CH158035A - Gasturbinenaggregat. - Google Patents

Gasturbinenaggregat.

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CH158035A
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turbines
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Milo Aktiebolaget
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Milo Ab
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Description


      Gasturbinenaggregat.       Gasturbinen sind bereits     bekannt,    bei  denen die     Beschaufelung    in zwei oder mehr  in demselben Turbinengehäuse angeordnete  und auf .derselben Welle     angebrachte    Schau  felsysteme aufgeteilt ist. Auch ist bereits  vorgeschlagen, das sich unter hohem Druck  befindliche     Treibmittel    mittelst in ihm er  folgender Verbrennung von in flüssiger oder  anderer Form zugeführtem Brennstoff zu  erwärmen.

   Ferner ist schon vorgeschlagen,  das Treibmittel nach     Durchströmung    eines  Teils -der in .einem einzigen Gehäuse befind  lichen     Beschaufelung    wieder zu     erwärmen,     und zwar durch Zufuhr von Brennstoff und  Luft, welche in dem Raum zwischen den ver  schiedenen Schaufelsystemen der     Beschaufe-          lung    verbrennen und somit das     Treibmittel     erwärmen, ehe es in die Schaufelringe des  nächstfolgenden Schaufelsystems     strömt.     



  Bei derartigen Gasturbinen,     insbesondere     solchen, bei denen die     Beschaufelung    nach  dem Aktionsprinzip ausgeführt ist, sind ver  schiedene Nachteile aufgetreten, die die prak-    tische Verwendung einer solchen Turbine un  möglich gemacht haben. Um das verdichtete  Treibmittel in der geeignetsten Weise aus  nützen zu können, wurde es auf sehr hohe.       .die    Wärmebeständigkeit der Schaufelsysteme  der Turbine gefährdende Temperaturen er  wärmt.

   Das hierbei angewendete Verfahren  zur Erwärmung des     Treibmittels    hatte be  deutend höhere Temperaturen als die berech  neten zur Folge, da die Wiedererwärmung  innerhalb     des    die     Beschaufelung    umgeben  den, gemeinsamen Turbinengehäuses statt  fand, und zwar in unmittelbarer Nähe des  nächstfolgenden Schaufelsystems. Die Ver  brennung hatte somit unter unvollständiger  Mischung stattgefunden,     @so        .dass    ein Teil des  Treibmittels auf bedeutend höhere Tempera  turen als die berechneten erwärmt wurde.  während der andere Teil niedrigere Tempe  raturen als die berechneten erhielt.  



  Die Erfindung bezieht sich auf ein       Radialschaufelsysteme    aufweisendes Gastur  binenaggregat mit mehrstufiger Verbrennung      und wird dadurch gekennzeichnet, dass die  einzelnen     Radialschaufelsysteme    mehrstufig       und    in getrennten Gehäusen angeordnet       sind,    denen die Verbrennungskammern vor  geschaltet sind. Bei einem derartigen Gas  turbinenaggregat kann die     Anlassleitung    je  der einzelnen     Radialturbine    mit einer Ver  brennungskammer in Verbindung stehen, und  wenigstens zwei     Radialturbinen    des Aggre  gates können für dieselbe Anfangstemperatur  des Treibmittels ausgeführt werden.  



       Auf    der Zeichnung sind einige beispiels  weise Ausführungsformen des Erfindungs  gegenstandes schematisch     idargestellt.       Es zeigt:       Fig.    1 ein zwei     Radialschaufelsysteme     aufweisendes Ausführungsbeispiel,       Fig.    2 ein     Ausführungsbeispiel    mit Kom  pressoren zum Verdichten des Treibmittels,       und            Fig.    3 ein     ,drittes        Ausführungsbeispiel.     In     Fig.    1 bezeichnen 1 und 2 eine Hoch  druck- und eine     Niederdruckturbine    mit den  Gehäusen 3 und 4.

   Diese Turbinen 1 und 2  sind in getrennten Gehäusen angeordnet und  auf derselben Welle 5     angebracht    wie ein  elektrischer Generator 6. Die Hochdrucktur  bine 1 erhält ihr Treibmittel durch eine An  lassleitung 7. Diese     Anlassleitung    verbindet  das Innere 8 der Turbine mit einer Verbren  nungskammer 9 für das     Treibmittel.    Durch  die Leitung 10 wird der Verbrennungskam  mer 9 zum Beispiel Luft unter Druck zu  geführt.

