Empfangseinrichtung für Lichtzeichen. Die vorliegende Erfindung betrifft mit lichtempfindlichen Zellen ausgestattete Emp fangseinrichtungen für Lichtzeichen, wie sie zum Beispiel bei den Anlagen für die optische Zugsicherung Verwendung finden. Bei diesen Einrichtungen lässt es sich im allgemeinen nicht vermeiden, dass die. lichtempfindlichen Zellen ausser von dem zur Zeiebenübertra- gung dienenden Licht auch von anderem Licht, z. B. dem Tageslicht; getroffen werden, durch das jedoch bei dem Empfänger keine Wirkung ausgelöst werden soll.
Man hat des halb die Einrichtungen ausser mit den zur Aufnahme der Lichtzeichen dienenden Zellen, die im folgenden als Wirkzellen bezeichnet werden mögen, noch mit Zellen ausgestattet, die zur Kompensation der vom Tageslicht und ähnlichen Beleuchtungen ausgehenden Wirkungen dienen. Dabei hat man bisher eine Gruppe von Wirkzellen und eine gleiche Gruppe von Kompensationszellen hinterein ander in einen Stromkreis geschaltet und die zur Auslösung einer Wirkung dienende Span- nung au den Enden einer dieser Gruppen abgezweigt.
Wurden dann die Zellen in der vorausgesetzten Weise belichtet, also bei An wesenheit einer störenden Lichtquelle die Wirkzellen und die Kompensationszellen von dem störenden Licht gleichzeitig, und bei Abwesenheit einer störenden Lichtquelle nur die Wirkzellen von dem zur Zeichenübertra gung 'dienenden Licht, so trat auch stets der gewünschte Erfolg ein. Es hat sich aber ge zeigt, dass ausser dieser, vorausgesetzten Be lichtungen noch andere vorkommen können, indem zum Beispiel in unlauterer Absicht mit Hilfe eines Taschenspiegels alle Wirk zellen und nur ein Teil der Kompensations zellen stark belichtet werden. In diesen zwar seltenen, aber doch möglichen Fällen erhält man bei der bekannten Anordnung keine ge nügende Kompensation mehr.
Insbesondere bei einem optischen Zugschlussmelder fällt dieser Umstand ins Gewicht, bei dem die Empfangseinrichtung und eine zu deren Be einflussung bestimmte Lichtquelle nahe bei- einander und leicht zugänglich am Bahnkör per angebracht sind und bei dem ein Interesse an solchen Eingriffen vorliegen kann.
Nach der Erfindung erhält man eine weit bessere, in allen ungünstigen Belichtungsfällen genügende Kompensation als bisher, wenn man bei den bekannten Einrichtungen nicht mehr die Gruppen der Wirkzellen und der Kompensationszellen untereinander gleich macht, sondern die einzelnen Zellen der Wirk zellengruppe hintereinander schaltet und die Zellen der Kompensationsgruppe entweder parallel zueinander schaltet oder diese Gruppe aus einer einzigen Zelle bestehen lässt. Dabei ist nur, wie bisher, dafür zu sorgen, dass die Empfindlichkeit aller Zellen, also das Ver hältnis des Widerstandes einer Zelle bei einer gewissen Belichtung zum Widerstand der Zelle bei Dunkelheit, die gleiche ist.
Es zeigt sich, dass bei der der Erfindung entsprechenden Schaltung der Unterschied in der Wirkung bei der gewollten Art und bei allen möglichen ungewollten Arten der Belichtung grösser ist als bisher, so dass es leicht möglich ist, ein von den lichtempfindlichen Zellen beein$usstes Relais so einzustellen, dass es bei den unge wollten Belichtungen nicht anspricht, abge sehen natürlich von dem Fall, dass alle Wirk zellen, und zwar nur diese allein, in unlau terer Absicht belichtet werden.
Um auch das- letztere möglichst zu ver hindern, mischt man vorteilhafterweise die Wirkzellen und die Kompensationszellen in geeigneter Weise untereinander. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiele sieht man zwei Wirkzellen und zwei Kompensations zellen vor und ordnet die Zellen so auf einem Kreis an, dass sowohl die beiden Wirkzellen, als auch die beiden Kompensationszellen dia metral einander gegenüberliegen. Dann ge lingt die vorgeschriebene Belichtung beider Wirkzellen mit Hilfe eines geeigneten Raum spiegels und zur Vornahme einer böswilligen Belichtung beider Wirkzellen gehört dann ebenfalls ein nicht ohne weiteres vorhandener Spiegel von geeigneter Form.
Zweckmässig zweigt man von den Enden einer der Zellengruppen Leitungen nach dein Gitter und einer der Elektroden einer Ver- stärkerröhre ab.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel mit zwei Wirk- und zwei Kompensationszellen näher veranschaulicht. In Abb. I ist die Schal tung der Zellen ohne Rücksicht auf ihre räum liche Anordnung wiedergegeben und in Abb. 2 ist ein vollständiges Schaltungsscbema von vier auf einem greis angeordneter Zellen in Verbindung mit einer Verstärkerröhre ge zeichnet.
Nach dem Schema der Abb. 1 sind eine Wirkzellengruppe A und eine Kompensations- zellengruppe B hintereinander in den Strom kreis einer Batterie c geschaltet. Die Gruppe l1. besteht aus zwei Zellen a1 und a2, die wiederum unter sich hintereinander geschaltet sind. Die Gruppe B besteht aus zwei Zellen b1 und b2, die parallel zueinander liegen. Von den Enden der Gruppe A sind Leitungen zu einem Relais d abgezweigt, das in Wirksam keit treten soll, wenn die beiden Zellen a1 und a2 vom Signallicht belichtet werden.
Das Relais d soll nicht ansprechen, wenn alle Zellen vom Tageslicht bestrahlt werden, oder wenn einzelne der Zellen oder auch z. B. die Zellen a2, b1 und b2 einer stärkeren Belich tung als die Zelle a1 ausgesetzt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 sind die Zellen a1, a2, b\ und b2 auf einem Kreis C angeordnet. Das Relais d wird von einer Verstärkerröhre gebildet, die eine Ka thode dl, ein Gitter d2 und eine Anode d3 hat. Die Gruppe der Wirkzellen liegt einerseits unmittelbar an der Kathode dl, anderseits ist sie über einen Kondensator e an das Git ter d2 der Röhre d gelegt. Zwischen dem Gitter und der Kathode liegt ausserdem noch eine Vorspannungsbatterie f und ein Gitter widerstand<B>f l.</B>
Sämtliche Zellen weisen dieselbe Empfind lichkeit auf.