CH157308A - Flachstrickmaschine mit von Hand betätigter Mustervorrichtung zur Herstellung von gemusterter Ware. - Google Patents

Flachstrickmaschine mit von Hand betätigter Mustervorrichtung zur Herstellung von gemusterter Ware.

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CH157308A
CH157308A CH157308DA CH157308A CH 157308 A CH157308 A CH 157308A CH 157308D A CH157308D A CH 157308DA CH 157308 A CH157308 A CH 157308A
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Boehmische Waffenfabrik A Prag
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Boehmische Waffenfabrik A G In
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Description


  Flachstrickmaschine mit von Hand     betätigter        Nustervorrichtung    zur Herstellung  von gemusterter Ware.    Den Gegenstand der Erfindung     bildst    eine       Handflachstrickmaschine    zur Herstellung  von     Buntmuste_rn,    sowie auch andern, gegebe  nenfalls auch mehrfarbigen     Noppenmustern          ohne    Anwendung von gelochten oder ähn  lichen Musterkarten.

   Die     Maschine    soll vor  allem zur Herstellung kleinerer Strickmuster  dienen, nach welchen zunächst die erzielte  Wirkung beurteilt wird, bevor an die serien  mässige Fabrikation des betreffenden Musters  herangegangen wird, die dann in der Regel auf  den üblichen     Jacquard-Flachstrickmaschinen     erfolgt. Bisher bekannte kartenlose Muster  handstrickmaschinen sind so ausgeführt, dass  bei denselben entweder die Stricknadeln  selbst oder Platinen zum Heben der Nadeln  unmittelbar von Hand aus verteilt werden.  Eine solcher Verteilung von Stricknadeln er  fordert jedoch grosse Handfertigkeit, Auf  merksamkeit und beansprucht viel Zeit, ins  besondere bei Maschinen feinerer Teilung.

      Solche     Maschinen    arbeiten daher langsam       und    die Herstellung der Ware ist teuer.  



  Gemäss der Erfindung wird eine schnelle  und einfache und dabei genau mustergemässe  Verteilung von Stricknadeln     bezw.    von     Stös-          sern    durch Anordnung eines hinter dem einen       Nadelbett    an diesem     entlang    geführten, von  Nadeln zu Nadel fortschreitend mechanisch  verschiebbaren und wahlweise nach einer  Mustervorlage durch eine Handbetätigung  derart     verschenkbaren    Daumens ermöglicht,  dass er durch seine     Verschwenkungen    die  Nadeln der Maschine mustergemäss in Ar  beitsstellung bringt.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele des Erfindungsgegenstandes schema  tisch dargestellt, wobei bloss diejenigen Teile  der Maschine angedeutet sind, welche zum  Verständnis der Erfindung in Betracht kom  men.     Fig.    1 zeigt ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung zur Verteilung von Nadeln für      das Musterstricken;     Fig.    2 zeigt einen Teil  einer Musterzeichnung, nach der auf der Ma  schine gearbeitet wird;     Fig.    3 zeigt eine ab  geänderte Ausführungsform der Vorrich  tung;

       Fig.    4 zeigt eine weitere Ausführungs  form der     Maschine    zur gleichzeitigen Ver  teilung von     Hilfsplatinen    in verschiedene  Höhenlagen für eine Anzahl von Farben,  und     Fig.    5 ist eine Einzelheit zur     Fig.    1.  



  Bei der dargestellten Ausführungsform  der     Strickmaschine    werden in bekannter  Weise hinter den Arbeitsnadeln 1 gelagerte       Stösser    2 angewendet, die die Arbeitsnadeln  in Arbeitsstellung     bringen.    Die     Stösser    2 wer  den nun nach ihrer Verteilung mittelst der  Einrichtung nach der Erfindung von unter  den Hauptschlössern gelagerten     Stösserschlös-          sern        betätigt.     



  Die Maschine nach     Fig.    1 weist in be  kannter Weise zwei übliche Nadelbetten 3 und  4 auf, in welchen die Arbeitsnadeln 1 und die       Stösser    2 verschiebbar gelagert sind. Die Na  deln im Nadelbett 3 arbeiten die gemusterte  Vorderseite     und    die Nadeln im Nadelbett 4       dieRückseite    der Ware. An der einen Stirnseite  der Maschine sind gemäss der Erfindung auf  einem am Maschinengestell befestigten Zap  fen -5 zwei Winkelhebel 6, 7 gelagert, die an  ihren     waagerechten    Armen Tasten 8 tragen.  Unter dem Nadelbett 3 ist eine Welle 9 ge  lagert, an deren einem Ende ein Arm 10 auf  gekeilt ist. Dieser ist durch eine Zugstange 11       mit    dem Winkelhebel 7 verbunden.

