Flachstrickmaschine mit von Hand betätigter Nustervorrichtung zur Herstellung von gemusterter Ware. Den Gegenstand der Erfindung bildst eine Handflachstrickmaschine zur Herstellung von Buntmuste_rn, sowie auch andern, gegebe nenfalls auch mehrfarbigen Noppenmustern ohne Anwendung von gelochten oder ähn lichen Musterkarten.
Die Maschine soll vor allem zur Herstellung kleinerer Strickmuster dienen, nach welchen zunächst die erzielte Wirkung beurteilt wird, bevor an die serien mässige Fabrikation des betreffenden Musters herangegangen wird, die dann in der Regel auf den üblichen Jacquard-Flachstrickmaschinen erfolgt. Bisher bekannte kartenlose Muster handstrickmaschinen sind so ausgeführt, dass bei denselben entweder die Stricknadeln selbst oder Platinen zum Heben der Nadeln unmittelbar von Hand aus verteilt werden. Eine solcher Verteilung von Stricknadeln er fordert jedoch grosse Handfertigkeit, Auf merksamkeit und beansprucht viel Zeit, ins besondere bei Maschinen feinerer Teilung.
Solche Maschinen arbeiten daher langsam und die Herstellung der Ware ist teuer.
Gemäss der Erfindung wird eine schnelle und einfache und dabei genau mustergemässe Verteilung von Stricknadeln bezw. von Stös- sern durch Anordnung eines hinter dem einen Nadelbett an diesem entlang geführten, von Nadeln zu Nadel fortschreitend mechanisch verschiebbaren und wahlweise nach einer Mustervorlage durch eine Handbetätigung derart verschenkbaren Daumens ermöglicht, dass er durch seine Verschwenkungen die Nadeln der Maschine mustergemäss in Ar beitsstellung bringt.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, wobei bloss diejenigen Teile der Maschine angedeutet sind, welche zum Verständnis der Erfindung in Betracht kom men. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Verteilung von Nadeln für das Musterstricken; Fig. 2 zeigt einen Teil einer Musterzeichnung, nach der auf der Ma schine gearbeitet wird; Fig. 3 zeigt eine ab geänderte Ausführungsform der Vorrich tung;
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungs form der Maschine zur gleichzeitigen Ver teilung von Hilfsplatinen in verschiedene Höhenlagen für eine Anzahl von Farben, und Fig. 5 ist eine Einzelheit zur Fig. 1.
Bei der dargestellten Ausführungsform der Strickmaschine werden in bekannter Weise hinter den Arbeitsnadeln 1 gelagerte Stösser 2 angewendet, die die Arbeitsnadeln in Arbeitsstellung bringen. Die Stösser 2 wer den nun nach ihrer Verteilung mittelst der Einrichtung nach der Erfindung von unter den Hauptschlössern gelagerten Stösserschlös- sern betätigt.
Die Maschine nach Fig. 1 weist in be kannter Weise zwei übliche Nadelbetten 3 und 4 auf, in welchen die Arbeitsnadeln 1 und die Stösser 2 verschiebbar gelagert sind. Die Na deln im Nadelbett 3 arbeiten die gemusterte Vorderseite und die Nadeln im Nadelbett 4 dieRückseite der Ware. An der einen Stirnseite der Maschine sind gemäss der Erfindung auf einem am Maschinengestell befestigten Zap fen -5 zwei Winkelhebel 6, 7 gelagert, die an ihren waagerechten Armen Tasten 8 tragen. Unter dem Nadelbett 3 ist eine Welle 9 ge lagert, an deren einem Ende ein Arm 10 auf gekeilt ist. Dieser ist durch eine Zugstange 11 mit dem Winkelhebel 7 verbunden.
Auf der Welle 9 ist ein Daumen 1,2 verschiebbar, aber gegenüber der Welle 9 undrehbar gelagert, der unter die untern Enden der Stösser 2 greift und so schmal ist, dass er bei einer Schwingung der Welle 9 immer nur je einen Stösser trifft. Parallel zur Welle 9 ist eine Spindel-13 gelagert, auf welchen sich eine mit einem Arm 15 versehene Mutter 14 ver schiebt. Der Arm ist längs der Welle 9 ge führt, ohne die Drehung derselben mitzu machen. Er nimmt bei seiner Längsverschie bung den Daumen 12 mit.
