Elelitrizitätszäbler für Vorausbezahlung. Gegenstand der Erfindung ist ein Elek trizitätszähler für Vorausbezahlung.
Bei derartigen Zählern ist es oft erfor derlich, Schalter von beträchtlichem Strom- führungsvermögen unterzubringen, was Ap parate mit grosser Masse und grossem Raum bedarf bedingt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung be sitzt der Elektrizitätszähler für Vorausbezah lung einen verbesserten Schalter, welcher die oben genannte Fähigkeit besitzt und eine ge drängte Konstruktion gestattet. Dieses Re sultat wird durch die Verwendung einer Doppelkniehebelvorrichtung zum Einrücken und Eingerückthalten elektrischer Kontakt flächen unter erheblichem Druck erreicht.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der Erfindung durch Fig. 1 im Aufriss bei entferntem Deckel; Fig. \2 und 3 sind Horizontalschnitte durch das Zählergehäuse und den Münzenbehälter;
Fig. 4 bis 11 sind Detailansichten verschiedener Teile der Vorausbezahlungs-Vorrichtung. Beim dargestellten Beispiel ist. die Vor ausbezahlungsvorrichtung über dem Zähler element und so angeordnet, dass die Vorrich tung im Grundriss in der Hauptsache inner halb des kleinsten Quadrates hereinkommt, welches die Rotorscheibe 60 (Fig. 1) enthält.
Der Münzenbetätiger erteilt der Platte 1 (Fig. 4) eine horizontale Bewegung. Am Rahmen befestigte Stifte 2 und 3 und Schlitze 4 und 5 der Platte 1 geben letzterer Führung bei der Verschiebung. Ein an der Platte 1 befestigter Stift 6 betätigt ein Schaltrad 9 mittelst einer um die Axe dieses Rades schwenkbaren. aber in der Drehricb- tung von einer Sonnen- und Planetenbewe gung freien Schaltklinke B. Die in die Zähne des Rades 9 eingreifende Klinke 8 schaltet zwei ineinander greifende Planetenräder 10 (Fig. 5 und 6) des Differentialwerkes in ent gegengesetzter Uhrzeigerrichtung um 36 per Münze vorwärts.
Ein Stift 11 auf einer Planetenradtragscheibe 12 schaltet ein Stern rad 13 in Uhrzeigerrichtung jeweils um einen Zahn auf je 10 Münzen. Die, genaue Winkel- drehung des Rades 13 wird durch ein koaxiales Rad 14 überwacht, welches durch ein Zwischengetriebe mit der Scheibe 12 zu sammenarbeitet. Am Sternrad 13 ist ein Schalter-Ausrückstift 15 befestigt. Die An ordnung eines durch Rad antreibbaren Schal terausrückstiftes ermöglicht das Einwerfen einer sehr grossen Anzahl, zum Beispiel zirka 100, Münzen, statt der üblichen Zahl von nur zirka 10, wodurch eine Vorrichtung zum Ver schliessen des Münzenschlitzes vermieden wird.
Ferner wird gegenüber dem bisherigen ein wesentlich höherer Grad der Gleichför migkeit des durch die letzte Münze geliefer ten Stromes erreicht. Im Moment der Schal terausrückung bewegt der Planetenträger 12 das Sternrad 13 und den Ausrückstift 15 mit derselben Geschwindigkeit, wie es sich selbst bewegt.
Die Winkelbewegung der Planetenrad tragscheibe 12 wird durch eine zum Diffe rentialwerk koaxiale Welle 1,6 auf das Re gister der unbenützten Münzen übertragen, wobei zwischen der Welle 16 und einer wei teren Welle 17 dieses Registers ein geeigne tes- Zwischengetriebe vorgesehen ist. Auf der zweiten Welle 17 ist eine die Ausrückung unterstützende Feder 18 vorgesehen, deren eines Ende am Rahmen verankert ist und deren anderes Ende einen reduzierten Betrag der Winkelbewegung des Planetenrades auf zunehmen vermag.
Die Feder 18 vermag Kraft aufzu speichern, wenn die Vorausbezahlungsvor- richtung durch jede Münze betätigt wird, wo durch ein Energievorrat geschaffen wird, welcher die Kraftleistung, die die Zählervor- rieUtung auf die Ausrüek- oder Anlassvor- richtung auszuüben hat, verringert.
Ortsfeste Kontakte 19, 20 (Fix. 2 und 7) sind nebeneinander angeordnet, während eine Brücke 21 den Spalt zu schliessen vermag. Eine C-förmige Feder 23 ist bestrebt, die Brücke 21 von den fixen Kontakten zu tren nen, wobei die Ebene der wirksamen Flä chen der Brücke mit der die wirksamen Flä chen der fixen Kontakte enthaltenden Ebene auf den vollen. Betrag, der im vorliegenden Beispiel um 0,254 mm betragenden Bewe gung genau parallel bleibt. Es ist vorzu ziehen, dass beim Schliessen des Schalters eine sehr kleine Aufwärtsbewegung oder relative Bewegung zwischen den Kontakt flächen stattfindet, wodurch eine Reinigung dieser Flächen erreicht wird.
