CH158953A - Elektrischer Schalter. - Google Patents

Elektrischer Schalter.

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CH158953A
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CH
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liquid
switching
switch
arc
interruption
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English (en)
Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
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Description


  Elektrischer Schalter.    Die elektrischen Leistungsschalter, bei  denen die Unterbrechung unter Zuhilfenahme  von Flüssigkeiten bewerkstelligt wird, zer  fallen in zwei Gruppen. Die eine Gruppe um  fasst Schalter, bei denen die Kontakttrennung  innerhalb der Flüssigkeit erfolgt. Bei den  Schaltern der andern Gruppe ist keine zu  sammenhängende Flüssigkeit in der Umge  bung der Kontakte vorhanden, sondern die  Flüssigkeit wird beim Ausschalten in den  Lichtbogen hineingespritzt.  



  Die Erfindung     betrifft    einen Schalter der  erstgenannten Gruppe. Die Unterbrechungs  stellen derartiger Flüssigkeitsschalter waren  bisher stets in mit der Schaltflüssigkeit  dauernd gefüllten Gefässen angeordnet, zum  Beispiel bei einem Ölschalter in     Löschkam-          mern.    Soweit leitende Flüssigkeiten verwen  det wurden, hat man den beweglichen Kon  takt. aus der Flüssigkeit herausgezogen und  über die     Oberfläche    der leitenden Flüssigkeit  hinausgehoben, um.     -eine    Isolierstrecke. zwi-    scheu Kontakt und Flüssigkeitsoberfläche  einzuschalten.  



  Bei diesen bekannten Schaltern sind in  der Umgebung der Unterbrechungsstelle un  nötig grosse Flüssigkeitsmassen vorhanden ;  diese komplizieren den Schalteraufbau und  können auch sonst noch mancherlei Nachteile  mit sich bringen, ohne für die Unterbrechung  förderlich zu sein. So besteht bei Anwendung  nicht isolierender Flüssigkeiten der Nachteil  einer schwierigen Isolation der Unterbre  chungsstrecke, insbesondere bei hohen Span  nungen, weshalb bei solchen Schaltern der  bewegliche Kontakt aus der Schaltflüssigkeit  herausgezogen und weit über den Flüssigkeits  spiegel gehoben werden muss. Hierzu ist aber  ein grosser Schalthub erforderlich.  



  Zur Vermeidung dieser Nachteile ist der  elektrische Flüssigkeitsschalter gemäss der  Erfindung, bei dem die     Lichtbogenlöschung     durch Dampf erfolgt, der aus der Flüssigkeit  durch den Lichtbogen gebildet wird, mit Ein-           richtungen    versehen, mit deren Hilfe für jeden  Unterbrechungsvorgang von neuem Flüssig  keit in die Umgebung der Kontakte gebracht  wird. Hierbei ist es möglich, die Menge der  in die Umgebung der Kontakte gebrachten  Schaltflüssigkeit auf das geringe für die       Lichtbogenlöschung    erforderliche Mass zu be  schränken.

   So kann man bei einem Schalter  mit     Lichtbogenlöschüng    in einer Schaltkam  mer die Schaltkammer durch eine beim Schal  ten betätigte, Flüssigkeit fördernde Einrich  tung aus einem     Flüssigkeitsvorratsbehälter     für jede Abschaltung mit einer kleinen     Menge     Schaltflüssigkeit versehen, die zum Beispiel  nach vollendeter Schaltung (Lichtbogen  löschung) wieder aus der Schaltkammer ent  lassen werden kann. Dabei kann die Schalt  kammer mit einem flüssigkeitsfreien Raum  umgeben werden, was für die Lichtbogen  töschung besondere Vorteile haben kann.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung dargestellt. Mit 10 ist  ein Isolierrohr bezeichnet, das die Schaltkam  mer eines Schalters     bildet.    Das Isolierrohr  ist in dem aus Metall bestehenden Deckel 11  eines zylindrischen Gefässes 12 aus Metall  befestigt, das auf dem Isolator 13 angeordnet  ist. 14 ist der als Schaltstift ausgebildete be  wegliche Kontakt des Schalters. In dem zy  lindrischen Gefäss 12 befindet sich ein Kol  ben 15, der durch eine Feder 16 nach oben  gedrückt wird. Der Kolben ist mit Öffnungen  17 und 18 versehen und besitzt Ventilklap  pen 19 und 20, die zum Verschliessen der  Öffnungen dienen.

   Bei eingeschaltetem Schal  ter befindet sich der Schaltstift 14 in der ge  zeichneten Stellung, in der er mit den den  festen Kontakt bildenden und am Deckel 11  befestigten Kontaktfedern 21 in Berührung  ist und mit seiner Spitze den Kolben 15 ge  gen die zusammengedrückte Feder 16 fest  hält. Dabei befindet sich in dem Gefäss 12  unter und über dem Kolben Schaltflüssigkeit.  An das     zylindrische    Gefäss 12 ist ein Trich  ter 22 angeschlossen. In den Trichter mündet  eine umgekehrte Flasche 23, die als Nach  füllbehälter dient. Die     Flasche    23 mündet  etwas unter dem Spiegel . der im Trichter    stehenden Flüssigkeit, so dass aus der Fla  sche keine Flüssigkeit austritt. An der Stelle,  an der der Trichter 22 in das Gefäss 12 mün  det, ist im Gefäss eine Ventilklappe 24 an  geordnet.  