Vom Winkelhebel 6 führt eine Zugstange 16 zu einem auf einem Zapfen 18 des Maschinengestelles drehbar ge- lagerten Winkelhebel 17, der mittelst eines Zapfens 19 und eines Längsschlitzes 20 mit einem auf einem Zapfen 22 des Maschinenge stelles drehbaren einarmigen Hebel 21 ge lenkig verbunden ist. Der Hebel 21 trägt zwei durch eine Zugfeder 25 verbundene Schalt klinken 23, 24. An dem einen Ende der Spin del 13 sind Klinkräder 2:6, 27 mit zueinander entgegengesetztgerichteten Zähnen nebenein ander gelagert.
Zwischen den Schaltklinken 23 und 24 geht eine durch einen Handhebel 29 der Maschine und einen Arm 30 verschieb bare Zugstange 28 (Fig. 5) hindurch, welche derart angeordnete Keile 31, 32 trägt, dass bei der Verschiebung der Zugstange 28 der Keil 31 auf die Schaltklinke 24 oder der Keil 32 auf die Schaltklinke 23 einwirkt, wodurch die eine Klinke in Eingriff mit ihrem Schalt rad und zugleich die andere Klinke ausser Eingriff mit ihrem Schaltrad kommt. Die Zugstangen 11, 16 sind durch einen Stift 44 der Zugstange 11 und einen Längsschlitz 45 in der Zugstange 16 miteinander verbunden.
Der Schlitz 45 ist so angeordnet, da_ss beim Niederdrücken des Hebels @6 (Fig. 1) die Zug stange 11 des Hebels 7 in Ruhe bleibt, wo gegen beim Niederdrücken des Hebels 7 der Zapfen 44 der Zugstange 11 -die Zugstange 16 des Hebels 6 mitnimmt. Die Zugstange 11, 16 und die Hebel 7"6 werden durch am Maschi nengestell verankerte Zugfedern 33, 34 in ihre Ruhelagen zurückgebracht. Die Mutter 14 trägt einen an der Mustervorlage 3'6 (Fig. 2) vorbeigleitenden Zeiger 35 ; die Muster zeichnung 36 ist über eine Führungswalze 37 gelegt.
An Stelle der Spindel 13 kann auch eine Zahnstange 38 (Fig. 3) angewendet werden, welche am Gestell der Maschine geführt ist und von welcher der Daumen 12 durch einen Arm 1-5 mitgenommen wird. Der Arm 15 ist auf der Welle 9 lose geführt, der Daumen 12 dagegen mit der Welle mittelst Nut und Feder verbunden. Auf die Zahnstange 3,8 wirkt ein in diese eingreifendes Ritzel 39 ein, welches ständig unter Einfluss einer Torsionskraft steht.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zu idesem Zwecke in einem gemeinsamen Federgehäuse 40 zwei in entgegengesetztem Drehsinne wirkende Uhrfedern angebracht, von welchen beim Hub des Handhebels 29, 30 (Fig. 5) in einem Sinne die eine Uhrfeder und beim Hub des Handhebels in dem andern Sinne die andere Uhrfeder gespannt wird, so dass das Ritzel 39 einmal für den einen, das andere Mal für den andern Drehsinn belastet wird.
Eine fort schreitende zahnweise Freigabe des Ritzels 39, welche je ein Verdrehen des Ritzels und eine Zahnteilung und damit auch eine Ver schiebung der Zahnstange 3,8 samt dem Dau men 12 um je eine Nadelteilung zur Folge hat, wird durch ein Ankerrad 41 und einen Anker 42 herbeigeführt, welcher an einem durch die Zugstange 16 mit dem Tasthebel 6 (Fig. 1) verbundenen, um eine Achse 43' schwingenden zweiarmigen Hebel 43 gelagert ist. Die Ausführung des Ankers 42 kann in ähnlicher Weise wie bei Schreibmaschinen gewählt werden.
Mit der beschriebenen Vorrichtung arbei tet man wie folgt Auf die Walze 37 wird eine auf einem karierten Papier (Fig. 2) gezeichnete Muster vorlage 36 gelegt. In den Quadraten des Pa piers sind durch entsprechende Farben die Lagen jener Nadeln hervorgehoben, welche bei der zugehörigen Maschenreihe zu arbeiten haben. Jede farbige waagerechte Reihe von Quadraten entspricht einer Maschenreihe im Gestrick.
