CH158371A - Verfahren und Einrichtung zum Prüfen von Entladungsgefässen, insbesondere Dampf- oder Gasentladungsgefässen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Prüfen von Entladungsgefässen, insbesondere Dampf- oder Gasentladungsgefässen.

Info

Publication number
CH158371A
CH158371A CH158371DA CH158371A CH 158371 A CH158371 A CH 158371A CH 158371D A CH158371D A CH 158371DA CH 158371 A CH158371 A CH 158371A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
voltage
sep
grid
dependent
vessel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Elektricitaets-Gese Allgemeine
Original Assignee
Aeg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg filed Critical Aeg
Publication of CH158371A publication Critical patent/CH158371A/de

Links

Landscapes

  • Testing Relating To Insulation (AREA)

Description


      Verfahren    und     Einrichtung    zum Prüfen von     Entladungsgefässen,        insbesondere     Dampf- oder     Gasentladungsgefässen.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren und eine Einrichtung zum Prüfen  von Entladungsgefässen, insbesondere solchen  grosser Leistung.  



  Entladungsgefässe verschiedener Bau  weisen, beispielsweise     Hochvakuumelek-          tronenröhren    oder     Dampfentladungsgefässe,     können für Leistungen der Grössenordnung  1000 KW gebaut werden. Beim Prüfen sol  cher Entladungsgefässe für grosse Leistungen  sind nicht immer grosse Energiemengen ver  fügbar, oder wenn sie verfügbar sind, er  geben sich beim Prüfen der Entladungs  gefässe grosse Energieverluste.

   Bei vielen An  wendungen, beispielsweise in Gleichrichter  und     Wechselrichterschaltungen,    werden die       Hochleistungsröhren    während des Teils der  Periode, in welcher sie nicht leitend sind,  einer Spannung unterworfen, welche entge  gengesetztsinnig ist derjenigen, die Strom  durch die Röhre schickt und ein Vielfaches  dieser     Spannung    darstellt.

   Diese     Spannung     
EMI0001.0013     
  
    wird <SEP> allgemein <SEP> als <SEP> Sperrspannung <SEP> bezeichnet.
<tb>  Die <SEP> Sperrspannung, <SEP> die <SEP> eine <SEP> Röhre <SEP> aushalten
<tb>  kann, <SEP> ist <SEP> ein <SEP> wichtiges <SEP> Kennzeichen. <SEP> das
<tb>  sorgfältig <SEP> bestimmt <SEP> werden <SEP> muss.
<tb>  Wird <SEP> das <SEP> Entladungsgefäss <SEP> in <SEP> einer
<tb>  Wechselrichteranlage <SEP> verwendet, <SEP> so <SEP> ist <SEP> noch
<tb>  zu <SEP> beachten, <SEP> dass <SEP> seine <SEP> Anode <SEP> einer <SEP> positiven
<tb>  Spannung <SEP> von <SEP> angenähert <SEP> dem <SEP> doppelten
<tb>  Wert <SEP> der <SEP> Gleichspannung <SEP> unterworfen <SEP> wird,
<tb>  und <SEP> zwar <SEP> während <SEP> des <SEP> grösseren <SEP> Teils <SEP> der
<tb>  abwechselnden <SEP> Halbwellen,

   <SEP> in <SEP> welchen <SEP> die
<tb>  Röhre <SEP> nicht <SEP> leitend <SEP> ist. <SEP> Es <SEP> ist <SEP> wichtig <SEP> züz
<tb>  bestimmen, <SEP> ob <SEP> das <SEP> Gitter <SEP> betriebssicher <SEP> das
<tb>  Zünden <SEP> des <SEP> Stromes <SEP> in <SEP> der <SEP> Röhre <SEP> verhindern
<tb>  kann.

   <SEP> Bei <SEP> einer <SEP> Prüfung <SEP> des <SEP> Entladungs  gefässes <SEP> unter <SEP> natürlichen <SEP> Arbeitsbedingun  gen <SEP> muss <SEP> demnach <SEP> während <SEP> eines <SEP> Teils <SEP> der
<tb>  Periode <SEP> die <SEP> Röhre <SEP> den <SEP> Maximalstrom <SEP> füh  ren, <SEP> während <SEP> eines <SEP> andern <SEP> Teils <SEP> der <SEP> Periode
<tb>  die <SEP> Röhre <SEP> der <SEP> festgesetzten <SEP> Sperrspannung
<tb>  unterworfen <SEP> werden <SEP> und <SEP> während <SEP> eines <SEP> drit  ten <SEP> Teils <SEP> der <SEP> Periode, <SEP> während <SEP> dessen <SEP> an <SEP> der         Anode eine positive Spannung liegt, muss das  Gitter das Zünden     verhindern.    Es ist daher       vorteilhaft,    eine     Prüfanordnung    vorzusehen,

