CH158739A - Nachhallabsorbierende Wandverkleidung. - Google Patents

Nachhallabsorbierende Wandverkleidung.

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CH158739A
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Aktiengesellschaft Oe Magnesit
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Oesterr Amerikan Magnesit
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Description


      Nachhallabsorbierende        Wandverkleidung.       Fasermaterial, zum Beispiel     Asbestwolle,     Holzwolle oder dergleichen, wird bisher als  schallabsorbierender Wandbelag in der Weise  verwendet, dass es die Einlage von Hohl  steinen mit perforierter Aussenwand bildet  oder den Zwischenraum     zwischen    der Wand  und an der Wand verankerten perforierten  Stützblechen füllt. In beiden Fällen sind  Hilfsmittel erforderlich, die das Fasermate  rial in Form halten.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wer  den solche Hilfsmittel dadurch erspart, dass  verkittetes Fasermaterial benützt wird, das  unverputzt bleibt. Als besonders geeignet  hat sieh durch     Sorelzement    gehärtete Holz  wolle erwiesen. Man kann die Verkleidung  unter Benützung einer Verschalung an Ort  und Stelle herstellen oder fabriksmässig er  zeugte Platten so an die Wand heften, dass  sie sich zu einer Fläche zusammenschliessen.  Die Wandverkleidung gemäss der     Erfindung     ist billiger     herstellbar    als die bekannte;    sie lässt sich leichter anbringen und ist da  bei     wirksamer,    weil     Abstützungsmittel,    wel  che die Schallabsorption beeinträchtigen,  nicht notwendig sind.

   Auch behält ver  kittetes Fasermaterial dauernd seine gross  porige Beschaffenheit, wogegen     unverbunde-          nes    Fasermaterial nach längerer Lagerzeit  zusammensinkt.  



  Die hohe     nachhallabsorbierende    Wirkung,  die einer Verkleidung aus unverputzter, ver  kitteter Holzwolle zukommt, ist darauf zu  rückzuführen, dass das Material grosse Poren  hat, in die die Schallwellen eindringen kön  nen. Die wenigen auf die äussern Fasern  aufstossenden Wellen werden nicht in der  Einfallsrichtung reflektiert, sondern nach  allen möglichen Richtungen zerstreut, weil  die Holzfasern zum grössten Teil nicht pa  rallel zu der Oberfläche der Platten liegen.  Im Innern der Platte treffen die Schall  wellen auf die wirr durcheinander liegenden  Lasern, die unter allen möglichen Winkeln      geneigt sind. Sie werden infolgedessen nach  den verschiedensten Richtungen reflektiert  und treffen dann wieder auf Holzfasern, die  sie abermals nach andern Richtungen im In  nern der Platte zurückwerfen.

   Da bei jeder  Reflexion die Energie abgeschwächt wird.  hat die wiederholte Reflexion eine vollkom  mene Vernichtung des Schalles zur Folge.  



  Für die Absorption des Nachhalles ist  es wesentlich, dass ein möglichst kleiner Teil  der Oberfläche eben ist. In dieser Hinsicht  ist die Verkleidung gemäss der Erfindung  dem     unverkitteten    Fasermaterial weit über  legen, weil die abstützenden     ',ÄTä-nde    eine  ebnende Wirkung ausüben.  



  Es ist ferner notwendig, dass die Ober  flächenstruktur grossporig, das heisst     makro-          skopisch    unregelmässig, ist. Die Erhebungen  und Vertiefungen müssen in ihren Dimen  sionen innerhalb des Gebietes der Schallwel  len liegen. Erhebungen und Vertiefungen  von Millimetern oder Bruchteilen von Milli  metern wirken gegenüber den Schallwellen  wie eine glatte Oberfläche, ebenso wie     zum     Beispiel poliertes Metall den Lichtwellen  gegenüber als eben zu betrachten ist, trotz  dem die mikroskopische Untersuchung solcher  polierter Flächen eine grosse Unebenheit       bezw.        Rauhigkeit    zeigt.