Die Vorlage 36 wird auf der Walze 3 7 so eingestellt, dass der Zeiger 3,5 auf den An fang der ersten Quadratereihe gerichtet ist. Dann wird bei auf mit der entsprechenden Farbe bezeichnete Quadrate weisendem Zeiger 35 der Hebel 7 und bei auf weisse Quadrate weisendem Zeiger der Hebel 6 niedergedrückt. Durch Niederdrücken des Hebels 7 wird der Daumen 12 verschwenkt, wodurch der über ihm liegende Stösser 2 hochgeschoben wird, welcher seinerseits die Nadel 1 in den Bereich des Nadelschlosses verschiebt.
Bei diesem Niederdrücken des Hebels 7 nimmt der Zapfen 4-4 der Zugstange 11 die Zugstange 1,6 des Hebels 6 mit, wodureh der einarmige Hebel. 21 entgegen dem Uhrzeigersinne ver- schwenkt wird, so dass die Schaltklinke 23 auf ihrem Schaltrad 26 um einen Zahn herab springt. Wenn nun der Hebel 7 freigegeben wird, so bringen die Federn 33, 34 den Dau men 12 in seine Ruhelage zurück und heben die Schaltklinke 23, so dass das Schaltrad 26 fortgeschaltet und die Spindel 13 um eine Teilung gedreht wird.
Die Ganghöhe der Spindel 13 ist eine solche, dass bei dieser Drehung die Mutter 14 samt dem Daumen 12 um eine Nadelteilung, also unter den nächst folgenden Stösser verschoben wird. Falls der Daumen 12 nicht wirken soll, das ist, wenn der Zeiger 3,5 auf einem weissen Feld der Vor lage aufruht, so wird der Hebel 6 nieder gedrückt. Er belässt den Hebel 7 in seiner Ruhelage (Fig. 1). Bei seiner durch die Feder 34 bewirkten Rückbewegung wird die Spin del 13 mittelst der Schaltklinke 23 gedreht und daher der Daumen 12 unter den nächsten Stösser 2 bewegt. Durch Niederdrücken der Hebel 7 bezw. 6 kann man daher die Stösser der ganzen Reihe schnell und verlässlich aus wählen und einstellen.
Nach dem Fertig stricken der betreffenden Reihe wird die Zugstange<B>28</B> mit den Keilen 31, 32 durch den Handhebel 29 (Fig. 5) verstellt, wodurch die Schaltklinke 23 ausser Eingriff mit ihrem Schaltrad 26 und die Schaltklinke 24 in Ein griff mit ihrem Schaltrad 27 gelangt, so dass sich dann die Spindel 13 im entgegengesetz ten Sinne dreht. Durch Betätigung der Hebel 6 bezw. 7 je nach den Angaben des Zeigers 35 werden die Nadeln für die nächste Reihe eingestellt.
Die Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 3 stimmt mit der beschriebenen Arbeits weise überein, bloss mit dem Unterschiede, dass an Stelle von Schaltklinken 23 und 24 und Sperrädern 2,6 und 27 der Antrieb mit- telst der Zahnstange 38 wirkt und der Hand hebel 29 (Fig. 5) ein Spannen je einer von den in entgegengesetztem Drehsinne wirken den, im Federgehäuse 40 angebrachten Uhr federn herbeiführt.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 ermög licht eine beschleunigte Arbeit bei mehrfar- bigen Mustern, das heisst. also bei mehr als zwei Farben in einer Maschenreihe. Es wer den dabei bei einem einzigen Arbeitsgang des Daumens 12 sämtliche für eine Maschenreihe erforderliche Gruppierungen der Auswähl- glieder getroffen. Zwischen dem Nadelbett 3 und dem Stelldaumen 12 ist ein gabelförmi ger Rahmen eingeschaltet, der von zwei Seitenwänden 50 und von der sie verbinden den Stange 52 gebildet wird. Die Seitenwände 50 sind auf einer Achse 51 schwenkbar ge lagert.