    die in bezug auf die     Arbeitsbedingungen    dem       natürlichen    Betrieb wesentlich ähnlich ist.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren und eine     Einrichtung    zum  Prüfen von Entladungsgefässen, insbesondere  von solchen mit     ionisierbarem    Medium, die  einerseits die wirklichen Arbeitsbedingungen  nachbildet, anderseits einen verhältnismässig  kleinen Energieaufwand erfordert.

   Erfin  dungsgemäss werden die Entladungsgefässe  dadurch geprüft, dass zeitweilig eine ver  hältnismässig niedrige     Spannung    einen Strom,  der etwa dem Nennstrom des Gefässes ent  spricht, durch das Gefäss schickt und zeit  weilig eine verhältnismässig hohe Spannung  entgegengesetzter Polarität wie -die niedrige  Spannung und gleicher Grössenordnung wie  die     Nennsperrspannung    an das Gefäss gelegt       wird.    Vorteilhaft wird man bei der Durch  bildung der     Prüfeinrichtung    Schaltmittel  vorsehen, die     selbsttätig    das     zeitweilige    An  legen der verschiedenartigen Spannungen an  die Gefässe bewirken.

       Zweckmässigerweise     wird das Anlegen der niedrigen und der  hohen Spannung abwechselnd vorgenommen,  wobei es sich empfiehlt, Wechselspannungen  derselben Frequenz, aber mit konstanter Pha  senverschiebung von etwa 180   zu verwen  den.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung dargestellt. Ein zu       prüfendes    Entladungsgefäss 10     (Fig.    1) er  hält während der positiven Halbwelle einen  Wechselstrom verhältnismässig niedriger  Spannung.     Dieser    Wechselstromkreis enthält  die Röhre 10, eine zweite Röhre 11, die auch  geprüft werden kann, die     Sekundärwicklung     eines Transformators 12, dessen Primärwick  lung von einer passenden     Wechselstromquelle     gespeist wird, und erforderlichenfalls einen  kleinen, veränderlichen     Widerstand    13 zur  Begrenzung des vom Transformator 12 ge  lieferten Stromes, der sonst durch das Ent  ladungsgefäss 10 kurzgeschlossen werden    würde.

   Der     Gitterkreis    der Röhre 10 ent  hält einen     Strombegrenzungswiderstand    14  und die Sekundärwicklung eines Transfor  mators 15, dessen Primärwicklung von der       Läuferwicklung    eines Drehtransformators     16     erregt wird, der seinerseits von einem Drei  phasennetz 17 gespeist wird. Ferner ist ein  Kreis vorgesehen, der     zwischen    Anode und  Kathode des Gefässes 10 eine vergleichsweise  hohe Sperrspannung anlegt.

   Dieser     greis     enthält das Entladungsgefäss 10, ein Ent  ladungsgefäss 18 und die sekundäre Hoch  spannungswicklung 19 eines Transformators  20, dessen Primärwicklung von einer geeig  neten     Wechselspannungsquelle    derselben Fre  quenz und Phasenlage wie der Transformator  12 erregt wird, beispielsweise kann es die  selbe sein, an die auch der Transformator 12  angeschlossen ist. Ein hoher Widerstand 21  liegt parallel zum Gefäss. 10.

   Ferner sind Mit  tel vorgesehen, die das Gefäss 11 während des  Teils der     Wechselstromperiode    nicht leitend  machen, in welchem eine hohe Sperrspannung  am Entladungsgefäss 10 liegt, damit ein       Stromfluss    vom     Hochspannungskreis    in den  Niederspannungskreis, die beide gegenein  ander in Reihe geschaltet sind, verhindert  wird. Wie gezeigt ist, umfassen diese     Mittel     ein Steuergitter für die Röhre 11, das von  einer     Hilfswicklung    22 .des Transformators  20 erregt wird, und eine kleine Kapazität 23,  um die richtige Phasenbeziehung zwischen       Gitterspannung    des Gefässes 11 und der  Sperrspannung einzustellen.  