   Aus diesem Grunde  kommt bekannten Platten mit kleinen Poren,  zum Beispiel solchen, die aus feinverfilztem  Zuckerrohr     bestehen,.keine    schallabsorbieren  de Wirkung zu. Erst wenn in die Platten  entsprechend grosse Löcher gebohrt werden,       wird    eine Unebenheit geschaffen,     wie    sie zur  Schallabsorption erforderlich ist. Es liegt  aber auf der Hand, dass Platten mit gebohr  ten Löchern wegen ihrer regelmässigen  Struktur weit weniger wirksam sind, als zum  Beispiel Platten aus mit     Sorelzement    ver  kitteter, locker gepresster Holzwolle.  



  Um die Unebenheit der Oberfläche zu  vergrössern,     wird    zweckmässig der Holzfaser  querschnitt, der     normalerweise    ein Rechteck  von 6 X 0,4 mm darstellt, mehr der quadra  tischen Form genähert, und zwar sollen die         Querschnittsabmessungen    im Verhältnis 1:1  bis 4:1 stehen. Bei dieser     Querschnittsform     ist das Flachlegen der Holzfasern beim For  men zuverlässig verhindert; sie behalten die  Verwindung, in die sie bei der Holzwolle  erzeugung gebracht werden. In der Zeich  nung sind beispielsweise einige Verwendungs  arten des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.  



  Die Verkleidung kann mit einem Farb  anstrich versehen werden, um die dekorative  Wirkung zu erhöhen. Besonders geeignet er  scheinen Bronzefarben, weil sie die Rauheit  der an der Oberfläche liegenden Fasern  herabsetzen und dadurch das Ansetzen von  Staub erschweren. Wenn man,     wie    dies       Fig.    1 veranschaulicht, den Rand der Plat  ten 1 mit einem besonderen Farbstreifen 2       einfasst,    so verschwinden auch die Fugen  zwischen den Platten. Insbesondere in Ver  bindung mit die     Plattenoberfläche.    unter  teilenden Querstreifen 3, die doppelt so breit  sind wie die Randstreifen, wird der Eindruck  eines ununterbrochenen Belages erweckt.  Durch verschiedene Färbung der quadrati  schen Felder können eigenartige Muster her  vorgebracht werden.

    



  Ein anderer Weg, das Aussehen des Be  lages zu heben, besteht darin, je zwei     Platten     nicht parallel, sondern gemäss     Fig.    2 nach  Art eines Parkettbodens rechtwinklig zuein  ander zu verlegen. Die kurzen Seitenwände  der einen Platten stossen dann an die langen  Seitenwände der andern     Platten.    Die beiden  Seitenwände haben infolge der Herstellung  der Platten durch Zerschneiden eines ge  formten Stranges in lange     Stücke    ungleich  artiges Gefüge, und es wird daher an der  Stossstelle eine Unregelmässigkeit geschaffen,  die zur Verbesserung der schallabsorbieren  den Wirkung beiträgt.  



  Im Sinne einer Verbesserung des Aus  sehens wirkt auch das Abschrägen der Kan  ten an der frei liegenden Fläche der Platte.  Die     Fig.    3 zeigt eine solche Platte in Ansicht  und die     Fig.    4 im Schnitt. Der Hauptzweck      dieser Ausgestaltung besteht aber darin, das  Ausbrechen des Materials an den ganten zu  verhindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Nachhallabsorbierende Wandverkleidung, gekennzeichnet durch verkittetes, locker ge- presstes Fasermaterial, das unverputzt bleibt. UNTERANSPRüCHE 1. Nachhallabsorbierende Wandverkleidung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch unverputzte Platten aus verkitte ter Holzwolle.
    2. Nachhallabsorbierende Wandverkleidung nach Patentanspruch Emd Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Quer- schnittsabmessungen der Holzwolle un gefähr im Verhältnis von 1: 1 bis 4: 1 stehen, um durch grosse Steifheit in der Querrichtung ein Flachlegen der Fasern beim Formen hintanzuhalten. 3. Nachhallabsorbierende Wandverkleidmi- nach Patentanspruch und Unteransprii- chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. dass die ganten der Platten an der frei liegenden Fläche abgeschrägt sind.
CH158739D 1930-09-24 1931-08-11 Nachhallabsorbierende Wandverkleidung. CH158739A (de)

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