In Schlitzen 53 der Seitenwände 50 ist ein Rahmen 54 mittelst nicht dargestellter seitlicher Zapfen geführt. Im Rahmen 54 sind Platinen 55 längsverschiebbar gelagert. Zu jedem Stösser 2 gehört eine Platine 55. Jede Platine 55 besitzt einen auf den Stösser 2 einwirkenden obern Ansatz 5,6 und einen un tern Ansatz 57, auf welchen der Daumen 12 einwirkt. Der Daumen 12 ist wieder auf der Welle 9 längsverschiebbar und undrehbar ge lagert und wird mittelst einer Spindel 13 durch Schaltklinken 23,
24 und Schalträder verschoben. Bei dieser Ausführungsform wer den vier Winkelhebel 60, 61, 62, 63 ange wendet; der Hebel 60 wirkt- durch eine Zug stange 70 wieder nur auf eines der Schalt räder ein, ohne den Daumen 12 zu verschwen- ken, Wogegen die Hebel 61"62"63 auch eine Verschwenkung des Daumens 12 herbeifüh ren. Die Stangen 71, 72, 73 der Hebel 61, 82, 63 greifen an Zapfen 81; 82, 83 des Armes 10 der Welle 9 an, so dass also diesen Hebeln verschieden lange Arme zur Verschwenkung der Welle 9 entsprechen.
Daher führt zum Beispiel bei gleich grossem Hub der Hebel 61 bis 63 beim Niederdrücken des Hebels 63 dessen Zugstange 73 durch den Zapfen 83 eine grössere Verschwenkung des Daumens 12 herbei, als beim Niederdrücken des Hebels 61, der durch seine Zugstange 71 und den Zapfen 81 auf den Daumen 12 einwirkt. Die Stangen 71, 72, 73 umgreifen die Zapfen 81, 82, 83 mit Längsschlitzen, die eine freie Be wegung der Zapfen in den Schlitzen der Stangen von nicht niedergedrückten Hebeln gestatten. Der Platinenrahmen 54 wird durch-eine Feder 64 in seine tiefste Lage gezogen.
An einer Seite des Rahmens 54 befinden sich Zahnlücken 65, in die eine an der einen Seitenwand 50 drehbar gelagerte Sperrklinke 66 eingreift, die den Rahmen 54 in seiner ein gestellten Höhenlage hält. In die Zahnlücken 65 greift ferner eine Hebeklinke -67 ein, welche an einem um die Achse 51 ver- schwenkbaren Hebel 6,8 drehbar gelagert ist. Die Hebeklinke 67 und die Sperrklinke 66 sind durch Federn belastet. Unten am Rah men 54 sind Blattfedern 6,9 befestigt, je eine für jede Platine 55. In jeder Platine 55 sind an deren untern Teil vier Einkerbungen 74 für die Blattfedern 69 vorgesehen. Die Ein kerbungen entsprechen vier möglichen Lagen der Platinen.
Auf der Achse 7,5 sind mit Hilfe von zwei Armen 76 eine unter die un tern Enden der Platinen 5,5 reichende Druck schiene 77 und ferner ein Arm 78 befestigt. Der Arm greift unter die Sperrklinke 6,6 und führt bei seiner Ausschwenkung das Aus schalten der Sperrklinke,66 aus den Zähnen 65 herbei. Die Achse 75 wird von Hand aus durch einen um einen Zapfen 84 drehbaren Winkelhebel 79 verschwenkt, der eine Zug stange & 5 verschiebt, welche mit ihrer Nase 86 auf einen auf der Achse 75 befestigten Arm 87 einwirkt.
Bei dieser Ausführungsform werden die Klinken 23, 24 unabhängig vom Handhebel durch eine Kette oder von Hand aus verstellt.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet derart, dass man mittelst der Taster 60, 61, 62, 63 die Platinen 55 bei einer Verschie bung des Schlagdaumens 12 längs der Spin del @ 13, in drei Gruppenlagen<I>a, b,</I> c verstellt. Jede Gruppenlage entspricht einer Muster farbe in einer Strickreihe, während die Grundlage der Platinen der Grundfarbe des Musters entspricht. - Bei einer zweifarbigen Ware werden die Platinen durch die Taster 60. 61 verteilt, bei dreifarbiger Ware durch die Ta ster 60, 61, 62 und bei vierfarbiger Ware-durch die Taster 60, 61, 62, 63 (dreifarbiges Mu ster). Die Platinen werden in den eingestell ten Lagen durch die Blattfedern 69 gehalten.