  Beim Ausschalten wird der Schaltstift 14  nach oben aus dem Isolierrohr 10 herausge  zogen. Dabei wird der Kolben 15 durch die  Feder 16 aufwärts bewegt, bis er am Deckel  11 anliegt. Der Kolben drückt mit anliegen  den Ventilklappen 19 und 20 die über ihm  befindliche Flüssigkeit in das Isolierrohr 10  hinein, die das Isolierrohr bis oben an seinen  Deckel 25 füllt. Der beim Trennen der Kon  takte 21 und 14 sich bildende     Abschaltlicht-          bogen    wird dann in die das Isolierrohr 10  füllende Flüssigkeit hineingezogen. Da das  Isolierrohr 10 den Schaltstift 14 eng umgibt  und infolgedessen die das Rohr füllende Flüs  sigkeitsmenge klein ist, wird die Flüssigkeit  im Rohr 10 durch den Lichtbogen restlos  verdampft.

   Der Dampf strömt aus dem Rohr  aus, wenn der Schaltstift 14 beim Heraus  ziehen aus dem Rohr 10 die Öffnung im  Deckel 25 freigegeben hat. Bei ausgeschal  tetem Schalter ist also die Unterbrechungs  strecke wieder flüssigkeitsfrei.  



  Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens  15 geht die Ventilklappe 24 auf und Flüs  sigkeit wird aus dem Trichter 22 angesaugt.  Sobald der Flüssigkeitsspiegel im Trichter 22  so tief gesunken ist, dass Luft in die Flasche  23 eintreten kann, strömt Flüssigkeit aus der  Flasche 23 aus und durch den Trichter 22  in das Gefäss 12 hinein. In der Endstellung  des Kolbens 15, in der er am Deckel 11 an  liegt, hört der Flüssigkeitszulauf aus der  Flasche 23 dadurch selbsttätig auf, dass der  Flüssigkeitsspiegel im Trichter 22 wieder so  hoch steigt, dass die Mündung der Flasche 23  sich unterhalb des Flüssigkeitsspiegels be  findet.  



  Beim Einschalten wird der Schaltstift 14  wieder in das Rohr 10 hineingeschoben und       trifft    dabei nach Berührung mit den Kontakt  federn 21 auf den Kolben 15, den er gegen  die Feder 16 wieder in die gezeichnete Lage  abwärts bewegt. Dabei gehen die Ventilklap-           pen    19 und 20 auf, so dass ein Teil der unter  dem Kolben 15 im Gefäss 12 befindlichen  Flüssigkeit durch die Öffnungen 17 und 18  über den Kolben tritt. Gleichzeitig geht die  Ventilklappe 24 zu und schliesst das Gefäss  12 gegen den Trichter 22 ab. In dieser Stel  lung ist der Schalter für eine neue Ausschal  tung bereit, bei der wieder von neuem Schalt  flüssigkeit so in die Umgebung der Kontakte  gefördert wird, dass die Unterbrechungsstrecke  allseitig von Flüssigkeit umgeben ist.  



  Wie das Ausführungsbeispiel zeigt, kann  die Hauptmasse der Flüssigkeit getrennt von  der Unterbrechungsstelle des Schalters ange  ordnet werden. Viel Raum einnehmende und  durch die     Abschaltenergie    beanspruchte, die  Schaltstellen oder Schaltkammern des Schal  ters umgebende Vorratsbehälter für die Schalt  flüssigkeit kommen in Fortfall, wodurch der  Aufbau des Schalters wesentlich vereinfacht ist.  



  Wird mit dem beschriebenen Schalter eine  nicht isolierende und halbleitende Schalt  flüssigkeit (zum Beispiel Wasser) verwendet,  braucht man nicht mehr; wie bei den bekann  ten Schaltern mit halbleitender     Scbaltflüssig-          keit,    einen grossen Kontakthub anzuwenden,  um nach dem Herausziehen des Schaltstiftes  aus der Schaltflüssigkeit eine Isolationsstrecke  von entsprechender Durchschlagsfestigkeit zu  bekommen. Dadurch, dass die nur für die  Dauer der Unterbrechung in die Umgebung  der Kontakte gebrachte Schaltflüssigkeit nach  der Unterbrechung verdampft ist, wird aber    nicht nur eine bessere Isolation der Pole bei  offenem Schalter erzielt, sondern auch der  Einschaltvorgang verbessert.  



  Bei der Verwendung einer isolierenden  Schaltflüssigkeit tritt dieser Vorteil in dem  Falle ein, dass sich die Schaltflüssigkeit unter  Einwirkung des Lichtbogens zersetzt und  ihre Isoliereigenschaft dadurch verliert (Tetra  chlorkohlenstoff), oder wenn eine Löschflüssig  keit verwendet werden soll. welche das Ma  terial der Kontakte oder der Schaltkammer  angreift (beispielsweise Brom). Bei Anwen  dung von brennbaren Schaltflüssigkeiten (bei  spielsweise Isolieröl) besteht der Vorteil, dass  die Menge brennbaren Stoffes in der     Nälie     des Lichtbogens klein gemacht werden kann,  also die Gefahren eines Schalterbrandes we  sentlich vermindert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Schalter, dessen Kontakte in einer Flüssigkeit getrennt werden, worauf die Lichtbogenlöschung durch Dampf erfolgt, der aus der Flüssigkeit durch den Lichtbogen ge bildet wird, gekennzeichnet durch Einrichtun gen, mit deren Hilfe für jeden Unterbrechungs vorgang von neuem Flüssigkeit in die Um gebung der Kontakte gebracht wird.
CH158953D 1930-09-22 1931-09-07 Elektrischer Schalter. CH158953A (de)

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DE158953X 1930-09-22

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CH158953A true CH158953A (de) 1932-12-15

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ID=5680027

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CH158953D CH158953A (de) 1930-09-22 1931-09-07 Elektrischer Schalter.

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