CH158013A - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumpulver, insbesondere Aluminiumbronze. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumpulver, insbesondere Aluminiumbronze.

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CH158013A
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Hartstoff-Metall A-G Hametag
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Hartstoff Metall Ag
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  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von Aluminiumpulver, insbesondere Aluminiumbronze.    Den Gegenstand der Erfindung bildet  ein Verfahren zur Herstellung von Alumi  niumpulver, insbesondere     Aluminiumbronze     in einer besonderen Gasatmosphäre.  



  Es sind bisher zwei Verfahren in dieser  Richtung bekannt geworden. Bei dem einen  findet die Herstellung der Bronzeplättchen  in der atmosphärischen Luft statt, bei dem  andern geschieht diese unter Benutzung einer  indifferenten Atmosphäre, als welche vor  nehmlich Stickstoff in Frage kommt.  



  Es ist bekannt, dass Aluminium eine sehr  starke Verwandtschaft zum Sauerstoff be  sitzt, und dass infolgedessen bei der Herstel  lung der feinen Bronzepulver in Luft häufig  verheerende Explosionen auftreten.  



  Man hat daher versucht, die Aluminium  bronze in einer indifferenten sauerstofffreien  Atmosphäre, zum Beispiel Stickstoff, zu er  zeugen. Damit hat man zwar die Explo  sionsgefahren bei der Herstellung der Bronze  ausgeschaltet, dafür ein nachträglich auftre  tendes, nicht zu unterschätzendes Gefahren-         moment    eingetauscht. Die an der Luft her  gestellte Bronze überzieht sich nämlich mit  einer hauchdünnen Schicht von Aluminium  oxyd, welche nach ihrer Bildung als Schutz  schicht wirkt und die Einwirkungsmöglich  keit weiteren Sauerstoffes auf das Alumi  nium in bemerkenswerter Weise herab  setzt. Diese Schutzschicht fehlt     uler     Bronze, welche in einer sauerstofffreien  Atmosphäre erzeugt ist.  



  Demgegenüber geht die Erfindung von  der Benutzung einer Atmosphäre aus, welche  aus einem indifferenten Gas und einem Zu  satz kleiner Mengen von Sauerstoff oder  Sauerstoff enthaltender, diesen abgebenden  Gase oder Dämpfe besteht.  



  Die oben erwähnten geringen Mengen von  Sauerstoff genügen meistens für die Erzeu  gung einer     Schutzscbicht    auf den     Alumi-          niumpulverteilchen,    insbesondere weil die  schutzbedürftigen Oberflächen der Alumi  niumteilchen erst während der Fabrikation  des Pulvers, gegebenenfalls während des      Poliervorganges entstehen, so dass die Ein  wirkung sich über eine geraume Zeit verteilt.  



  Anderseits hat sich aber gezeigt, dass ge  ringe Sauerstoffmengen in der Atmosphäre,  in welcher das Pulver,     insbesondere    Bronze,  erzeugt wird, nicht in der Lage sind, Explo  sionen hervorzurufen, weil die Verdünnung  des Sauerstoffes zu stark ist und infolgedes  sen zwar das Auftreten einer langsam und  allmählich verlaufenden Reaktion gestattet,  nicht aber das Zustandekommen einer plötz  lichen mit Heftigkeit auftretenden Verbin  dung des Sauerstoffes mit dem Aluminium,  welche das     Kennzeichen    der Explosion oder  des Brandes ist.  



  Als Gasatmosphäre gemäss der Erfin  dung wird vorteilhaft Stickstoff benutzt,  welchem kleine     Mengen    Sauerstoff, zum Bei  spiel ein bis drei Prozent beigemischt sind.  Im einzelnen richtet sich dies nach der Rein  heit des als Ausgangsmaterial     benutzten     Aluminiums und nach den Anforderungen,  welche zum Beispiel an die Aluminium  bronze, insbesondere bezüglich der Feinheit  gestellt werden.  



  Statt des Zusatzes von reinem Sauerstoff  zu dem indifferenten Gas kann man auch  andere gasförmige Bestandteile zusetzen,  welche Sauerstoff abzugeben in der Lage  sind, zum Beispiel Wasserdampf, welcher  durch feines Aluminium leicht gespalten  wird.  



  Man kann auch beispielsweise eine At  mosphäre benutzen, welche aus     Kohlensäure     mit einem Zusatz von     etwa    3 % Sauerstoff  besteht. Besonders wohlfeil ist eine Atmo  sphäre aus     Verbrennungsgasen,    welche noch  einen     entsprechenden    Prozentsatz Sauerstoff  oder ein Gemisch von Sauerstoff und Wasser  dampf enthalten.  



  Aas Verfahren gemäss der     Erfindung     kann in den verschiedenartigsten Maschinen  Anwendung finden, welche zur Herstellung       von    Aluminiumpulver benutzt werden. Na  turgemäss kommen dabei solche Maschinen  in Frage, welche hinreichend geschlossen  sind, um eine schädliche Veränderung der    Atmosphäre im Innern durch zutretende  äussere Luft zu verhindern.  