Mit so eingestellten Platinen werden dann diese drei Farben in drei Schlittenhüben ab gestrickt. Zu diesem Zwecke wird zuerst der Hebel 68 niedergedrückt, der nach einem kur zen Leerhub mit seinem untern Rand gegen das vorstehende Ende der Verbindungsstange 52 stösst, wonach er den Rahmen 52, 50 samt den Platinen 5i5 mitnimmt, wobei die Ansätze 51 von unverstellten Platinen eine Verstellung der über ihen liegenden Stösser 2 und damit auch der Stricknadeln 1 herbeiführen, damit diese zur Arbeit bereitgestellt werden.
Mit den so verstellten Stössern wird in bekannter -Weise ein Schlittenhub ausgeführt und \eine Ma schenreihe in der Grundfarbe der Strickware abgestrickt. Bei der Verschwenkung des He bels 68 war die Hebeklinke 67 in den nächst folgenden untern Zahn 65 übergesprungen. Nach dem Loslassen des Hebels 6,8 kehrt er durch die Wirkung einer nicht dargestellten Feder in seine Ruhelage zurück. Dabei kehrt der Rahmen 50 durch sein Übergewicht in seine durch einen Anschlag $-8 bestimmte un wirksame Lage zurück.
Gleichzeitig hebt die Hebeklinke 67 den verschiebbaren Platinen- rahmen 54 um eine Teilung -der Zähne 65 höher, so dass die Ansätze von in der Lage a verstellten Platinen für die nächste Farbe (Musterfarbe) unter die Stösser 2 gelangen.
Nach dem Abstricken der Maschenreihe in dieser Farbe durch einen zweiten Schlitten hub werden die Stösser 2 durch weiteres Niederdrücken des Hebels 68 mit Hilfe der in der Lage b befindlichen Platinen wieder neu gruppiert und sodann in einem dritten Schlittenhub die Maschenreihe in der weite ren Farbe des Musters abgestrickt. Schliess lich wird der Hebel 68 zum dritten Male niedergedrückt, wobei die Platinen der Gruppe c die Stösser verstellen, so dass nun mehr die letzte Farbe der Maschenreihe in einem vierten Schlittenhub abgestrickt wird.
Die Einstellung (Auswechslung) der rich tigen Fadenführer erfolgt dabei von Hand aus durch eine Tasteranor dnung, und zwar in einer am Rand der Musterzeichnung mit Ziffern bezeichneten Reihenfolge.
Damit ist eine Arbeitsperiode, das heisst eine volle Maschenreihe, beendet. Hierauf wird der Auslösehebel 79 niedergedrückt. Durch den Arm 78 wird die Sperrklinke 66 und unmittelbar darauf auch die Hebeklinke 67 aus den Zahnlücken 65 gehoben, so dass die Feder 64 den Platinenrahmen 54 in seine tiefste Lage herabziehen kann. Zugleich hält die Druckschiene 77 die verstellten Platinen 55 zurück und führt damit ein Hochheben und Ausrichten derselben in ihre höchste Lage im Rahmen 50, 52 herbei.
Der Hebel 79 wird durch eine nicht dargestellte Feder in seine unwirksame Hochlage zurückgebracht, in welcher der Arm 78 und die Druckschiene 77 ausser dem Bereich der Sperrklinke 66 und der Hebeklinke 67 bezw. der untern Enden der Platinen 55 liegt, für die die Druckschiene 77 ein genügendes Spiel freilässt, um diese auch in ihre tiefste Lage c verstellen zu kön nen. Der Arm 7,8, sowie die Druckschiene 77 kehren durch ihr Übergewicht in ihre Ruhe lage zurück.
Flat knitting machine with a manually operated pattern device for the production of patterned goods. The subject matter of the invention is a manual flat knitting machine for the production of colored patterns, as well as other, if necessary, multi-colored burled patterns without the use of perforated or similar pattern cards.
The main purpose of the machine is to produce smaller knitting patterns, according to which the effect achieved is first assessed before the serial production of the pattern in question is approached, which is then usually carried out on the usual Jacquard flat knitting machines. Previously known cardless pattern hand knitting machines are designed so that either the knitting needles themselves or sinkers for lifting the needles are distributed directly by hand. Such a distribution of knitting needles, however, requires great manual dexterity, attention and takes a lot of time, especially with machines with finer pitches.
Such machines therefore work slowly and the production of the goods is expensive.
According to the invention, a fast and simple and at the same time precisely patterned distribution of knitting needles BEZW. by arranging a thumb that is guided behind the one needle bed, mechanically displaceable progressively from needle to needle and can optionally be given away by hand according to a template so that it swivels the machine's needles into working position according to the pattern .