  Wenn hier immer von einer Wechselspan  nungsquelle von verhältnismässig niedriger  Spannung, die einen Strom durch die zu prü  fende Röhre während jeder zweiten Halb  welle schickt, und von einer     Spannungsquelle     von verhältnismässig hoher     Spannung    zum  Aufdrücken einer Sperrspannung während  der andern Halbwellen gesprochen ist, so ist  doch zu verstehen, dass die Masszahlen dieser  beiden Spannungen allein durch die     Angaben     der zu prüfenden Röhren bestimmt werden.

    Es     ist    nur notwendig, dass die Spannung des  Niederspannungskreises ausreicht, einen  Strom gewünschter Grösse durch den Schein-      widerstand des Niederspannungskreises zu  schicken, während anderseits die Spannung  im Hochspannungskreis allein durch die  Sperrspannung der zu prüfenden Röhren be  stimmt ist. Das Verhältnis dieser beiden       Spannungen    kann häufig 100 : 1 übersteigen.  



  Für die Erläuterung der Wirkungsweise  der Prüfeinrichtung nehmen wir an, dass eine  positive Halbwelle des Wechselstromes von  dem Transformator 12 dem Niederspannungs  kreis zugeführt wird, und dass die dem Git  ter der Röhre 10 von der Läuferwicklung  des Drehtransformators 16 zugeführte Span  nung in Phase mit der Anodenspannung die  ses Gefässes ist. Unter diesen Bedingungen  wird Ström durch das Gefäss 10 während der  vollen Halbwelle fliessen. Seine Grösse ist nur  durch die Leistungsfähigkeit des Transfor  mators 12 und die Einstellung des Wider  standes 18 auf einen gewünschten Wert be  stimmt, der entweder kleiner oder grösser als  der Nennstrom der Röhre ist.

   Durch andere  Einstellung des Drehtransformators 16 kann  das Entladungsgefäss 10 in jedem Augenblick  während der     positiven    Halbwelle des Wech  selstromes leitend werden. Die Möglichkeit,  dass die Spannung der Sekundärwicklung 19  in derselben Richtung einen Strom durch das  Gefäss 10 zu schicken versucht, wird durch  das Entladungsgefäss 18 verhindert, welches  so angeordnet ist, dass Strom nur in der ent  gegengesetzten Richtung durchfliesst. Offen  bar kann Strom nicht von dem Niederspan  nungskreis zum Hochspannungskreis     fliessen,     da diese Spannungen entgegengesetzt in  Reihe geschaltet sind.

   Es ist zu sehen, dass  das Gefäss 11 eine Stromaufnahme     haben     muss, die gleich öder grösser ist als die des  Gefässes 10, da es mit dem Gefäss 10 in  Reihe geschaltet ist.  



  Während der nun folgenden negativen  Halbwelle der Wechselspannung ist das Po  tential .der Anoden von 10 und 11 negativ in  bezug auf ihre Kathoden, so dass kein Strom  vom Transformator 12 in diesen Niederspan  nungskreis fliesst. In ähnlicher Weise wird  die von der     Sekundärwicklung    19 dem Ge-         fäss    10 zugeführte Spannung entgegengesetzt  gerichtet sein derjenigen, als es leitend war.  Es wird ein kleiner Strom durch diese Wick  lung und den hohen Widerstand 21 und das  Gefäss 18 fliessen. Praktisch liegt die volle  Spannung der Wicklung 19 an den Klemmen  des Widerstandes 21 und infolgedessen auch  zwischen Anode und Kathode des Gefässes  10, das hinsichtlich seiner     Sperrspannungs-          charakteristik    geprüft werden soll.

   Es wird  bemerkt, dass die Gefässe 11 und 18 in die  aus dem     Niederspannungs-    und dem Hoch  spannungskreis gebildete Reihenschaltung  eingefügt sind, so dass der Strom versuchen       wird,    von der     Transformatorwicklung    19  durch den Niederspannungstransformator 12  und die in Reihe geschalteten Gefässe 11 und  18 zu fliessen. Zur Verhütung dieses Strom  flusses vom Hochspannungskreis zum Nieder  spannungskreis und zwecks Prüfung der       Sperrwirkung    des Gitters der Röhre 11 wird  diesem Gitter     eine    hohe negative Spannung       mittelst        _    der     Hilfssekundärwicklung    des  Transformators 20 zugeführt.

