Verfahren zur Verarbeitung von Lehm für die Rerstellung hochwertiger Ziegeleierzeugnisse. Das Verfahren gemäss vorliegender Er findung eignet sich insbesondere zur Verar beitung kalk- oder gipshaltiger Lehmsorten.
Es haben schon viele Ziegeleien, und zwar noch in neuester Zeit den Betrieb ein stellen müssen, weil man beim Abbau auf stark kalk- und/oder gipshaltige Lehmschicb- ten stiess und kalkfreier oder genügend kalkarmer Lehm nicht weiter zur Verfügung stand.
Während sich alle bisher vorgeschlagenen chemischen und mechanischen Mittel zur Verwendung von stark kalk- und/oder gips- haltigem Lehm nicht bewährt haben, erweist sich das folgende Verfahren als sehr zweck mässig für die Herstellung hochwertiger. be sonders dichter, Ziegeleierzeugnisse.
Dieses Verfahren ist dadurch gekenn zeichnet, dass ein regulierbarer, automatischer Beschickungsapparat an die Schüssel eines Kollerganges von Ziegeleien angeschlossen wird, welcher Beschickungsapparat eine zum Garbrennen der Ziegeleierzeugnisse genü gende Menge Brennstoff (zum Beispiel Koks- grus 0 bis 20 mm, wie er von Gaswerken erzeugt und verkauft wird) dem Rohlehm kontinuierlich zuführt, wonach der Koller- gang den Brennstoff mit dem Rohlehm ver mischt und so fein zerkleinert,
dass beim Brennen an keiner Stelle eine Stichflammen- bildrmg entsteht. Das Brennstoff-Lehm- gemisch wird zweckmässig so verarbeitet, dass es durch ein Sieb mit einer Maschenweite von nicht über \? mm durchgeht. Der Brenn stoff, der so bemessen ist, dass er zum Gar brennen des Ziegeleierzeugnisses genügt, soll zweckmässigerweise nicht oxydierend ver brennen, sondern vielmehr nur verglimmen. das heisst reduzierend (rauchig) verbrennen.
Es ist Sache des Ziegeleifachmannes. deri Luftzutritt entsprechend zu regulieren, und sind ja die betreffenden Vorrichtungen iii allen Ziegeleien. die einen Kollergang haben. stets vorhanden. Durch diese Arbeitsweise wird auch gegenüber der bisherigen Erzeu gung der Hitze von aussen an Brennstoff ge spart.
Man kann den Brennstoff vor der Zugabe durch den automatischen Beschickungsappa rat in einer getrennten Vorrichtung erst ver pulvern und dann in dieser Form durch den Beschickungsapparat in der beschriebenen Weise dem Lehm beigeben. Es wird dadurch eine noch feinere Verteilung des Brennstof fes gewährleistet, was besonders für feine Ziegeleierzeugnisse wichtig ist.
Der automatische Beschickungsapparat wird vorteilhaft so aufgestellt, dass der aus seiner Öffnung fallende grus- oder pulver förmige Brennstoff direkt auf den Lehm der Kollerschüssel fällt, wobei er durch den Kollergang in den Lehm hineingedrückt und mit diesem weiter zerkleinert und vermengt wird. Die zum Garbrennen der Ziegelei erzeugnisse nötigen Kalorien müssen berechnet werden und muss der Lehm so viel Brennstoff in sich enthalten, dass die entsprechende Hitze beim Brennen erreicht wird.
Die Tempera turen beim Brennen werden -vorteilhaft ge messen und überwacht. Übersteigen sie das zulässige Maximum, so kann man durch kurzen Luftzug die überschüssige Hitze ab führen. Wird die Temperatur nicht ganz er reicht, so kann sie durch Nachschütten eini ger Schaufeln Brennstoff von aussen leicht und rasch erreicht werden. Beides sollen abee nur Ausnahmefälle sein, die aber vorkom men können, weil eben die Temperaturen je nach Witterung und mehr oder weniger her metischem Kammerverschluss nicht in jeder Kammer genau gleich verlaufen.
Die nützliche Wirkung des einverleibten Brennstoffes wird meistens dadurch erhöht, dass durch reduzierendes Verbrennen des Brennstoffes schädliche Schwefelverbindun gen, die im Rohlehm vorhanden waren, un schädlich gemacht werden können. Infolge dessen werden auch Anflüge und Aus- blühungen, die sonst von solchen im Lehm vorhandenen schädlichen Beimischungen her- rühren, durch das Verfahren gründlich ver mieden.
