CH157123A - Verfahren zur Gewinnung mechanischer Arbeit in Wärmekraftmaschinen durch Ausnützung der latenten Energie chemischer Substanzen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung mechanischer Arbeit in Wärmekraftmaschinen durch Ausnützung der latenten Energie chemischer Substanzen.

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CH157123A
CH157123A CH157123DA CH157123A CH 157123 A CH157123 A CH 157123A CH 157123D A CH157123D A CH 157123DA CH 157123 A CH157123 A CH 157123A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B51/00Other methods of operating engines involving pretreating of, or adding substances to, combustion air, fuel, or fuel-air mixture of the engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren zur     Gewinnung    mechanischer     Arbeit    in     Wärmekr        aftmaschinen    durch       Ausnützung    der latenten Energie     chemischer        Substanzen.       Die bisher gebräuchlichen Verbrennungs  maschinen beruhen auf dem Prinzip, dass       Brennstoff    mit dem Sauerstoff der Luft in  einem geschlossenen Raume verbrannt wird;  um die auf diese Weise unter hohem Druck  und bei hoher Temperatur erhaltene Energie  der Verbrennungsgase in mechanische Arbeit  umzusetzen.  



  Das vorliegende Verfahren unterscheidet  sich von den bisher gebräuchlichen insbeson  dere dadurch, dass die Energie im wesent  lichen nicht durch die Oxydation vermittelst  des     Luftsauerstoffes,    sondern     hauptsäehlich     durch eine Zersetzung gewonnen wird, welche  bei einer bestimmten Temperatur spontan  eintritt. Wenn die Zersetzungsprodukte Sauer  stoff oder leicht     zersetzbare    Sauerstoffverbin  dungen enthalten, kann man durch entspre  chenden Brennstoffzusatz und dessen Oxyda  tion den     Effekt    vergrössern. Diese Prozesse  werden unter Druck ausgeführt.

   Zum Beispiel  wird in eine starkwandige Zersetzungskammer,  in der zwecks Inbetriebsetzung hohe Tem-         peratur    herrschen soll, vorgewärmte     Ammon-          nitratlösung    eingeführt. Das Wasser     der    Lö  sung verdampft und     Ammonnitrat    zersetzt  sich nach der Gleichung       NH4    .     N03    =     N20    1- 2     B20     und unter besonderen Umständen auch nach  der Gleichung:

         2NH4.        N0@        ---        2N2        -+-        4H20        -+-    02.  Gleichzeitig oder nachher wird eine ver  hältnismässig kleine Menge beliebigen Brenn  stoffes eingespritzt, wodurch eine Zersetzung  von     2N20    in 2N2 und 02 stattfindet und der  Brennstoff durch     Sauerstoff    oxydiert wird.

    Die freigewordene Wärme erhöht die Tem  peratur der Gase und reicht noch aus zur  Erhaltung der für die Zersetzung notwen  digen Temperatur, sowie zur Verdampfung  des zugesetzten     Wassers.    Das Wasser wird  entweder in Form einer     Ammonnitratlösung     oder separat in solcher Menge zugesetzt, dass  eine Abkühlung der Gase in dem Masse, wie  es für die     Wärmekraftmaschine    nötig ist,  hervorgerufen wird.      Folgende Zahlen veranschaulichen bei  spielsweise den Vorgang:  Bei Zugrundelegung eines Druckes von.

    100     Atm.    und<B>600'</B> C     Endtemperatur    der  Gase,     sowie    der     Vorwärmung    der     Ammon-          nitratlösung    bis 180   C vermittelst der Aus  puffgase und Annahme zum Beispiel des  Benzols als Brennstoff erhält man Zahlen wie  folgt:  Beim Einführen von 1 kg     Ammonnitrat,     1,12 kg Wasser und 0,065 kg Benzol erhält  man<B>2,185</B> kg Gase von einer Zusammen  setzung  
EMI0002.0008     
  
    16 <SEP> Gewichtsprozente <SEP> N2
<tb>  <B>73,5</B> <SEP> " <SEP> E?C
<tb>  10,5 <SEP> <B>77</B> <SEP> C02       Die Expansion dieser Gase ergibt ca.