   Durch eine Rohrleitung 11     wird     der Kammer 9 auch noch     ein    Brennstoff, zum  Beispiel in flüssiger Form,     kontinuierlich    zu  geführt, der     innerhalb    der     Kammer    9     in    dem  durch die Leitung 10 zugeführten     Luftstrom     verbrennt. Die     Wände    der     Kammer        können     doppelt ausgeführt werden, um einen Kühl  mantel zu bilden, durch welchen Wasser  strömt. Das Wasser hält somit die Kammer  auf einer für die Wärmebeständigkeit des  Materials geeigneten Temperatur und wird  hierbei erwärmt.

   Die Wärme dieses Wassers  kann dann einer Turbine dadurch zugeführt    werden, dass es zum Einspritzen in das       Treibmittel    verwendet wird.  



  Das Treibmittel, das aus der Verbren  nungskammer austritt, wird hierbei nur auf  eine so hohe Temperatur gebracht, wie es die  Wärmebeständigkeit der     Beschaufelung    der  Turbine 1     zulä.sst,    zum Beispiel auf ,500 bis  700   0. Die     Beschaufelung    dieser Turbine  besteht aus einem mehrstufigen Radial  schaufelsystem. Bei dieser     Erwärmung    in  der Kammer 9 steigt die Temperatur, aber  nicht der Druck. Die Regelung der Erwär  mung erfolgt durch Zufuhr von Brennstoff  in einer Menge, die zur Erzielung der ge  nannten Temperatur erforderlich ist.

   Für  niedrigere, geringere Anfangstemperaturen  bedingende Belastungen     wird    entsprechend  dieser     Temperaturen    weniger Brennstoff  menge zugeführt. Die Verbrennung erfolgt  mit grossem     Luftüberschuss.    Das in den zen  tralen Raum 8 der Hochdruckturbine ein  tretende Treibmittel enthält somit     ausser    den  bei der Erwärmung entstandenen Gasen auch       unverbrannte    Luft. Unter     Expansion    strömt  dieses Treibmittel in radialer Richtung durch  die Turbine 1.

   Durch die     Leitung    12 wird  das Treibmittel     fortgeleitet    und dann einer  zweiten     Verbrennungskammer    13 zugeführt,  die gleich beschaffen ist wie die erstgenannte  und in der das     Treibmittel    wieder erwärmt       wird,    zum Beispiel auf die gleiche Tempera  tur, auf die es in der     Kammer    9 erwärmt  wurde. Auch in diesem Falle erfolgt die  Wiedererwärmung durch eine innere, im       Treibmittel        stattfindende    Verbrennung von  durch eine Leitung 14 zugeführtem Brenn  stoff.

   Da die Verbrennung in der Kammer 9  unter grossem     Luftüberschuss        vorsichging,     enthält das     Treibmittel    bei     Durchströmung     der     Kammer    13 genügend Sauerstoff, um die  Verbrennung so weit zu unterhalten, dass an  nähernd dieselbe Temperatur in der Kammer  9 erreicht     wird.    Dabei ist der Druck in der  Kammer 13 niedriger als in der Kammer 9.  Das auf diese Weise von neuem erwärmte,  in der Leitung 15 von der Kammer 13 zum  zentralen Raum 16 der Turbine 2. strömende       Treibmittel    enthält somit hauptsächlich Ver-           brennungsgase,    und nur wenig     unverbrannte     Luft.

   In der     Turbine    2 gibt das Treibmittel  weitere Energie ab, die von den ausserhalb  der Turbine herrschenden Verhältnissen ab  hängig ist. Das Treibmittel kann nämlich  beim     Austritt    aus der letzten Turbine an  nähernd den Druck und die     Temperatur    der       ausserhalb    der Turbine befindlichen Luft ent  halten. Auch die Turbine 2 ist als Reaktions  turbine mit voller     Beaufschlagung    aus  geführt.

   Das Treibmittel strömt in Richtung  der Pfeile zuerst durch das mehrstufige Ra  dialschaufelsystem und dann durch das Ach  sialschaufelsystem dieser     Turbine    2, bei der  das letztere System auf der das rotierende       Radialschaufelsystem        tragenden    Turbinen  scheibe angebracht ist.  



