CH159300A - Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff.

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CH159300A
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      Verfahren    zur     Herstellung    von     Thioharnstoff.       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Thioharnstoff     aus Kalkstickstoff und     Erdalkalisulfiden    in  Gegenwart von     Agentien,    die zu unlöslichen       Erdalkalisalzen    führen, dadurch gekennzeich  net, dass die Reaktion unter gründlichem  Vermahlen durchgeführt wird.  



  Es wurde gefunden, dass man bei diesem  Verfahren an Stelle von     Erdalkalisulfiden    mit  Vorteil direkt Schwefelwasserstoff verwendet.  



  Zweckmässig wird hierbei der Schwefel  wasserstoff während der in einem geschlos  senen Gefässe, zum Beispiel in einer Rohr  oder Kugelmühle erfolgenden feuchten     Ver-          mahlung    des     Kalkstickstoffes    in diesen ein  geleitet. Die hierbei neben     Thioharnstoff    ent  stehenden     Calciumsulfide    werden hierauf mit  solchen Agenzien, die mit     Calcium    unlösliche  Salze bilden, zum Beispiel Schwefelsäure,  Kohlensäure, Phosphorsäure, umgesetzt.  



  Man kann entweder von Anfang an so  viel Schwefelwasserstoff einleiten, als zur  Umwandlung des gesamten     Amidstickstoffes       in     Thioharnstoff    erforderlich ist. In diesem  Falle wird man den bei der nachfolgenden  Umsetzung der     Calciumsulfide    freiwerdenden       Schwefelwasseratoff    zweckmässig für einen  weitern Ansatz verwenden. Oder man kann  von Anfang an nur soviel Schwefelwasserstoff  einleiten, dass etwa die Hälfte des     Amidstick-          stoffes    in     Thioharnstoff    umgewandelt wird,  während eine annähernd gleiche Menge wie  derum in     Calciumsulfide        übergefübrt    wird.

    Der durch Umsetzen letzterer freiwerdende  Schwefelwasserstoff kann dann für die Um  wandlung des restlichen     Amidstickstoffes    in       Thioharnstoff    nutzbar gemacht werden.  



  Eine zweckmässige Ausführungsform des  Verfahrens besteht auch darin, gleichzeitig  mit Schwefelwasserstoff auch das zur Ab  scheidung des im Kalkstickstoff enthaltenen       Calciums    dienende Agens, zum Beispiel Koh  lensäure, einzuführen.  



  Höherer Druck als 1 atü oder Zuführung  von Wärme sind auch bei vorliegender Aus  führungsform des Verfahrens der Hauptan-           meldung    nicht erforderlich, da die Reaktion       egotherm    ist. Die Dauer der vollständigen  Umsetzung beträgt     I0-30    Minuten, je räch  dem Wirkungsgrad der Mahlvorrichtung. Ne  benreaktionen treten ebensowenig wie beim       Verfahren    des Hauptpatentes auf. Die Aus  beute,. bezogen auf     Amidstickstoff,    ist nahezu  quantitativ.  



  <I>Beispiel</I>       500        Teile        Kalkstickstoff,        enthaltend        20        %          Amidstickstoff    und 1800 Teile Wasser, wer  den irr eine Rohrmühle gebracht. Unter guter       Mahlung    leitet man solange     Schwefelwasser-          Stoff    ein, bis keine Aufnahme mehr erfolgt.  Der Gasdruck wird unter 1 atü gehalten.  Die Reaktionswärme beträgt etwa 50 0 C.  



  Die neben     Thioharnstoff    gebildeten Sulfide  beziehungsweise Polysulfide des     Calciums     werden durch Zugabe von Schwefelsäure zer  setzt. Den entweichenden Schwefelwasserstoff  leitet man in einen frischen     Kalkstickstoff-          Ansatz.        Daa    ausgeschiedene     Calciumsulfat    wird  abgerutscht, das Filtrat eingeengt und der       Thioharnstoff    auskristallisiert.  



  Ausbeute 256 Teile     Thioharrrstoff,        ent-          sprechend        95%        der        Theorie,        bezogen        auf          Amidsti        ckstoff.     



  <I>Beispiel 2:</I>       1000        Teile        Kalkstickstoff,        enthaltend        20        %          Amidstickstoff,    werden zusammen mit 3000  Teilen Wasser in eine Rohrmühle gefüllt.  Man leitet unter gründlicher     Mahlung    Schwe  felwasserstoff ein, bis keine Aufnahme mehr  erfolgt, fällt nach Beendigung der Unisetzung  mit Kohlensäure die Kalksalze und rutscht  ab. Der überschüssige Schwefelwasserstoff  wird in einem frischen Ansatz verwendet.  



  Auch diese Darstellungsart ergibt     nahezu     quantitative Ausbeuten an     Thioharrrstoff.       <I>Beispiel 3:</I>  In ein Gemisch von 250 Teilen     Kalkstick-          stoff        (20%        Amidstickstoff)        und        1000        Teilen          Wasser    werden     Kohlensäuregas    und Schwe  felwasserstoff gleichzeitig bis zur Sättigung  eingeführt.  



  Diese Reaktion wird wie bei Beispiel 1  und 2 unter gründlicher     Mahlung    in einer  Rohrmühle vorgenommen. Das abgeschiedene       Calciumcarbonat    wird durch Abrutschen ab  getrennt und das Filtrat eingeengt.  



  Es werden 128 Teile     Thioharnstoff,        ent-          sprechend        95        %        der        Theorie,        erhalten.     <I>Beispiel</I>  In 2000 Teilen     Kalkstickstoff    (20 %     Amid-          stickstoff)    und 6000 Teilen Wasser werden  in einer Rohrmühle 510 Teile Schwefelwasser  stoff eingeleitet, was etwas mehr als der  Hälfte der für die Bildung von     Thioharnstoff     erforderlichen     Menge        HaS    entspricht.  



  Die Aufnahme erfolgt in etwa 10 Minuten,  worauf, zwecks Freisetzung der andern Hälfte       H28    aus den gebildeten     Calciumsulfiden    und       -polysulfiden    und Umwandlung des restlichen       Amidstickstoffes    in     Thioharnstoff,    noch 2600       Teile        77        %ige        Schwefelsäure        unter        weiterem          Mahlen    zugesetzt werden. Man rutscht vom       Caloiumsulfat    ab und konzentriert das Filtrat.  



  Ausbeute 1030 Teile     Thioharnstoff,    was       95,5%        der        Theorie        entspricht.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Thioharn- stoff aus Kalkstickstoff, Schwefelwasserstoff und Wasser irr Gegenwart von Agentien die zu urilöslichen Erdalkalisalzen führen, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion unter gründ licher Mahlung durchgeführt wird.
CH159300D 1932-01-27 1932-01-27 Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff. CH159300A (de)

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CH155774T 1932-01-27

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