   In einzelnen  Fällen hat es sich als wünschenswert heraus  gestellt, einen kleinen Kondensator 23 zur  Erzielung der richtigen Phasenlage einzu  fügen, so dass das Gefäss während der vollen  Halbwelle, in welcher eine Sperrspannung an  das Gefäss 10 gelegt ist, nicht leitend ist.  Wenn es erwünscht ist, werden die Gefässe  10 und 11 ausgetauscht und die Prüfung von  neuem durchgeführt, damit die verschiedenen  Kennzeichen der Röhren bestimmt werden  können. Die beschriebene Prüfeinrichtung  ist besonders gut geeignet für     Dampfentla-          dungsgefässe.    Sie kann aber ebenso gut für  Entladungsgefässe anderer bekannter Bau  weise     angewendet    werden.  



  Man hat ferner bereits Einrichtungen zur  Prüfung von     Grossgleichrichtern    vorgeschla  gen, .bei denen ein Teil der Anoden auf ein  Niederspannungsnetz arbeitet, während der  Rest der Anoden ein Hochspannungsnetz  speist. Man erreicht also eine Hochspan  nungsprüfung eines     mehranodigen    Ventils,  wobei nur ein Bruchteil der sonst zu vernich  tenden Leistung, entsprechend der kleineren      Zahl der auf das Hochspannungsnetz arbei  tenden Anoden, vernichtet werden muss.  Nachteilig ist jedoch, dass die mit Hochspan  nung zu prüfenden Anoden aus der Verbin  dung mit den übrigen das Niederspannungs  netz speisenden Anoden herausgenommen  werden müssen, so dass die elektrischen Ei  genschaften des     greises    andere als im nor  malen Betrieb sind.

   Unangenehm ist es  ferner, dass ein Widerstand, trotz der ver  ringerten Anzahl der das Hochspannungs  netz speisenden Anoden, immer noch be  trächtliche Hochspannungsleistungen ver  nichten muss.  



  Bei der Prüfung von     mehranodigen    Ent  ladungsgefässen, insbesondere Quecksilber  dampfgleichrichtern, wird zweckmässiger  weise in der Sperrzeit eine aus einer Gleich  spannung und einer Wechselspannung beste  hende Spannung in den Stromkreis der zu       untersuchenden    Anode eingefügt.  



  In     Abb.    2 der Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel veranschaulicht. Der     sechs-          anodige        Quecksilberdampfgleichrichter    24 ist  an die Sekundärwicklung 25 eines Transfor  mators angeschlossen. Die Anode 26 ist über  die gittergesteuerten Entladungsgefässe 27  mit     parallelgeschaltetem        Spannungsteiler    28  mit dem     Transformator        verbunden.    Um in  allen     Anodenleitungen    den gleichen Strom  zu     erzwingen,    ist vor die übrigen Anoden  je ein Widerstand 29 geschaltet, dessen Span  nungsabfall gleich dem Spannungsabfall der  Gefässe 27 ist.

   Belastet wird der Gleichrich  ter durch den     niederohmigen    Widerstand 30.  Im gezeichneten Fall soll in der Sperrzeit die  Anode 26 untersucht werden. Es werden in  der Sperrzeit die     Gitter    31 der     Ventile    27  durch den     Tiansformator    32 negativ zur Ka  thode gemacht und     gleichzeitig    durch das       gittergesteuerte    Entladungsgefäss 33 die im       Gleichrichtersatz    34 erzeugte Gleichspannung       und    die reihengeschaltete Wechselspannung  35, deren Phasenlage durch den Drehtrans  formator 36 eingestellt werden kann, an die       Kette    der Gefässe 27 gelegt.

   Die     Einregulie-          rung    der Gleichspannung 34 erfolgt nach         Massgabe    der Phasenzahl des zu untersuchen  den Gleichrichters in bekannter Weise, z. B.  mittelst Gitterspannung, die Einstellung des  Drehreglers 36 erfolgt je nach der Phasen  lage der an die zu untersuchende Anode an  geschlossenen Halbwicklung des Transfor  mators 25.     Treten    nun     Überlappungen    der  Anodenströme ein, so     würden    an die Ventil  kette 27 noch zu einer Zeit die in 34 und  35 erzeugten Spannungen zugeschaltet wer  den, in der die Röhren 27 noch     .Strom    füh  ren, weshalb diese dann dauernd durchbren  nen.

   Um die Röhren 27 während der Sperr  periode zum Erlöschen zu bringen, muss die  Gleichspannung nachgeregelt werden und  das Ventil 33 durch das Gitter 37 gesteuert  werden. Aus der Einstellung der Gleich  spannung und des     Gitters    3 7 lässt sich direkt  die Grösse der     Überlappung    ablesen.  