  Bei dem dargestellten     Gasturbinenaggre-          gat    sind zwei mehrstufige     Radialschaufel-          systeme    vorhanden, die in getrennten Tur  binengehäusen untergebracht sind, wobei die       Erwärmung    des Treibmittels in den Verbren  nungskammern 9 und 13 erfolgt,

   die den  Turbinengehäusen vorgeschaltet     sind.    Die zur  Erzeugung des Treibmittels erforderliche  Luft wird bei dieser Ausführungsform einem  andern Aggregat     entnommen.    Da das Treib  mittel in der Kammer 13 auf die gleiche  Temperatur erwärmt wird wie in der Kam  mer     9"    so müssen die beiden Turbinen für  dieselbe Anfangstemperatur des     Treibmittels     gebaut     sein.            Fig.2    stellt eine     Ausführungsform    dar,  bei der die Luft in dem Aggregat zugehö  rigen Kompressoren verdichtet wird.

   Dieses       Gasturbinenaggregat    kann daher als aus zwei  Teilen bestehend betrachtet werden, wobei  der eine Teil     hauptsächlich.    zur     Erzeugung     von verdichteter Luft und der andere Teil  hauptsächlich zum Abgeben von effektiver  Leistung     bestimmt    ist.  



  In     Fig.    2 bezeichnen 21, 22 und 23 drei  Kompressoren, welche in der Strömungs  richtung der zu verdichtenden Luft in Reihe  geschaltet sind. Die Luft strömt durch die  Leitung 24 ein und wird durch eine Leitung  25 vom Kompressor 21     zum    Kompressor 22    und weiter durch eine Leitung 26 zum Kom  pressor 23 geleitet. Vom Kompressor 23 wird  die endgültig verdichtete Luft, durch eine  Leitung 27 einem     Vorwärmer    28 zugeführt,  indem sie in später noch zu beschreibender  Weise eine erste Erwärmung erfährt. Durch  eine Leitung 29 strömt dann die Luft von  diesem     Vorwärmer    zu einer Verbrennungs  kammer 31, in welcher eine innere Verbren  nung des durch die Leitung 3 2 zugeführten  Brennstoffes stattfindet.

   Sämtliche Verbren  nungskammern     können    in gleicher Weise aus  geführt sein. In ähnlicher Weise wie bei der  in     Fig.    1 dargestellten Ausführungsform er  folgt die     Verbrennung    unter grossem Luft  überschuss, so dass das durch eine Leitung 33  der Turbine 34 zugeführte Gas aus mit Ver  brennungsgasen vermischter Luft besteht.  Die Turbine 34, die ein mehrstufiges     Radia.l-          schaufelsystem    aufweist, ist auf derselben  Welle angebracht wie ein     Hochdruck1rom-          pressor    23, welcher von ihr getrieben wird.

    Eine Leitung 3:5 führt das Gas von der Tur  bine 34 einer Turbine 36 zu, die auch ein  mehrstufiges     Radialschaufelsystem    aufweist.  In der     Auslassleitung    35 dieser Turbine<B>36</B> ist  eine     Verbrennungskammer    37     angebraeht,    in  der das Gas durch innere Verbrennung des  durch eine Leitung 38 zugeführten Brenn  stoffes wieder     erwärmt    wird.

   Das Treib  mittel     wird    durch eine Leitung 41 von der  Turbine 36 einer Turbine 40     zugefiihrt.        Auch          in        diesem    Falle erfolgt Wiedererwärmung       durch    eine in der Leitung 41 angebrachte  Verbrennungskammer 42. Die Wiedererwär  mung sowohl in diesem, als auch in noch  folgenden Verbrennungskammern erfolgt in  vorher beschriebener Weise. Die mehr  stufigen     Radialschaufelsysteme    der Turbine  36 und der Turbine 40 sind auf derselben  Welle     wie    ein Generator 39     angebracht,    so  dass dieser somit von beiden Turbinen ge  trieben wird.

