CH157231A - Verfahren und Vorrichtung zur Fortbewegung von Fahrzeugen vermittelst des Rückstosses expandierender Gase. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Fortbewegung von Fahrzeugen vermittelst des Rückstosses expandierender Gase.

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CH157231A
CH157231A CH157231DA CH157231A CH 157231 A CH157231 A CH 157231A CH 157231D A CH157231D A CH 157231DA CH 157231 A CH157231 A CH 157231A
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Leemann Theodor
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Leemann Theodor
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    • B63H11/00Marine propulsion by water jets
    • B63H11/12Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas
    • B63H11/14Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas the gas being produced by combustion
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    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Fortbewegung von Fahrzeugen vermittelst  des Rückstosses expandierender Gase.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Fortbewegung von Fahrzeugen  vermittelst des Rückstosses expandierender  Gase und eine Vorrichtung zur Durchfüh  rung des Verfahrens.  



  Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus,  dass durch den Ausdehnungsdruck von bei.  Explosionen entstehenden Gasen eines Explo  sivstoffes, der unmittelbar vor der Explosion  durch Verbindung von wenigstens zwei nicht  explosiven Stoffen in wenigstens einem am  Fahrzeug befestigten Treibkörper erzeugt  und in diesem zur Explosion gebracht wird,  eine das Fahrzeug antreibende Kraft ent  steht.  



  Es können zum Beispiel Glyzerin und  Salpetersäure in den Treibkörper geführt  werden, die sich in diesem zu dem den  Explosivstoff bildenden Nitroglyzerin ver  binden.  



  Die Zeichnung stellt ein an einem Flug  zeug angebrachtes Ausführungsbeispiel einer    zur Durchführung des Verfahrens geeigneten  Vorrichtung dar.  



  Fig. 1 zeigt einen Aeroplan mit der Vor  richtung von der Seite gesehen;  Fig. 2 zeigt diesen Aeroplan von oben  gesehen;  Fig. 3 zeigt einen Treibkörper der Vor  richtung im Schnitt.  



  Der Aeroplan 1 ist mit zwei zu beiden  Seiten seines Kopfes angeordneten     Treib-          körpern    versehen. Jeder Treibkörper weit  eine Schale 2 auf, die auf einer hohlen  Welle 3 aufgekeilt ist, welche in den Na  ben 4 gelagert ist und vermittelst des  Schneckenrades 5 der Schnecke 6 und des  Handrades 7 gedreht werden kann, so dass  zwecks raschen Steigens und Senkens des  Aeroplans der Treibkörper um eine zur  Längsaxe des Aeroplans stehende Axe     ver-          schwenkt    werden kann.  



  Die     Vorrichtung        weist.    zwei Behälter     g     und 9 auf, von denen     der    eine zur Fassung      des Glyzerins und der andere zur Fassung  der Salpetersäure dient. Durch Druckluft,  die diesen Behältern aus der Flasche 10  durch die Rohrleitung 11, die das     Druck-          redu.zierventil    12 aufweist., zuströmt, wird  ein Druck auf die Flüssigkeiten in den Be  hältern ausgeübt. Dadurch werden das Gly  zerin und die Salpetersäure vermittelst  den Rohrleitungen 18, 13' und 14, 14' den  Treibkörpern der Vorrichtung zugepresst.

    Die Durchflussmengen dieser Rohrleitungen  lassen sich durch zwei Doppelventile, die  durch die Handräder 15 und 16 betätigt  werden, für jeden Treibkörper entsprechend  dem nötigen Mischungsverhältnis und dem  gewünschten Treibeffekt des zur Verwen  dung kommenden Explosivstoffes regulieren.  



  Zur möglichst stossfreien Übertragung  der Energie der expandierenden Gase auf  den Treibkörper ist dieser, wie Fig. 3 zeigt,  mit der Schale 2 versehen, deren Bodenmitte  eine Erhöhung 17 aufweist. In dieser Er  höhung 17 sind die Rohrleitungen 13 und 13'  eingebettet, die das Glyzerin und die Sal  petersäure den Kanälen 18 und 19 zuführen,  so dass sieh die beiden Flüssigkeiten an der  Verbrennungsstelle 20 zusammen vermengen  und durch ihre Verbindung das explosive  Nitroglyzerin bilden, das dort zur Explosion  gebracht wird.