  Selbstverständlich besteht die Möglich  keit, auch mehrere     Anoden        gleichzeitig    oder  nacheinander zu prüfen. Beim gleichzeitigen  Prüfen wird es für eine schnelle und ein  wandfreie Ermittlung der Fehler vorteilhaft  sein, jede Anode je durch eine besondere, aus  einer Gleichspannung und Wechselspannung  zusammengesetzte Prüfspannung zu bean  spruchen. Sollen die     Anoden    nacheinander  geprüft werden, so kann man durch mecha  nisches Umschalten je nach Erfordernis die  zu prüfenden Anoden austauschen. An die  Stelle einer mechanischen Umschaltung kann  auch eine elektrische Umschaltung     mittelst     gittergesteuerter Entladungsgefässe treten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Prüfen von Entladungs gefässen, insbesondere von solchen mit ionisierbarer Füllung, dadurch gekenn zeichnet, dass zeitweilig eine verhältnis mässig niedrige Spannung einen Strom, der etwa dem Nennstrom des Gefässes entspricht, durch das Gefäss schickt und zeitweilig eine verhältnismässig hohe Spannung entgegengesetzter Polarität wie die niedrige Spannung und gleicher Grössenordnung wie die Nennsperrspan- nung an das Gefäss gelegt wird.
    II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass Schaltmittel vorgese hen sind, die selbsttätig das zeitweilige Anlegen der verschiedenartigen Span nungen an die Gefässe bewirken. UNTER ANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Anlegen der niedrigen und der hohen Spannung abwechselnd geschieht. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Spannungen Wechselspannungen dersel ben Frequenz sind und eine konstante Phasenverschiebung von etwa<B>180</B> ge geneinander haben. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, ins besondere zur Prüfung von mehranodigen Entladungsgefässen, dadurch gekenn zeichnet, dass in der Sperrzeit eine aus einer Gleichspannung und einer Wech selspannung bestehende Spannung in den Stromkreis der zu untersuchenden Anode eingefügt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Gleich spannungskomponente veränderlich ist. 5. Verfahren nach Unteranspruch ä, da durch gekennzeichnet, dass die Wechsel spannungskomponente nach Grösse und Phase veränderlich ist. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass bei einer nach einander erfolgenden Prüfung von meh reren Anoden die Umschaltung von einer Anode auf die andere mechanisch ge schieht. 7. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Entladungsgefässen als Schaltmittel. B. Einrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der Nieder spannungskreis eine Reihenschaltung von einem Widerstand (13) und zwei gleich sinnig in Reihe geschalteten Entladungs- gefässen, nämlich dem zu prüfenden Ent ladungsgefäss (10) und einem gitterge steuerten Entladungsgefäss (11) ist.
    9. Einrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der Hochspan nungskreis zwei entgegengesetztsinnig in Reihe geschaltete Entladungsgefässe., nämlich das zu prüfende Entladungs gefäss (10) und ein weiteres Entladungs gefäss (18) enthält. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines wohldefinierten Spannungsverlau fes im Hochspannungskreis ein hoch- ohmiger Widerstand (21) parallel zu dem der Prüfung unterliegenden Entladungs gefäss (10) angeordnet ist. 11.
    Einrichtung nach Unteransprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile des Niederspannungs- und des Hochspannungskreises derart angeordnet sind, dass das gittergesteuerte Entla dungsgefäss (11) des Niederspannungs kreises und das Entladungsgefäss (18) des Hochspannungskreises unmittelbar und gleichsinnig in Reihe geschaltet sind. 12.
    Einrichtung nach Unteranspruch 11, zum Prüfen der Sperrwirkung des Gitters von gittergesteuerten Entladungsgefässen. da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorge sehen sind, durch die während der posi tiven Halbwelle der Differenzspannung von Hoch- und Niederspannung ein Kurzschluss der beiden Spannungen durch negative Aufladung des Gitters des gittergesteuerten Entladungsgefässes (11) verhindert wird. 13. Einrichtung nach Unteranspruch 12. da durch gekennzeichnet; dass die Gitter spannung des gittergesteuerten Ent ladungsgefässes (11) transformatorisch von der Hochspannung abgeleitet ist. 14.
    Einrichtung nach Unteranspruch 13, ge kennzeichnet durch die Verwendung eines Kondensators (23) zur Einstellung der Phase der Gitterspannung. <B>15.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 7, zum Prüfen der Steuerwirkung des Gitters von gittergesteuerten Entladungsgefässen, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel -vor gesehen sind, die eine Veränderung der Phase der Gitterspannung in bezug auf die Anddenspannung ermöglichen. 16. Einrichtung nach Unteranspruch 15, ge kennzeichnet durch die Verwendung eines Drehtransformators (16) zur Ver änderung der Phase der Gitterspannung.
CH158371D 1930-10-01 1931-09-25 Verfahren und Einrichtung zum Prüfen von Entladungsgefässen, insbesondere Dampf- oder Gasentladungsgefässen. CH158371A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US158371XA 1930-10-01 1930-10-01
DE230731X 1931-07-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH158371A true CH158371A (de) 1932-11-15