   Der     Auslass    der Turbine     4()     steht durch eine Leitung 44 mit dem Anlass  einer Turbine 43 in Verbindung. In der Lei  tung 44 ist eine Verbrennungskammer 45 an  gebracht. Eine Leitung 46 führt das Treib  mittel von der Turbine 43 einer Turbine 4 7      zu. 48 bezeichnet     eine        Verbrennungskammer     zur Wiedererwärmung des Treibmittels. ehe  es einer Turbine 47 zugeführt wird. Die Aus  lassleitung 49 der Turbine 47     verzweigt    sich  in zwei Leitungen 50 und 51, die zu zwei  Turbinen 52 und 53 führen, die somit in  der Strömungsrichtung des Treibmittels pa  rallel geschaltet sind.

   Vor     Eintritt    in diese  beiden     Niederdruckteile    des Gasturbinen  aggregates erfährt das Treibmittel keine       Wiedererwärmung.    Die Turbine 52 treibt den       Niederdruckkompressor    21. Die Turbine 53  ist auf derselben Welle angebracht wie die  Turbine 47 und ein von diesen Turbinen ge  triebener Generator 30.

   Die Auslässe der  Turbine 52 und 53     sind    durch die Leitungen  54     bezw.    55 mit dem     Vorwärmer    28 verbun  den, in dem ein Teil der etwa noch vorhande  nen Wärme des     Treibmittels    an die durch die  Leitung 27 zugeführte verdichtete Luft ab  gegeben     wird.    Bei diesem Beispiel weist das       Gasturbinenaggregat    sieben Turbinen auf,  die je ein     mehrstufiges        Radialschaufelsystem     aufweisen, so dass die     Radialschaufelsysteme     in     getrennten    Gehäusen angeordnet sind.

   Die  zu den Turbinengehäusen führenden Anlässe  sind mit Ausnahme der den Niederdruck  turbinenteilen zugehörigen     mitVerbrennungs-          kammern    für das Treibmittel versehen. Die  Verbrennungskammern sind also den Tur  binengehäusen vorgeschaltet. Sämtliche Tur  binen mit Ausnahme der     Niederdrucktur-          binen    52,     ,53    können somit mit Treibmittel  mit der Anfangstemperatur arbeiten. Die  Erwärmung des Treibmittels, als auch seine  Wiedererwärmung erfolgt mit grossem Luft  überschuss, so dass der Sauerstoff in der  der ersten Verbrennungskammer zugeführten  Luftmenge zur Aufrechterhaltung der Ver  brennung in allen andern Verbrennungskam  mern ausreichend ist.

   Die Luftmenge ist im  Verhältnis zur Brennstoffmenge so berechnet,  dass der Sauerstoff fast verbraucht ist, wenn  das     Treibmittel    seine Wiedererwärmung in  der letzten     Verbrennungskammer    48 erfahren  hat. Um nämlich den besten Wirkungsgrad  des Aggregates zu erhalten, ist es nötig, die  komprimierte Luft vollständig auszunutzen.    In dieser Ausführungsform gehören die  Turbinen 52,     43,    und 34 zusammen mit den  Kompressoren 21, 22 und 23 zu demjenigen  Teil des     Gasturbinenaggregates,    der zur Kom  primierung der Luft dient, während die Tur  binen 36, 40 und 53 zu dem     Leistung    ab  gebenden Aggregatteil zählen. Statt der Luft  könnte auch ein anderes, Sauerstoff ent  haltendes Gas verwendet werden.

    



  In     Fig.    3 bezeichnen 61,     6,2    und 63 drei  in Reihe geschaltete     Kompressoren.    Die Luft,  deren Druck und Temperatur bei der Kom  pression steigen,     wird    durch die     Anlass-          leitung    64 dem     Niederdruckkompressor    61  und dann von diesem durch eine Leitung 65  dem     Mitteldruckkompressor    62 zugeführt.  Eine Leitung 67 führt die endgültig ver  dichtete Luft vom Hochdruckkompressor 63  einer Verbrennungskammer 64 zu, in der das  Treibmittel durch innere Verbrennung des  durch die Leitung     .65!    zugeführten Brenn  stoffes erwärmt wird.