   Auf der  Welle 9 ist ein Daumen 1,2 verschiebbar, aber  gegenüber der Welle 9     undrehbar    gelagert,  der     unter    die untern Enden der     Stösser    2  greift und so schmal ist, dass er bei einer  Schwingung der Welle 9 immer nur je einen       Stösser    trifft. Parallel zur Welle 9 ist eine       Spindel-13    gelagert, auf welchen sich eine  mit einem Arm 15 versehene Mutter 14 ver  schiebt. Der Arm ist längs der Welle 9 ge  führt, ohne die Drehung derselben mitzu  machen. Er nimmt bei seiner Längsverschie  bung den Daumen 12 mit.

   Vom Winkelhebel  6 führt eine Zugstange 16 zu einem auf einem  Zapfen 18 des Maschinengestelles drehbar ge-    lagerten Winkelhebel 17, der mittelst eines  Zapfens 19 und eines Längsschlitzes 20 mit  einem auf einem Zapfen 22 des Maschinenge  stelles drehbaren einarmigen Hebel 21 ge  lenkig     verbunden    ist. Der Hebel 21 trägt zwei  durch eine Zugfeder 25 verbundene Schalt  klinken 23, 24. An dem einen Ende der Spin  del 13 sind     Klinkräder    2:6, 27 mit zueinander  entgegengesetztgerichteten Zähnen nebenein  ander gelagert.

   Zwischen den Schaltklinken  23 und 24 geht eine durch einen Handhebel  29 der Maschine und einen Arm 30 verschieb  bare Zugstange 28     (Fig.    5)     hindurch,    welche  derart angeordnete Keile 31, 32 trägt,     dass    bei  der Verschiebung der Zugstange 28 der Keil  31 auf die Schaltklinke 24 oder der Keil 32  auf die Schaltklinke 23 einwirkt, wodurch  die eine Klinke in Eingriff mit ihrem Schalt  rad und zugleich die andere Klinke ausser  Eingriff mit ihrem Schaltrad kommt. Die  Zugstangen 11, 16 sind durch einen Stift 44  der Zugstange 11 und einen Längsschlitz 45  in der Zugstange 16 miteinander verbunden.

    Der Schlitz 45 ist so     angeordnet,        da_ss    beim  Niederdrücken des Hebels     @6        (Fig.    1) die Zug  stange 11 des Hebels 7 in Ruhe bleibt, wo  gegen beim Niederdrücken des Hebels 7 der  Zapfen 44 der Zugstange 11 -die Zugstange 16  des Hebels 6 mitnimmt. Die Zugstange 11, 16  und die Hebel     7"6    werden durch am Maschi  nengestell verankerte Zugfedern 33, 34 in  ihre Ruhelagen zurückgebracht. Die Mutter  14 trägt einen an der Mustervorlage     3'6        (Fig.     2)     vorbeigleitenden    Zeiger 35 ; die Muster  zeichnung 36 ist über eine Führungswalze 37  gelegt.  



  An Stelle der Spindel 13 kann auch eine  Zahnstange 38     (Fig.    3) angewendet werden,  welche am Gestell der Maschine geführt ist  und von welcher der Daumen 12 durch einen  Arm 1-5 mitgenommen wird. Der Arm 15 ist  auf der Welle 9 lose geführt, der Daumen 12  dagegen mit der Welle mittelst Nut und  Feder verbunden. Auf die Zahnstange 3,8  wirkt ein in diese eingreifendes     Ritzel     39 ein, welches ständig unter     Einfluss     einer     Torsionskraft    steht.

   Im dargestellten  Ausführungsbeispiel sind zu     idesem    Zwecke      in einem gemeinsamen Federgehäuse 40 zwei  in entgegengesetztem Drehsinne wirkende  Uhrfedern angebracht, von welchen beim  Hub des Handhebels 29, 30     (Fig.    5) in einem  Sinne die eine Uhrfeder und beim Hub des  Handhebels in dem andern Sinne die andere  Uhrfeder gespannt wird, so dass das     Ritzel    39  einmal für den einen, das andere Mal für den  andern Drehsinn belastet wird.

