 und das Cytochrom innerhalb 'des gesamten pH-Bereiches von 4 bis 8 löslich ist.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Proteohormonverbindungen zeichnen sich durch eine protrahierte Wirkung aus.
  • Die Umsetzung zwischen Proteiden und Proteohormonen, z. B. von Cytochrom c mit amorphen wie auch kristallisierten Hormonpräparaten, wird in an sich bekannter Weise in Gegenwart oder in Abwesenheit von Elektrolyten, z. B. Allkali- und Erdalkalisalzen, wie NaCl, CaClz, MgC12, und/oder Schwermetallionen, wie z. B. die des Kobalts, Zinks, Nickels, Eisens, Kadmiums, durchgeführt. Beispiel i o,8 g kristallines Insulin mit 23 IE/mg werden in io ccm einer o,i n-HCl gelöst. Dazu gibt man Zoo ccm Wasser, das 4 g Kochsalz und 1,2 g Trikresol enthält. Diese Lösung wird sterilisiert. Hierauf fügt man zu der ersten Lösung eine durch Hitze sterilisierte Auflösung von 0,4 g Cytochrom c in 250 ccm Wasser hinzu. Die Mischung der beiden Lösungen wird auf ein pg 2,9 bis 3,3 eingestellt.
  • Beispiel 2 2 g amorphem Insulin mit 18 IE/mg, gelöst in 26 ccm einer o,i n-HCl, fügt man 300 ccm destilliertes Wasser hinzu, stellt auf pg 7 ein und gibt nunmehr o,8 g Cytochrom c, gelöst in ioo ccm Wasser, hinzu, zentrifugiert die entstandene Verbindung ab und wäscht sie mit 2o ccm Wasser zur Erhöhung des Reinheitsgrades aus. Der Niederschlag wird dann verwendet zur Herstellung entweder einer Suspension der Cytochrom-c-Insulinverbindung in neutralem oder schwach saurem Kochsalz oder Traubenzucker enthaltenden Medium oder aber einer echten Lösung durch Behandeln mit verdünnter Salzsäure. Beispiel 3 Zu o,8 g Insulin mit 23 IE/mg, gelöst in io ccm einer o,i n-HCl, gibt man Zoo ccm Wasser, das 4 g Kochsalz, 1,2 g Trikresol und 320 mg Zinkchlorid enthält. Zu dieser Lösung werden 0,4 g Cytochrom c in Zoo ccm Wasser hinzugefügt und das pg der Mischung auf pn 4,2 eingestellt. Beispiel 4 400 mg gereinigtes Nebenschilddrüsenhormon wer- 75 den in Zoo cciri einer o,i n-HCl gelöst und zur Lösung von 250 mg Cytochrom c in ioo ccm Wasser hinzugefügt. Die Mischung wird auf p$ 4 gebracht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Proteohormonverbindüngen, dadurch gekennzeichnet, da.ß man wäßrigen Lösungen von Proteohormonen Proteide, deren isoelektrischer Punkt größer als pH 8 ist, zusetzt.
  2. 2. Verfahrzn nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise die Umetzung in Gegenwart von Alkali- und Erdalkalisalzen und/oder Schwermetallsalzen vornimmt. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 66o 859; USA.-Patentschriften Nr. 2 328 729, 2 563 070.
DEG11967A 1953-06-13 1953-06-13 Verfahren zur Herstellung von Proteohormonverbindungen Expired DE934664C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2328729A (en) * 1940-05-15 1943-09-07 Leonard Veader Insulin preparation
GB560859A (en) * 1942-10-06 1944-04-24 Veader Leonard Improvements in insulin preparations
US2563070A (en) * 1947-12-19 1951-08-07 Chicago Medical School Antidiabetic

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