In the drawing, Ausführungsbei games of the subject matter of the invention are shown schematically, with only those parts of the machine indicated which men come into consideration for understanding the invention. Fig. 1 shows an embodiment of the invention for distributing needles for pattern knitting; Fig. 2 shows part of a pattern drawing, after which is worked on the Ma machine; Fig. 3 shows a modified embodiment from the device Vorrich;
FIG. 4 shows a further embodiment of the machine for the simultaneous distribution of auxiliary boards at different heights for a number of colors, and FIG. 5 is a detail of FIG.
In the illustrated embodiment of the knitting machine, pusher 2 mounted behind the working needles 1 are used in a known manner, which push the working needles into the working position. After their distribution, the pusher 2 are now actuated by means of the device according to the invention from pusher locks mounted under the main locks.
The machine according to FIG. 1 has in a known manner two conventional needle beds 3 and 4, in which the working needles 1 and the pusher 2 are slidably mounted. The needles in the needle bed 3 work the patterned front side and the needles in the needle bed 4 work the back side of the goods. At one end of the machine two angle levers 6, 7 are mounted on a Zap fen -5 attached to the machine frame according to the invention, which carry buttons 8 on their horizontal arms. Under the needle bed 3, a shaft 9 is superimposed ge, at one end of which an arm 10 is wedged on. This is connected to the angle lever 7 by a tie rod 11.
A thumb 1, 2 is displaceable on the shaft 9, but is mounted non-rotatably with respect to the shaft 9, which reaches under the lower ends of the pusher 2 and is so narrow that it only hits one pusher when the shaft 9 vibrates. Parallel to the shaft 9, a spindle 13 is mounted on which a nut 14 provided with an arm 15 is pushed ver. The arm is along the shaft 9 leads ge without making the same rotation. He takes the thumb 12 with his longitudinal displacement.
From the angle lever 6 a pull rod 16 leads to an angle lever 17 rotatably mounted on a pin 18 of the machine frame, which is articulated by means of a pin 19 and a longitudinal slot 20 with a one-armed lever 21 rotatable on a pin 22 of the machine frame. The lever 21 carries two pawls connected by a tension spring 25 switching pawls 23, 24. At one end of the spin del 13 ratchet wheels 2: 6, 27 are mounted next to each other with oppositely directed teeth.
A pull rod 28 (FIG. 5), which can be displaced by a hand lever 29 of the machine and an arm 30 and which carries wedges 31, 32 arranged in such a way that when the pull rod 28 is moved, the wedge 31 on the Switching pawl 24 or the wedge 32 acts on the switching pawl 23, whereby the one pawl into engagement with its switching wheel and at the same time the other pawl comes out of engagement with its ratchet wheel. The tie rods 11, 16 are connected to one another by a pin 44 of the tie rod 11 and a longitudinal slot 45 in the tie rod 16.
The slot 45 is arranged so that when the lever @ 6 (Fig. 1) is depressed, the pull rod 11 of the lever 7 remains at rest, whereas when the lever 7 is depressed, the pin 44 of the pull rod 11 -the pull rod 16 of the lever 6 takes away. The tie rod 11, 16 and the levers 7 "6 are returned to their rest positions by tension springs 33, 34 anchored to the machine frame. The nut 14 carries a pointer 35 that slides past the template 3'6 (FIG. 2); the sample drawing 36 is placed over a guide roller 37.
Instead of the spindle 13, a rack 38 (FIG. 3) can also be used, which is guided on the frame of the machine and from which the thumb 12 is carried along by an arm 1-5. The arm 15 is loosely guided on the shaft 9, while the thumb 12 is connected to the shaft by means of a tongue and groove. A pinion 39 which engages in this and is constantly under the influence of a torsional force acts on the rack 3.
In the illustrated embodiment, two clock springs acting in opposite directions of rotation are attached for idesem purposes in a common spring housing 40, of which one clock spring during the stroke of the hand lever 29, 30 (Fig. 5) in one sense and the one during the stroke of the hand lever in the other sense other clock spring is tensioned, so that the pinion 39 is loaded once for one, the other time for the other direction of rotation.