   Die Verbrennung er  folgt ohne grossen     Luftüberschuss    und kann  höhere Temperaturen des Treibmittels als die  für die Turbine 6<B>8</B> berechneten hervor  bringen. Das Treibmittel wird jedoch durch  Einspritzung von Wasser durch eine Leitung  66 auf die berechnete Temperatur abgekühlt.  Hierdurch erhält man ein Treibmittel, das  sowohl Verbrennungsgase, als auch Wasser  dampf und gegebenenfalls auch noch     einen     geringen     Luftüberschuss    enthält. Der Wärme  inhalt des Treibmittels wird erhöht, wenn die  Dampfmenge in dem Treibmittel vergrössert  wird, da hierdurch die spezifische Wärme  erhöht wird. Eine Leitung 67 führt das auf  diese Weise     erwärmte    und vorbereitete Treib  mittel einer Turbine 68 zu.

   Diese Turbine  ist auf derselben Welle angebracht,     wie    der  Hochdruckkompressor 63 und eine weitere  Turbine 69, die ihr Treibmittel durch eine  Leitung 70 erhält. In dieser Leitung 70 ist  eine Verbrennungskammer 71 eingeschaltet.  In derselben findet Verbrennung eines     durch     Leitung 72 zugeführten Brennstoffes statt.  Damit     Verbrennung        stattfinden    kann, wird  durch eine Leitung 73 Frischluft von einer  Stelle im Hochdruckkompressor 63 zu.      geführt, die den Druckverhältnissen in der  Leitung 70 entspricht.

   Die Verbrennung in  dieser Verbrennungskammer erfolgt ohne  grossen     Luftüberschuss    in derselben Weise wie  in der Kammer 64 und in den übrigen, später  noch zu     erwähnenden    Verbrennungskammern  dieses Beispiels. Von der Turbine 69 wird  das Treibmittel durch eine     Leitung    60 einer  Turbine 74 zugeführt. Die Wiedererwär  mung des Treibmittels erfolgt     in.    einer in der  Leitung 60 angeordneten Verbrennungskam  mer 75. Auch in diesem Falle wird durch  eine Leitung 76 die für die Verbrennung er  forderliche Frischluft zugeführt. Die Tur  bine 74 ist auf derselben Welle angebracht  wie eine Turbine 77 und     ein    Generator 78.  Der Generator 78 wird somit von den Tur  binen 74 und 77 getrieben.

   Eine     Leitung    79  überführt das Treibmittel von der Turbine  74 zur Turbine 77.  



  In der Leitung 79 ist eine Verbrennungs  kammer 80 angebracht, der durch eine Lei  tung 81 Frischluft zugeführt wird. Eine Lei  tung 82 führt das Treibmittel von der Tur  bine 77 zu einer Turbine 83. 84 bezeichnet  eine in der Leitung 82 angebrachte Verbren  nungskammer für das     Treibmittel,    das der  Turbine 83 zugeführt wird.

   Die Verbrennung  in der Kammer 84 erfolgt unter     Einwirkung     von Frischluft, die durch eine     Leitung    85  zugeführt     wird.    Eine     Leitung    8,6 führt das  Treibmittel von der     Turbine    83 zu einer Tur  bine 87; 88 bezeichnet eine in der     Leitung           & 6    vor der     Turbine    87 angebrachte Ver  brennungskammer für das     Treibmittel.    Die  Verbrennung erfolgt     mit    Hilfe von durch  eine Leitung 89 zugeführter Frischluft. Die       Auslassleitung    90 der Turbine 87 verzweigt  sieh in zwei Leitungen 91 und 92.

   Durch  diese Zweigleitungen wird das     Treibmittel     ohne     MTiedererwärmung    den     Turbinen    93 und  94 zugeführt. Die Turbine 93 steht ohne       Einschaltung    einer     Verbrennungskammer     durch eine Leitung 9,5 mit einer Turbine 96  in Verbindung. Die Turbinen 93 und 96 sind  auf derselben Welle angebracht wie der Nie  derdruckkompressor 61, der somit von den  beiden Turbinen     getrieben    wird. Die Tur-         bine    94 und eine     weitere    Turbine 98 sind auf  derselben Welle angebracht wie ein Gene  rator 97, der somit von beiden Turbinen ge  trieben wird.

   Eine Leitung 99 führt     da@     Treibmittel von der Turbine 94 zur Turbine  98. Durch eine Leitung<B>100</B> wird das in die  ser Weise ausgenützte Treibmittel     abgeleitet.     zum Beispiel einem     Vorwärmer    zu,     ähnlieb     wie es oben bei der Ausführungsform     nach          Fig.    2 beschrieben ist.  



