CH158478A - Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse.

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CH158478A
CH158478A CH158478DA CH158478A CH 158478 A CH158478 A CH 158478A CH 158478D A CH158478D A CH 158478DA CH 158478 A CH158478 A CH 158478A
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CH
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clay
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Wintsch Victor
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Wintsch Victor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28CPREPARING CLAY; PRODUCING MIXTURES CONTAINING CLAY OR CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28C1/00Apparatus or methods for obtaining or processing clay
    • B28C1/10Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants
    • B28C1/14Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants specially adapted for homogenising, comminuting or conditioning clay in non-fluid condition or for separating undesired admixtures therefrom
    • B28C1/22Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants specially adapted for homogenising, comminuting or conditioning clay in non-fluid condition or for separating undesired admixtures therefrom combined with means for conditioning by heating, humidifying, or vacuum treatment, by cooling, by sub-atmospheric pressure treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description


  Verfahren zur     Verarbeitung    von Lehm für die     Rerstellung    hochwertiger       Ziegeleierzeugnisse.       Das Verfahren gemäss vorliegender Er  findung eignet sich insbesondere zur Verar  beitung kalk- oder gipshaltiger Lehmsorten.  



  Es haben schon viele Ziegeleien, und  zwar noch in neuester Zeit den Betrieb ein  stellen müssen, weil man beim Abbau auf  stark kalk- und/oder gipshaltige     Lehmschicb-          ten    stiess und kalkfreier oder genügend  kalkarmer Lehm nicht weiter zur Verfügung  stand.  



  Während sich alle bisher vorgeschlagenen  chemischen und mechanischen     Mittel        zur     Verwendung von stark kalk- und/oder     gips-          haltigem    Lehm nicht bewährt haben, erweist  sich das folgende Verfahren als sehr zweck  mässig für die Herstellung hochwertiger. be  sonders dichter,     Ziegeleierzeugnisse.     



  Dieses Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass ein regulierbarer, automatischer  Beschickungsapparat an die Schüssel eines       Kollerganges    von Ziegeleien angeschlossen    wird, welcher Beschickungsapparat eine zum       Garbrennen    der     Ziegeleierzeugnisse    genü  gende Menge Brennstoff (zum Beispiel     Koks-          grus    0 bis 20 mm,     wie    er von     Gaswerken     erzeugt und verkauft wird) dem Rohlehm  kontinuierlich zuführt, wonach der     Koller-          gang    den Brennstoff mit dem Rohlehm ver  mischt und so fein zerkleinert,

   dass beim  Brennen an keiner Stelle eine     Stichflammen-          bildrmg    entsteht. Das     Brennstoff-Lehm-          gemisch    wird zweckmässig so verarbeitet, dass  es durch ein Sieb mit einer     Maschenweite     von nicht über     \?    mm durchgeht. Der Brenn  stoff, der so bemessen ist, dass er zum Gar  brennen des     Ziegeleierzeugnisses    genügt, soll       zweckmässigerweise    nicht oxydierend ver  brennen, sondern vielmehr nur verglimmen.  das heisst reduzierend (rauchig) verbrennen.

    Es ist Sache des     Ziegeleifachmannes.        deri     Luftzutritt entsprechend zu regulieren,     und     sind ja die betreffenden     Vorrichtungen        iii     allen Ziegeleien. die einen     Kollergang        haben.         stets vorhanden. Durch diese Arbeitsweise  wird auch gegenüber der bisherigen Erzeu  gung der Hitze von aussen an Brennstoff ge  spart.  



  Man kann den Brennstoff vor der Zugabe  durch den automatischen Beschickungsappa  rat in einer getrennten Vorrichtung erst ver  pulvern und dann in dieser Form durch den  Beschickungsapparat in der beschriebenen  Weise dem Lehm beigeben. Es wird dadurch  eine noch feinere Verteilung des Brennstof  fes gewährleistet, was besonders für feine       Ziegeleierzeugnisse    wichtig ist.  