Aber auch für praktisch kalk- und gips freien Lehm eignet sich .das Verfahren. Nach bisher bekanntem Verfahren haben Mauer steine aus kalkfreiem Lehm bis zur Verwen dungsstelle durchschnittlich 10% Bruch er geben. Mit dem gleichen Lehm zeigten nach dem beschriebenen Verfahren gewonnene Dachziegel und Mauersteine überhaupt kei nen Bruch.
Wenn der Lehm durch und durch mit genügend Brennstoff versetzt ist, und dieser beim Brennen verglimmt, sintert das Ziegelei erzeugnis, ohne sich zu deformieren, und es werden dichtere Erzeugnisse gewonnen, als zum Beispiel nach dem Verfahren, bei wel chem dem Lehm Brennstoff beigemischt ist, in der Absicht, dass dieser Brennstoff aus den Formlingen herausbrennen muss, um besonders leichte und poröse Erzeugnisse zu erhalten, die dann aber eine wesentlich herab geminderte Druckfestigkeit zeigen.
Für den Garbrand der Ziegeleierzeugnisse durch den einverleibten Brennstoff werden beispielsweise auf 2,5 m3 Lehm durchschnitt lich 140 kg Koks beigefügt.
Method of processing clay for the manufacture of high-quality brickwork products. The method according to the present invention is particularly suitable for processing lime- or gypsum-containing clay types.
Many brickworks have already had to cease operations recently, because during mining they came across layers of clay with a high content of lime and / or gypsum, and lime-free or sufficiently low-lime clay was no longer available.
While all previously proposed chemical and mechanical means for using heavily lime and / or gypsum-containing clay have not proven, the following process proves to be very useful for the production of higher quality. especially dense, brickwork.
This process is characterized in that an adjustable, automatic charging device is connected to the bowl of a pan mill in brickworks, which charging device provides a sufficient amount of fuel (for example coke breeze 0 to 20 mm, as produced by gasworks) to burn the brickworks and is sold) continuously feeds the raw clay, after which the pan grinder mixes the fuel with the raw clay and crushes it so finely,
that when burning there is no flash of flame at any point. The fuel-clay mixture is expediently processed in such a way that it passes through a sieve with a mesh size of not over \? mm passes. The fuel, which is dimensioned in such a way that it is sufficient to burn the brickwork product, should expediently not burn in an oxidizing manner, but rather only burn up. that means reducing (smoky) burning.
It is the job of the brickworker. The air admission must be regulated accordingly, and the devices concerned are in all brickworks. that have a panache. always present. This way of working saves fuel compared to the previous generation of heat from outside.
The fuel can only be powdered ver before being added by the automatic charging apparatus in a separate device and then added to the clay in this form through the charging apparatus in the manner described. This ensures an even finer distribution of the fuel, which is particularly important for fine brick products.
The automatic loading device is advantageously set up so that the gritty or powdery fuel falling out of its opening falls directly onto the clay of the pan pan, being pressed through the pan mill into the loam and further crushed and mixed with it. The calories required to cook the brickworks must be calculated and the clay must contain enough fuel to achieve the right amount of heat when burning.
The temperatures during firing are advantageously measured and monitored. If they exceed the permissible maximum, the excess heat can be dissipated with a short draft. If the temperature is not quite enough, it can be reached easily and quickly from the outside by adding a few scoops of fuel. Both should only be exceptional cases, but they can occur because the temperatures are not exactly the same in every chamber, depending on the weather and the more or less hermetic chamber lock.
The useful effect of the incorporated fuel is usually increased by the fact that harmful sulfur compounds that were present in the raw clay can be rendered harmless by reducing the burning of the fuel. As a result of this, the process also thoroughly avoids approaches and efflorescence that otherwise result from such harmful admixtures in the clay.
But the method is also suitable for practically lime-free and gypsum-free clay. According to the previously known method, bricks made of lime-free clay up to the point of use have an average of 10% breakage. Roof tiles and bricks obtained with the same clay using the method described showed no break at all.
If the clay has been mixed with enough fuel through and through, and this glows when it burns, the brickwork sinters without deforming, and denser products are obtained than, for example, with the method in which fuel is added to the clay , with the intention that this fuel has to burn out of the moldings in order to obtain particularly light and porous products, which, however, then show a significantly reduced compressive strength.
For example, an average of 140 kg of coke is added to every 2.5 m3 of clay to allow the brickwork products to burn through the incorporated fuel.