  Besonders vorteilhaft hat sich das Ver  fahren bei solchen Maschinen erwiesen, bei  denen sich die Gasfüllung in dauernder Be  wegung befindet, insbesondere, wenn das Gas  sich wiederholende Kreisläufe beschreibt,  weil bei diesen der gesamte Inhalt an Sauer  stoff zur Mitwirkung herangezogen werden  kann und infolgedessen der Gehalt der At  mosphäre an Sauerstoff besonders klein be  messen werden kann.  



  Vornehmlich eignen sich daher für die  Ausführung des Verfahrens     Maschinenan-          lagen,    bei denen ein umlaufender     Blaswind     insbesondere für Austragung der fertigen  Teilchen Benutzung findet.  



  Bei Maschinenanlagen, welche einen ge  ringen Rauminhalt besitzen, oder falls man  eine stärkere Oxydierung des Pulvers herbei  führen will, geht man zweckmässig so vor,  dass man dauernd frisches Gas der angege  benen Zusammensetzung zuführt und ein  entsprechendes Quantum der Maschinenfül  lung entweichen lässt, vorteilhaft unter Be  nutzung eines Flüssigkeitsabschlusses be  kannter Art, welcher den Rücktritt von Luft  in die Maschine verhindert. Natürlich muss  man durch Zwischenschaltung zweckentspre  chender Einrichtungen, zum Beispiel Filter  tücher, dafür sorgen, dass keine Teilchen des  Metallpulvers     mitausgeblasen    werden.

   In  vielen Fällen, namentlich bei grösseren An  lagen, sind auch die natürlichen     Undichtig-          keiten    in der Maschinenanlage hinreichend  gross, um eine für den genannten Zweck  dienende Erneuerung der Atmosphäre in der  Maschinenanlage herbeizuführen.  



  Man erhält durch diese allmähliche Er  neuerung der Gasfüllung in der Maschinen  anlage die Möglichkeit, die     Oxydbildung    in       gewünschtem    Masse zu regulieren. Man kann  auch auf diese Weise mit einer besonders  sauerstoffarmen Gasfüllung arbeiten und da  durch die Zündungsgefahr noch weiter her  untersetzen.  



  Praktisch geht man natürlich am besten  in der Weise vor, dass man das Ausblasen      des. Gases und das Einblasen frischen Gases  kontinuierlich vornimmt. In besonderen Fäl  len     kann    dies jedoch auch mit Unterbrechun  gen stattfinden.  



  Besonders vorteilhaft erweist sich die  Anwendung des neuen Verfahrens bei der  Herstellung von Bronze, und zwar beim Po  lieren der Bronzeblättchen. Auch hier ist es  wichtig, eine Schutzhaut aus Oxyd zu er  zeugen. In diesem Falle dient letztere aber  nicht nur als Schutzhaut, sondern sie vermit  telt auch die Entstehung von Verbindungen  des .Aluminiums mit der Fettsäure, welche  zum Polieren benutzt wird. Bei Verwendung  von     Stearinsäure    als Poliermittel bildet sich  zum Beispiel nach einiger Zeit     Aluminium-          stearat.    Diese Bildung wird begünstigt durch  das Vorhandensein einer     Oxydhaut    auf dem  Aluminium.

   Sie ist wichtig für die Bronze,  weil unter ihrem Einfluss das sogenannte  Schwimmen der Metallteilchen im Anstrichs  lack zustande kommt.  



  Das Bronzepulver ist dadurch gekenn  zeichnet, dass seine einzelnen     Pulverteilchen     die Gestalt ausserordentlich dünner Blätt  chen besitzen. Die Vorteile des neuen Ver  fahrens wirken sich natürlich auch auf an  dere     Aluminiumpulverarten    aus, deren ein  zelne Teilchen diese Gestalt nicht aufweisen.  



  Ein Ausführungsbeispiel möge dazu die  nen, die Erfindung noch näher zu erläutern.  In einer Plätttrommel, mit einem Raum  inhalt von rund 1000 Litern, werden bei  kontinuierlicher Beschickung und Entleerung  3,5 bis 40 kg kleingerissener Aluminium  folie auf Bronze verarbeitet mit einer stünd  lichen Ausbeute von rund 10 kg. Die Ma-         schine    wird mit Stickstoff gefüllt, welcher  rund 3 % Sauerstoff enthält. Aus der Ma  schine lässt man stündlich 2500 Liter der  Gasfüllung entweichen und führt die gleiche  Menge neu zu. Bei Benutzung einer Folie  mit einem      xydgehalt    von 1/2% als Aus  gangsmaterial erhält man im kontinuier  lichen Betriebe eine Bronze, welche 3 bis 4  Oxyd aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alumi niumpulver, insbesondere Aluminiumbronze in einer Gasatmosphäre, dadurch gekenn zeichnet, dass diese aus einem indifferenten Gas mit einem geringen Zusatz von Sauer stoff oder Sauerstoff enthaltender, diesen ab gebender Gase oder Dämpfe besteht. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre auf 1 bis 3 Prozent be messen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gasatmosphäre benutzt wird, die geringe Mengen Wasser dampf enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer strö menden Atmosphäre arbeitet. und durch die Bemessung der Durchflussgeschwin- digkeit des Gases eine Oxydbildung des Aluminiumpulvers reguliert.
CH158013D 1930-05-28 1931-05-06 Verfahren zur Herstellung von Aluminiumpulver, insbesondere Aluminiumbronze. CH158013A (de)

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