A progressive tooth-wise release of the pinion 39, which each has a rotation of the pinion and a tooth pitch and thus also a shift of the rack 3.8 together with the Dau men 12 by a needle pitch, is through an escape wheel 41 and an anchor 42, which is mounted on a two-armed lever 43 which is connected by the pull rod 16 to the feeler lever 6 (FIG. 1) and oscillates about an axis 43 '. The design of the armature 42 can be selected in a manner similar to that for typewriters.
With the device described, one works as follows. On the roller 37, a template 36 drawn on a checkered paper (FIG. 2) is placed. In the squares of the paper, the layers of the needles that have to work on the associated row of stitches are highlighted by corresponding colors. Each colored horizontal row of squares corresponds to a row of stitches in the knitted fabric.
The template 36 is set on the roller 37 so that the pointer 3.5 is directed to the beginning of the first row of squares. Then, with the pointer 35 pointing to the corresponding color, the lever 7 is depressed and the lever 6 when the pointer is pointing at white squares. By depressing the lever 7, the thumb 12 is pivoted, as a result of which the pusher 2 lying above it is pushed up, which in turn pushes the needle 1 into the area of the needle lock.
During this depression of the lever 7, the pin 4-4 of the pull rod 11 takes the pull rod 1,6 of the lever 6 with it, whereby the one-armed lever is used. 21 is pivoted counterclockwise so that the pawl 23 jumps down on its ratchet wheel 26 by one tooth. If now the lever 7 is released, the springs 33, 34 bring the Dau men 12 back to its rest position and lift the pawl 23 so that the ratchet 26 is advanced and the spindle 13 is rotated by one pitch.
The pitch of the spindle 13 is such that during this rotation the nut 14 together with the thumb 12 is displaced by one needle pitch, that is to say under the next following pusher. If the thumb 12 should not work, that is, when the pointer 3.5 rests on a white field in front of the position, the lever 6 is pressed down. He leaves the lever 7 in its rest position (Fig. 1). During its return movement caused by the spring 34, the spin del 13 is rotated by means of the pawl 23 and the thumb 12 is therefore moved under the next pusher 2. By depressing the lever 7 respectively. 6 you can therefore quickly and reliably select and set the pusher from the whole series.
After the row in question has been knitted, the pull rod 28 with the wedges 31, 32 is adjusted by the hand lever 29 (FIG. 5), whereby the pawl 23 disengages from its ratchet wheel 26 and the pawl 24 in A handle with her ratchet wheel 27 arrives, so that the spindle 13 then rotates in the opposite direction. By operating the lever 6 respectively. 7 depending on the indications of the pointer 35, the needles for the next row are set.
The mode of operation of the arrangement according to FIG. 3 corresponds to the mode of operation described, only with the difference that instead of ratchets 23 and 24 and ratchet wheels 2, 6 and 27, the drive acts by means of the rack 38 and the hand lever 29 (Fig. 5) a tensioning each one of the acting in the opposite direction of rotation, the clock attached in the spring housing 40 brings about springs.
The embodiment according to FIG. 4 enables accelerated work with multicolored patterns, that is to say. so if there are more than two colors in a row. In a single operation of the thumb 12, all the groupings of the selection members required for a row of stitches are made. Between the needle bed 3 and the thumb 12, a gabelförmi ger frame is turned on, which is formed by two side walls 50 and from which they connect the rod 52. The side walls 50 are pivotally mounted on an axis 51 GE.
In slots 53 of the side walls 50, a frame 54 is guided by means of lateral pins, not shown. In the frame 54, plates 55 are mounted to be longitudinally displaceable. A plate 55 belongs to each pusher 2. Each plate 55 has an upper shoulder 5, 6 acting on the pusher 2 and a lower shoulder 57 on which the thumb 12 acts. The thumb 12 is back on the shaft 9 longitudinally and non-rotatably superimposed and is means of a spindle 13 by pawls 23,
24 and shift wheels moved. In this embodiment, whoever the four angle levers 60, 61, 62, 63 applied; the lever 60 acts through a pull rod 70 again only on one of the switching gears without pivoting the thumb 12, whereas the levers 61 "62" 63 also cause the thumb 12 to pivot. The rods 71, 72 , 73 of the levers 61, 82, 63 engage pins 81; 82, 83 of the arm 10 of the shaft 9, so that arms of different lengths for pivoting the shaft 9 correspond to these levers.