  Der     automatische    Beschickungsapparat  wird vorteilhaft so aufgestellt, dass der aus  seiner Öffnung fallende     grus-    oder pulver  förmige Brennstoff direkt auf den Lehm der       Kollerschüssel    fällt,     wobei    er durch den       Kollergang    in den Lehm     hineingedrückt    und  mit diesem weiter zerkleinert und vermengt       wird.    Die zum     Garbrennen    der Ziegelei  erzeugnisse nötigen Kalorien müssen berechnet  werden und muss der Lehm so viel Brennstoff  in sich enthalten, dass die entsprechende Hitze  beim Brennen erreicht wird.

   Die Tempera  turen beim Brennen werden -vorteilhaft ge  messen und überwacht. Übersteigen sie das  zulässige Maximum, so kann man durch  kurzen Luftzug die überschüssige Hitze ab  führen. Wird die Temperatur nicht ganz er  reicht, so kann sie durch Nachschütten eini  ger Schaufeln Brennstoff von aussen leicht  und rasch erreicht werden. Beides sollen     abee     nur     Ausnahmefälle    sein, die aber vorkom  men können, weil eben die Temperaturen je  nach Witterung und mehr oder weniger her  metischem     Kammerverschluss    nicht in jeder  Kammer genau gleich verlaufen.  



  Die nützliche Wirkung des einverleibten  Brennstoffes wird meistens dadurch erhöht,  dass durch reduzierendes Verbrennen des  Brennstoffes schädliche Schwefelverbindun  gen, die im Rohlehm vorhanden waren, un  schädlich gemacht werden können. Infolge  dessen werden auch Anflüge und     Aus-          blühungen,    die sonst von solchen im Lehm  vorhandenen schädlichen Beimischungen her-    rühren, durch das Verfahren gründlich ver  mieden.  



  Aber auch für praktisch kalk- und gips  freien Lehm eignet sich .das Verfahren. Nach  bisher bekanntem Verfahren haben Mauer  steine aus kalkfreiem Lehm bis zur Verwen  dungsstelle durchschnittlich     10%    Bruch er  geben. Mit dem gleichen Lehm zeigten nach  dem beschriebenen Verfahren gewonnene  Dachziegel und Mauersteine überhaupt kei  nen Bruch.  



  Wenn der Lehm durch und durch mit  genügend Brennstoff versetzt ist, und dieser  beim Brennen verglimmt, sintert das Ziegelei  erzeugnis, ohne sich zu deformieren, und es  werden dichtere Erzeugnisse gewonnen, als  zum Beispiel nach dem Verfahren, bei wel  chem dem Lehm Brennstoff beigemischt ist,       in    der Absicht, dass dieser Brennstoff aus  den Formlingen     herausbrennen    muss, um  besonders leichte und poröse Erzeugnisse zu  erhalten, die dann aber eine wesentlich herab  geminderte Druckfestigkeit zeigen.  



  Für den     Garbrand    der     Ziegeleierzeugnisse     durch den einverleibten Brennstoff werden  beispielsweise auf 2,5     m3    Lehm durchschnitt  lich 140 kg     Koks    beigefügt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger, besonders dichter Ziegeleierzeugnisse. dadurch gekenn zeichnet, dass ein regulierbarer, automati scher Beschickungsapparat an die Schüssel eines gollerganges von Ziegeleien angeschlos sen wird, welcher Apparat eine zum Gar brennen der Ziegeleierzeugnisse genügende Menge Brennstoff dem Rohlehm kontinuier lich zuführt, wonach der Kollergang den Brennstoff mit dem Rohlehm vermischt und so fein zerkleinert, dass beim Brennen an keiner Stelle eine Stichflammenbildunu ent steht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lehm so viel Koks zugesetzt wird, dass beim Brennen die Temperatur erreicht wird, welche der betreffende Lehm erträgt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lehm als Brenn stoff Kokspulver zugeführt wird.
CH158478D 1931-11-16 1931-11-16 Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse. CH158478A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE874876C (de) * 1941-11-02 1953-04-27 Carl Recknagel Verfahren zum Herstellen von grobkeramischen Erzeugnissen, wie Mauersteinen, Hohlsteinen und Deckensteinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE874876C (de) * 1941-11-02 1953-04-27 Carl Recknagel Verfahren zum Herstellen von grobkeramischen Erzeugnissen, wie Mauersteinen, Hohlsteinen und Deckensteinen

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