DE101954C - - Google Patents

Info

Publication number
DE101954C
DE101954C DENDAT101954D DE101954DA DE101954C DE 101954 C DE101954 C DE 101954C DE NDAT101954 D DENDAT101954 D DE NDAT101954D DE 101954D A DE101954D A DE 101954DA DE 101954 C DE101954 C DE 101954C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lime
steam
way
materials
stone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT101954D
Other languages
English (en)
Publication of DE101954C publication Critical patent/DE101954C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/02Lime
    • C04B2/04Slaking
    • C04B2/08Devices therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Clay, And Manufacture Of Mixtures Containing Clay Or Cement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thonwaaren-, Stein-, Cementindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1897 ab.
Alle Kunststeine, die aus Aetzkalk und einer Beimischung bestehen, erfüllen die Erwartungen, die man auf derartige Producte setzen mufs, nicht. Denn alle werden in der Weise hergestellt, dafs durch ein vorheriges theilweises oder gänzliches Anrühren des Aetzkalks mit Wasser und Zuführung der betreffenden Beimischung der Stein zunächst in Formen gebracht und in bekannter Weise geprefst wird. Dann wird ein derartig geprefster Stein in der durch Deckel etc. fest verschlossenen Form der Einwirkung von hochgespanntem Dampf während einer gewissen Zeit ausgesetzt. Hierdurch will man entweder durch Druck und Verhinderung von Volumenvergröfserung ein festes Kunstproduct erzeugen, oder bei gleicher Voraussetzung durch gänzliches. Ablöschen des Kalks und festes Aneinanderrücken der Materialientheile ein festes Kunststeinproduct herstellen. Dies war jedoch bis jetzt noch nicht gelungen. Denn bei Verwendung von stark mit Wasser behandeltem Material entstehen bei der Pressung durch das Entweichen des Wassers in den Steinen Löcher bezw. Risse, die sich nicht wieder schliefsen. Bei Verwendung von weniger stark mit Wasser behandeltem Material dagegen bleibt dem inneren Theil der Steine der Zutritt des nothwendigen Wassers zum Ablöschen des Kalks verschlossen, so dafs ein. vollständiges Abbinden der Materialien nicht möglich ist, vielmehr wird bei späterer Einwirkung von Dampf auf die Formstücke der Kalk zum Nachlöschen veranlafst, wodurch ein Platzen der Stücke eintritt.
Die Herstellung künstlicher Steine auf die beschriebene Art erfordert, viel Zeitaufwand, ist folglich theuer und kann daher zur Herstellung gewöhnlicher Mauersteine keine Anwendung finden. Daneben sind aber auch alle derartig hergestellten Steine minderwerthig, weil durch ihre Herstellung in jedem Stein Löcher bezw. Risse oder Spannungen entstehen, sei es infolge eigenartiger Lagerung der Materialkörner, sei es infolge nachträglicher Ablöschung von Aetzkalktheilchen durch Aufnahme atmosphärischer Feuchtigkeit, so dafs alle derartigen Kunststeine Mängel aufweisen; die sie meist für die Verwendung ungeeignet machen.
Um Kunststeine von tadelloser Beschaffenheit herzustellen, mufs dafür Sorge getragen werden, den in Verwendung kommenden Aetzkalk und Sand oder dergl. genügend vorzubereiten, d. h. den Materialien nach und nach so viel Feuchtigkeit zuzuführen , dafs ein gänzliches Ablöschen des Aetzkalks während der Vorbereitung stattfinden kann, um dadurch ein vollkommenes Abbinden mit dem vorhandenen Sand oder anderem scharfkantigen, harten, kieselsäurehaltigen Material möglich zu machen, sobald die aus dem so vorbereiteten Material später erfolgende .Steinpressung vorgenommen wird.
Diese Vorbereitung erfolgt am geeignetsten in der Weise, dafs pulverisirter Aetzkalk mit Sand oder anderem kieselsäurehaltigen Material in einem durch Deckel abschliefsbaren langen Mischcylinder unter Erhitzung durch Dampf vermischt und zugleich langsam vorgeschoben
wird (vergl. ζ. B. die Patentschrift Nr. 502), wobei zugleich unter theilweiser Condensation des Dampfes das Material allmälig angefeuchtet und feuchtheifs den Apparat zur späteren Verformung verlä'fst.
Um ein Ansetzen des Materials beim Durcheinandermischen an die Seitenwä'nde des Cylinders zu verhindern, werden dieselben durch Dampt, der in eine die Seitenwände umhüllende Dampfkammer eingelassen wird, heifs gehalten. Etwa sich ansetzende Masse fällt dann sofort wieder auf den Boden des Troges zurück.
Auf der Zeichnung ist ein zur Vorbereitung der Materialien für die Herstellung von Kunstsandstein erforderlicher Apparat in Fig. ι im Längsschnitt, in Fig. 2 im Querschnitt und in Fig. 3 im Grundrifs dargestellt.
Mit α wird ein langer, vermittelst Deckels abschliefsbarer Mischcylinder bezeichnet, in welchen nach und nach oder auf einmal eine bestimmte Menge pulverisirter Aetzkalk, der vortheilhaft eine gewisse Menge freie Kieselsäure enthält, und Sand oder ein anderes Silicat in entsprechendem Verhältnifs durch den Einfülltrichter a' eingebracht und der Einwirkung von Dampf ausgesetzt wird, der durch einen Hahn, ein Ventil oder dergl., a" Einlafs findet. Durch diesen Mischcylinder α geht eine von einem Vorgelege c c' langsam in Umdrehung versetzte Welle d, welche mit Mischflügeln d' besetzt ist, welche derartig schräg angeordnet sind, dafs sie das Material langsam nach dem anderen Ende des Cylinders hinbefördern und dann durch den mittelst eines Schiebers etc. verschliefsbaren Stutzen α'" herausfallen lassen. Die mit Mischflügeln besetzte Welle könnte event, durch eine entsprechende Schnecke ersetzt werden.
Die beiden Längsseiten des Mischcylinders sind von je einer Kammer e umgeben, in welche ebenfalls heifser Dampf durch ein Ventil e' etc. eingelassen wird, so dafs sich etwa an die Wandung ansetzendes Material während der Vorbereitung desselben sofort wieder ablöst und zu Boden fällt. Die kleinen Hähne e" dienen zum Ablassen des sich im unteren Theil von e bildenden Condenswassers. Der Boden des Cylinders α wird der Länge nach von einer Kammer/ umgeben, in welche ein Kühlmittel (Wasser oder, dergl.) durch den Hahn/' eintreten kann und durch Hahn/" abgeführt wird. Infolge dieser Kühlung wird eine theilweise Condensation des in dem Material enthaltenen Dampfes herbeigeführt, wodurch letzteres eine gewisse Anfeuchtung erfährt, welche es für die spätere Verformung zu Kunststeinformstücken geeignet macht.
Die so behandelten und durchgearbeiteten Materialien kommen am hinteren Ende des Troges α als ein heifses und zugleich feuchtes Gemenge an, werden durch den Stutzen a'" in der Menge abgelassen, welche für die jeweilige Herstellung von Formstücke:? in einer Presse benöthigt wird, um nach' erfolgter Pressung als abgekühlte und feste Massestücke die-Presse zu verlassen.
Durch eine derartige Vorbereitung der Materialien erreicht man eine continuirliche, auf andere Art unmögliche Herstellung von Kunstsandsteinen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zur Ablöschung des in Kalksandgemischen vorhandenen Aetzkalks, bestehend aus einem langen, mit Deckel abschliefsbaren, im Innern mit Rührwelle (d) versehenen Mischcylinder (a), dessen Seitenwände mit Dampfkammern fe), dessen Boden mit Kühlkammer (f) ausgerüstet ist, zwecks vollkommener Durcheinanderarbeitung der Materialien und gänzlicher Ablöschung des Aetzkalks durch eben hinreichende Feuchtigkeit.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT101954D Active DE101954C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE101954C true DE101954C (de)