   Eine fort  schreitende zahnweise Freigabe des     Ritzels     39, welche je ein Verdrehen des     Ritzels    und  eine Zahnteilung und damit auch eine Ver  schiebung der Zahnstange 3,8 samt dem Dau  men 12 um je eine Nadelteilung zur Folge  hat, wird durch ein Ankerrad 41 und einen  Anker 42 herbeigeführt, welcher an einem  durch die Zugstange 16 mit dem     Tasthebel    6       (Fig.    1) verbundenen, um eine Achse 43'       schwingenden    zweiarmigen Hebel 43 gelagert  ist. Die Ausführung des Ankers 42 kann in  ähnlicher Weise     wie    bei Schreibmaschinen  gewählt werden.  



  Mit der beschriebenen     Vorrichtung    arbei  tet man     wie    folgt  Auf die Walze 37 wird eine auf einem  karierten Papier     (Fig.    2) gezeichnete Muster  vorlage 36 gelegt. In den Quadraten des Pa  piers sind durch entsprechende Farben die  Lagen jener Nadeln hervorgehoben, welche  bei der zugehörigen Maschenreihe zu arbeiten  haben. Jede farbige waagerechte Reihe von  Quadraten entspricht einer Maschenreihe im  Gestrick.  



  Die Vorlage 36     wird    auf der Walze 3 7 so  eingestellt, dass der Zeiger 3,5 auf den An  fang der ersten Quadratereihe gerichtet ist.  Dann wird bei auf mit der entsprechenden  Farbe bezeichnete Quadrate weisendem Zeiger  35 der Hebel 7 und bei auf weisse Quadrate  weisendem Zeiger der Hebel 6 niedergedrückt.  Durch Niederdrücken des Hebels 7 wird der  Daumen 12     verschwenkt,    wodurch der über  ihm liegende     Stösser    2 hochgeschoben wird,  welcher seinerseits die Nadel 1     in    den Bereich  des Nadelschlosses verschiebt.

   Bei diesem  Niederdrücken des Hebels 7 nimmt der  Zapfen 4-4 der Zugstange 11 die Zugstange 1,6  des Hebels 6 mit,     wodureh        der    einarmige    Hebel. 21 entgegen dem     Uhrzeigersinne        ver-          schwenkt    wird, so dass die     Schaltklinke    23  auf ihrem Schaltrad 26 um einen Zahn herab  springt. Wenn nun der Hebel 7 freigegeben  wird, so bringen die Federn 33, 34 den Dau  men 12 in seine Ruhelage zurück und heben  die Schaltklinke 23, so dass das Schaltrad 26       fortgeschaltet    und die Spindel 13 um eine  Teilung gedreht wird.

   Die Ganghöhe der  Spindel 13 ist eine solche, dass bei dieser  Drehung die Mutter 14 samt dem Daumen 12  um eine Nadelteilung, also unter den nächst  folgenden     Stösser    verschoben wird. Falls der  Daumen 12 nicht wirken soll, das ist, wenn  der Zeiger 3,5 auf einem weissen Feld der Vor  lage aufruht, so wird der Hebel 6 nieder  gedrückt. Er belässt den Hebel 7 in seiner  Ruhelage     (Fig.    1). Bei seiner durch die Feder  34 bewirkten Rückbewegung wird die Spin  del 13 mittelst der Schaltklinke 23 gedreht  und daher der Daumen 12 unter den nächsten       Stösser    2 bewegt. Durch Niederdrücken der  Hebel 7     bezw.    6 kann man daher die     Stösser     der ganzen Reihe schnell und verlässlich aus  wählen und einstellen.

   Nach dem Fertig  stricken der betreffenden Reihe wird die  Zugstange<B>28</B> mit den Keilen 31, 32 durch  den Handhebel 29     (Fig.    5) verstellt, wodurch  die Schaltklinke 23 ausser Eingriff mit ihrem  Schaltrad 26 und die Schaltklinke 24 in Ein  griff mit ihrem Schaltrad 27 gelangt, so dass  sich dann die Spindel 13 im entgegengesetz  ten Sinne dreht. Durch Betätigung der Hebel  6     bezw.    7 je nach den Angaben des Zeigers  35 werden die Nadeln für die nächste Reihe       eingestellt.     



  Die Wirkungsweise der Anordnung nach       Fig.    3 stimmt mit der beschriebenen Arbeits  weise überein, bloss mit dem Unterschiede,  dass an Stelle von Schaltklinken 23 und 24  und Sperrädern 2,6 und 27 der Antrieb     mit-          telst    der Zahnstange 38 wirkt und der Hand  hebel 29     (Fig.    5) ein Spannen je einer von  den in entgegengesetztem Drehsinne wirken  den, im Federgehäuse 40 angebrachten Uhr  federn herbeiführt.  