    1,3 PS.     eff.    Zum Ausführen des     Verfahrens     kann die in beiliegender Zeichnung schema  tisch und beispielsweise dargestellte Einrich  tung dienen  In dieser Zeichnung bezeichnen 1 eine  Pumpe, 2 einen     Vorwärmer,    3 ein Schlangen  rohr, das in einer dickwandigen Zersetzungs  kammer 4 angeordnet ist. Diese Kammer  ist inwendig mit einer     Ausmauerung    8 aus  gefüttert, in die elektrische Widerstände 7  eingebettet sind. Mit der Zersetzungskammer  4 steht einerseits eine Pumpe 5 und ander  seits eine     Wärmekraftmaschine    6 in Verbin  dung.  



  Mit dieser Einrichtung kann oben be  schriebenes Beispiel des Verfahrens folgender  massen ausgeführt werden       Ammonnitratlösung    wird vermittelst der  Pumpe 1 durch den durch die Auspuffgase  erwärmten     Vorwärmer    2 und Schlangenrohr 3  in die heisse Zersetzungskammer 4 eingeführt.  Gleichzeitig wird der Brennstoff vermittelst  der Pumpe 5 ebenfalls in die Zersetzungs  kammer 4 eingespritzt. Nach der Zersetzung  des     Ammonnitrates    und Verbrennung des       Brennstoffes    werden die entstandenen Gase  nach der     Anwärmung    des     Spiralrohres    3, um  die Zersetzung zu fördern, in der Wärme  kraftmaschine expandiert.

   Die Auspuffgase       bewirken    die     Vorwärmung    der eintretenden       Ammonnitratlauge    im     Vorwärmer    2.    Zur     Inbetriebsetzung    wird die Zersetzungs  kammer 4 zum Beispiel durch elektrische  Widerstände 7, die in der     Ausmauerung    8  eingebettet sind, bis auf die nötige Zerset  zungstemperatur erhitzt.  



  Auf Grund desselben     Prinzipes,    der Ge  winnung von Volumenenergie durch Zerset  zung, können auch ändere chemische Sub  stanzen allein oder beliebig gemischt ver  wendet werden. Diese können auch in ge  schmolzenem Zustande in die Zersetzungs  kammer eingeführt werden.  



  Das beschriebene Beispiel bietet zurzeit  und bei normalen     Verhältnissen    im Vergleich  mit den üblichen Kraftmaschinen zwar keine  Vorteile, aber in besonderen Fällen kann das  Verfahren sehr interessant sein.  



  Dort wo keine Brennstoffe vorhanden  sind, wohl aber Möglichkeit billiger Her  stellung von     Ammonnitrat,    zum Beispiel durch  Verwertung Von Wasserkräften vorliegt, kann  die Anwendung des Verfahrens wirtschaftlich  begründet     werden.    Dasselbe bezieht sich auf  Fälle, wo Kraft benötigt wird, beim Mangel  der nötigen Verbrennungsluft zum Beispiel  bei den Unterseebooten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung mechanischer Arbeit in Wärmekraftmaschinen, durch Aus- nützung der latenten Energie chemischer Sub stanzen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Stoffe in eine Zersetzungskammer eingeführt und dort unter Druck bis auf die Zerset zungstemperatur gebracht werden, wodurch man Gase unter hohem Druck und bei hoher Temperatur erhält, die mechanische Arbeit leisten können. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit den ent standenen Zersetzungsprodukten beliebigen Brennstoff verbrennt, wodurch der gewon nene Effekt gesteigert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hohe Zersetzungs- respektiv Ver- brennungstemperatur durch Einspritzung von Flüssigkeiten in die Zersetzungs kammer erniedrigt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit separat in die Zerset zungskammer eingespritzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit in Form von Lösun gen in die Zersetzungskammer eingespritzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Flüssigkeit Wasser verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das Wasser separat in die Zersetzungskammer eingeführt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das Wasser in Form von Lösungen eingeführt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als chemische Sub stanz Ammonnitrat verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die chemischen Stoffe in geschmolzenem Zustande in die Zer setzungskammer eingeführt werden.
CH157123D 1932-03-11 1932-03-11 Verfahren zur Gewinnung mechanischer Arbeit in Wärmekraftmaschinen durch Ausnützung der latenten Energie chemischer Substanzen. CH157123A (de)

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