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mässig kleinen Spannungsabfall besitzen und daher auch verhältnismässg niedrige Gleichspannungen, z. B. 220 Volt, wirtschaftlich umgeformt werden können. Voraussetzung für einen sicheren Betrieb ist dabei, dass die Entionisierung jeder Entladungsbahn nach einem Stromdurchgang schnell genug vor
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möglich, Wechselströme höherer Frequenz, also etwa 500 Hertz und höher, zu erzeugen.
Durch die vorliegende Erfindung wird es nun bei Wechselrichtern in Reihenanordnung, die Gegen- stand des Patentes Nr. 125591 sind, ermöglicht, Wechselströme höherer Frequenz zu erzeugen, als es bisher mit Rücksicht auf die Entionisierungszeit möglich erschien. Erfindungsgemäss sind mehrere, vorzugsweise eine ungerade Zahl von phasenverschoben gesteuerten Wechselrichtern in Reihenanordnung vorgesehen, die auf einen und denselben Verbraucher arbeiten. Die Steuerung der einzelnen Entladungsgefässe erfolgt dabei in der Weise, dass aufeinanderfolgende Halbwellen von verschiedenen Wechselrichtern geliefert werden. Jedes einzelne der Entladungsgefässe wird demnach mit einer Frequenz gesteuert, die ein Bruchteil der Frequenz des erzeugten Wechselstromes ist.
Durch die vorliegende Erfindung wird es somit ermöglicht, dass für jedes Entladungsgefäss zwar die erforderliche Entionisierungs- zeit zur Verfügung steht, aber dennoch ein Wechselstrom genügend hoher Frequenz erzeugt wird.
Im einfachsten Fall wird man drei Wechselrichter in Reihenanordnung A, Bund C (vgl. Fig. 1 der Zeichnung) vorsehen, die mit einer Frequenz gesteuert werden, die gleich einem Drittel der Frequenz des erzeugten Wechselstromes ist. In bezug auf die Steuerfrequenz arbeiten die Wechselrichter mit einer Phasenverschiebung von 120 . Fig. 2 der Zeichnung dient zur Erläuterung der Wirkungsweise.
In Fig. 1 ist mit 10 ein Gleiehstromnetz bezeichnet, aus welchem ein an die Leitungen 11 angeschlossener Weehselstromverbraucher über den Transformator 16 gespeist werden soll. Mit 1. B. C sind drei unter sich gleiche Wechselrichter bezeichnet, deren jeder dem in der österr. Patentschrift Nr. 125591 beschriebenen entspricht. Der Wechselrichter A besitzt zwei Entladungsgefässe 13 und 17, von denen das erstere mit seiner Anode am positiven Pol, das letztere mit seiner Kathode am negativen Pol des Gleichstromnetzes 10 liegt. An der Verbindungsleitung zwischen der Kathode des ersteren und der Anode des letzteren Gefässes liegt eine Drosselspule 14, an deren Mittelpunkt ein Kondensator 12 angeschlossen ist.
Die Gitter der beiden Entladungsgefässe liegen über die Gittervorspannungsquellen 42 und 43 an zwei getrennten Sekundärwicklungen 36 und 37 eines Gittertransformators 33. welcher im Gebiete hoher Sättigung arbeitet. Die Spannung für den Transformator J3 wird von der Sekundärwicklung 28 eines Zwischentransformators 27 geliefert, welcher von einer Wechselspannungsquelle 2S gespeist wird. Der mit der einen Klemme an die Drosselspule 14 angeschlossene Kondensator 12 liegt mit der andern Klemme an der Primärwicklung 7J des Arbeitstransformators 16.
Die Schaltung der beiden andern Wechselrichter B und C* stimmt mit derjenigen des Wechselrichters A in allen Einzel- *) Erstes Zusatzpatent Nr. 131359.
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transformatoren 34 und-35. Diese sind an je eine aus den Widerständen 29 bzw. 31 und den Kondensatoren 30 bzw. 32 bestehende Spannungsteilersehaltung angeschlossen, die derart bemessen ist, dass die Transformatoren 33-B5 Spannungen erhalten, die gegeneinander um 120 elektrische Grade. gemessen an der Frequenz der Weehselstromquelle 26, phasenverschoben sind.
