CH158180A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk.

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CH158180A
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F Hoeller Karl
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F Hoeller Karl
Schless Stefan
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/10Lime cements or magnesium oxide cements

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Description


  Verfahren zur Herstellung     künstlicher    Steine aus Kalk.    Den Gegenstand der Erfindung bildet ein  Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine,  die an den     Bruchflächen    ein ebenso musche  liges und feinkörniges Aussehen zeigen wie  gebrannter Ton.  



  Die Erfindung ermöglicht, reine, weisse  und von allen Nebenbestandteilen vollständig  freie künstliche Steine herzustellen, die eine  ebensolche Härte erreichen wie gebrannter  Ton und bezieht sich auf ein Verfahren, bei  dem man Kalk in viel Wasser löscht und  ihn durch Schlämmen und mittelst     Dureh-          tretenlassens    durch Siebe von     Unreinigkeiten     befreit und ihm mit einem Füllstoff auf  nassem Wege vermengt, so dass die feinsten  Teile des Gemenges auf das Innigste mit  einander vermischt werden. Erfindungsgemäss  wird hierauf das Wasser     abgepresst,    was zum  Beispiel mittelst Filterpressen erfolgen kann.

    Der Grad des     Abpressens    ist je nach den  Füllstoffen und der Art des Kunststeines,  der hergestellt werden soll, verschieden und    kann zum Beispiel so vorgenommen werden,  dass etwa 30  /o Feuchtigkeit in den     Press-          kuchen    verbleiben. Hierauf werden die er  haltenen     Presskuchen    so lange einer künst  lichen Trocknung unterworfen, bis es möglich  ist, sie zu mahlen. Das Mahlen hat den  Zweck, die gepresste und getrocknete Masse  weitgehend zu verfeinern.

   Falls der herzu  stellende Kunststein gegen Abnützung beson  ders widerstandsfähig sein soll, wird die  gemahlene Masse noch weiter auf das Innigste  mit einem die Härte erhöhenden Zuschlag  stoff, wie     Siliciumkarbid    oder Quarzkorn,  oder einem Gemenge beider gemischt. Für  die Widerstandsfähigkeit des Endproduktes  ist die möglichst gleichmässige Beimischung  dieses harten Zuschlagstoffes, sowie     eitre     weitgehende Feinaufbereitung durch das Mahlen  von besonderer Wichtigkeit.  



  Schliesslich wird die Masse zu Platten  oder andern Kunststeinen     verpresst    und die       Presslinge    werden mit Kohlensäure behandelt.      <I>Beispiel:</I>  Der Kalk wird mit viel Wasser gelöscht  und die Kalkmilch wird geschlämmt und  durch Siebe durchtreten gelassen.

   Hierauf  wird der Kalk mit dem     Füllstoff    (zum Bei  spiel kohlensaurem Kalk) auf nassem Wege  innig vermischt und es wird auf einer Filter  presse das Wasser aus dem Gemenge     abge-          presst.    Die     Presskuchen    werden getrocknet       bis        auf        6%        Feuchtigkeit,        gemahlen        und     durch einen Druck von etwa 600 kg pro cm'  zu     Presslingen    geformt. Die so erhaltenen       Presslinge    werden durch etwa 21 Tage der  Einwirkung von Kohlensäure ausgesetzt.

   Die  Druckfestigkeit des Steines ist nach dieser  Zeit ca. 1250 kg pro cm' und er zeigt eine  Abnützungszahl von 44     em3    auf 50 cm' nach       Bauschinger.    Die Art der Ausführung des  Prüfungsverfahrens nach     Bauschinger    kann  zum Beispiel aus dem Lexikon der gesamten       Technik    von Otto     Lueger,    Stuttgart 1929,       Bd.    6, Seite 381, Kapitel     "Steinprüfung"    ent  nommen werden.  



  Wenn aber zu obigem pulverisiertem Ge  misch ein     Zuschlagstoff,    wie Quarz, gegeben  wird, erhält man nach     21tägiger    Kohlen  säurezufuhr einen Stein von einer Druck  festigkeit von 700 kg pro     cm2,    aber von  einer Abnützungszahl von nur 22     em3    pro  50     cm2    nach     Bauschinger.     



  Soll aber eine noch grössere Widerstands  fähigkeit erreicht werden, so setzt man einen  Zuschlagstoff zu, der zur Hälfte aus Quarz  sand, zur andern Hälfte aus     Siliciumkarbid     besteht. Dann erhält man eine Druckfestig  keit von 600 kg pro cm' und eine Ab  nützungszahl von 11     eins    pro 50 ein' nach       Bauschinger.     



  Es kann aber auch     Siliciumkarbid    allein  als Zuschlagstoff dienen.  



  Die Erzeugung künstlicher Steine in der  bisher üblichen Art aus Kalk bietet Schwierig  keiten in der Art der Aufbereitung und  Mischung der dazu notwendigen Stoffe, weil  nämlich bei dieser Erzeugung bisher die Auf  bereitung des . Kalkes durch Trockenlöschen  (Hydratisieren) erfolgte, dann wurde gemahlen,  mit dem Zuschlagstoff trocken gemischt und    drei bis vier Wochen in Silos gelagert. Auf  diese Art erfolgte kein gründliches Durch  einandermischen und daher sind auch die so  erhaltenen Steine nur von geringer Druck  festigkeit.  



  Beim vorliegenden Verfahren hingegen  kommt ein vollständig aufbereiteter und von  seinen Neben- und schädlichen Bestandteilen  befreiter Kalk zur Anwendung und es wird  durch dieses Verfahren eine innige Ver  mischung und gleichmässige Verbindung der       Kalkteilchen    mit den Teilchen der Zuschlag  stoffe erzielt, indem diese letzteren vom Kalk  vollständig eingehüllt werden; dadurch wird  bewirkt, dass die nach diesem Verfahren her  gestellten Steine eine Druckfestigkeit bis zu  1250 kg pro cm' haben, wogegen aus Kalk  hydrat durch     Trockenmischen    nur Steine von  kaum 400 kg Druckfestigkeit pro cm' erreicht  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk, bei dem der Kalk mit viel Wasser gelöscht und hierauf durch Schlämmen und mittelst Durchtretenlassens durch Siebe von Unreinigkeiten befreit und mit Füllstoff auf nassem Wege innig vermengt wird, da durch gekennzeichnet, dass das Gemenge ab gepresst, getrocknet, gemahlen und zu künst lichen Steinen gepresst wird und die Press- linge der Einwirkung von Kohlensäure aus gesetzt werden. VNTERANSPRUCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, bei dem als Füllstoff kohlensaurer Kalk dient. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei dem das Gemenge nach dem Mahlen mit einem die Härte erhöhenden Zuschlagstoff gemischt und zu Kunststeinen gepresst wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, bei dem der Zuschlagstoff aus Quarzkorn besteht. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, bei dem der Zuschlagstoff aus Siliciumkarbid besteht.
CH158180D 1931-10-10 1931-10-10 Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine aus Kalk. CH158180A (de)

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