  Die Ausführungsform nach     Fig.    4 ermög  licht     eine    beschleunigte Arbeit bei mehrfar-           bigen    Mustern, das heisst. also bei mehr als  zwei Farben in einer Maschenreihe. Es wer  den dabei bei einem einzigen Arbeitsgang des  Daumens 12 sämtliche für eine Maschenreihe  erforderliche     Gruppierungen    der     Auswähl-          glieder    getroffen. Zwischen dem Nadelbett 3  und dem     Stelldaumen    12 ist ein gabelförmi  ger Rahmen eingeschaltet, der von zwei  Seitenwänden 50 und von der sie verbinden  den Stange 52 gebildet wird. Die Seitenwände  50 sind     auf    einer Achse 51 schwenkbar ge  lagert.

   In Schlitzen 53 der Seitenwände 50 ist  ein Rahmen 54 mittelst nicht dargestellter  seitlicher Zapfen geführt. Im Rahmen 54 sind  Platinen 55 längsverschiebbar gelagert. Zu  jedem     Stösser    2 gehört eine     Platine    55. Jede       Platine    55 besitzt einen auf den     Stösser    2  einwirkenden     obern    Ansatz 5,6 und einen un  tern Ansatz 57, auf welchen der Daumen 12       einwirkt.    Der Daumen 12 ist wieder auf der  Welle 9     längsverschiebbar    und     undrehbar    ge  lagert und wird mittelst einer Spindel 13  durch Schaltklinken     23,

      24 und Schalträder       verschoben.    Bei dieser Ausführungsform wer  den vier     Winkelhebel    60, 61, 62, 63 ange  wendet; der Hebel 60 wirkt- durch eine Zug  stange 70 wieder nur auf eines der Schalt  räder ein, ohne den Daumen 12 zu     verschwen-          ken,    Wogegen die Hebel     61"62"63    auch eine       Verschwenkung    des Daumens 12 herbeifüh  ren. Die     Stangen    71, 72, 73 der Hebel 61,     82,     63 greifen an Zapfen 81; 82, 83 des Armes  10 der Welle 9 an, so dass also diesen Hebeln  verschieden lange Arme zur     Verschwenkung     der Welle 9 entsprechen.

   Daher führt zum  Beispiel bei gleich grossem Hub der Hebel 61  bis 63 beim Niederdrücken des Hebels 63  dessen Zugstange 73 durch den Zapfen 83  eine grössere     Verschwenkung    des Daumens 12  herbei, als beim Niederdrücken des Hebels  61, der durch seine Zugstange 71 und den  Zapfen 81 auf den Daumen 12 einwirkt. Die  Stangen 71, 72, 73 umgreifen die Zapfen 81,  82, 83 mit Längsschlitzen,     die    eine freie Be  wegung der Zapfen in den     Schlitzen    der  Stangen von nicht     niedergedrückten    Hebeln  gestatten.    Der     Platinenrahmen    54 wird durch-eine  Feder 64 in seine tiefste Lage gezogen.

   An  einer Seite des Rahmens 54 befinden sich  Zahnlücken 65, in die eine an der einen  Seitenwand 50 drehbar gelagerte     Sperrklinke     66 eingreift,     die    den Rahmen 54 in seiner ein  gestellten Höhenlage hält. In die Zahnlücken  65 greift ferner eine Hebeklinke -67 ein,  welche an einem um die Achse 51     ver-          schwenkbaren    Hebel 6,8 drehbar gelagert ist.  Die Hebeklinke 67 und die Sperrklinke 66  sind durch Federn belastet. Unten am Rah  men 54 sind Blattfedern 6,9 befestigt, je eine  für jede Platine 55. In jeder Platine 55 sind  an deren untern Teil vier Einkerbungen 74  für die Blattfedern 69 vorgesehen. Die Ein  kerbungen entsprechen     vier    möglichen Lagen  der Platinen.

   Auf der Achse 7,5 sind mit  Hilfe von zwei Armen 76 eine unter die un  tern Enden der Platinen 5,5 reichende Druck  schiene 77 und ferner ein Arm 78 befestigt.  Der Arm greift unter die Sperrklinke 6,6 und  führt bei seiner     Ausschwenkung    das Aus  schalten der     Sperrklinke,66    aus den Zähnen  65 herbei. Die Achse 75 wird von Hand aus  durch einen um einen Zapfen 84 drehbaren  Winkelhebel 79     verschwenkt,    der eine Zug  stange  & 5 verschiebt, welche mit ihrer Nase  86 auf einen auf der Achse 75 befestigten  Arm 87 einwirkt.  