Die Wirkungsweise der Einrichtung soll an Hand der Fig. 2 erläutert werden. In Fig. 2a, 2 b, 2 C ist durch die punktierte Sinuslinien, die an den Primärwicklungen der Gittertransformatoren 33-35 liegende Spannung angedeutet. Durch die bereits erwähnte Eisensättigung der Gittertransformatoren wird die sinusförmige Kurve derart verzerrt, dass in der Mitte jeder Halbwelle eine stark ausgeprägte Spannungsspitze entsteht. Diese wirkt im Zusammenhang mit den Gittervorspannungsquellen 42-47 derart, dass die Entladung in jedem Gefäss jeweils in einem Zeitpunkt einsetzt, der um 30 elektrische Grade
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innerhalb 60 elektrischer Grade nach dem Zeitpunkt der Zündung der Strom wieder auf den Wert Null abgeklungen ist.
Der Ladestrom muss dabei offenbar ein Maximum durchlaufen und besitzt also annähernd die Gestalt einer Sinushalbwelle, In Fig. 2a ist dieser Ladestrom als ausgezogene Kurve eingezeichnet. Die Ionenraumladung in dem Gefäss 13, die unmittelbar nach dem Erlöschen der Entladung noch vorhanden ist, kommt nun langsam zum Versehwinden. Die nächste Halbwelle wird von dem Gefäss 20 des Wechselrichters B gebildet, u. zw. durch Entladung des Kondensators 18 über die rechte Hälfte der Drosselspule 21 und das Entladungsgefäss 20. Die Ladung des Kondensators 18 wurde zu
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ausgezogene Kurve). Nach Erloschen der Entladung in dem Gefäss 20 zündet das Gefäss 23, und der Kondensator 22 wird auf die Spannung der Gleichstromquelle aufgeladen.
Auch bezüglich der Kurvenform dieses Ladestromes gilt das bei der Ladung des Kondensators 12 Gesagte (Fig. 2c, ausgezogene Kurve). Nunmehr hat die an dem Wechselrichter A liegende Gitterspannung ihre Polarität gewechselt, und das Gefäss 17 wird gezündet. Der Kondensator 12, dessen Ladevorgang anfänglich eingehend beschrieben ist, entlädt sich nun über die rechte Hälfte der Drosselspule 14 und dieses Entladungsgefäss. Der Entladungsstromstoss hat dieselbe Kurvenform wie der Ladestrom, aber entgegengesetzte Polarität und ist daher in der Fig. 2 {L nach unten aufgetragen. Es folgt nun ein neuer Ladestromstoss für den Kondensator 18 und ein neuer Entladungsstromstoss für den Kondensator 22 usf.
Da die Ladeströme
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des Arbeitstransformators 16 fliessen, ergibt sich für den dem Wechselstromverbraueher zugeführten Strom eine aus den verschiedenen Lade-und Entladeströmen zusammengesetzte Kurve, d. h. angenähert eine Sinuslinie (Fig. 2e). Jedes einzelne Entladungsgefäss, beispielsweise das Gefäss 13, bleibt dabei während je nahezu 360 elektrischer Grade (gemessen an der Frequenz der Wechselstromquelle 26) in Ruhe, seine Ionenraumladung kann daher abklingen, während andere Entladungsgefässe in Betrieb sind. Mit einer derartigen Einrichtung lässt sich offenbar eine höhere Frequenz erreichen als bei Verwendung nur zweier Entladungsröhren unter Berücksichtigung der notwendigen Entionisierungszeit.
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quelle 26 zu wählen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen arbeitender Wechselrichter in Reihen- anordnung nach Patent Nr. 125591, gekennzeichnet durch die Verwendung mehrerer, vorzugsweise einer ungeraden Zahl von Wechselrichtern, die derart gesteuert werden, dass aufeinanderfolgende Halbwellen des erzeugten Wechselstromes von verschiedenen Wechselrichtern geliefert werden.