Therefore, with the same stroke of the lever 61 to 63, when the lever 63 is depressed, its pull rod 73 through the pin 83 causes a greater pivoting of the thumb 12 than when the lever 61, which is pushed down by its pull rod 71 and pin 81, is depressed the thumb 12 acts. The rods 71, 72, 73 engage around the pins 81, 82, 83 with longitudinal slots that allow a free movement of the pins in the slots of the rods of not depressed levers. The circuit board frame 54 is pulled into its lowest position by a spring 64.
On one side of the frame 54 there are tooth gaps 65, in which a pawl 66 rotatably mounted on one side wall 50 engages, which holds the frame 54 in its one set height position. A lifting pawl -67, which is rotatably mounted on a lever 6, 8 pivotable about the axis 51, also engages in the tooth gaps 65. The lifting pawl 67 and the pawl 66 are loaded by springs. At the bottom of the frame 54 leaf springs 6,9 are attached, one for each plate 55. In each plate 55 four notches 74 are provided for the leaf springs 69 on the lower part thereof. The notches correspond to four possible positions of the boards.
On the axis 7.5 with the help of two arms 76 one under the un tern ends of the boards 5.5 reaching pressure rail 77 and also an arm 78 is attached. The arm engages under the pawl 6,6 and, when it swings out, turns the pawl 66 out of the teeth 65. The axis 75 is pivoted by hand by an angle lever 79 rotatable about a pin 84, which moves a train rod & 5, which acts with its nose 86 on an arm 87 attached to the axis 75.
In this embodiment, the pawls 23, 24 are adjusted independently of the hand lever by a chain or by hand.
The device described works in such a way that the buttons 60, 61, 62, 63 are used to move the plates 55 when the thumb 12 is moved along the spin del @ 13, in three group positions <I> a, b, </I> c adjusted. Each group layer corresponds to a pattern color in a knitting row, while the basis of the sinkers corresponds to the basic color of the pattern. - In the case of two-colored goods, the boards are distributed by the buttons 60. 61, in the case of three-colored goods by the buttons 60, 61, 62 and in the case of four-colored goods by the buttons 60, 61, 62, 63 (three-colored pattern). The plates are held in the set positions by the leaf springs 69.
With sinkers set in this way, these three colors are then knitted in three slide strokes. For this purpose, the lever 68 is first depressed, which after a short idle stroke pushes with its lower edge against the protruding end of the connecting rod 52, after which it takes the frame 52, 50 together with the boards 5i5, the lugs 51 of unadjusted boards one Adjustment of the pusher 2 lying above it and thus also the knitting needles 1 so that they are made available for work.
With the pusher adjusted in this way, a carriage stroke is carried out in a known manner and a row of stitches is knitted in the basic color of the knitted fabric. When the lever 68 was pivoted, the lifting pawl 67 had jumped over into the next following lower tooth 65. After releasing the lever 6.8 it returns to its rest position through the action of a spring, not shown. The frame 50 returns due to its excess weight in its ineffective position determined by a stop $ -8.
At the same time, the lifting pawl 67 lifts the displaceable sinker frame 54 by a division of the teeth 65 higher, so that the approaches of the sinkers adjusted in position a for the next color (sample color) get under the pusher 2.
After knitting the row of stitches in this color by a second slide stroke, the pusher 2 are regrouped again by further depressing the lever 68 with the help of the sinkers in position b and then in a third slide stroke the row of stitches in the wide Ren color of the pattern knitted. Finally, the lever 68 is depressed for the third time, the sinkers of group c adjusting the pusher so that the last color of the row of stitches is now knitted in a fourth slide stroke.
The setting (replacement) of the correct thread guides is carried out by hand using a button arrangement, in a sequence marked with numbers on the edge of the pattern drawing.
This ends a working period, i.e. a full course. The release lever 79 is then depressed. The pawl 66 and immediately thereafter also the lifting pawl 67 are lifted out of the tooth gaps 65 by the arm 78, so that the spring 64 can pull the circuit board frame 54 down into its lowest position. At the same time, the pressure rail 77 holds back the adjusted sinkers 55 and thus lifts them up and aligns them in their highest position in the frame 50, 52.
The lever 79 is brought back to its inactive high position by a spring, not shown, in which the arm 78 and the pressure bar 77 respectively outside the area of the pawl 66 and the lifting pawl 67. the lower ends of the sinkers 55 is for which the pressure rail 77 leaves sufficient play to be able to adjust them to their lowest position c. The arm 7, 8 and the pressure bar 77 return to their rest position due to their excess weight.