Family

ID=25764692

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH158371D CH158371A (de) 1930-10-01 1931-09-25 Verfahren und Einrichtung zum Prüfen von Entladungsgefässen, insbesondere Dampf- oder Gasentladungsgefässen.

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT133321B (de)
CH (1) CH158371A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
AT133321B (de) 1933-05-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE957146C (de) Schaltanordnung zur selbsttaetigen Begrenzung der Temperatur der Anode einer Roentgenroehre
DE678550C (de) Mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefaessen arbeitender Wechselrichter in Reihenanordnung fuer hoehere Frequenzen
DE640565C (de) Schaltanordnung fuer die Gittersteuerung von Dampf- oder Gasentladungsstrecken
DE598546C (de) Verfahren zum Pruefen von Entladungsgefaessen mit eindeutiger Stromdurchlassrichtung, insbesondere Dampf- oder Gasentladungsgefaessen
CH158371A (de) Verfahren und Einrichtung zum Prüfen von Entladungsgefässen, insbesondere Dampf- oder Gasentladungsgefässen.
DE677786C (de) Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Umrichtern
DE526811C (de) Zusatzeinrichtung zur Benutzung von Roentgendiagnostikanlagen mit einem von einem Hochspannungstransformator gespeisten Zellengleichrichter fuer Therapiezwecke
DE665071C (de) Einrichtung zur Kommutierung von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken
DE614706C (de) Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom oder von Wechselstrom in solchen anderer Frequenz mittels eines oder mehrerer Kondensatoren
DE693777C (de) Anordnung zum Anlassen und Regeln von Elektromotoren, die ueber gittergesteuerte Gas- und Dampfentladungsstrecken gespeist werden
DE648725C (de) Regeleinrichtung fuer Lampenstromkreise
DE914156C (de) Steuersystem mit gasgefuellten Roehren mit Zuendelektroden
DE679783C (de) Verfahren zum Zuenden von Quecksilberdampfgleichrichtern oder -wechselrichtern
DE695765C (de) Anordnung zur Verbesserung der Wirkungsweise von zur Leistungsregelung dienenden Steuergittern bei Gas- oder Dampfentladungsstrecken
DE631170C (de) Schaltungsanordnung zur Regelung der Gleichspannung von Gleichrichteranlagen, die mit gittergesteuerten dampf- oder gasgefuellten Entladungsstrecken arbeiten
AT135811B (de) Einrichtung mit einer gasgefüllten elektrischen Entladungsröhre.
DE566669C (de) Einrichtung zur intermittierenden Unterbrechung elektrischer Stroeme
AT133055B (de) Mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefäßen arbeitender Wechselrichter in Reihenanordnung.
DE742763C (de) Anordnung zur Steuerung von Entladungsgefaessen mit fluessiger Kathode mittels eines staendig in die Kathode tauchenden Zuendstiftes aus Widerstandswerkstoff
DE709712C (de) Anordnung zur Steuerung von mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefaessen arbeitenden Wechselrichtern
DE836052C (de) Verfahren zur UEberwachung und Regelung der Frequenz einer sinusfoermigen Spannung durch Vergleich mit einer Eichfrequenz
DE620008C (de) Zuend- und Regelvorrichtung fuer elektrische Leuchtroehren
DE615173C (de) Verfahren zur Entwicklung einer Vervielfachungsschaltung zur Erzeugung einer hohen Gleichspannung aus einer Wechselspannung
AT139310B (de) Verfahren zur Gittersteuerung von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefäßen.
DE757217C (de) Einrichtung zur Spannungsregelung eines Generators mittels steuerbarer Gas- oder Dampfentladungsstrecken