  Alle oben erwähnten Turbinen dieses Bei  spiels weisen je ein     Radialschaufelsystem    und       eventuell    auch ein     Aehsialschaufelsystem    auf  und sind nach dem Reaktionsprinzip     mii-          Vollanlass    ausgeführt. Bei dieser Ausfüh  rungsform weist das     Gasturbinenaggregat     zehn Turbinen auf, wobei die einzelnen Ra  dialschaufelsysteme mehrstufig und in ge  trennten Gehäusen angeordnet sind. Sämt  liche zu diesen Turbinengehäusen führenden  Anlässe sind mit Ausnahme derjenigen für  die     Niederdruckteile    mit Verbrennungskam  mern für das Treibmittel versehen.

   Dies(,  Kammern sind also den     Turbinengebäusen     vorgeschaltet. Die Erwärmung des Treib  mittels erfolgt, wie erwähnt, ohne     ;grossen          Luftüberschuss,    was möglich ist durch Ver  wendung nicht russender Brennstoffe. Die  verschiedenen Verbrennungskammern sind  mit verschiedenen Teilen der Kompressoren  oder Leitungen zwischen den Kompressoren       verbunden,    derart, dass Frischluft von an  nähernd dem gleichen Druck, unter welchem  die Verbrennung vor sich geht, den Ver  brennungskammern zugeführt werden kann.  



  Das     Gasturbinenaggregat    gemäss     Fig.3     besteht wiederum aus zwei Aggregatteilen,  wobei die Turbinen     9.6.    93, 87, 83. 69 und  68 zusammen mit den Kompressoren 61, 62  und 63 den     gompressorteil    des Gasturbinen  aggregates und die Turbinen 74, 77, 94 und  98 mit den Generatoren 7.8 und<B>97,</B> den     effelk-          tive        Leistung    abgebenden Aggregatteil des       Gasturbinenaggregates    bilden. Die Turbinen  68 und 69 können als Hochdruckturbinen  angesprochen werden, während die Turbinen  83 und 87     Mitteldruckturbinen    bilden.

   Die  Turbinen 93 und 9,6 einerseits, sowie die      Turbinen 94 und 98 anderseits bilden Nieder  druckturbinen.  



  Mit den dargestellten Ausführungsformen  können zur     Verfügung    stehende, verdichtete  Gase oder Luft in vorteilhafter Weise aus  genützt werden, ohne dass die Anfangstempe  ratur der Gase einen für die Turbinen schäd  lichen hohen Grad anzunehmen braucht.  Auch die     Wiedererwärmung    braucht nicht  auf einen für die Turbinen schädlichen Grad  zu erfolgen. Die dem Treibmittel zugeführte  Wärme     kann        somit    ausgenutzt werden, ohne  dass die Schaufelsysteme der Turbinen da  durch gefährdet werden.  



  Die     Verbrennungskammern    sind den Tur  binengehäusen soweit vorgeschaltet, dass die       Verbrennung    vor Eintritt des     Treibmittels     in die betreffende     Turbine    abgeschlossen ist.  



  Bei den in     Fig.    2     und    $ dargestellten Gas  turbinenaggregaten, in denen Luft von dem  Turbinenaggregat zugehörigen Kompressoren  verdichtet wird, ist es notwendig, die ver  dichtete Luft in vorteilhafter Weise auszu  nutzen, da ein so grosser Teil der gesamten  Effektivleistung zum Verdichten der Luft  verwendet wird, dass ein schlechtes Wirt  schaften mit der verdichteten Luft grossen    Einfluss auf den Wirkungsgrad des gesamten  Aggregates ausübt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasturbinenaggregat mit mehrstufiger Verbrennung, das Radialschaufelsysteme aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Radialschaufelsysteme mehrstufig und in getrennten Gehäusen angeordnet sind, denen die Verbrennungskammern vor geschaltet sind. UNTERANSPRÜCFIE 1. Gasturbinenaggregat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlass- leitung jeder einzelnen Radialturbine mit einer Verbrennungskammer in Verbindung steht.
    2. Gasturbinenaggregat nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens zwei Radialtur- binen des Aggregates für dieselbe An fangstemperatur des Treibmittels aus geführt sind.
CH158035D 1930-03-24 1931-03-06 Gasturbinenaggregat. CH158035A (de)

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