CH158180A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine, die an den Bruchflächen ein ebenso musche liges und feinkörniges Aussehen zeigen wie gebrannter Ton.
Die Erfindung ermöglicht, reine, weisse und von allen Nebenbestandteilen vollständig freie künstliche Steine herzustellen, die eine ebensolche Härte erreichen wie gebrannter Ton und bezieht sich auf ein Verfahren, bei dem man Kalk in viel Wasser löscht und ihn durch Schlämmen und mittelst Dureh- tretenlassens durch Siebe von Unreinigkeiten befreit und ihm mit einem Füllstoff auf nassem Wege vermengt, so dass die feinsten Teile des Gemenges auf das Innigste mit einander vermischt werden. Erfindungsgemäss wird hierauf das Wasser abgepresst, was zum Beispiel mittelst Filterpressen erfolgen kann.
Der Grad des Abpressens ist je nach den Füllstoffen und der Art des Kunststeines, der hergestellt werden soll, verschieden und kann zum Beispiel so vorgenommen werden, dass etwa 30 /o Feuchtigkeit in den Press- kuchen verbleiben. Hierauf werden die er haltenen Presskuchen so lange einer künst lichen Trocknung unterworfen, bis es möglich ist, sie zu mahlen. Das Mahlen hat den Zweck, die gepresste und getrocknete Masse weitgehend zu verfeinern.
Falls der herzu stellende Kunststein gegen Abnützung beson ders widerstandsfähig sein soll, wird die gemahlene Masse noch weiter auf das Innigste mit einem die Härte erhöhenden Zuschlag stoff, wie Siliciumkarbid oder Quarzkorn, oder einem Gemenge beider gemischt. Für die Widerstandsfähigkeit des Endproduktes ist die möglichst gleichmässige Beimischung dieses harten Zuschlagstoffes, sowie eitre weitgehende Feinaufbereitung durch das Mahlen von besonderer Wichtigkeit.
Schliesslich wird die Masse zu Platten oder andern Kunststeinen verpresst und die Presslinge werden mit Kohlensäure behandelt. <I>Beispiel:</I> Der Kalk wird mit viel Wasser gelöscht und die Kalkmilch wird geschlämmt und durch Siebe durchtreten gelassen.
Hierauf wird der Kalk mit dem Füllstoff (zum Bei spiel kohlensaurem Kalk) auf nassem Wege innig vermischt und es wird auf einer Filter presse das Wasser aus dem Gemenge abge- presst. Die Presskuchen werden getrocknet bis auf 6% Feuchtigkeit, gemahlen und durch einen Druck von etwa 600 kg pro cm' zu Presslingen geformt. Die so erhaltenen Presslinge werden durch etwa 21 Tage der Einwirkung von Kohlensäure ausgesetzt.
Die Druckfestigkeit des Steines ist nach dieser Zeit ca. 1250 kg pro cm' und er zeigt eine Abnützungszahl von 44 em3 auf 50 cm' nach Bauschinger. Die Art der Ausführung des Prüfungsverfahrens nach Bauschinger kann zum Beispiel aus dem Lexikon der gesamten Technik von Otto Lueger, Stuttgart 1929, Bd. 6, Seite 381, Kapitel "Steinprüfung" ent nommen werden.
Wenn aber zu obigem pulverisiertem Ge misch ein Zuschlagstoff, wie Quarz, gegeben wird, erhält man nach 21tägiger Kohlen säurezufuhr einen Stein von einer Druck festigkeit von 700 kg pro cm2, aber von einer Abnützungszahl von nur 22 em3 pro 50 cm2 nach Bauschinger.
Soll aber eine noch grössere Widerstands fähigkeit erreicht werden, so setzt man einen Zuschlagstoff zu, der zur Hälfte aus Quarz sand, zur andern Hälfte aus Siliciumkarbid besteht. Dann erhält man eine Druckfestig keit von 600 kg pro cm' und eine Ab nützungszahl von 11 eins pro 50 ein' nach Bauschinger.
Es kann aber auch Siliciumkarbid allein als Zuschlagstoff dienen.
Die Erzeugung künstlicher Steine in der bisher üblichen Art aus Kalk bietet Schwierig keiten in der Art der Aufbereitung und Mischung der dazu notwendigen Stoffe, weil nämlich bei dieser Erzeugung bisher die Auf bereitung des . Kalkes durch Trockenlöschen (Hydratisieren) erfolgte, dann wurde gemahlen, mit dem Zuschlagstoff trocken gemischt und drei bis vier Wochen in Silos gelagert. Auf diese Art erfolgte kein gründliches Durch einandermischen und daher sind auch die so erhaltenen Steine nur von geringer Druck festigkeit.
Beim vorliegenden Verfahren hingegen kommt ein vollständig aufbereiteter und von seinen Neben- und schädlichen Bestandteilen befreiter Kalk zur Anwendung und es wird durch dieses Verfahren eine innige Ver mischung und gleichmässige Verbindung der Kalkteilchen mit den Teilchen der Zuschlag stoffe erzielt, indem diese letzteren vom Kalk vollständig eingehüllt werden; dadurch wird bewirkt, dass die nach diesem Verfahren her gestellten Steine eine Druckfestigkeit bis zu 1250 kg pro cm' haben, wogegen aus Kalk hydrat durch Trockenmischen nur Steine von kaum 400 kg Druckfestigkeit pro cm' erreicht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk, bei dem der Kalk mit viel Wasser gelöscht und hierauf durch Schlämmen und mittelst Durchtretenlassens durch Siebe von Unreinigkeiten befreit und mit Füllstoff auf nassem Wege innig vermengt wird, da durch gekennzeichnet, dass das Gemenge ab gepresst, getrocknet, gemahlen und zu künst lichen Steinen gepresst wird und die Press- linge der Einwirkung von Kohlensäure aus gesetzt werden. VNTERANSPRUCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, bei dem als Füllstoff kohlensaurer Kalk dient. 2.Verfahren nach Patentanspruch, bei dem das Gemenge nach dem Mahlen mit einem die Härte erhöhenden Zuschlagstoff gemischt und zu Kunststeinen gepresst wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, bei dem der Zuschlagstoff aus Quarzkorn besteht. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, bei dem der Zuschlagstoff aus Siliciumkarbid besteht.
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