  Bei dieser Ausführungsform werden die  Klinken 23, 24 unabhängig vom Handhebel  durch eine Kette oder von Hand aus verstellt.  



  Die beschriebene Vorrichtung arbeitet  derart, dass man mittelst der Taster 60, 61,  62, 63 die Platinen 55 bei einer Verschie  bung des Schlagdaumens 12 längs der Spin  del     @    13, in drei Gruppenlagen<I>a, b,</I> c verstellt.  Jede Gruppenlage entspricht einer Muster  farbe in einer Strickreihe, während die  Grundlage der Platinen der Grundfarbe des  Musters entspricht. - Bei einer zweifarbigen       Ware    werden die     Platinen    durch die     Taster    60.  61 verteilt, bei dreifarbiger Ware durch die Ta  ster 60, 61, 62 und bei vierfarbiger     Ware-durch     die Taster 60, 61, 62, 63 (dreifarbiges Mu  ster). Die Platinen werden in den eingestell  ten Lagen durch die Blattfedern 69 gehalten.

        Mit so eingestellten Platinen werden     dann     diese drei Farben in drei     Schlittenhüben    ab  gestrickt. Zu diesem Zwecke wird zuerst der  Hebel 68 niedergedrückt, der nach einem kur  zen Leerhub mit seinem untern Rand gegen das  vorstehende Ende der Verbindungsstange 52  stösst, wonach er den Rahmen 52, 50 samt den  Platinen     5i5    mitnimmt, wobei die Ansätze 51  von unverstellten Platinen eine Verstellung  der über     ihen        liegenden        Stösser    2 und damit  auch der Stricknadeln 1 herbeiführen, damit  diese zur Arbeit bereitgestellt werden.

   Mit den  so verstellten     Stössern    wird in     bekannter    -Weise  ein     Schlittenhub    ausgeführt und \eine Ma  schenreihe in der Grundfarbe der Strickware       abgestrickt.    Bei der     Verschwenkung    des He  bels 68 war die Hebeklinke 67 in den nächst  folgenden untern Zahn 65 übergesprungen.  Nach dem Loslassen des Hebels 6,8 kehrt er  durch die Wirkung einer nicht dargestellten  Feder in seine Ruhelage zurück. Dabei kehrt  der Rahmen 50 durch sein Übergewicht in  seine durch einen Anschlag     $-8    bestimmte un  wirksame Lage zurück.

   Gleichzeitig hebt die  Hebeklinke 67 den verschiebbaren     Platinen-          rahmen    54 um eine Teilung -der Zähne 65  höher, so dass die Ansätze von     in    der Lage a  verstellten Platinen für die nächste Farbe  (Musterfarbe) unter die     Stösser    2 gelangen.

    Nach dem     Abstricken    der Maschenreihe in  dieser Farbe durch einen zweiten Schlitten  hub werden die     Stösser    2 durch weiteres  Niederdrücken des Hebels 68 mit Hilfe der  in der Lage b befindlichen     Platinen    wieder  neu gruppiert und sodann in einem dritten  Schlittenhub die Maschenreihe in der weite  ren Farbe des Musters     abgestrickt.    Schliess  lich wird der Hebel 68 zum     dritten    Male  niedergedrückt, wobei die     Platinen    der  Gruppe c die     Stösser    verstellen, so dass nun  mehr die letzte Farbe der Maschenreihe in  einem     vierten    Schlittenhub     abgestrickt    wird.  



  Die Einstellung (Auswechslung) der rich  tigen Fadenführer erfolgt dabei von Hand  aus durch eine     Tasteranor        dnung,    und zwar  in einer am Rand der Musterzeichnung mit  Ziffern bezeichneten Reihenfolge.  



  Damit ist eine Arbeitsperiode, das heisst    eine volle Maschenreihe, beendet. Hierauf  wird der     Auslösehebel    79 niedergedrückt.  Durch den Arm 78 wird die Sperrklinke 66  und unmittelbar darauf auch die Hebeklinke  67 aus den Zahnlücken 65 gehoben, so dass  die Feder 64 den     Platinenrahmen    54 in seine  tiefste Lage herabziehen kann. Zugleich hält  die Druckschiene 77 die verstellten Platinen  55 zurück und führt damit ein Hochheben  und Ausrichten derselben in ihre höchste  Lage im Rahmen 50, 52 herbei.

