CH158236A - Verfahren zur Darstellung von Ameisensäure aus Formiaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ameisensäure aus Formiaten.

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CH158236A
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formic acid
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Lonza Elektrizitaetswerk Basel
Emil Dr Luescher
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Lonza Ag
Emil Dr Luescher
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/02Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from salts of carboxylic acids

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Description


      Verfahren    zur Darstellung von Ameisensäure aus     Formiaten.       Die Gewinnung von Ameisensäure aus       Formiaten    erfolgte bis jetzt in der Praxis  ausschliesslich durch doppelten Umsatz von       Formiaten,    insbesondere von     Natriumformiat,     mit Schwefelsäure.  



  Es wurde gefunden, dass man Ameisen  säure aus     Formiaten    mit Hilfe von Salpeter  säure gewinnen kann, wenn man den Umsatz  mit verdünnter Salpetersäure bei tiefer Tem  peratur in Gegenwart von Puffersubstanzen,  wie     Formiaten,    Harnstoff oder Aminen, vor  nimmt, und die entstandene Ameisensäure  aus dem Reaktionsgemisch gewinnt. Aus dem  selben kann man die Ameisensäure beispiels  weise durch Extraktion oder durch fraktionierte  Destillation entfernen.  



  Über die Wirkung der     Puffersubstanzen     orientieren die nachstehenden Angaben.       Eine        Lösung,        welche        30%        Calciumnitrat          und        25%        Ameisensäure        enthält,        zersetzt        sich     schon unterhalb Zimmertemperatur unter leb  hafter Gasentwicklung. Bei erhöhter Tempe-         ratur,    zum Beispiel 40-600 verläuft die Zer  setzung explosionsartig.

   Gibt man dagegen  zur     obgenannten    Lösung eine kleine Menge  einer     Puffersubstanz,    beispielsweise     Harnstoff,     in einer Menge von 1%, so ist die Zersetzung  bei 60 0 noch kaum wahrnehmbar.  



  Eine ähnliche Wirkung übt ein Zusatz       von        zirka        10        %        Calciumformiat        aus,        ebenso          ein        Zusatz        von        zirka        2-b        %        Anilin        oder          Benzidin.       <I>Beispiel 1:

  </I>  312     gr        Calciumformiat    wurden mit 438     gr     Wasser     aufgeschlemmt    und mit 402     gr        Sal-          petersäure        (62,7        %ig)        bei        einer        Temperatur     von 6-7 0 versetzt.

   Bei dieser Arbeitsweise       wurden        rund        83        %        des        vorhandenen        Formiats     umgesetzt und     17'/o    blieben als Puffersub  stanz in Lösung. Diese Lösung zeigte selbst  beim Erwärmen auf 1000 keinerlei Zersetzungs  erscheinungen. Bei der nachfolgenden Va  kuumdestillation wurde die in Freiheit ge-           setzte        Ameisensäure        in        Form        einer        ca.25%igen     Säure erhalten.  



  Bei einem analogen Versuch mit Kalium  formiat wurde der grösste Teil des Kaliums  nach Zugabe der Salpetersäure in Form von  festem     Kaliumnitrat    ausgeschieden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  420     gr        Natriumformiat    wurden bei     Zimmer-          temperatur        in        478        gr        63        %iger        Salpetersäure     unter Rühren eingetragen.

   Dabei schied sich  aus der Lösung     Natriumnitrat    aus. 257     gr          Natriumnitrat    wurden nach erfolgtem Umsatz       abfiltriert.        Das        Filtrat        enthielt        20,7%        Na-          triumnitrat,        29,4%        freie        Ameisensäure,     13,4     Natriumformiat    und     36,7"/,    Wasser.  Auch diese Lösung war beim     Abdestillieren     der Ameisensäure vollständig stabil.

   Die in  der Lösung enthaltenen 13,40o nicht umge  setztes     Natriumformiat    wirkten bei der Um  setzung als     Puffersubstanz.     



  <I>Beispiel 3:</I>  1311     gc        Calciumformiat    von 99,26     0%    und  15,8     gr        Harnstoff    wurden in 1630     gr    Wasser       aufgeschlemmt.    Darauf wurden unter Rühren       bei        Zimmertemperatur        2445        gr        50.%ige        Sal-          petersäure        zufliessen    gelassen, wobei die Tem  peratur der Reaktionslösung bis auf<B>32'</B>  stieg.  



  39     gr        Calciumformiat    und 15,8     gr    Harn  stoff blieben als Puffersubstanz in der Lösung.  Bei der nachfolgenden Vakuumdestillation       wurden        99,25        %        der        in        Freiheit        gesetzten            Ameisensäure        in        Form        einer        25        %igen        Amei-          sensäure    gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Ameisen säure aus Formiaten, dadurch gekennzeichnet, dass man verdünnte Salpetersäure in Gegen wart von Puffersubstanzen bei tiefen Tempe raturen zur Einwirkung auf die Formiate bringt, und aus dem Reaktionsgemisch die entstandene Ameisensäure gewinnt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die entstandene Ameisensäure durch Extraktion gewinnt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die entstandene Ameisensäure durch fraktionierte Destilla tion gewinnt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Puffersub stanz Formiate verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekeunzeiehnet, dass man als Puffersub stanz Harnstoff verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Puffersub stanz Amine verwendet.
CH158236D 1931-03-31 1930-08-10 Verfahren zur Darstellung von Ameisensäure aus Formiaten. CH158236A (de)

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