Family

ID=372605

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT101954D Active DE101954C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE101954C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745126C (de) * 1939-09-14 1944-02-26 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Loeschen von Erdalkalioxyden, insbesondere von AEtzkalk

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745126C (de) * 1939-09-14 1944-02-26 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Loeschen von Erdalkalioxyden, insbesondere von AEtzkalk

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1942537A1 (de) Verfahren zur Herstellung von superweissem Zement und Vorrichtung zu dessen Durchfuehrung
AT505718B1 (de) Verfahren zur herstellung von leichtbeton
DE3701856C2 (de)
DE527934C (de) Verfahren zur Herstellung bituminoeser Kunststeine
DE841728C (de) Herstellung von poroesen Bausteinen aus Braunkohlenfilterasche
DE821168C (de) Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen, Dachziegeln, Fliesen u. dgl.
DE109555C (de)
DE594268C (de) Verfahren zur Herstellung eines Leichtbetons und eines Fuellstoffes fuer diesen
DE502C (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine durch Kochen von Mörtelmischungen
AT20428B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von trockenem pulverförmigen Kalkhydrat.
DE849527C (de) Verfahren zur Herstellung leichter Kunststeinmassen
DE582446C (de) Verfahren zur Herstellung von Silikasteinen
DE30073C (de) Verfahren zur Herstellung rissefreier Cementkörper, besonders künstlicher Lithographiesteine
DE600437C (de) Verfahren zur Herstellung eines kuenstlichen Baustoffes
DE835869C (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine
DE2806068C3 (de) Hochdruckfeste, poröse, wärmedämmende Bau- und Zuschlagstoffe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1181611B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bausteinen
DE3325775A1 (de) Verfahren zur herstellung eines grobkoernigen zuschlagstoffes fuer beton
DE2227679A1 (de) Formkoerper und verfahren zu seiner herstellung
DE2816322A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydraulischen bindemitteln von hoher bindefaehigkeit aus glasigen vulkanischen gesteinen
DE76479C (de) Verfahren zur Aufbereitung der zur Cement-Fabrikation dienenden Rohmaterialien
DE117063C (de)
DE278252C (de)
CH125150A (de) Verfahren zur Herstellung von Bausteinen.
DE752195C (de) Verfahren zur Herstellung von Ziegelsteinen