Dies kann durch verschiedene Mittel, zum Beispiel durch Führungen für die Brücke 21 erreicht werden, welche letzterer eine kleine seitliche Bewegung in bezug auf die Kontakte ertei len, während die Brücke parallel zu ihnen verbleibt. 24 und 25 (Fix. 7) sind die beiden Arme eines Kniehebels, dessen einer Arm bei \?6 mit der Brücke 21 und dessen anderer Arm bei 27 am Rahmen angelenkt ist. Ein zweiter Kniehebel besteht aus den Armen 28 und 29, dessen einer Arm bei 61 mit dem Mittelgelenk des Kniehebels 24, 25 und des sen anderer Arm bei 29A mit dem Rahmen gelenkig verbunden ist. Der obere Arm 28 dieses Kniehebels ist abwärts verlängert, um den erforderlichen Anlassdruck zu vermin dern.
Eine wie beschriebene Schaltvorrich tung ist zum Schalten von Strömen bis zti zirka 100 Amperes als befriedigend befunden worden.
Eine gestreckte Feder 30 (Fix. 4) ist. am einen Ende an der Platte 1 befestigt, während das freie Federende beim Rücklauf der Platte auf den um den Zapfen 31 drehbaren Hebel 30A trifft. Dieser Hebel besitzt am andern Ende einen Stift 32, welcher den verlänger ten Kniehebelarm 28 bewegt, wobei der Schalter geschlossen wird und der Arm 28 selbst in eine Rast 33 eines unter Federdrucl,:: ,stehenden, um Zapfen 34 drehbaren Hebels 33A einschnappt.
Eine zweite und folgende Münzen wiederholen die Bewegung der Platte 1 und des Hebels 30A ohne jede wei tere Störung des gesperrten Kniehebelgliedes.
Koaxial zum Hebel 30A aber unabhängig von ihm drehbar ist ein Kurbelarm 31A (Fix. 4) angeordnet, dessen Kurbelzapfen 31ss an der Platte 1 befestigt ist. Die Vor- und Rückwärtsbewegung der Platte 1 wird so durch den Kurbelarie 31A und die Welle 31 auf die Federklinke 85R-(Fig. 2 und 9) über tragen, deren Stift dem Schaltrad 84A des Münzenregisters eine Winkeldrehung erteilt.
Diese Drehung wird durch die abgekröpfte Feder. 35, welche das Rad 34A nach jeder Vorwärtsbewegung leicht zurückdreht, genau überwacht.
Koaxial zum Differentialwerk und um dessen Axe 37 drehbar, sowie durch eine Schraube 38 feststellbar, ist ein aus einem Stück bestehender Rahmen 86 (Fig. 1) an geordnet. Letzterer trägt eine Welle 39 mit Rad 40, welches mit der additiven Seite des Differentialwerkes ständig im Eingriff steht, und es kann das Rad 40 mit einem Rad 41 verschiedener Grösse auf der Preiswechsel welle in Eingriff gebracht werden. Dieses Preiswechselgetriebe besitzt einen mittelst der Schrauben 48, 44 vom Hauptrahmen weg nehmbaren, aus einem Stück bestehenden Rahmen 42. Das Rad 45 dieses Getriebes greift in ein Rad des Zählerregistergetriebes.
Der Münzenbetätiger ist in einem Ge häuse 45A (Fig. 2) untergebracht, welches von dem die Zählervorrichtung enthaltenden Gehäuse getrennt und an diesem mittelst zweier Schrauben 46, 47 befestigt ist. Am Gehäuse 45A ist ein äusserer Münzeinwurf 48 (Fig. 1) befestigt, während ein innerer Münzkanal 49 (Fig. 2) um seine Längsaxe frei drehbar ist. Der Griffknopf 50 ist zum innern Münzkanal koaxial, jedoch frei von ihm drehbar und mit einem Halbzylinder 51 verbunden.
Die Münze fällt durch den äussern Einwurf in. den innern Münzkanal 49, wo sie auf den beiden Stiften 61 und 57A auf ruht. Die obere Fläche der Münze bildet nun eine Kupplung zwischen dem Griff-Halb- zylinder 51 und dem Drehkanal 49, mit wel chem eine Doppelkurve 52 (Fig. 4) verbun den ist. Bei der Drehung des Griffknopfes mit dem mit ihm gekuppelten Münzkanal um einen nicht ganz 180 betragenden Winkel treibt die Kurve 52 einen Stift 53 in das Zählergehäuse, wodurch die Platte 1 gerad linig bewegt wird. Deren Rücklauf besorgt eine Feder.
Vor Vollendung der<B>1.80'</B> Dre- hung wird die Münze in den untern Behälter fallen gelassen und verhindern ein Sperrad 54 und eine Sperrklinke 55 eine Zurück= drehung der Kurve 52.
Für den Wechsel einer Münzsorte zu einer andern sind zwei Operationen erforder lich. Ist der Münzenbetätiger zum Beispiel für englische Penny-Münzen eingerichtet und es wird dessen Benützung durch Schilling- Münzen gewünscht, so.
wird der am äussern Gehäuse befestigte Einwurf 48 (Fig. 1) durch Einsetzung eines Stiftes 56 in den Hal ter 57 verkürzt und wird der Drehkanal durch Entfernung der Schraube 57A (Fig. 2) aus dem besetzten Loch und Einsetzung in das für Schilling-Münzen bestimmte Loch, wodurch die wirksame Weite des Schlitzes vergrössert wird, in seinem Münzen-Auf- nahmevermögen verändert.
Der Münzenbehälter 40A (Fig. 1) ist un ter der Münzenbetätigungs-Vorrichtung an geordnet und mittelst eines leichten Druckes eines bei 42A drehbar gelagerten Kurven hebels 41A befestigt, wobei die Kurvenfläche gegen die vorspringende Fläche 43A des Münzenbehälters drückt und ein Vorhänge schloss das andere Ende des Kurvenhebels sichert.