      Das Glyzerin und die Salpetersäure  strömen der Explosionsstelle 20 kontinuier  lich zu, trotzdem erfolgt die Gasentwicklung  des Nitroglyzerins in intermittierenden Ex  plosionen, denn bei jeder Explosion wird der  an der Explosionsstelle durch Verbindung von  zwei nicht explosiven Substanzen gebildete  Explosivstoff aufgezehrt und wird ein, wenn  auch noch so kleine Zeitintervall bis zur  Bildung einer neuen Menge Explosivstoffes  nötig sein. Es wird auch praktisch niemals  möglich sein, die explosivstoffbildenden  Substanzen einander so rasch zuzuführen  und unter sich zu verbinden, als der Ex  plosivstoff durch die Explosion aufgezehrt  wird.    Zur besseren Verwertung der Energie  der Explosionsgase kann die Schale 2 bis  zur Form des Mörsers vertieft werden.  



  Bei Beginn des Betriebes muss der Ex  plosivstoff, wenn er durch seine Bildung  nicht selber explodiert, durch Erschütterung  oder Zündung zur Explosion, gebracht wer  den, Dazu können zum Beispiel die Zündung  durch elektrische Funkenbildung, die     Glüh-          zündung,    die Erschütterung durch Explosiv  stoffexplosionen, oder die Zufuhr von Sauer  stoff verwendet werden. Nach einigen Ex  plosionen wird die Explosionsstelle derart  erhitzt, dass -der durch die Hitze explodierende  Explosivstoff durch die Rückstrahlung der       Wärme    des Treibkörpers ohne besondere Vor  kehrungen explodiert.  



  Das beschriebene Verfahren zur Fort  bewegung von Fahrzeugen hat gegenüber  demjenigen mit Explosionsmotor und Pro  peller Vorteile. Es ist einfacher, da zu  seiner Durchführung schnell bewegte und so  mit sieh rasch abnützende Mechanismen  nicht nötig sind; es ermöglicht grössere Fahr  geschwindigkeit und ist bei der Verwendung  von Betriebsstoffen mit gleicher Eigenschaft  wie die oben angeführten Treibstoffe unemp  findlich gegen Temperatur- und Luftdruck  schwankungen und verwendbar im luftver  dünnten und luftleeren Raum.  



       Gegenüber    demjenigen mit Raketenver  brennung ist es bei     Verwendung    der an  geführten Betriebsstoffe insofern     vorteil-          hafter,        als,    die mitzuführenden     Stoffe    im  Verhältnis zu ihrer Treibkraft bedeutend  leichter und nicht explosiv und auch nicht  oder fast nicht verbrennbar, somit weniger  gefährlich sind.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Fortbewegung von Fahr zeugen vermittelst des Rückstosses ex pandierender Gase, dadurch gekenn zeichnet, dass durch den Ausdehnungs druck von bei Explosionen entstehenden Gasen eines Explosivstoffes, der un mittelbar vor der Explosion durch Ver- bindung von wenigstens zwei nicht ex plosiven Stoffen in wenigstens einem am Fahrzeug befestigten Treibkörper er zeugt und in diesem zur Explosion ge bracht wird, eine das Fahrzeug fort. treibende Kraft entsteht. II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Treib- körper eine Schale aufweist, in der die nicht explosiven Stoffe zusammen geführt und zur Explosion gebracht wer den. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale des Treibkörpers in der Bodenmitte er höht ist, damit die in der Schale ent stehenden Gase ihre Energie möglichst stossfrei auf den Treibkörper übertragen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, an einem Flugzeug, mit wenigstens einem Treibkörper, dadurch gekennzeichnet, dass zur Richtungsänderung des Flugzeuges der Treibkörper verschwenkbar ist.
CH157231D 1930-04-30 1930-04-30 Verfahren und Vorrichtung zur Fortbewegung von Fahrzeugen vermittelst des Rückstosses expandierender Gase. CH157231A (de)

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