CH158478A - Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse. - Google Patents
Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse.Info
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Description
Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Rerstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse. Das Verfahren gemäss vorliegender Er findung eignet sich insbesondere zur Verar beitung kalk- oder gipshaltiger Lehmsorten.
Es haben schon viele Ziegeleien, und zwar noch in neuester Zeit den Betrieb ein stellen müssen, weil man beim Abbau auf stark kalk- und/oder gipshaltige Lehmschicb- ten stiess und kalkfreier oder genügend kalkarmer Lehm nicht weiter zur Verfügung stand.
Während sich alle bisher vorgeschlagenen chemischen und mechanischen Mittel zur Verwendung von stark kalk- und/oder gips- haltigem Lehm nicht bewährt haben, erweist sich das folgende Verfahren als sehr zweck mässig für die Herstellung hochwertiger. be sonders dichter, Ziegeleierzeugnisse.
Dieses Verfahren ist dadurch gekenn zeichnet, dass ein regulierbarer, automatischer Beschickungsapparat an die Schüssel eines Kollerganges von Ziegeleien angeschlossen wird, welcher Beschickungsapparat eine zum Garbrennen der Ziegeleierzeugnisse genü gende Menge Brennstoff (zum Beispiel Koks- grus 0 bis 20 mm, wie er von Gaswerken erzeugt und verkauft wird) dem Rohlehm kontinuierlich zuführt, wonach der Koller- gang den Brennstoff mit dem Rohlehm ver mischt und so fein zerkleinert,
dass beim Brennen an keiner Stelle eine Stichflammen- bildrmg entsteht. Das Brennstoff-Lehm- gemisch wird zweckmässig so verarbeitet, dass es durch ein Sieb mit einer Maschenweite von nicht über \? mm durchgeht. Der Brenn stoff, der so bemessen ist, dass er zum Gar brennen des Ziegeleierzeugnisses genügt, soll zweckmässigerweise nicht oxydierend ver brennen, sondern vielmehr nur verglimmen. das heisst reduzierend (rauchig) verbrennen.
Es ist Sache des Ziegeleifachmannes. deri Luftzutritt entsprechend zu regulieren, und sind ja die betreffenden Vorrichtungen iii allen Ziegeleien. die einen Kollergang haben. stets vorhanden. Durch diese Arbeitsweise wird auch gegenüber der bisherigen Erzeu gung der Hitze von aussen an Brennstoff ge spart.
Man kann den Brennstoff vor der Zugabe durch den automatischen Beschickungsappa rat in einer getrennten Vorrichtung erst ver pulvern und dann in dieser Form durch den Beschickungsapparat in der beschriebenen Weise dem Lehm beigeben. Es wird dadurch eine noch feinere Verteilung des Brennstof fes gewährleistet, was besonders für feine Ziegeleierzeugnisse wichtig ist.
Der automatische Beschickungsapparat wird vorteilhaft so aufgestellt, dass der aus seiner Öffnung fallende grus- oder pulver förmige Brennstoff direkt auf den Lehm der Kollerschüssel fällt, wobei er durch den Kollergang in den Lehm hineingedrückt und mit diesem weiter zerkleinert und vermengt wird. Die zum Garbrennen der Ziegelei erzeugnisse nötigen Kalorien müssen berechnet werden und muss der Lehm so viel Brennstoff in sich enthalten, dass die entsprechende Hitze beim Brennen erreicht wird.
Die Tempera turen beim Brennen werden -vorteilhaft ge messen und überwacht. Übersteigen sie das zulässige Maximum, so kann man durch kurzen Luftzug die überschüssige Hitze ab führen. Wird die Temperatur nicht ganz er reicht, so kann sie durch Nachschütten eini ger Schaufeln Brennstoff von aussen leicht und rasch erreicht werden. Beides sollen abee nur Ausnahmefälle sein, die aber vorkom men können, weil eben die Temperaturen je nach Witterung und mehr oder weniger her metischem Kammerverschluss nicht in jeder Kammer genau gleich verlaufen.
Die nützliche Wirkung des einverleibten Brennstoffes wird meistens dadurch erhöht, dass durch reduzierendes Verbrennen des Brennstoffes schädliche Schwefelverbindun gen, die im Rohlehm vorhanden waren, un schädlich gemacht werden können. Infolge dessen werden auch Anflüge und Aus- blühungen, die sonst von solchen im Lehm vorhandenen schädlichen Beimischungen her- rühren, durch das Verfahren gründlich ver mieden.
Aber auch für praktisch kalk- und gips freien Lehm eignet sich .das Verfahren. Nach bisher bekanntem Verfahren haben Mauer steine aus kalkfreiem Lehm bis zur Verwen dungsstelle durchschnittlich 10% Bruch er geben. Mit dem gleichen Lehm zeigten nach dem beschriebenen Verfahren gewonnene Dachziegel und Mauersteine überhaupt kei nen Bruch.
Wenn der Lehm durch und durch mit genügend Brennstoff versetzt ist, und dieser beim Brennen verglimmt, sintert das Ziegelei erzeugnis, ohne sich zu deformieren, und es werden dichtere Erzeugnisse gewonnen, als zum Beispiel nach dem Verfahren, bei wel chem dem Lehm Brennstoff beigemischt ist, in der Absicht, dass dieser Brennstoff aus den Formlingen herausbrennen muss, um besonders leichte und poröse Erzeugnisse zu erhalten, die dann aber eine wesentlich herab geminderte Druckfestigkeit zeigen.
Für den Garbrand der Ziegeleierzeugnisse durch den einverleibten Brennstoff werden beispielsweise auf 2,5 m3 Lehm durchschnitt lich 140 kg Koks beigefügt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger, besonders dichter Ziegeleierzeugnisse. dadurch gekenn zeichnet, dass ein regulierbarer, automati scher Beschickungsapparat an die Schüssel eines gollerganges von Ziegeleien angeschlos sen wird, welcher Apparat eine zum Gar brennen der Ziegeleierzeugnisse genügende Menge Brennstoff dem Rohlehm kontinuier lich zuführt, wonach der Kollergang den Brennstoff mit dem Rohlehm vermischt und so fein zerkleinert, dass beim Brennen an keiner Stelle eine Stichflammenbildunu ent steht. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lehm so viel Koks zugesetzt wird, dass beim Brennen die Temperatur erreicht wird, welche der betreffende Lehm erträgt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lehm als Brenn stoff Kokspulver zugeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH158478T | 1931-11-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH158478A true CH158478A (de) | 1932-11-30 |
Family
ID=4412442
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH158478D CH158478A (de) | 1931-11-16 | 1931-11-16 | Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Herstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH158478A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE874876C (de) * | 1941-11-02 | 1953-04-27 | Carl Recknagel | Verfahren zum Herstellen von grobkeramischen Erzeugnissen, wie Mauersteinen, Hohlsteinen und Deckensteinen |
-
1931
- 1931-11-16 CH CH158478D patent/CH158478A/de unknown
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| DE874876C (de) * | 1941-11-02 | 1953-04-27 | Carl Recknagel | Verfahren zum Herstellen von grobkeramischen Erzeugnissen, wie Mauersteinen, Hohlsteinen und Deckensteinen |
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