   Der Hebel 79  wird durch eine nicht dargestellte Feder in  seine unwirksame Hochlage zurückgebracht,  in welcher der Arm 78 und die Druckschiene  77 ausser dem Bereich der Sperrklinke 66 und  der Hebeklinke 67     bezw.    der untern Enden  der Platinen 55 liegt, für die die Druckschiene  77 ein genügendes Spiel freilässt, um diese  auch in ihre tiefste Lage c verstellen zu kön  nen. Der Arm 7,8, sowie die Druckschiene 77  kehren durch ihr Übergewicht in ihre Ruhe  lage zurück.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Flachstrickmaschine mit von Hand be tätigter Mustervorrichtung zur Herstellung von Buntmustern ohne Anwendung von Jac- auardkarten, dadurch gekennzeichnet, dass ein hinter dem einen Nadelbett an diesem ent lang geführter, fortschreitend von Nadel zu Nadel mechanisch verschiebbarer und wahl weise nach einer Mustervorlage durch Ein wirkung von Hand verschwenkbarer Daumen (12) durch seine Ausschläge die Nadeln der Maschine mustergemäss in Arbeitsstellung bringt. UNTERAN SPRüCHE 1.
    Strickmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Daumen (12) durch Tasthebel (7 bezw. 6) betätigt wird. 2. Strickmaschine nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Tasthebel (6, 60) nur zum Verschieben des Daumens (12) dient, während ein anderer Hebel (7) den Daumen (12) sowohl ver- schwenkt als auch verschiebt. 3. Strickmaschine nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch eine Anzahl von den Daumen (12) sowohl verschwenkenden, als auch verstellenden Hebeln (61-63). 4.
    Strickmaschine nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der den Dau men (12) verschwenkende Tasthebel (7) mit dem den Daumen nur verschiebenden Hebel (6) so durch Zapfen (44) und Schlitze (45) verbunden ist, dass beim Niederdrücken des Versehwenkhebels (7) auch der Verschnbhiebel (6) mitgeht. 5.
    Strickmaschine nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Verschie= bung des Daumens (12) durch eine Leit spindel (13.) und eine den Daumen (12) mitnehmende Mutter (14) erfolgt, wobei zur schrittweisen Drehung der Spindel (13) zwischen dem Verschubhebel (6) und der Spindel (13) ein Schaltgetriebe (23, 26 und 24, 27) angeordnet ist. 6.
    Strickmaschine nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Verschie bung des Daumens (12) durch den Dau men (12) mitnehmende, durch einen Feder antrieb (40) bewegte Zahnstange (3,8) er folgt, wobei der Federantrieb entsprechend der Nadelteilung durch einen vom Tast- hebel (6) betätigten Anker mit Ankerrad (41 bezw. 42) schrittweise freigegeben wird. 7.
    Strickmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem Daumen (12) und den Nadeln (1, 2) ein Schwenkrahmen (50) eingeschaltet ist, welcher verschiebbare Platinen <B>(</B>55) mit Ansätzen (56) trägt, die durch den Dau men (12) den Nadeln gegenüber derartver- stellt werden, dass beim Schwenken des Rahmens (50) gegen das Nadelbett nur die verstellten Platinen (55) durch ihre Ansätze (5,6) auf die Nadeln bezw. Stösser zum Verstellen derselben in ihre Arbeits lage einwirken. B.
    Strickmaschine nach Unteranspruch 3 und 7, gekennzeichnet durch eine solche An ordnung der Tasthebel (61, 62, 63), dass jeder Hebel (61, 62, ss3) unabhängig vom andern den Daumen (12) in verschiedenem Masse verschwenkt, und auf diese Weise die Platinen (55) mit ihren Ansätzen (56) bei einem Hingang des Daumens (12) am Nadelbett entlang in mehr als zwei Grup pen (a,<I>b, c</I> ) verstellt werden. 9.
    Strickmaschine nach Unteranspruch 8, da durch 'gekennzeichnet, dass der Rahmen (50) durch die seine Schwenkbewegung gegen das Nadelbett in der Längsrichtung der Platinen (55) um dem Unterschied der einzelnen Gruppenlagen (a,<I>b c)</I> der einge stellten Platinen entsprechende Teilungen (G5) verstellt wird.
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